Kategorie: Gunnar Wolters

Eric Ambler | Der Levantiner

Eric Ambler | Der Levantiner

Inzwischen machte er mir Angst. Ich gebe das zu. Er würde mir immer Angst machen. Ich wußte schon, daß die einzige Möglichkeit, mit ihm fertig werden, für mich darin bestand, ihn umzubringen. Ich rechnete jedoch nicht damit, jemals die Chance zu bekommen, das zu tun; und für ebenso ausgeschlossen hielt ich es, daß der Geschäftsmann Howell ernsthaft erwägen könnte, eine solche Chance, gesetzt, sie böte sich ihm, auch zu nutzen. Ich bin nun einmal kein Freund von Gewalttätigkeiten. (Auszug Seite 151)

Michael Howell ist ein umtriebiger Geschäftsmann und Reeder mit mehreren Geschäftsfeldern an der Levanteküste. Unter anderem besitzt er auch Fabriken in Syrien. Doch die Ereignisse im Nahostkonflikt machen die Geschäfte komplizierter, das syrische Regime beschränkt privatwirtschaftliche Aktivitäten und friert Gelder von Howell ein. Mit einem Deal mit einem hohen Beamten glaubt Howell, seine Geschäfte halbwegs retten zu können, doch dafür muss er sich auch planwirtschaftlich betätigen. Einer dieser Planfirmen ist eine unrentable Batteriefabrik, die Howell widerwillig betreibt. Als er feststellt, dass ein leitender Mitarbeiter merkwürdige Materiallieferungen bestellt, begibt er sich eines Abends mit seiner Assistentin und Geliebten Teresa Malandra in die Fabrik, um dem nachzugehen. Dort sieht er sich plötzlich einer palästinensischen Untergrundgruppe gegenüber.

Chef des Palästinensischen Aktionskommandos ist Salah Ghaled. Seine Gruppe ist innerhalb der Palästinenser in Ungnade gefallen, daher drängt er auf einen spektakulären Coup, einen groß angelegten Terrorangriff auf Israel. Dafür benötigt er Howells Fabrik und möglicherweise auch noch dessen ingenieurtechnisches Knowhow. Daher bedroht Ghaled Howell und zwingt ihn, ein falsches Geständnis zu unterschreiben. Howell hat keine andere Wahl, als mitzumachen, weiß er doch, dass Ghaled im Hintergrund doch noch Gönner im syrischen Regime haben muss. Es entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Ghaled und Howell, der nach Auswegen sucht, um den Terrorangriff zum Scheitern zu bringen und selbst mit heiler Haut davonzukommen.

Der Roman aus Amblers 2. Schaffensphase erschien 1972 und erhielt damals den Gold Dagger als bester englischsprachiger Kriminalroman. Der Roman spielt vor dem Hintergrund des Sechstagekriegs 1967 und des Schwarzen September 1970. Im Sechstagekrieg hatten die Israelis unter anderem das Westjordanland (damals jordanisches Staatsgebiet und bis heute Heimat vieler Palästinenser) besetzt. Die PLO und andere palästinensische Organisationen suchten daraufhin mehr und mehr die offene Konfrontation mit dem jordanischen Königshaus, bis hin zu einem Attentatsversuch im Juni 1970. König Hussein und das ihm ergebene Militär setzten daraufhin zu einem Gegenschlag im September 1970 an und vertrieb nach langen Kämpfen die palästinensischen Befreiungsorganisationen, die teilweise von syrischen Kräften unterstützt wurden, aus Jordanien. Es zeigte sich, dass es mit der Einigkeit der arabischen Staaten und innerhalb der Palästinenser nicht so weit her ist.

Dies ist auch die Situation von Salah Ghaled, der eine Splittergruppe anführt und die Unterstützung der mächtigen PLO um Yassir Arafat verloren hat. Den Respekt will er sich mit einem großangelegten Terrorakt zurückholen. Ghaled tritt als typischer terroristischer Anführer auf, der es versteht, mit Propaganda, gewissem Charme und unterschwelligen Drohungen bis hin zur Gewalt seine Gruppe zu leiten. Er muss zudem im syrischen Regime Unterstützer haben, die ihn zwar nicht offen unterstützen, aber ihre schützende Hand über ihm halten. Dies ist auch Michael Howell klar, der dadurch nur wenige Optionen hat. Ghaled bei den Syrern anschwärzen geht nicht und angesichts der terroristischen Verbindungen Ghaleds erscheint Howell auch die Flucht aus Syrien nicht ratsam, zumal er dann auch seine Geschäfte aufgeben müsste. Also spielt er erstmal das Spiel notgedrungen mit. Michael Howell ist zyprisch-libanesisch-armenischer Abstammung mit britischen Vorfahren und dementsprechend eine interessante Kombination aus distinguiertem, leicht arrogantem Briten und einem kaufmännisch-gewitzten Levantiner. Howell gesteht zwar seine Angst vor Ghaled ein. Diese hindert ihn jedoch nicht daran zu glauben, dass er den Palästinenser geschickt ausmanövrieren kann.

