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Edney Silvestre | Der letzte Tag der Unschuld

Edney Silvestre | Der letzte Tag der Unschuld

„Warum reden Sie nie wie alle anderen?“
„Hm?“
„Warum antworten Sie nicht auf Fragen wie andere Leute?“
„Und wie antworten die?“
„Warum sagen Sie nicht einfach ja oder nein wie alle anderen?“
„Nicht jede Frage kann mit ja oder nein beantwortet werden, Paolo.“
„Immer wenn ich was zu Ihnen sage, machen Sie, dass ich an was anderes denke, das weiter vorne liegt.“
„Das ist gut.“
„Wieso ist das gut? Mein Kopf steckt dann bloß voller Fragen.“
„Das ist besser, als wenn er voller Antworten steckt. Gute Nacht, Paolo.“
„Gute Nacht“, entgegnete er und sah dem weißhaarigen Mann nach, wie er mit langsamen Schritten davonging. (Auszug Seite 239)

Brasilien im April 1961: Die beiden zwölfjährigen Jungen Paolo und Eduardo entdecken an einem Badesee die verstümmelte Leiche einer jungen Frau. Die Tat scheint schnell geklärt: Die Polizei verhaftet den älteren Ehemann, den Zahnarzt der Stadt. Dieser gesteht die Tat dann auch. Doch den beiden Jungen geht das zu schnell. Sie zweifeln das Geständnis an und verschaffen sich Zugang zur Wohnung des Zahnarztes, um dort auf Spurensuche zu gehen. Dort sind sie überraschend nicht allein. Der alte Ubiratan hegt ebenfalls Zweifel an der angeblichen Täterschaft. Widerwillig lässt er sich von den Jungen überreden, gemeinsam in dem Fall zu ermitteln.

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Martin Suter | Montecristo

Martin Suter | Montecristo

Als sein Intercity gewaltsam zum Stehen kommt, ahnt Jonas Brand noch nicht, in welches Abenteuer er gerade gerät. Die Weiterfahrt ist blockiert, draußen liegt ein Toter.

Brand schultert die Kamera, hält die beklemmende Situation fest und befragt die Mitreisenden. Er ist freischaffender Videojournalist, der allerdings von Höherem träumt: Er möchte Filme machen, und sein Projekt »Montecristo«, eine Geschichte über Verrat, Betrug und späte Rache, hat Blockbuster-Potenzial – wenn ihm nur jemand eine Chance geben würde.

Als er sich in Marina Ruiz verliebt und sie ihm seine Träume entlockt, rücken diese erneut in den Vordergrund. Knapp drei Monate später spielt ihm der Zufall wieder etwas Seltsames in die Hände: zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer – beide, wie man ihm bei der Bank verblüfft bestätigt, eindeutig echt.

Und dann wird Brands Wohnung durchwühlt und er selbst auf offener Straße zusammengeschlagen und beraubt. Jemand soll offenbar eine Ungereimtheit aus der Welt schaffen – und damit zugleich Zweifel an der Glaubwürdigkeit einiger staatstragender Persönlichkeiten.

„Ein Ruck ging durch den Zug.“ So beginnt Martin Suters aktueller Roman Montecristo. Und damit ist der Leser schon mittendrin im Getümmel des Bordrestaurants, von wo aus die Reisenden den Todessturz eines Passagiers miterleben. Unter ihnen ist Jonas Brand, Videojournalist, Anfang vierzig und bisher wenig ambitioniert, aus seiner einstmals vorübergehenden Tätigkeit als Videojournalist – und das auch noch für das Magazin Highlife – mehr zu machen. Nur ein Traum hält ihn gefangen: Montecristo – sein eigenes Filmprojekt, welches bisher jedoch keine Fürsprecher und Jonas somit keine Mittel zur Umsetzung fand.

