Kategorie: Politthriller

Christian von Ditfurth | Giftflut

Christian von Ditfurth | Giftflut

„Wenn jemand den Westen zerstören will, würde er dieses Programm fahren“, sagte de Bodt.
„Aber wer will den Westen zerstören? Davon quatschen die in der Glotze dauernd.“
„Die Chinesen nicht, die Russen nicht. Die Islamisten natürlich. Aber die können es nicht. Wer will den Westen zerstören, und wer kann es auch?“
Salinger schwieg eine Weile. „Was heißt eigentlich den Westen zerstören?“
„Bomben zerstören Menschen und Gebäude. Aber nicht die Demokratie. Was oder wer die hiesige Demokratie zerstört, das sind eher die Regierungen. Maßnahmen, die die Sicherheit nicht erhöhen, aber Rechte aushöhlen.“
[…] „Wir drehen uns im Kreis. Wir sollten uns darauf konzentrieren, wer so eine Operation durchziehen kann“, sagte de Bodt. (Auszug Seiten 184-185)


In Berlin wird die Oberbaumbrücke Ziel eines Spengstoffanschlags, wenig später auch eine Seinebrücke in Paris und die Tower Bridge in London in die Luft gejagt. Sehr planmäßig durchgeführte Anschläge, die Hunderte von Todesopfern fordern. Das Seltsame: Den Anschlägen gingen jeweils Doppelmorde an leitenden Angestellten der städtischen Wasserwerke voraus. Hauptkommissar de Bodt versucht unter großem Einsatz, die Verbindung zwischen den Taten zu ziehen, um weitere Anschläge zu verhindern.

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Eric Ambler | Der Fall Deltschev

Eric Ambler | Der Fall Deltschev

Die Wahrheit über meine Rolle im Fall Deltschev ist nicht erfreulich. Ich bin nicht einmal in die Gefahr hineingestolpert, ich bin hineinspaziert. Ich bin dahingeschlendert, so wie man durch das faszinierende Gewirr von Straßen und Gassen der Altstadt schlendert. Man hatte mich gewarnt, mir gesagt, dass sie gefährlich seien, gewiss: aber ich hatte gedacht, sie seinen gefährlich für die Warner, nicht für mich. Und als ich sah, dass ich mich verirrt hatte, und herauszukommen versuchte, sah ich auch, dass ich verloren war. So ungefähr empfand ich es. (Auszug Seiten 217-218)

In einem sowjetisch beeinflussten Balkanstaat kurz nach dem zweiten Weltkrieg wird der ehemalige Regierungschef und Oppositionspolitiker Jordan Deltschev angeklagt, ein Verräter und Verschwörer zu sein, der in Attentatspläne gegen den amtierenden Staatschef Vukaschin der kommunistischen Volkspartei verwickelt ist. Der Schauprozess wird auch von der ausländischen Presse verfolgt. Der britische Dramatiker Foster soll für eine amerikanische Zeitung Beiträge zum Prozess liefern. Doch Foster ist mit der ihm zugedachten Beobachterrolle nicht einverstanden und begibt sich in gefährliche Hintergrundrecherchen.

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Viet Thanh Nguyen | Der Sympathisant

Viet Thanh Nguyen | Der Sympathisant

Nein, nein, schluchzte die Agentin. Sie brauchte eine gute Geschichte, aber ihr fiel keine ein, allerdings hätte nichts die Polizisten umstimmen können. Also dann, sagte der mittlere Polizist, öffnete den Gürtel und den Reißverschluss seiner Hose. […]
Wir fangen ganz leicht an, sagte der mittlere Polizist und kletterte ungelenk auf den Tisch und zwischen ihre Beine. Wie heißt du? Sie sagte nichts, aber als er die Frage wiederholte, erwachte etwas Animalisches in ihr. Sie öffnete die Augen, schaute den Polizisten an und sagte: Mein Nachname ist Viet, und mein Vorname ist Nam.“ (Auszug Seiten 480-481)

April 1975: Die revolutionären Truppen Nordvietnams erobern den Süden. Die Amerikaner ziehen sich überhastet zurück und gewähren einer kleinen Zahl privilegierter Einheimischer ebenfalls die Flucht. Mit dabei ist auch der Ich-Erzähler, Adjutant eines südvietnamesisichen Generals, aber in Wahrheit ein kommunistischer Spion. Er war ein wichtiger Informationsträger im Stab des Generals und nun soll er auch in den Vereinigten Staaten Augen und Ohren offen halten.

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Joakim Zander | Der Bruder Bd. 2

Joakim Zander | Der Bruder Bd. 2

„Also, wie lang dauert es, Fuchs?“ Er zuckt mit den Schultern. „Zehn Sekunden für den Tankdeckel, ein paar Minuten für die Tür, mehr nicht.“ „Und dann?“ „Alles easy, nur ein paar Minuten. Chill, Alter. I get this.“ Wir sehen uns an und können uns das Grinsen nicht verkneifen, können nicht verbergen, wie sehr wir uns darauf gefreut haben, auf den Frühling, auf das Ghettoleben. Also schwärmen wir aus in das gelbe Licht des Parkplatzes und schweben lautlos auf den Audi zu, nur auf die Rache konzentriert, auf das Chaos. (Auszug Seiten 44/45)

Triste schwedische Vorstadt gegen New Yorker Lifestyle

Die Geschwister Fadi und Yasmine Ajam leben mit ihren Eltern als afghanische Einwanderer in einem Stockholmer Vorort. Bergort ist eine triste und graue Trabantenstadt. Die Kinder sind sich meist selbst überlassen und haben eine enge Beziehung zueinander. Eines Tages flieht Yasmine aus diesem Ghetto und ihrem Leben als Migrantin. In New York arbeitet sie für eine PR-Agentur als Expertin für aktuelle Trends und lässt ihren geliebten kleinen Bruder zurück. Fadi verliert seinen letzten Halt und gerät in die Fänge von radikalen Islamisten.

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