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Lukas Pellmann | Mord im Zweiten

Lukas Pellmann | Mord im Zweiten

„Aber eines würde mich ja schon interessieren. Wissen Sie, ich bin Mathematiker. Und deshalb achte ich immer besonders auf Zahlen. Und ich habe mich gefragt, ob es vielleicht einen Grund hatte, dass der Mann ausgerechnet am Waggon mit der Nummer zwei aufgehängt wurde.“
Moritz hatte der Zahl auf dem Waggon bisher keine Beachtung geschenkt. Wer weiß, vielleicht hatte es tatsächlich etwas mit dem speziellen Waggon auf sich. Moritz verabschiedete sich von dem Herrn. (Auszug Seite 64)

Am Wiener Riesenrad wird der Theaterintendant Valentin Karl gefunden. Er hängt am Waggon 2 und es wurde ihm mit einem Messer ein trauriger Smiley in den Bauch gestochen. Für die Ermittlungen sind Chefinspektorin Vera Rosen und ihr neuer Kollege Moritz Ritter zuständig. Um mögliche Motive zu finden, wird das gesamte Umfeld des Toten befragt. Schnell stellt sich heraus, dass er sich mit dem Theater nicht nur Freunde gemacht hat. Kürzlich hat Valentin Karl einige Flüchtlinge im Theater untergebracht und sie sogar in sein neues Bühnenstück integriert. Das bringt bei den Mitarbeitern nicht gerade Freude. Außerdem wollte der Intendant ein Sommertheater auf der Kaiserwiese erreichten und stößt damit auf Gegenwehr der „Freien Bürger Wiens“, die sich für eine konsumfreie Kaiserwiese einsetzen. Und dann tauchen Erpresserbriefe im Theater auf. Wer wollte Valentin Karl aus dem Weg räumen?

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Anja Behn | Küstenbrut

Anja Behn | Küstenbrut

„Ich werde das dumpfe Gefühl nicht los, dass unser Mordopfer in irgendwas verwickelt war“, riss Mulsow ihn aus seinen Gedanken. „Dieses Strandlokal, in dem sie ihre Galerie eröffnen wollte… ich wette, da ist was faul. In den Papieren herrscht ein heilloses Durcheinander, und die Eigentumsverhältnisse einiger Werke sind völlig unklar. Auch wenn dieser arrogante Kunstheini mir weismachen will, die Ausstellungsstück wären nichts wert.“ (Seite 27)

Im Wald in Niederwiek an der Ostsee wird eine Leiche gefunden, das Opfer wurde vergewaltigt und erstochen. Der örtliche Polizist Bert Mulsow findet in den Unterlagen der Toten eine Visitenkarte des Kunstexperten Richard Gruben aus Münster mit einer sehr persönlichen Widmung. Gruben ist ein alter Bekannter von Mulsow, vor eineinhalb Jahren war er auch in einen Mordfall an der Ostsee verstrickt. Mulsow bittet ihn, bei den Ermittlungen zu helfen, da die Tote, Dana Wolff, vor kurzen aus Berlin zurück an die Ostsee gezogen ist, um dort eine Kunstgalerie zu eröffnen.

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Ute Haese | Den Letzten beißt der Dorsch

Ute Haese | Den Letzten beißt der Dorsch

Das Auto war nicht mehr weit entfernt. Harry? Oder die Polizei? Das wäre dann aber ein ziemlich dürftiger Auftritt in dieser Situation. Egal, Rettung nahte.
„Tja, dumm gelaufen, nicht?“, goss ich noch ein paar Tröpfchen Öl ins glimmende Feuer. „Es ist eben nie sehr clever den Gegner zu unterschätzen. Und wenn ihr…“
Ich brach ab und horchte. Das eben noch anschwellende Motorengeräusch wurde leiser. Und noch leiser, bis es sich schließlich ganz in der Dunkelheit verlor. Scheiße! (Auszug Seite 286)

