Kategorie: Gunnar Wolters

James Lee Burke | Glut und Asche

James Lee Burke | Glut und Asche

In den folgenden fünfzehn Minuten setzte Danny Boy Lorca alles daran, die Geräusche auszublenden, die aus dem Mund des Mannes mit dem Eisenring am Handgelenk kamen. Er versuchte, in sich zusammenzuschrumpfen, sich in seinem eigenen Körper zu verkriechen und seine Wahrnehmung abzuschotten, sodass kein Licht, kein Ton, kein Sinneseindruck, kein Detail der Außenwelt zu ihm vordringen konnten. […] Vielleicht würde er eines Tages die Angst vergessen, die in jenen fünfzehn Minuten einen anderen Menschen aus ihm gemacht hatte. Vielleicht würde er dann den Mann treffen, dem er nicht geholfen hatte, und vielleicht würde dieser ihm vergeben, auf dass auch er sich selbst vergeben könnte. Vielleicht würde er dann sogar vergessen, zu welchen Gräueltaten seine Mitmenschen fähig waren. (Auszug Seite 15)

Eine Wüstengegend in Südtexas, in der Nähe der Grenze zu Mexiko: Sheriff Hackberry Holland wird zu einem grausamen Mord gerufen. Der Indianer Danny Boy Lorca wurde zufällig Zeuge, wie ein Mexikaner zu Tode gefoltert wurde, um Hinweise auf den Aufenthaltsort eines Flüchtigen zu erhalten. Die Killer und auch der Sheriff verfolgen eine Spur zu „La Magdalena“, einer Asiatin, die illegale Einwanderer versorgt und als Heilige verehrt wird. Der Sheriff wird aber schnell wieder vom FBI zurückgepfiffen. Doch in seinem County lässt Hackberry Holland sich natürlich nichts vorschreiben. Er bleibt im Spiel und muss schnell feststellen, dass noch einige Akteure mehr mitmischen und auch ein alter totgeglaubter Bekannter wieder zurückkehrt.

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Charlotte Otter | Karkloof Blue

Charlotte Otter | Karkloof Blue

Greenwashing ist kein Kapitalverbrechen, sondern gängige Praxis in der PR großer Firmen. So pflegt der südafrikanische Papierkonzern Sentinel sein Image als umweltfreundlicher Wohltäter der Region. Nachrichtenredakteurin Maggie Cloete soll eigentlich ihren Schreibtisch hüten und nicht herumschnüffeln. Doch die Journalistin kann Ungereimtheiten nicht auf sich beruhen lassen. Ihre Recherchen zu vom Aussterben bedrohten Schmetterlingen lösen einen Wirbelsturm aus, der alte Leichen und neue Gewalt zum Vorschein bringt. Der zweite Roman um die kompromisslose Reporterin Maggie Cloete zeigt die dunklen Seiten des heutigen Südafrika.

Der Papierkonzern Sentinel plant die Abholzung des Waldgebietes Karkloof 7 in der Nähe von Pietermaritzburg. Der Wald ist allerdings das Refugium einer seltenen Schmetterlingsart, so dass militante Umweltschützer auf den Plan gerufen werden. Für die Journalistin Maggie Cloete ein wichtiges Thema für ihre Zeitung, zumal sich auch ihr Bruder unter den Aktivisten befindet. Doch ihre Chefredakteurin möchte das Thema lieber klein halten, verhandelt die Zeitung doch gerade mit Sentinel über neue Papierpreise. Doch die Ereignisse spitzen sich zu, als bei den Rodungsarbeiten plötzlich sieben verscharrte Leichen aus der Apartheid-Ära gefunden werden.

