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Remy Eyssen | Schwarzer Lavendel

Remy Eyssen | Schwarzer Lavendel

Schwarzer Lavendel – Provence-Krimi mit einem ungewöhnlichem deutschen Ermittler

Dieser zweite Roman der „Lavendel“-Reihe um Dr. Leon Ritter ist meine erste Begegnung mit dem Rechtsmediziner aus Frankfurt, den es in die Provence verschlagen hat und der inzwischen Wurzeln geschlagen hat in der Ortschaft Le Lavandou. Er hat die Chance ergriffen, die neu eingerichtete Pathologie im Kankenhaus St. Sulpice zu übernehmen, auch um seiner Vergangenheit zu entfliehen und den Tod seiner Frau zu verarbeiten, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Viel mehr muss der neue Leser nicht wissen über die Vergangenheit der Hauptpersonen, und viel mehr wird auch nicht erwähnt, nur ganz am Rande ein tiefgreifendes Ereignis, die Entführung der Tochter von Isabelle Morell, was bei der alleinerziehenden Mutter ein Trauma hinterlässt.

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Eva Almstädt | Kalter Grund

Eva Almstädt | Kalter Grund

„Marten Unruh und Pia Korittki wurden, nachdem sie sich ausgewiesen hatten, von den Uniformierten sofort durchgelassen. Sie fuhren noch etwa einen Kilometer einen asphaltierten Weg entlang, bevor sie den in einer kleinen Senke gelegenen Hof „Grund“ erreichten, den Fundort der drei Toten.“ (Auszug Seite 19)

In Grevendorf in Ostholstein sind die drei Bewohner des familiären Hofes „Grund“ erschossen worden. Für die Ermittlungen sind Pia Korittki und ihr Kollege Marten Unruh vom Mordkommissariat Lübeck zuständig. Die Ermittlungen beginnen wie üblich mit der Obduktion der Leichen und etlichen Zeugenbefragungen, bleiben jedoch ohne heiße Spur. Als dann ein Mädchen spurlos verschwindet und es eine weitere Leiche gibt, bekommt die Ermittlung Fahrt. Geht es hier um Eifersucht oder Rache oder Missgunst?

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Yrsa Sigurdardóttir | DNA

Yrsa Sigurdardóttir | DNA

Diese Tür ist sonst nie geschlossen.
Elísa geht auf die Tür zu, langsam und vorsichtig. Ihre Zehen kleben auf dem kalten Parkett, und die Angst wächst mit jedem Schritt. Sie legt ein Ohr an die weiße Tür. Zuerst ist nichts zu hören, doch dann schreckt sie zurück. In der Küche werden Stühle gerückt.
Was tun? Ihr Körper will zurück ins Bett kriechen und sich die Decke über den Kopf ziehen. Der nächtliche Besucher wird sicher bald aus der Küche herauskommen. Ihr Hab und Gut könnte Elísa nicht gleichgültiger sein. Der Einbrecher soll ruhig alles nehmen, was er will, wenn er sich bloß schnell aus dem Staub macht. (Auszug Seite 24)

In Reykjavik dringt nachts ein Mann in ein Familienhaus ein und überfällt eine dreifache Mutter. Während die beiden Söhne in ihrem Zimmer eingesperrt sind, muss die siebenjährige Tochter versteckt unter dem Bett miterleben, wie ihre Mutter brutal ermordet wird. Das traumatisierte Mädchen wird daraufhin in einem Kinderhaus von der Psychologin Freyja und ihrem Team behutsam befragt. Als einzige Tatzeugin schwebt die kleine Margrét eventuell auch in Gefahr. Da die Polizei in Reykjavik momentan Probleme mit ihrer derzeitigen Führungsebene hat, übernimmt der bis dahin unerfahrene Huldar erstmals die Leitung eines Mordfalls.

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Jakob Arjouni | Happy Birthday, Türke

Jakob Arjouni | Happy Birthday, Türke

Ich trank und rauchte, schoß Ringe in die Luft und ließ meine Gedanken wegschwimmen. Das Bier legte einen Schleier über meine Augen. Ich schob die Beine auf den Tisch und rutschte in eine bequeme Lage. Das Bier lief wie in einen trockenen Schwamm. Dann fiel die Flasche auf den Boden, und ich schloß die Augen. Ich war angetrunken und müde. Es war wohlig warm.
Gerade als der Schatten langsam auch über mein Gehirn zog, schrillte die Türklingel.
„Scheiße.“
Ich rappelte mich hoch, schlurfte zur Tür und drückte die Klinke herunter. Erst sah ich tranig in die Mündung. Dann war ich mit einem Schlag hellwach. (Auszug Seite 113)

Privatdetektiv Kemal Kayankaya erhält an seinem Geburtstag unverhofft einen interessanten Auftrag: Der Türke Ahmed Hamul wurde im Hinterhof eines Bordells ermordet aufgefunden, die Polizei hat bislang wenig vorzuweisen. Die Ehefrau des Toten bittet ihn, den Täter zu ermitteln. Da sogar ein Vorschuss gezahlt wird, macht sich Kayankaya auf den Weg ins Frankfurter Rotlichtmilieu und es dauert nicht lange, bis er erste Ergebnisse erzielt.

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Jörg Fauser | Der Schneemann

Jörg Fauser | Der Schneemann

„Ich könnte auf den Geschmack kommen. Vor allem bei dem Stoff, den ich gerade habe. Wirklich erstklassig. Erstaunlich, was man noch alles entdeckt.“
„Wie meinen Sie das?“
„Mit zwanzig bin ich auf den Geschmack von Sex gekommen, mit dreißig auf den von Whisky und jetzt auf den von Kokain. Wo wird das noch enden?“
„Ich würde sagen, es geht aufwärts. Darf ich mal probieren?“. (Auszug Seite 105)

Siegfried Blum ist ein Kleinkrimineller, ein Überlebenskünstler. Gerade ist er auf Malta und versucht, eine Sammlung dänischer Pornohefte zu verhökern. Ein möglicher Abnehmer wäre der italienische Mafioso Rossi. Da gerät er durch Zufall in den Besitz eines Gepäckaufbewahrungsscheins von Rossi. Blum verlässt Hals über Kopf Malta und löst am Münchener Hauptbahnhof einen Koffer voller Dosen mit Rasierschaum aus. Doch er findet schnell heraus, dass noch mehr in den Dosen steckt: 5 Pfund 96%iges Kokain, Sorte Peruvian Flake.

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