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Regina Hartmann | Vermisst in Graal-Müritz

Regina Hartmann | Vermisst in Graal-Müritz

„Tatsächlich schätzte er die Lage in diesem Fall aber anders ein: Wenn ein vermisstes Kind nicht noch am gleichen Tag, vor allem vor Einbruch der Nacht, gefunden wurde, sah es ernst aus. Das galt bei der Polizei an der Küste als unumstrittener Erfahrungswert; zu naheliegend war die Annahme, dass das Wasser, das auf Kinder eine große Faszination ausübt, zum Verhängnis geworden war.“ (Auszug Seite 8)

Die 10-jährige Mareike Brandt wird vermisst gemeldet. Sie ist nicht zum Mittag bei ihren Großeltern erschienen, bei denen sie die Sommerferien verbringt. Sofort wird eine Sonderkommission mit Ermittlern aus Rostock gebildet, die sich auf die Suche nach dem Mädchen machen. Zuletzt wurde sie bei der Kurklinik gesehen. Alle möglichen Zeugen werden befragt, mit Hubschrauber und Hundestaffel wird gesucht. Dann gibt es einen zweiten Vermisstenfall: der geistig behinderte Ronald Bäumer, der dauerhaft in der Kurklinik gewohnt hat, ist verschwunden. Haben beide Fälle miteinander zu tun? Und was haben die Steinpyramiden zu bedeuten, die den Ermittlern bei der Suche immer wieder begegnen?

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Andreas Föhr | Eisenberg

Andreas Föhr | Eisenberg

Der Arm der Toten, der auf Schwinds Seite lag, zeichnete sich unter dem Tuch ab, und es schien, dass er am Handgelenk abrupt aufhörte. „Es sieht so aus, als hätte sie keine Hände.“
„Da greifen wir jetzt aber ein bisschen vor.“
„Sind die Hände gefunden worden?“ Das Thema beschäftigte Schwind, und er wollte Stangs langatmige Einführungszeremonie nicht abwarten. „Was sind Sie bloß so ungeduldig?“
„Beantworten Sie doch einfach meine Frage. Wurden die Hände…“
„Gefunden wäre das falsche Wort“, unterbrach ihn Stang ungehalten, denn er hasste es, wenn jemand den ritualisierten Ablauf seiner Obduktionen durcheinanderbrachte. Er zog ein Gesicht, als habe man ihm den ganzen Spaß verdorben, murmelte: „Also weg damit“, und gebot der jungen Ärztin mit herrischer Geste, das Tuch zu entfernen. (Auszug Seite 11)

In München wird an einem Abschnitt der Isar, dem sogenanntem Flaucher, die brutal ermordete und verstümmelte Leiche einer jungen Studentin gefunden. Ein mutmaßlicher Täter wird schnell aufgrund von DNA-Spuren im Obdachlosenmilieu ermittelt. Der Fall findet das Interesse von Dr. Rachel Eisenberg, eine auf Strafrecht spezialisierte Anwältin, die sich zwar kein großes Honorar, aber eine gewisse Medienpräsenz erhofft.

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Christian Bauer | Klara Klühs und die weiße Jade

Christian Bauer | Klara Klühs und die weiße Jade

„Vielleicht auf ihrem Rechner?“ mutmaßte Paul Kersten und drückte gleichzeitig den Startknopf. Es erschien eine Eingabemaske, die nach dem Passwort fragte. „Weisse Jade“ gab Kersten in die Maske ein und drückte die Entertaste. „Weiße Jade?“, fragte Klara. Aber Kersten brummte nur: „Wahrscheinlich wegen dem Armband. Trägt sie ja dauernd.“ (Auszug Seite 41)

Der Fischer Paul Kersten vermisst seine Frau Greta. Sie wollte eigentlich ihren Bruder in Berlin besuchen, beide sind aber nicht zu erreichen. Greta war auch Teilnehmerin des Lesetreffs in der Inselbücherei von Klara Klühs. Paul Kersten hat die Polizei bereits informiert, bittet aber auch Klara sich in den persönlichen Sachen seiner Frau umzusehen, da sie auf Hiddensee bereits als „Miss Marple“ bekannt ist. Klara findet bei der studierten Mathematikerin Greta Lottoscheine und einige Berechnungen dazu. Ist das der Schlüssel? Und was hat es mit dem Armband aus weißer Jade auf sich? Gemeinsam mit dem Pfarrer Klaas Harmsen reflektiert sie ihre Überlegungen und befragt die Inselbewohner. Immer wieder tauscht sie sich auch mit dem Kriminalhauptkommissar Sven Krömer aus Stralsund aus, denn mittlerweile glaubt keiner mehr an eine Wiederkehr der Vermissten…

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Gerald Kersh | Die Toten schauen zu

Gerald Kersh | Die Toten schauen zu

„Meine Herren, natürlich ist die Beseitigung der Ursachen das bestmögliche Gegengift gegen jedweden Terror. Das zweitbeste ist… nun, sagen wir, das Zerstampfen der Früchte, die er trägt. Man liefert den Beweis, dass die Sache sich nicht auszahlt, und so, wie man auf jede Revolution mit einer Gegenrevolution antworten kann, kann man Terror mit Gegenterror begegnen. Das hier, meine Herren, dürfen Sie als einen Entwurf zu Gegenterror betrachten – als ein überzeugendes Exempel. Sie werden, da bin ich ganz sicher, zu dem Schluss gelangen, dass Gegenterror ohne Frage wirkungsvoll sein kann, sofern man fest entschlossen ist, ihn bis zum bitteren Ende durchzuziehen und jede Drohung, die man genötigt wurde auszusprechen, in die Tat umzusetzen und mehr noch als das. Angeblich, so heißt es, könne man ein ganzes Volk nicht mal eben so auslöschen. Nun, gut. Es ist unsere Pflicht, unsere absolute Bereitschaft erkennen zu lassen, genau das zu tun, sofern es notwendig ist.“ (Auszug Seite 103)

In der besetzten Tschechoslowakei wird der SS-Obergruppenführer von Bertsch von einem vorbeifahrenden Motorradfahrer erschossen. Die Deutschen sinnen auf Vergeltung und wollen den tschechischen Widerstand in die Knie zwingen. Als vor dem kleinen Dorf Dudicka ein verlassenes Motorrad gefunden wird, reicht dies aus, um an den unschuldigen Dorfbewohnern ein Exempel zu statuieren.

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