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Ryan Gettis | In den Straßen die Wut

Ryan Gettis | In den Straßen die Wut

Die Nachrichten schalten zu einer Hubschrauberkamera, und der Himmel – Mann, der Himmel ist gar nicht mehr blau oder so halbgrau wie an den schlimmsten Smogtagen. Sieht aus wie nasser Zement. So dunkles Grau, dass es fast schwarz aussieht. Und scheißschwer.
Da wird mir klar, dass ich ein Kriegsgebiet sehe. In South Central Los Angeles. […]
Und diese ganzen Bilder sagen mir das Gleiche wie allen anderen Idioten in dieser Stadt, die je einen bösen Gedanken im Kopf hatten: Verdammt, jetzt ist dein Tag, Homie. Felicidades, du hast im Lotto gewonnen!
Geh raus und spiel verrückt, sagen die Bilder. Nimm dir, was du kriegen kannst, sagen sie. Wenn du böse und stark genug bist, dann komm raus und nimm es dir. Wie so Teufelsnacht am hellen Tag.
Denn die Welt, in der wir leben, ist total auf den Kopf gestellt. Unten ist oben. Oben ist unten. Schlecht ist gut. Und Marken haben nichts zu sagen. Denn heute gehört die Stadt nicht den Cops. Heute gehört sie uns. (Auszug Seite 108)

Ernesto Vera hat von seinem Chef an diesem Tag früher frei bekommen. Fünf Stunden ist das Gerichtsurteil her und schon gibt es Gerüchte über den Beginn der Unruhen. Ernesto beeilt sich auf dem Weg nach Hause, über den Boardwalk nach Lynchwood. Da hält ein Pick Up neben ihm. Ernesto gehört im Gegensatz zu seinem Bruder und seiner Schwester nicht zu den „Cholos“, der lokalen Gang, also erwartet er keine Probleme. Doch an diesem Tag ist nichts wie vorher, die üblichen Regeln sind außer Kraft, nicht bestellte Rechnungen werden beglichen.

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Wolfgang Schorlau | Die schützende Hand

Wolfgang Schorlau | Die schützende Hand

„Es ist der Hammer! Stell dir vor, es gab weder an der Pumpgun noch auf den Patronenhülsen Fingerabdrücke, weder von Mundlos noch von Böhnhardt. Das Ableben der beiden geschah spurenfrei. Dabei trug Mundlos keine Handschuhe. Wenn er geschossen hat, dann mit nackten Fingern. Du hast doch das Foto gesehen…“
Olga im Halbschlaf: „Bitte erzähl es mir morgen früh.“ […]
„Keine Spuren an der Waffe. Für wie blöd halten die uns eigentlich?“
Er streckte sich aus und nahm die schlafende Olga in den Arm.
„Wieso blöd?“, murmelte sie. „Sie kommen doch damit durch. Diese Leute kommen immer durch.“ (Auszug Seite 218)

Privatdetektiv Georg Dengler ist mal wieder knapp bei Kasse. Da bietet ihm ein mysteriöser Auftraggeber unerwartet einen lukrativen, aber scheinbar ziemlich einfachen Job an. Der Auftrag lautet: „Wer erschoss Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt?“ Dengler denkt zunächst, im NSU-Fall ist derart umfangreich ermittelt worden, da braucht man doch einfach nur die Ermittlungsergebnisse zusammenfassen. Doch Dengler merkt bald, irgendwas ist faul, irgendetwas passt nicht zusammen. Je tiefer er in die Ermittlungen einsteigt, umso mehr wird ihm klar, dass er einem Staatsverbrechen auf der Spur ist.

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Holger Karsten Schmidt | Auf kurze Distanz

Holger Karsten Schmidt | Auf kurze Distanz

Der Polizeibeamte Klaus Burck wird eines Tages während des Dienstes verhaftet. Doch schnell stellt sich heraus, dass diese nur fingiert war. Burck soll als verdeckter Ermittler im Wettmilieu arbeiten. Der serbische Goric-Clan kontrolliert das Wettgeschäft in Hamburg. Burck gewinnt mit neuer Identität das Vertrauen von Luka, dem Neffen von Clanchef Aco, und wird schließlich auch Teil des Clans. Doch gleichzeitig entsteht eine echte Freundschaft zwischen Klaus und Luka. Klaus gerät in arge Schwierigkeiten, mit der zunehmenden Vertrautheit nicht seine Tarnung in Gefahr zu bringen und sein Ermittlungsziel im Auge zu behalten.

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