Die Maßstäbe heutigen Thrillererzählens darf man bei Eric Ambler nicht anlegen. Ambler setzt Spannungsmomente dosiert ein, erklärt viel drumherum, aber macht dies ungemein intelligent und literarisch versiert. Das Geschehen wird in Form einer Nacherzählung von Michael Howell erzählt, während er von dem Journalisten Lewis Prescott befragt wird. Der Großteil wird aus Howells Perspektive betrachtet, aber in einigen Abschnitten auch aus den Blickwinkeln von Prescott und Howells Assistentin Teresa, was nochmal die Figurenzeichnung erheblich unterstreicht. Vor allem die Ambivalenz in Howells Charakterzügen wird so erheblich verfeinert. So entwickelt Ambler einen ganz eigenen Stil in diesem Roman, wobei er sich mit Wertungen zurückhält und eher distanziert, wenngleich mit leichter Ironie, die Gegebenheiten beschreibt. Dabei erhält der Leser einen Einblick in die damaligen Verhältnisse in Nahost, aber auch in die schwierige, inhomogene Gesamtlage bei den Arabern/ Palästinensern, was bis heute anhält. Den Abschluss in einem veritablen Showdown erhält die Geschichte dann auf einem Schiff wenige Kilometer vor Tel Aviv.

Insgesamt war es für mich wieder eine angenehme Begegnung mit einem Autor, dessen Thriller vielleicht nicht die Rasanz anderer Kollegen haben, der dafür aber die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe seiner Themen umso feiner herausarbeitet.

 

Rezension und Foto von Gunnar Wolters.

Der Levantiner | Erstmals erschienen 1972, die gelesene Ausgabe erschien 1975 im Diogenes Verlag
zurzeit nur antiquarisch erhältlich
ISBN 978-3-257-20223-7
360 Seiten

Auch bei uns: Rezensionen zu den Ambler-Romanen Die Maske des DimitriosUngewöhnliche GefahrBitte keine Rosen mehrDoktor Frigo und Der Fall Deltschev sowie ein Porträt des Autors.

Diese Rezension erscheint im Rahmen des .17special Ein langes Wochenende mit… Krimis aus Syrien und Israel.

Achim Zons | Beim Schrei des Falken

Achim Zons | Beim Schrei des Falken

„Ich habe mehrere Wochen unter diesen Menschen gelebt, und das hat fast alles, was ich vorher dachte, infrage gestellt. Für mich jedenfalls ist die große Tragik, dass das Gute, das ja auch in einem solchen Land möglich wäre, von den Menschen dort weder als nützlich noch als fair angesehen wird. Zumindest so lange nicht, wie der Staat jedes nur denkbare Unrecht begeht und sanktioniert.“ (Auszug Seite 104)

In einem Sanatorium in der Schweiz besuchen zwei deutsche Geheimdienstler den Journalisten David Jakubowicz. Dieser hält sich dort auf, seitdem er nach traumatischen Ereignissen aus Syrien zurückgekehrt ist. Jakubowicz ist in Syrien mitten in die Bürgerkriegsereignisse hereingeraten und hatte Kontakt zu oppositionellen Kräften. Der BND hofft auf entscheidende Informationen, denn in Syrien spitzen sich die Ereignisse zu: Auf den Anführer der Opposition wurde ein tödlicher Anschlag verübt und irgendjemand ermordet Männer im unmittelbaren Umfeld des Diktators Assad.

Die beiden Abgesandten vom BND, Jonas Boldt und Tilda Hansson, sind offiziell auf der Suche nach Beweisen für Menschenrechtsverletzungen, aber da schwingt auch noch etwas anderes mit. Deutsche Sicherheitsfirmen sind mit Segen der Bundesregierung in Syrien tätig, aber wie halten sie es mit ihrer neutralen Rolle? Boldt und Hansson vertreten unterschiedliche Abteilungen und stehen – das wird bald klar – in Konkurrenz zueinander. Boldt vertritt das Establishment, Hansson die Außenseiterrolle in ihrer Behörde. Hansson hat außerdem ein persönliches Interesse: In Syrien beim Attentat auf den Oppositionsführer Dscherba verlor sie eine Agentin und persönliche Freundin. Dank einer Drohnenaufnahme weiß Hansson, dass Jakubowicz damals ebenfalls vor Ort am Märtyrerplatz war. Zufall? Oder weiß er mehr? Sicher ist: Er hatte Kontakt zu einer Schlüsselfigur, Harun Tamimi, Deckname Caesar, ein ehemaliger Fotograf des Regimes, der sich nun der Opposition angeschlossen hat.

