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Xavier-Marie Bonnot | Die Melodie der Geister

Xavier-Marie Bonnot | Die Melodie der Geister

Der Marseiller Polizeikommandant Michel de Palma, auch »Baron« genannt, soll Licht in den Fall des Mordes an Dr. Delorme bringen, der tot an seinem Schreibtisch aufgefunden wurde, vor ihm aufgeschlagen Freuds Werk Totem und Tabu. 60 Jahre zuvor hat der Wissenschaftler in Neuguinea den Einheimischen Schädel und Totenmasken abgekauft. Warum fehlt in Delormes Villa einer dieser Schädel? Während die Ermittlungen laufen, kommt es zu weiteren Verbrechen an Ethnologen und Kunsthändlern. Hat Michel de Palma es mit einem manischen Mörder zu tun? Seine Untersuchungen führen den opernbegeisterten, unbeugsamen, unberechenbaren Ermittler in die Tiefen der Marseiller Unterwelt aber auch nach Neuguinea und in die internationale Kunsthandelszene.

Der Prolog entführt den Leser nach Neuguinea, in eine weit entfernte Welt, in eine lang zurückliegende Zeit, nämlich die dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts, als die Papua im Südpazifik vielfach noch nie einen Weißen zu Gesicht bekommen hatten. Diese machten sich gerade auf in jenes unbekannte Terrain, um die beunruhigenden und faszinierenden Sitten und Gebräuche der Ureinwohner zu erforschen, zu denen seinerzeit noch selbstverständlich die Kopfjagd und der Kannibalismus gehörten.

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Daniela Larcher | Teures Schweigen

Daniela Larcher | Teures Schweigen

Der Anruf seines alten Freundes Wilfried Uhl veranlasst Chefinspektor Otto Morell, sofort nach Wien zu reisen. Dort wurde ein Antiquitätenhändler ermordet – mit einem Morgenstern. Auch Uhl wurde angegriffen und bedroht. Die Spuren führen zu einem alten Teppich aus der Zeit der Wiener Belagerung durch die Türken. Er soll eine brisante Botschaft enthalten. Aber welche? Otto Morell und Nina Capelli gehen der Geschichte nach und stoßen dabei in Wiener Adelskreisen auf ein nicht gesühntes Unrecht und ein unglaubliches Familiengeheimnis.

Wie Wilfried Uhl, Antiquitätenhändler in Wien, aus der Zeitung erfährt, ist ein Bekannter, Balthasa Szepan, ebenfalls Antiquitätenhändler, brutal ermordet worden, erschlagen mit einem Morgenstern. Szepan war am Tag zuvor noch bei ihm und hatte einen mottenzerfressenen Wandteppich, auf den ersten Blick wertlos, zur Begutachtung mitgebracht und vorerst bei ihm gelassen, um ihn am nächsten Tag abzuholen.

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Arno Strobel | Das Dorf

Arno Strobel | Das Dorf

Panik, Todesangst, das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Exfreundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Über zwei Monate ist es her, dass Bastian Anna zuletzt gesehen hat, als sie Hals über Kopf und ohne Erklärung einfach verschwunden ist. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe, sie bangt um ihr Leben. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach Anna und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird. Und auf den Mann trifft, der genau weiß, was mit Anna geschehen ist …

Bastian Thanner, Journalist, wird von einem Anruf aus dem Schlaf gerissen, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt: der Anruf kommt von Anna, seiner Freundin, die ihn vor kurzer Zeit ohne richtige Begründung auf eine Art und Weise verlassen hatte, die ihn an einer Tat aus freien Stücken zweifeln ließ. Ihre Stimme, flüsternd und gehetzt, bittet ihn um Hilfe; aus der nur bruchstückhaft zu verstehenden Mitteilung kann er nur entnehmen, dass sie irgendwo festgehalten wird, als Ortsangabe versteht er „Frundorf“ und „Müritz“, dann bricht das Gespräch ab.

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Nicola Förg | Donnerwetter

Nicola Förg | Donnerwetter

Eine Wasserleiche aus dem Lechsee führt Gerhard Weinzirl und Evi Straßgütl auf den Auerberg und mitten hinein in eine Welt von seriösen Archäologen und versponnenen Sonderlingen. Was geschah am Fuße jenes mystischen Berges, den Esoteriker und einige wirre Keltenfanatiker als Heiligtum sehen? Musste der Mann sterben, weil er eine wissenschaftliche Sensation entdeckt hat? Etliche Weißbier später wähnen sich Gerhard, Evi, Jo und Baier den Antworten auf diese Fragen schon deutlich näher – doch dann kommt alles ganz anders …

Kommissar Gerhard Weinzirl genießt seinen freien Tag – allerdings nicht lange, denn eine Wasserleiche, aufgeploppt (wie der Vater der Kinder, die die Leiche entdeckt hatten, so schön formuliert hat) an der Staumauer des Lechsees, macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Notgedrungen fährt er zum Tatort, wo bereits außer dem zuständigen Arzt sein ehemaliger Kollege Baier und seine Kollegin Evi auf ihn warten.

An der Leiche befindet sich am linken Knöchel ein Gewicht, von dem zunächst niemand weiß, was es sein könnte. Außerdem findet der Gerichtsmediziner bei der Untersuchung der Leiche heraus, dass es sich um einen Giftmord handelte. Der Täter wollte anscheinend ganz sichergehen und verwendete eine Mixtur aus Knollenblätterpilz und Eisenhut.

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Ricarda Huch | Der Fall Deruga

Ricarda Huch | Der Fall Deruga

Eine exhumierte Leiche, ein Giftmord und ein Arzt mit zweifelhaftem Ruf bilden das Szenario für Ricarda Huchs 1917 erschienenen Kriminalroman.

Mingo Swieter wird tot aufgefunden: Sie wurde mit Curare vergiftet. Der Verdacht fällt rasch auf Dr. Deruga, den geschiedenen Mann des Opfers, der einen verschwenderischen Lebensstil pflegt. Als Alleinerbe fällt ihm das Vermögen seiner Exfrau zu – hat er sie deswegen getötet?

Nach und nach entfaltet sich das ganze Drama des Falles Deruga und bringt eine überraschende Wahrheit ans Licht…

Wenn man lange genug in einer Truhe kramt, findet man bekanntlich den ein – oder anderen Schatz. So ergeht es wohl auch manchem Verlag, wenn er ein Buch nach vielen Jahren wieder auflegt, um es aus dem Sumpf der Vergessenheit zu befreien. In diesem Fall handelt es sich um den Berliner Insel Verlag, der den – 1917 von der deutschen Schriftstellerin Ricarda Huch  (1864 – 1947) verfassten – Kriminalroman mit dem Titel »Der Fall Deruga« wieder neu zum Leben erweckt hat.

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