Kategorie: Thriller

Massimo Carlotto | Der Tourist

Massimo Carlotto | Der Tourist

So hätte die Sache nicht laufen dürfen. Die Male zuvor war es ganz anders gewesen. Die Auserwählten hatten sich gut benommen und keinen Widerstand geleistet, im Gegenteil, vor Entsetzen hatten sie sich ihm unterworfen, und das gefiel ihm besonders gut. […]
Sie öffnete die Augen. Ihr erster Impuls war, sich zu befreien, also rammte sie ihm die Knie in den Rücken, aber ihr Angreifer begann, sie zu würgen. Hasserfüllt starrte sie ihn an, so als hätte sie gar keine Angst, als wäre sie immer und in jedem Moment bereit, um ihr Leben zu kämpfen. Sie versuchte alles, um die Lage zu ihren Gunsten zu wenden, und plötzlich flüsterte sie etwas. Ihm war, als wiederholte sie mehrfach ein und dasselbe Wort, vielleicht einen Namen.
Da wurde dem Mann bewusst, dass er seine Auserwählte fürchtete, ihr gegenüber eine gewisse Befangenheit verspürte, und im Gegensatz zu den anderen Malen hatte er es eilig, sie zu töten. (Auszug Seiten 10-11)

Er ist ein Serienmörder mit perfekter Tarnung. Seine Opfer sucht er zufällig aus, vor allem nach der Exklusivität ihrer Handtasche. Bevorzugt mordet er in Großstädten mit viel Besucherandrang, daher sein Name: „Der Tourist“. Doch das Opfer, dass er sich in Venedig ausgesucht hat, ist anders als sonst und bringt ihn hinterher ganz schön in Bedrängnis. Allerdings nicht mit der Polizei.

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Don Winslow | Corruption

Don Winslow | Corruption

Er schrubbt sich, bis es weh tut. Aber die Striemen gehen nicht weg. Der Schmutz, den er auf seiner Haut, auf seiner Seele spürt, geht nicht weg. Wenn sein Vater von der Arbeit nach Hause kam, ging er immer sofort unter die Dusche. Jetzt weiß er, warum.
Die Straße bleibt an dir kleben.
Frisst sich in die Poren, dringt dir in die Blutbahn.
Und deine Seele?, fragt sich Malone. War das auch die Straße? Du hast die Korruption eingeatmet, seit deinem ersten Streifengang. So wie du den Tod eingeatmet hast, damals im September. Die Korruption liegt nicht nur in der Luft. Sie gehört zur DNA dieser Stadt. Auch zu deiner. (Auszug Seite 393)

Der Norden Manhattans ist das Reich verschiedener Gangs, aber auch der Spezialeinheit des NYPD, der Manhattan North Special Taskforce. Detective Sergeant Denny Malone ist einer der Teamführer und ein Mann der vordersten Front. Sein Team jagt Dealer, Waffenschieber, Mörder. Um Erfolge zu erzielen, hat die Taskforce umfangreiche Befugnisse und geht nicht zimperlich vor. Doch mit der Macht kommt auch die Versuchung und die Gier.

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Karin Slaughter | Dreh dich nicht um

Karin Slaughter | Dreh dich nicht um

Das Opfer lag, mit dem Gesicht nach unten, direkt unter der Brücke. Die Arme waren seitlich ausgestreckt, Hose und Unterhose bauschten sich um seine Knöchel. Der relativ schmale uns unbehaarte Rücken, ließ darauf schließen, dass es sich um einen jungen Mann handelte, wahrscheinlich um die zwanzig. Das blonde Haar reichte ihm bis auf die Schultern und teilte sich am Hinterkopf. Es sah aus als schliefe er – wenn man einmal von dem Brei aus Blut und Gewebe absah, der aus seinem Anus austrat. (Auszug Seite 21)

Ein junger Student ist von einer Brücke gesprungen, alles deutet auf Selbstmord hin. Zum Unfallort werden unter anderem der Polizeichef Jeffrey Tolliver und die Rechtsmedizinerin Sara Linton gerufen. Sara ist gerade mit ihrer hochschwangeren Schwester Tessa unterwegs und bringt sie deshalb mit. Nach der Untersuchung der Leiche finden beide Tessa im angrenzenden Wald blutüberströmt: Sie wurde mit einem Messer brutal attackiert. Wer macht sowas und wie hängen beide Taten miteinander zusammen?

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Louise Welsh | Das Alphabet der Knochen

Louise Welsh | Das Alphabet der Knochen

Meine Kerze brennt an beiden Enden;
Sie dauert nicht die ganze Nacht;
Doch sei’s gesagt all meinen Feinden, all meinen Freunden,
Ein schönes Licht sie macht!
„Archie verabscheute gereimte Gedichte, aber das hier beschreibt ihn perfekt: Ein zartes Licht, das zwar hell brennt, aber viel zu kurz.“ (Auszug Seite 99)

Murray Watson ist Professor für englische Literatur an der Universität in Glasgow und arbeitet gerade an einer Biografie des Dichters Archie Lunan. Bei seinen ersten Nachforschungen bekommt er nicht gerade viele Informationen zusammen. Durch einige Kontakte gelangt er an die Namen von drei Personen, die mit Lunan zu tun hatten oder ihn kannten. Aber auch das ist kein Glückstreffer, denn zwei sind tot und die letzte noch lebende Person, Christie, will nicht mit ihm reden. Christie und Archie waren ein Paar, bis er sich mit einem kleinen Boot auf hoher See das Leben genommen hat. Obwohl Christie nicht mit Murray reden möchte, reist er auf die Insel Lismore, der letzte Ort, an dem Lunan gelebt hat und wo Christie immer noch wohnt. Und kurz vor dem Aufgeben offenbart sich Murray dann doch noch, was an dem Abend vor Lunans Tod wirklich passiert ist…

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Zoë Beck | Die Lieferantin

Zoë Beck | Die Lieferantin

Declan klickte sich im Shop von The Supplier durch die Heroin-Angebote. Rein und unverschnitten, wurde versichert. Direkt aus der Türkei. Topqualität, hergestellt aus afghanischem Opium. […] The Supplier hatte noch Morphium und Opium im Angebot. Keine Pillen. Kein Crack. Kein Crystal Meth. Kein Koks. Nicht mal LSD. Nur Downer, keine Upper.
Clever, dachte Declan. Ein gutes Konzept. Die Nation betäubte sich. Die Zeiten, in denen alle wach sein wollten, waren vorbei. (Auszug Seiten 51-52)

Die Londoner Unterwelt ist in Aufruhr. Ein neuer Player mischt den sorgsam aufgeteilten Drogenmarkt auf: Über eine neue App kann in Windeseile neuester Stoff bestellt werden, der dann per Drohne ausgeliefert wird. Das können die alteingesessenen Bosse nicht auf sich beruhen lassen. Zeitgleich wird im Königreich noch ein anderer Kampf ausgetragen. Ein Referendum über die Legalisierung oder die Verschärfung der Drogenpolitik steht an und wie sich bald herausstellt, hat das eine durchaus mit dem anderen zu tun.

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