Zeitgleich zu den Befragungen im Sanatorium hat Emma Bricks, Journalistin einer renommierten deutschen Tageszeitung und gute Bekannte von David Jakubowicz, eine ganz heiße Story in den Schoß gelegt bekommen. Ein Redakteursveteran ist in den Ruhestand gegangen, aber hat Emma ein Dossier überlassen, das Beweise für Menschenrechtsverletzungen, für illegale Waffenlieferungen und für die Beteiligung von deutschen Sicherheitskräften an den Ereignissen enthält. Ganz brisantes Material, das den Inhaber in direkte tödliche Gefahr bringt.

Vielleicht hätte David klar sein müssen, dass diese Nacht am Zürichsee nicht zu Ende gehen würde ohne einen Kampf bis zum Äußersten. Tilda hatte schließlich mit ihren Plänen nicht hinterm Berg gehalten. Und wenn er gewusst hätte, was ‚bis zum Äußersten‘ bedeuten würde, hätte er sich vielleicht gewappnet. Aber so war er verloren. Es war schon seltsam: Sie waren hier in der Schweiz, um die furchtbarsten Erlebnisse seines Lebens sichtbar und greifbar zu machen – und die Mittel dafür waren, je länger Tilda und er zusammen waren: Einfühlung, Verführung, Suggestion, Hingabe – und Gewalt, wie sich herausstellen sollte. (Seiten 24 und 241)

Man glaubt es kaum, aber der Bürgerkrieg in Syrien dauert nun schon fast zehn Jahre. Auslöser waren damals die friedlichen Proteste im Rahmen des Arabischen Frühlings (der letztlich übrigens sehr ernüchternd verlaufen ist, einzig Tunesien scheint die demokratische Richtung beizubehalten). Der Bürgerkrieg ist vor allem von Seiten des Regimes kompromisslos geführt worden. Die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen von Diktator Assad sind eigentlich gut dokumentiert, dennoch hat dies bestimmte Kräfte nicht davon abgehalten, ihn militärisch zu unterstützen oder seine Gegner zu bekämpfen. Der Westen hat die Opposition zwar logistisch unterstützt, lässt aber ansonsten ein klares Konzept vermissen. Trotz andauernder Flüchtlingskrise ist der Bürgerkrieg in Syrien aus den ersten Schlagzeilen verschwunden und von einer Ablösung Assads redet schon lange keiner mehr. So liegt es unter anderem an der Literatur, das Thema weiter anzusprechen. Hier gelingt dies dem Autor und Journalisten Achim Zons, der lange Jahre bei der Süddeutschen Zeitung arbeitete, eindrücklich, das Unrechtsregime plastisch und mit erschreckenden Beispielen dem Leser vor Augen zu führen. Dabei vermischt er Fakten wie beispielsweise die Geschichte des ehemaligen Fotografen „Caesar“, der seine Erlebnisse in der Foltermaschinerie des Regimes publik gemacht hat, mit der Fiktion einer Todesliste von Regimestützen, die sukzessive abgearbeitet wird.

Das Buch beginnt als eine Art Kammerspiel. Bei den Verhören erzählt Jakubowicz nach und nach, wie er in die Geschehnisse in Syrien geraten ist (er hat in Hongkong im Gefängnis einen Syrer kennengelernt) und wie er relativ schnell die Rolle des neutralen Beobachters aufgegeben hat – angesichts der Ereignisse fast schon musste. Wie stark er seine Neutralität verlässt, dies ist dann doch wiederum diskutabel. Ein ähnliches Dilemma hat Tilda Hansson, die gegen Kräfte im eigenen Hause arbeiten muss, die dem Status Quo in Syrien gar nicht abgeneigt sind. Hansson und Jakubowicz sind sich nicht unsympathisch, aber sie belauern sich, verraten dem anderen die entscheidenden Details nicht. Eine interessante Konstellation mit zwei eher positiv besetzten Figuren, die jedoch genug Grautöne besitzen und zumeist gegeneinander arbeiten.

Der Großteil der Geschichte spielt innerhalb einer Woche. Viele Ereignisse werden in Rückblicken erzählt. Dadurch wird die Spannungskurve zu Beginn nicht immer ganz hoch gehalten, aber dies steigert sich während des Buches. Auch sind nicht immer alle Figuren geglückt, manche Nebenfigur wirkt doch ein wenig klischeehaft. Dennoch ist Achim Zons hier ein lesenswerter Thriller gelungen, der das Unrecht in Syrien noch einmal deutlich beschreibt und moralische Fragen aufwirft.

 

Rezension und Foto von Gunnar Wolters.

