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Sven Heuchert | Dunkels Gesetz

Sven Heuchert | Dunkels Gesetz

Dunkel nickte. Er spürte ein Pochen in der Wunde, wie es im Fleisch arbeitete.
„Ich verbinde das noch“, sagte sie und tauchte den Lappen in der Schüssel aus und entrollte eine Mullbinde. Sie wickelte das Verbandszeug lose um ihre Faust und formte eine Kompresse. „Sie sollten die Gegend verlassen.“ Die Alte klebte zwei breite Streifen Fixierpflaster über die Mullbinde. „Das Land hat kein Gewissen. Wenn man den Menschen ihre Träume nimmt, dann haben sie auch kein Gewissen mehr.“ (Auszug Seite 155)

Richard Dunkel, ein ehemaliger Söldner, verschlägt es irgendwo ins entlegene Rheinland nahe der belgischen Grenze. Ein alter Kumpel verschafft ihm einen Job als Sicherheitsmann, der eine zur Zeit stillgelegte Blei- und Zinkgrube bewachen soll. Dort ist vor kurzem ein Junge tot aufgefunden worden, offiziell abgestürzt. Doch Dunkel merkt schnell, dass in der Ortschaft Altglück illegale Dinge vor sich gehen und kann nicht anders, als sich einzumischen.

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Marc-Oliver Bischoff | Die Sippe

Marc-Oliver Bischoff | Die Sippe

Freyr sieht in die untergehende Sonne. Er kann es eigentlich nicht riskieren, den Jungen am Leben zu lassen. Kinder sind ein Sicherheitsrisiko. Sie plappern. Und es lässt sich nicht verhindern, dass sie das Dorf von Zeit zu Zeit verlassen. Dann sickern Informationen durch. Er stellt den blonden Jungen auf die Füße und dreht ihn herum. Sieht ihm tief in die Augen. „Schwöre, dass du es für dich behältst.“ „Ich schwöre, Freyr.“ „Auf Dein Leben.“ „ Auf mein Leben.“ (Auszug Seite 11)

Wo ist Sara?

Katharina Hofmann arbeitet als Krankenschwester in Hamburg. Nach einem Theaterbesuch wird sie brutal überfallen und entgeht nur knapp einer Vergewaltigung. Als sie dann auch noch in eine brenzlige Situation in einer U-Bahn gerät, bricht sie zusammen und wird für einige Wochen krankgeschrieben. Zur gleichen Zeit verschwindet ihre Schwester Sara nach einem mysteriösen Telefonanruf spurlos.

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Karin Slaughter | Dreh dich nicht um

Karin Slaughter | Dreh dich nicht um

Das Opfer lag, mit dem Gesicht nach unten, direkt unter der Brücke. Die Arme waren seitlich ausgestreckt, Hose und Unterhose bauschten sich um seine Knöchel. Der relativ schmale uns unbehaarte Rücken, ließ darauf schließen, dass es sich um einen jungen Mann handelte, wahrscheinlich um die zwanzig. Das blonde Haar reichte ihm bis auf die Schultern und teilte sich am Hinterkopf. Es sah aus als schliefe er – wenn man einmal von dem Brei aus Blut und Gewebe absah, der aus seinem Anus austrat. (Auszug Seite 21)

Ein junger Student ist von einer Brücke gesprungen, alles deutet auf Selbstmord hin. Zum Unfallort werden unter anderem der Polizeichef Jeffrey Tolliver und die Rechtsmedizinerin Sara Linton gerufen. Sara ist gerade mit ihrer hochschwangeren Schwester Tessa unterwegs und bringt sie deshalb mit. Nach der Untersuchung der Leiche finden beide Tessa im angrenzenden Wald blutüberströmt: Sie wurde mit einem Messer brutal attackiert. Wer macht sowas und wie hängen beide Taten miteinander zusammen?

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Mary Torjussen | Die Verlassene

Mary Torjussen | Die Verlassene

Mir liefen Tränen übers Gesicht, und wie oft ich es auch abtrocknete, es war binnen Sekunden wieder tropfnass. Wenn ich mir vorstellte, wie er alleine seine Sachen zusammengepackt und mich ohne ein Wort verlassen hatte, ohne irgendeinen Hinweis darauf, dass er vorgehabt hatte zu gehen, hatte ich das Gefühl, als würde eine Hand mein Herz packen und es fest zusammenpressen. Ich konnte kaum atmen. Wo war er? (Auszug Seite 26)

Hannah Monroe kommt an einem Freitagabend nach Hause und freut sich auf ihren Freund Matt, mit dem sie auf ihre wahrscheinlich bevorstehende Beförderung anstoßen will. Als sie ins Haus geht, trifft sie der Schlag: Matt ist verschwunden. Und mit ihm alle seine Sachen, Möbel, Fotos. Hannah kann es nicht fassen und ist am Boden zerstört. Von da an hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Matt zu finden.

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Larry Brown | Fay

Larry Brown | Fay

„Du musst nicht mitkommen“, sagte er.
Sie musterte sein Gesicht, den muskulösen Arm und die Hand, die das Bier hielt, wohlwissend, wie gern sie diese Hände auf sich spürte und wie sicher sie sich manchmal in diesen Armen fühlte.
„Ich kann dich hierlassen und wegfahren“, sagte er. „Ich meinte, du warst ja auch unterwegs, als wir uns begegnet sind. Du bist nicht schlechter dran, Fay. Verdammt“, sagte er, halb zu sich selbst. „Vielleicht geht’s dir dann sogar besser.“
Er wandte ihr das Gesicht zu und wartete auf ihre Antwort. Doch sie dachte nur ganz kurz nach, denn allein unterwegs sein war das Letzte, was sie wollte. Lieber das kleinere Übel. Sie zog den Kopf ein, stieg in den Wagen und schloss die Tür. (Auszug Seiten Seiten 511-512)

Die 17-Jährige Fay Jones lebt mit ihrer Familie in einer Hütte im Wald in der Nähe von Oxford, Mississippi. Der Vater gewalttätig, alle zusammen bitterarm. Sie beschließt eines Tages, abzuhauen und alles hinter sich zu lassen. Ihr vages Ziel: Biloxi an der Küste des Golfs von Mexiko.

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