Kategorie: Gunnar Wolters

Richard Stark | Sein letzter Trumpf

Richard Stark | Sein letzter Trumpf

Parker ist gerade von einem Raubzug zurück, da meldet sich ein neuer Informant bei ihm. Hilliard Cathman, Ex-Beamter, unterbreitet Parker einen lukrativen Plan. Der Staat New York erlaubt den Betrieb eines Casinoschiffs auf dem Hudson River. Für die viermonatige Probezeit gilt an Bord: Keine Kreditkarten, nur Bares ist Wahres. So richtig traut Parker diesem Cathman nicht, doch die Beute reizt einfach zu sehr. Parker bereitet den Coup akribisch vor und sucht sich eine zuverlässige Truppe zusammen.

…

Read More Read More

James Lee Burke | Mississippi Jam Bd. 7

James Lee Burke | Mississippi Jam Bd. 7

Doch der Prediger hatte auf der Schotterstraße in der Nähe meines Hauses etwas zu mir gesagt, das mich nicht mehr losließ, das am Rande meines Bewusstseins lauerte wie ein kariöser Zahn, der dumpf pochte, während man schlief.
Was, wenn wir es statt mit einem konkreten Verbrechen tatsächlich mit Menschen oder Mächten zu tun hätten, die eine Situation herbeiführen wollten, die es erlauben würde, politische Kriminalität, Tyrannei maskiert als Recht und Ordnung, als Daseinsform zu etablieren?
War das so schwer vorstellbar? Alle dazu erforderlichen Voraussetzungen waren bereits vorhanden. (Auszug Seite 407)

In New Orleans treibt ein Killer in der Drogendealerszene sein Unwesen. Unglücklicherweise gerät Dave Robicheaux‘ Freund Batist ins Visier der Ermittler. Um die Kaution für Batist bezahlen zu können, lässt sich Dave Robicheaux vom Geschäftsmann Hippo Bimstine engagieren, um vor der Küste Louisianas ein im Zweiten Weltkrieg gesunkenes deutsches U-Boot zu finden. Doch das Nazi-U-Boot ruft noch weitere Gestalten auf den Plan. Der Psychopath Buchalter hegt großes Interesse und beginnt, Robicheaux‘ Familie zu terrorisieren.

…

Read More Read More

Dominique Manotti | Schwarzes Gold

Dominique Manotti | Schwarzes Gold

Daquin streckt die Beine aus, schließt die Augen. Zampa, das Erbe der Guérinis, Pieris Ermordung, Nizza, Casino im Palais de la Méditerranée. Kein Zufall. Aber welcher Zusammenhang? Er seufzt.
„Marseille ist eine furchterregende Stadt. Alle kenne sich, alle überwachen einander, nichts bleibt verborgen und nichts kommt ans Licht.“
„Ich sag’s mal anders: Es ist eine bemerkenswerte Stadt, was die Dichte des Geflechts ihrer sozialen Beziehungen angeht.“ (Auszug Seite 66)

Commissaire Duquin kommt gerade frisch im Kommissariat in Marseille zu seiner ersten richtigen Stelle an, als ihm der Mord am Reeder Pieri zugeteilt wird. Pieri wurde vor einem Casino in Nizza professionell hingerichtet. Der Tote war vorher eine Zeit lang auch für den ehemaligen Unterweltkönig Guérini tätig und ist nun Geschäftsführer der Somar, einer erfolgreichen Reederei. Die Tat riecht nach einer alten Abrechnung im Milieu und doch ist Duquin davon nicht überzeugt. Kurz darauf wird auch die Nummer Zwei bei Somar ermordet und in Istanbul stirbt der Kapitän eines Somar-Frachters auf merkwürdige Weise. Fünfzehn Tage haben Duquin und sein Team Zeit, eine Anklage auf die Beine zu stellen, sonst wird der Fall als Mord im Milieu zu den Akten gelegt.

…

Read More Read More

Eric Ambler | Bitte keine Rosen mehr

Eric Ambler | Bitte keine Rosen mehr

„Killen kann heutzutage sehr teuer sein, oder es kann billig sein. Alles hängt davon ab, was zurückbleibt und ob und wie unverfänglich sich die hinterlassene Schweinerei erklären läßt. Auf den Straßen oder gleich daneben, da sind die bequemsten Abladeplätze. Alles, was Sie dort zurücklassen müssen, ist entweder ein weiteres Mahnmal unserer vulgären Autorouten-Gesellschaft oder, falls sich in irgendeiner der Leichen Kugeln befinden, ein weiteres häßliches Nebenprodukt des von Gangstern beherrschten Monopolkapitalismus. Das heißt, solange Sie die Dinge für die Verkehrspolizei nicht erschweren, indem Sie Soziologen mit Steuerberatern mischen.“ (Auszug Seite 377)

Paul Firman ist leitender Manager und Minderheitseigner des Unternehmens Symposia, das seine Kunden in Sachen Steuervermeidung und -hinterziehung berät. Er gerät ins Visier des Soziologie-Professors Krom, der ihn für eine kriminelle Fallstudie benutzen will, ansonsten droht er mit Firmans Enttarnung. Firman lädt Krom und dessen Kollegen Henson und Connell in eine Villa an der Côte d’Azur ein, um bei umfangreichen Besprechungen auch mit Hilfe von Halbwahrheiten und Lügen seinen Ruf zu retten. Doch es gibt noch jemanden im Hintergrund, der mögliche Enthüllungen und Geständnisse auf keinen Fall riskieren möchte.

…

Read More Read More

Eric Ambler, ein Porträt

Eric Ambler, ein Porträt

Er gilt bis heute als Meister des Politthrillers. John le Carré sagte über ihn: „Amblers Werk ist die Quelle, aus der wir alle schöpfen“. Graham Greene soll an ihn telegrafiert haben: „An den Meister, von einem seiner Schüler.“ Eric Ambler war der Chronist der 20. Jahrhunderts. Sein erster Roman erschien 1936 unter den drohenden Vorzeichen des kommenden Zweiten Weltkriegs, der letzte 1982 im Ost-West-Konflikt mit seinen schmutzigen Stellvertreterkonflikten. Seine Thriller handeln durchgehend von Machtpolitik, (Staats-)Terrorismus und den Auswüchsen des Kapitalismus. „Der Geschichtsprozeß, wie er ihn sieht, ist schmutzig, und zwar auf allen Ebenen und zu allen Zeiten – diese illusionslose Sicht bestimmt das Gesamtwerk“ (Schwarz, Seite 62-63). Im Rahmen unseres Klassiker-Spezials hatte ich die erste Begegnung mit Eric Ambler. Ich war sehr angetan vom feinen und eleganten Stil von Die Maske des Dimitrios. Dies nahm ich zum Anlass, mich ein wenig näher mit dem Autor zu beschäftigen.

…

Read More Read More