Beim Schrei des Falken | Erschienen am 18. Juli 2019 im Verlag C.H. Beck
ISBN 978-3-406-73965-1
432 Seiten | 16.95 Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Diese Rezension erscheint im Rahmen unseres .17special Ein langes Wochenende mit… Krimis aus Syrien und Israel.

Abgehakt | März 2020

Abgehakt | März 2020

Unsere Kurzrezensionen zum Quartalsende 1/2020

 

Alan Parks | Tod im Februar Bd. 2

Detective Harry McCoy wird zu einem blutigen Tatort auf dem Dach eines Hochhaus-Rohbaus gerufen. Dort wurde ein junger Mann abgeschlachtet, zusätzlich eine Nachricht in seine Brust geritzt. Der Mann war Spieler bei Celtic Glasgow – und mit Elaine Scooby verlobt, Tochter eines lokalen Gangsterbosses. Schnell ist ein Verdächtiger gefunden: Ein ehemaliger Mitarbeiter Scoobys und angeblich ein verschmähter Verehrer der Tochter. Doch als weitere Morde geschehen und ein Kampf in der Glasgower Unterwelt beginnt, dämmert es McCoy, dass noch einiges mehr dahintersteckt.

Tod im Februar ist der zweite Teil der Reihe um den Glasgower Polizisten Harry McCoy und spielt nur wenige Wochen später als Teil 1 Blutiger Januar im Februar 1973. Es gibt Wiedersehen mit Harrys Kollegen Wattie, seinem väterlichen Vorgesetzten Murray und Cooper, ebenfalls Gangsterboss und Harrys Freund aus Tagen im Kinderheim. Die Atmosphäre ist wiederum düster, das Setting in Glasgow in den 70ern ist rau und schmuddelig, voller Drogen und Alkohol. Während des Falles kommt zudem Harrys und Coopers traurige Vergangenheit wieder hoch, die sie nie ganz hinter sich lassen können und die auch ihre Handlungen in der Gegenwart beeinflussen. Harry ist ein waschechter hardboiled Cop, empathisch für die Gebeutelten, grimmig gegenüber den Bösen. Seine Beziehung zu Cooper ist als Cop natürlich hochproblematisch. Und diesmal wandelt Harry nicht nur auf der Grenze zwischen hell und dunkel, diesmal wird er sie auch überschreiten.

Insgesamt ein wirklich guter, souverän erzählter, hartgesottener Krimi mit einem sehr gelungenen Schauplatz. Hoffentlich hält die Qualität der Reihe an.

 

Tod im Februar, erschienen am 28. Oktober 2019 bei Heyne Hardcore
ISBN 978-3-453-27198-2
432 Seiten | 16.- Euro
Originaltitel: February’s Son
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Genre: Noir/ Hardboiled
Wertung: 4.0 von 5.0

Auch bei uns: Rezension zum 1. Teil der Reihe Blutiger Januar

 

Oliver Buslau | Feuer im Elysium

Wien im April/Mai 1824: Die Stadt fiebert der Aufführung der neuesten, der neunten Sinfonie vom alten Meister Ludwig van Beethoven entgegen. Lange Zeit hat man von ihm nichts mehr gehört, doch das neue Werk soll etwas ganz besonderes sein. Geradezu revolutionär. Ein Wort, dass man in Wien in diesen Tagen nicht gerne hört. Und so ist vielen Reaktionären in Adel und Beamtenschaft die Uraufführung ein Dorn im Auge. In diesen Tagen kommt der junge Sebastian Reiser in die Stadt. Er sollte die Schlossverwaltung des Edlen von Sonnberg übernehmen und später vielleicht die Tochter des Hauses heiraten. Doch nach dem Unfalltod des Edlen wurde er vom Erben des Schlosses verwiesen und muss in Wien neu anfangen. Dort trifft er auf seinen alten Musiklehrer, Teilnehmer des Premierenorchesters, und einen alten Studienfreund in Diensten der Staatsmacht, der ihn als Spitzel anheuert. Reiser soll sich in die Orchestergruppe der Uraufführung einschleusen und Umstürzler und Revolutionäre denunzieren. Doch Reiser wird von der Kraft von Beethovens Symphonie mitgerissen und befindet sich längst – zunächst ohne es zu ahnen – in der Mitte einer großen Verschwörung.