Hanna ist Privatdetektivin und wird von den drei Jugendlichen Krischan, Philipp und Jana gebeten, ihnen zu helfen. Regelmäßig werden kranke Hunde oder Katzen von einer Brücke geworfen. Die drei, die zusammen mit einer Tierärztin den Verein „Anima“ zur Rettung von Tieren gegründet haben, möchten, dass Hanna herausfindet, wer so etwas tut. Außerdem gründet Hannas Freundin Marga eine Partei zur Rettung der Meere. Hanna und die drei Jugendlichen werden natürlich gleich Vereinsmitglieder sowie einige andere Personen aus dem Bekanntenkreis. Zwei Partei-Angehörige verhalten sich allerdings mehr als merkwürdig. Dem geht Hanna lieber auch mal nach. Zudem werden erst Jana und dann auch Marga weißer Phosphor in die Jackentaschen geschmuggelt. Der Phosphor sieht Bernstein zum Verwechseln ähnlich, entzündet sich aber selbst, sobald er trocken wird. Hanna hat alle Hände voll zu tun. Hängt vielleicht auch alles miteinander zusammen?

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Christian von Ditfurth | Zwei Sekunden

Christian von Ditfurth | Zwei Sekunden

Die Terroristen waren vom Fach. Trotzdem würde es ihnen schwerfallen, Bierbauer zu töten. Niemand wusste, in welchem Hotel er übernachtete. Niemand wusste, welche Route sein Wagen fuhr. Keine Chance, den Job mit einer Bombe zu erledigen. Wenn er den gepanzerten Wagen verließ, dann in einer kurzfristig gesperrten Tiefgarage und umgeben von Personenschützern. Keine Chance für einen Schützen. So dämlich die Fahrzeugwechsel waren, so wirksam war der sonstige Schutz. Merkow sah es sofort, wenn er es mit Profis zu tun bekam. […]
Sie hatten sich rund ums Adlon aufgestellt. Waren nicht in den Wagen sitzen geblieben. Hatten Betriebsamkeit vorgetäuscht. Einer ging einkaufen, die andere bummelte zum Brandenburger Tor. Schließlich wollten sie das BKA nicht auf sich aufmerksam machen.
So war Bierbauer doppelt geschützt. Aber es nützte ihm nichts. (Auszug Seite 223-224)

Staatsbesuch in Berlin: Die Kanzlerin begrüßt den russischen Präsidenten am Flughafen. Die Fahrzeuge machen sich auf den Weg ins Stadtzentrum, als eine Detonation die Kolonne erschüttert. Einer der Wagen wird völlig zerstört, vier Menschen sterben. Der Wagen mit Kanzlerin und Präsident ist nur knapp davon gekommen. Helle Aufregung aller Orten, ein Taskforce wird gegründet. Außerdem erhält noch jemand den Auftrag zu ermitteln – der eigenwillige Hauptkommissar Eugen de Bodt.

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Rezensions-Doppel: Malla Nunn | Ein schöner Ort zu sterben & James McClure | Steam Pig

Rezensions-Doppel: Malla Nunn | Ein schöner Ort zu sterben & James McClure | Steam Pig

Südafrika ist zweifelsohne ein landschaftlich und kulturell reizvolles Land. Allerdings schlummern dort auch so manche Konflikte. Dadurch ist Südafrika als Krimischauplatz aktuell sehr angesagt. Die Regenbogennation bietet ja auch einen großen Fundus an Themen: Extrem heterogene Gesellschaft, unaufgearbeitete Vergangenheit, Korruption, Gewalt, Aids. Der deutsche Krimileser kann inzwischen aus einer Menge interessanter und unterschiedlicher Autoren auswählen. Größen wie Roger Smith, Deon Meyer, Mike Nicol oder auch der frisch gebackene Träger des Deutschen Krimi Preises, Max Annas, beschäftigen sich mit dem aktuellen Geschehen im Land in der Postapartheid-Ära. Interessant wäre sicherlich auch der Blick zurück in die Geschichte Südafrikas während der Zeit der Rassentrennung. Doch auch hier gibt es Krimiautoren, die einen solchen Blick zurück bieten. Zeit für eine Doppelrezension mit Malla Nunn und James McClure!

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