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Ben Atkins | Stadt der Ertrinkenden

Ben Atkins | Stadt der Ertrinkenden

„Die Zwanziger: Wie konnte all das nur auf einer Illusion beruhen? Auf etwas, das es gar nicht gab? Ich besaß ein wirkliches Automobil. Ich besaß wirkliche Kleidung. Ich konnte sie mit meinen Händen befühlen, oder?“ Er schloss die Augen. „Wolle, Cordsamt, Baumwolle. Ich bewohnte ein wirkliches Apartment mit festen Wänden und Möbeln. Ich bezahlte Miete, es kostete mich wirkliches Geld. Es war teuer, aber ich zahlte stets pünktlich, Woche für Woche. Auch wenn es schwer war, tat ich alles, was ich tun musste, und mehr, denn das Geld, mit dem ich bezahlte, war wirklich. Wie konnte das alles zunichte werden durch einen – einen Kunstfehler der Banken?“

(Auszug Seite 24)

Ein Abend im November 1932, in irgendeiner amerikanischen Großstadt: Ich-Erzähler Fontana, Teilhaber eines lukrativen Alkoholschmuggelunternehmens, ist nach einer Europareise erst seit kurzem wieder in den Staaten. Ein Abendessen mit Damenbegleitung muss er relativ schnell beenden, denn sein Freund und Geschäftspartner Luca bittet ihn um einen Gefallen: Er soll die Oktober-Abrechnungen im Büro suchen und mitbringen. Doch Fontana findet keine Abrechnungen und als er in Lucas Apartment kommt, ist dieser spurlos verschwunden. So langsam kommt ihm der Verdacht, dass während seiner Abwesenheit etwas gründlich schiefgegangen sein muss. Fontana beginnt eine nächtliche Odyssee durch den korrupten und kriminellen Großstadtsumpf.

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David Gray | Kanakenblues

David Gray | Kanakenblues

Bellini sah Boyle unverfroren geradeheraus an. Boyle sagte nichts. Er wusste nicht, was er hätte sagen sollen.
„Vor ein paar Jahren hat mir ein Kollege von Ihnen mal gesagt: Macht sei immer die Angst der anderen. Damals hatten diese anderen noch Angst vor euch. Aber heute habt IHR ANGST VOR DENEN. Und das gefällt mir nicht“, sagte Bellini, hob ihren Kopf und zog ihre Nase kraus. „Riechen Sie das … so riecht es im ganzen Haus.“
Boyle sah ihr wortlos zu, ohne zu ahnen, worauf sie hinauswollte.
„Angst, Boyle. Es riecht nach Angst hier. Nur ist das Polizeipräsidium so ziemlich der letzte Ort in dieser Stadt, an dem es nach Angst riechen sollte, finden Sie nicht?“

(Auszug eBook, Seite 189)

Lewis Boyle hat es endlich zur Mordkommission der Hamburger Polizei geschafft. Sein erster Einsatz hat es dann direkt in sich: Der Sohn des Polizeipräsidenten Dr. Stiller wurde erschossen. Am Tatort angekommen, wird er sofort zu Dr. Stiller zitiert. Dieser erpresst Boyle und verlangt von ihm, den Täter zu ermitteln und dann zu erschießen. Kurz darauf stirbt ein weiterer junger Mann. Boyle glaubt an einen Zusammenhang zwischen den Fällen und sucht vor allem nach der Verbindung zum Polizeipräsidenten. Derweil hat der Mörder seine Mission für diese Nacht noch nicht beendet. Eine Hetzjagd beginnt, in der nicht nur die Polizei, sondern auch Hamburgs Unterwelt beteiligt ist.

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Arne Dahl | Volume 2 ►

Arne Dahl | Volume 2 ►

Die als A-Gruppe bekannte Eliteeinheit der schwedischen Polizei unter der Führung von Kerstin Holm ist für die schwierigsten und gefährlichsten Fälle von internationaler Tragweise zuständig.

Die Verfilmungen von Arne Dahls Romanen »Rosenrot« und »Tiefer Schmerz« überraschen nicht – aber sie überzeugen, und das nicht nur Fans der Reihe!

In gewohnter Ausstattung und Besetzung werden die beiden Fälle analog zu den Romanvorlagen als abgeschlossene Filme präsentiert.

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