Ludwig van Beethovens Geburtsjahr jährt sich in diesem Jahr zum 250. Mal. Zeit für eine große kulturelle Vermarktung des Komponisten. Warum dann nicht auch ein Beethoven-Krimi/Thriller? Für Autor Oliver Buslau, Musikjournalist, Amateurmusiker und Krimiautor (mehrere im Umfeld klassischer Musik), lag das förmlich auf der Hand. Am überzeugendsten ist dieser historische Thriller, in dem Beethoven selbst zwar nicht so häufig, aber doch regelmäßig auftritt, wenn es um die klassische Musik und den Schauplatz und die historische Lage im Deutschen Bund und im Kaiserreich geht. Der Wiener Kongress hatte die Restauration der alten Verhältnisse zur Folge, liberales oder gar revolutionäres Gedankengut wurde verfolgt. Starker Mann war der österreichische Kanzler Metternich, der ein umfangreiches Spitzelsystem etablierte. Dagegen fallen manche Teile des Plots etwas ab. Die Hintergrundgeschichte des Sebastian Reiser überzeugt nicht so ganz, vor allem die Auflösung des Komplotts erscheint arg konstruiert. Dennoch war es insgesamt unterhaltend, weitgehend spannend und mit zahlreichen interessanten Fakten versehen.

 

Feuer im Elysium | Erschienen am 23. Januar 2020 im Emons Verlag
ISBN 978-3-7408-0616-3
496 Seiten | 22.- Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Genre: Historischer Thriller
Wertung: 3.0 von 5.0

James Lee Burke | Straße ins Nichts Bd. 11

Die junge Letty Labiche wartet auf ihre Hinrichtung. Sie hatte einen Mann ermordet, der auf sie und ihre Schwester in der Kindheit öfters aufgepasst hatte. Dave Robicheaux kannte die Beteiligten und verdächtigte den Mann des sexuellen Missbrauchs, ohne dass dies zu beweisen war. Er will Letty vor der Hinrichtung bewahren und recherchiert ihren Hintergrund. Dabei stößt er zufällig auf einen alteingesessenen Zuhälter, der behauptet zu wissen, dass Daves lange verschollene Mutter von Polizisten ermordet wurde. Daves Mutter hatte ihre Familie verlassen, dennoch hat ihm die Ungewissheit, was mit ihr geschehen ist, lange zugesetzt. So setzt er nun alles daran, diese Spur weiterzufolgen und macht sich dadurch natürlich einige Feinde. Dave steht irgendwann vor der Frage, ob die Verantwortlichen mit normalen Mitteln zu belangen sind oder ob er selbst für Gerechtigkeit sorgen muss.

Straße ins Nichts oder Purple Cane Road im Original erschien vor genau zwanzig Jahren als elfter Band der beliebten Reihe um Dave Robicheaux, der wie immer mit seinem besten Kumpel Clete Purcel in New Orleans und Louisiana für Gerechtigkeit sorgen will und dabei in der Wahl der Mittel ein ums andere Mal die Grenzen überschreitet, was ihn allerdings für den Leser umso interessanter macht. Dieses Mal ist der Fall sogar noch eine Spur persönlicher als sonst. Autor James Lee Burke erzählt dies wie immer kraftvoll, mit vielen interessanten Figuren, eingebettet in präzisen und bildlichen Beschreibungen der Natur und Landschaft Lousianas. Es gibt sicher noch stärkere Bände der Reihe, aber Burke ist dennoch eine sichere Bank, immer empfehlenswert.

 

Straße ins Nichts | Erstmals erschienen 2000
ISBN 978-3-86532-675-1
Die Neuauflage erschienen am 15. Januar 2020 im Pendragon Verlag
436 Seiten | 20.- Euro
Originaltitel: Purple Cane Road
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Genre: Krimi
Wertung: 3.5 von 5.0

Auch bei uns: Rezensionen zu weiteren Titeln des Autors James Lee Burke

 

Oyinkan Braithwaite | Meine Schwester, die Serienmörderin

Korede ist Krankenschwester, stammt aus einer relativ wohlhabenden Familie aus Lagos in Nigeria. Korede hat auch noch eine jüngere Schwester, Ayoola. Diese ist eine absolute Schönheit und daher auch bei den Männern sehr beliebt. Im Gegensatz zu Korede. Es gibt aber ein Problem: Ayoola hat schon drei ihrer Verehrer umgebracht.
Korede ist dann die Cleanerin, sie reinigt den Tatort und lässt die Leiche verschwinden. Dass ihre Schwester in Notwehr gehandelt hat, wie sie behauptet, kauft Korede ihr schon längst nicht mehr ab, aber an die Polizei will sie sie auch nicht ausliefern. Da ergibt sich eine neue Situation: Korede ist schon länger in einen Arzt aus ihrem Krankenhaus verliebt, ohne dass es zu einem Date oder Weiterem gekommen wäre. Doch als Ayoola sie auf der Arbeit besucht, springt der Arzt direkt auf Ayoola an und beginnt, mit ihr auszugehen.

Zwei völlig unterschiedliche Schwestern, die eine die Unscheinbare, Vernünftige, die andere die Schöne, Unbekümmerte und Tödliche. Dennoch gilt die alte Regel vom Blut, das dicker als Wasser ist, was im Laufe der Geschichte aber sehr auf die Probe gestellt wird. Autorin Oyinkan Braithwaite erzählt diese Geschichte ausschließlich aus der Perspektive von Korede, was einerseits seinen Reiz hat, andererseits die Perspektive einschränkt und keinen vollen Blick auf die Dinge erlaubt. Immer wieder werden auch Rückblicke eingestreut, die teilweise einiges erhellen, so etwa das schwierige Verhältnis zum nicht liebevollen Vater, was die Schwestern zusammengeschweißt hat. Überhaupt ist dies eine ausgesprochen feminines Buch (feministisch sogar? Ich weiß nicht.), sind doch die Männer weitgehend nur Randfiguren.

Meine Schwester, die Serienmörderin war im englischsprachigen Raum bereits äußerst erfolgreich und war gar für den Man Booker Price nominiert. Die Geschichte ist durchaus reizvoll und unterhält gut. Den Hype halte ich dennoch nur bedingt für gerechtfertigt, denn ich hatte den Eindruck, dass überall noch ein paar Prozente herauszuholen gewesen wären. So schwankt die Autorin für meinen Geschmack zu sehr in der Frage, ob sie die Geschichte eher schwarzhumorig-pulpig oder mit ernsthafter Tiefe erzielen will. Dann wäre aber mehr Tiefe in der Figur der Ayoola wünschenswert gewesen. Dennoch ist dieser Roman absolut keine Enttäuschung, sondern gut geschrieben und mit originellem Plot.

Meine Schwester, die Serienmörderin | Erschienen am 10. März 2020 bei Blumenbar im Aufbau Verlag
ISBN 978-3-351-05074-0 | ISBN 978-3-841-21898-8 (eBook)
240 Seiten | 20.- Euro, 14.99 Euro (eBook)
Originaltitel: My Sister, the Serial Killer
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Genre: Psychothriller
Wertung: 3.5 von 5.0

Rezension 1 bis 4 sowie die dazugehörigen Fotos von Gunnar Wolters.

 

Caroline Eriksson | Die Beobachterin

Elena ist Schriftstellerin und vorübergehend in ein Reihenhaus eingezogen. Während sie dort am Küchentisch sitzt und arbeitet, kann sie die Familie im gegenüberliegenden Haus beobachten und ihr fallen merkwürdige Szenen auf, die sie einerseits für ihr neues Buch nutzt, die sie andererseits aber auch immer fester davon überzeugen, dass dort bald etwas Schreckliches passiert, das sie verhindern muss.

Es handelt sich hier meiner Meinung nach um einen Thriller, der sich flüssig und auch spannend liest und der zum Ende hin einige Wendungen aufweisen kann, mit denen ich nicht gerechnet habe. Aber insgesamt fesselt er mich nicht so sehr, wie ich es mir gewünscht hätte.

 

Die Beobachterin | Erschienen am 12. November 2018 im Penguin Verlag
ISBN 978-3-328-10043-0
336 Seiten | 13.- Euro
Originaltitel: Hon som vakar
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Genre: Thriller
Wertung: 3.0 von 5.0

Rezension und Foto von Andrea Köster.

Wallace Stroby | Zum Greifen nah

Wallace Stroby | Zum Greifen nah

Sie setzte sich auf den Boden der kleinen Wanne, verfolgte wie das Wasser in den Abfluss lief – und wünschte sich, der ganze Vormittag würde ebenfalls in der Kloake verschwinden. Sie drückte mit beiden Händen ihre Haare zurück und schloss wieder die Augen.
Wenn sie nichts sagen, nichts tun würde, wäre der Fall hiermit erledigt. Just in dieser Minute. Das Leben würde weitergehen, als sei nichts passiert.
Alles, was du zu tun hast, ist nichts. Einfacher geht’s nun wirklich nicht mehr. (Auszug Seite 241)

Die Polizistin Sara Cross wird eines Nachts zur Verstärkung an eine entlegenen Überlandstraße in Florida gerufen. Als sie eintrifft, findet sie ihren Kollegen und Ex-Freund Billy vor, der einen dunkelhäutigen Mann aus New Jersey offenbar bei einer Verkehrskontrolle in Notwehr erschossen hat, weil dieser eine Waffe gezogen hat. Zumindest behauptet Billy das. Tatsächlich findet sich eine Waffe neben dem Leichnam und im Kofferraum des Wagens des Opfers liegt ein kleines Waffenarsenal. Somit spricht einiges für Billys Aussage, aber sowohl Sara als auch dem Sheriff bleiben leichte Zweifel, die eher noch zunehmen, als die Witwe des Toten in der Stadt aufkreuzt und unangenehme Fragen stellt.

Gleichzeitig hat Morgan in New Jersey auch schon bessere Zeiten erlebt. Er ist der Mann fürs Grobe, ein Hitman, von Drogenboss Mikey. Doch er ist ein wenig in die Jahren gekommen, wäre letztens bei einem Hinterhalt fast draufgegangen und nun erhält er auch noch eine lebensbedrohliche Diagnose von seinem Arzt. Da erhält er einen Auftrag von seinem Boss: Er soll runter nach Florida, anscheinend ist bei einem Deal irgendetwas schief gegangen.
Wieder am Auto, stellte er die Tasche in den Kofferraum und machte sich auf den Weg zum Motel.

Unterwegs riss er das Cellophan der Sam Cooke-Kassette ab und schob sie in den Player. „A Change Is Gonna Come“ durchflutete den Wagen. Es klang fast nach Kirche. Nach Himmel. Nach Tod. (Seite 145)

Die Story springt zwischen den beiden Protagonisten hin und her und auch wenn Sara und Morgan zunächst einige tausend Meilen trennen, ist nicht schwer vorherzusehen, dass sich ihre Wege irgendwann kreuzen werden. Sara ist eine junge, alleinerziehende Polizistin. Ihr Sohn ist chronisch krank, daher behütet sie ihn nochmals intensiver. Im Job ist sie gewissenhaft und zielstrebig, so dass der Sheriff sie durchaus als Nachfolgerin sieht. Sie hatte eine ernsthafte Beziehung zu Billy, sodass ihr Urteilsvermögen leicht getrübt ist. Sara riecht, dass da etwas faul ist, aber sie will es irgendwie nicht wahr haben. Aber es nützt nichts – sie wird so oder so in diese Geschichte hineingezogen.

Morgan hingegen begibt sich mehr oder weniger aus eigenem Antrieb hinein. Seinem Boss hätte er den Job zwar nur schwer ausschlagen können, doch er wittert auch eine einmalige Chance. Er ist alt geworden, nicht mehr unverwundbar und zudem nicht krankenversichert. Das Geld, was an diesem Job dranhängt, kann er dringend gebrauchen, um endgültig auszusteigen und seine Therapie zu bezahlen. Morgan ist natürlich ein Verbrecher, ein Outlaw, aber ein intelligenter Mann mit durchaus vorhandenem Gewissen.

Autor Wallace Stroby ist dem deutschen Leser durch die vierteilige Reihe um die Berufsverbrecherin Crissa Stone bekannt geworden. Und der aus diesen Büchern bekannte hartgesottene, lakonische Ton findet sich auch in Zum Greifen nah, das im Original („Gone Til November“) bereits vor zehn Jahren erschien. Die Story beginnt direkt in medias res, braucht danach für meinen Geschmack ein wenig, um in die Gänge zu kommen, aber entwickelt dann irgendwann den angenehmen Sog eines Plot getriebenen Thrillers. Insgesamt kommt Zum Greifen nah nicht ganz an die Klasse der Crissa Stone-Romane heran, aber bietet ordentliche klassische und solide Hardboiled-Unterhaltung. Und das ist schon mal eine ganze Menge wert.

 

Rezension und Foto von Gunnar Wolters.

Zum Greifen nah | Erschienen am 16. September 2019 im Pendragon Verlag
ISBN 987-3-86532-674-4
360 Seiten | 18.- Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Auch bei uns: Rezension zu den Titeln Kalter Schuss ins Herz und Geld ist nicht genug von Wallace Stroby.

Horst Eckert | Im Namen der Lüge

Horst Eckert | Im Namen der Lüge

Und was machte der Verfassungsschutz mit den Informationen, die er sammelte? Wie weit ging der staatliche Quellenschutz? Mit welchen Straftaten kam ein V-Mann noch davon?
Einem Spitzel kannst du nie vertrauen, überlegte Vincent.
Aber auch keinem Geheimdienst. (Auszug Seite 155)

Ein Tatort im Süden von Düsseldorf. Ein Mann liegt tot im Keller, die Polizeistreife nimmt den vermeintlichen Mörder fest. Der Tote soll mit der Partnerin des Täters etwas gehabt haben. Eine Beziehungstat, der Chef der Mordkommission und auch die Kripoleitung sind zufrieden. Doch dem Dienststellenleiter Vincent Che Veih geht das alles etwas zu schnell. Es gibt Hinweise darauf, dass der Täter in der Reichsbürgerszene aktiv war. Das Opfer war freier Journalist, der sich in der Szene bewegt hat. Nun sind alle seine Aufzeichnungen unauffindbar und auch der Verfassungsschutz meldet sich bei Vincent, der eine Zeugenvorladung abblasen soll. Vincent ist sich sicher, dass da etwas faul ist, doch gegen die Kripoleitung kann er nichts ausrichten. Zumal die Ereignisse sich an anderer Stelle überschlagen.

Gleichzeitig ist auch der Linksextremismus wieder in aller Munde. Drei Ex-RAF-Terroristen überfallen Geldtransporter, um ihren Ruhestand zu finanzieren. Ein gefundenes Fressen für die konservativ geführte Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, die kurz vor dem Wahltermin eine „Rote-Socken-Kampagne“ lanciert.

Ohne es zu wollen, ist Melia Kahlid dabei mittendrin. Sie ist Referatsleiterin für Linksextremismus beim Landesverfassungsschutz. Und sie hat genug zu tun, denn neben den RAF-Rentnern scheint auch die linke Szene sich wieder deutlich zu radikalisieren. Zumindest taucht eine Kampfschrift auf, die zur Rückkehr ins Guerillatum und den Terrorismus aufruft. Als schließlich auch noch ein Brandanschlag auf ein Gebäude verübt wird, in dem die Landes-AfD ihre Geschäftsstelle hat, scheint die Sache klar. Doch Melia merkt, dass einiges an ihr vorbei läuft, ihr Chef fährt – im Einklang mit der Landesregierung – seine eigene Agenda. Melia wird intern kaltgestellt, doch damit wird ihr Ehrgeiz nur umso mehr angestachelt. Als eine der RAF-Terroristen brutal ermordet aufgefunden wird, treffen sich die Wege von Polizei und Verfassungsschutz. Vincent und Melia, beide zu Außenseitern in der eigenen Behörde geworden, müssen zusammenarbeiten, um eine politische Verschwörung aufzudecken.

Vincent Che Veih war bereits in drei Romanen von Horst Eckert Protagonist. Der geradlinige Kommissar mit der schwierigen familiären Vergangenheit eckt im Präsidium immer wieder an. Zu seiner Mutter, Künstlerin und ehemalige Terroristin, pflegt er ein kompliziertes Verhältnis, da sie ihn als Kind verlassen hat, um in den Untergrund zu gehen. Auch in diesem Roman spielt sie eine Rolle und Vincent muss sich entscheiden, wem seine Loyalität gilt, seiner Mutter oder seinem Dienstherrn.

Neu dabei und eigentliche Frontfrau dieses Thrillers ist Melia Khalid. Sie ist die Tochter eines einflussreichen CDU-Politikers mit seiner somalischen Geliebten. Auf seine Protégierung will sie aber lieber verzichten. Melia ist taff, selbstsicher, intelligent und bringt auch die nötige Skrupellosigkeit in ihrem Gewerbe mit. Sie setzt V-Leute unter Druck und fängt sogar eine Liaison mit einem linken Wortführer an. Dennoch merkt man ihr die Ernsthaftigkeit an, als Verfassungsschützerin diese Aufgabe auch zu erfüllen. Als sie entmachtet wird, gibt sie nicht klein bei, sondern wittert eine große Sache, die sie mit aller Macht verhindern will.

Horst Eckert hat sich als Autor von politischen Thrillern mit aktuellen Thematiken einen Namen gemacht. In diesem Roman greift er verschiedene Dinge im Plot und bei den Figuren auf, die in der letzten Zeit aufgekommen sind: Zunehmende Salonfähigkeit der Rechtspopulismus, Hochstilisierung einer neuen Gefahr von links (Hufeisentheorie), Verbindungen von Personen aus rechtsstaatlichen Behörden mit verfassungsfeindlichen Organisationen. In diesem Thriller wird nach und nach deutlich, wie ein rechtes Netzwerk sukzessive die staatlichen Organisationen unterwandert und dabei Anschläge und Taten verübt, die dem politischen Gegner angelastet werden (False-Flag-Operationen). Angesichts von tatsächlichen Ereignissen wie der Causa Hans-Georg Maaßen, dem Schreddern von NSU-Akten durch den thüringischen Verfassungsschutz oder der nach wie vor ungeklärten Rolle von V-Leuten bei rechtsextremen Anschlägen, erscheint dieses Szenario alles andere als abwegig.

Eckert schreibt diesen Thriller dabei aus verschiedenen Blickwinkel mit Fokus auf Vincent und Melia. Dabei liegt der Fokus deutlich mehr auf dem rasanten und spannenden Plot als auf Figuren und Schauplätzen. Dennoch gelingt es vor allem bei den Hauptfiguren, eine gewisse Komplexität zu erzeugen. Zusammengenommen ist Im Namen der Lüge ein kurzweiliger Thriller, der hochaktuelle politische (Fehl-)Entwicklungen präzise und mit klarer Haltung aufzeigt. Für alle Liebhaber des politischen Thrillers daher auf jeden Fall empfehlenswert.

 

Rezension und Foto von Gunnar Wolters.

Im Namen der Lüge |Erschienen am 9. März 2020 im Heyne Verlag
ISBN 987-3-453-43966-5
575 Seiten | 12.99 Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Auch bei uns: Gunnars Rezensionen zu den Titeln Schattenboxer und Wolfsspinne von Horst Eckert.