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Daniel Friedman | Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

Daniel Friedman | Der Alte, dem Kugeln nichts anhaben konnten

Buck Schatz genießt das ruhige Leben mit seiner Frau Rose. Seit sein Sohn gestorben ist, sitzt er am liebsten auf seinem Sofa, raucht eine Stange Lucky Strike am Tag und schaut Fox News. „Leidenschaft macht so viel Mühe“, ist sein Credo. Bis ihm sein Kriegskamerad Jim auf dem Sterbebett beichtet, dass sein Peiniger, der Lageraufseher Heinrich Ziegler, damals in einem Mercedes voller Nazigold fliehen konnte und noch lebt. Jim bittet Buck, ihn zu rächen.

Buck denkt gar nicht daran, er ist inzwischen 87, und seine letzte Heldentat liegt 40 Jahre zurück. Aber nicht nur er hat von dem ominösen Gold erfahren. Der Schwiegersohn des Verstorbenen will Buck zu einer gemeinsamen Schatzsuche überreden. Der Pfarrer, Dr. Lawrence Kind, klopft eines Abends an die Tür und bittet um einen Anteil von dem Gold. Er muss seine Spielschulden bezahlen. Als er kurz darauf tot in seiner Kirche aufgefunden wird, ist auch Buck klar, dass er sich nicht so leicht aus der Sache wird heraushalten können. Dann ruft auch noch Bucks Enkel Tequila aus New York an, um ihn zu einer gemeinsamen Schatzsuche zu überreden.

Es ist der Beginn eines turbulenten Verwirrspiels, aber auch der Beginn einer Freundschaft zwischen einem raubeinigen Großvater und seinem unterschätzten Enkel.

Buck Schatz, Daniel Friedmans jüdischer Titelheld seines Krimidebüts, hat mit seinen 87 Jahren ein sehr bewegtes Leben hinter sich. Dreißig Jahre arbeitete er als Detective der Bostoner Polizei, wo er regelrechten Heldenstatus erreichte. Er wähnte sich schon lange im wohlverdienten Ruhestand, an seiner Seite seine Frau Rose, mit der er seit 64 Jahren verheiratet ist. Er hat Kriege überlebt, das Konzentrationslager und auch den Tod seines einzigen Sohnes.

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Pierre Martin | Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

Pierre Martin | Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer

Isabelle Bonnet, hochdekorierte Leiterin einer geheimen Spezialeinheit in Paris, wäre bei einem Sprengstoffattentat fast ums Leben gekommen.

Um sich zu erholen, reist sie in ihren beschaulichen Geburtsort Fragolin im Hinterland der Côte d’Azur. Doch aus der ersehnten Ruhe wird nichts: In einer Villa wird eine halbnackte Frauenleiche gefunden, und der Hausherr, ein mysteriöser Engländer, ist spurlos verschwunden.

Isabelle Bonnet lässt sich überreden, den Fall zu übernehmen – was bei den Kollegen vor Ort nicht gerade Begeisterung auslöst …

Der erste Roman,  den der Autor unter dem Pseudonym Pierre Martin veröffentlicht hat, riss mich vom ersten Kapitel mit. Ihm ist mit der Figur der Madame le Commissaire alias Isabelle Bonnet eine absolut greifbare Persönlichkeit gelungen. Und nicht nur das: Auch die anderen Beteiligten werden – wie nebenher – fassbar plastisch eingeführt und entwickelt.

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Dennis Lehane | In der Nacht

Dennis Lehane | In der Nacht

Amerika während der Prohibition. Joe Coughlin, ein kleiner Handlanger des Syndikats in Boston, steigt in Florida zum mächtigsten Rum-Schmuggler seiner Zeit auf. Und setzt sein Leben aufs Spiel – aus Liebe zu einer Frau. Ein atemloses, literarisches Gangster-Epos.

»Und plötzlich kam ihm der Gedanke, dass alles Bemerkenswerte in seinem Leben – im positiven wie im negativen Sinne – seinen Anfang an jenem Morgen genommen hatte, als er das erste Mal mit Emma Gould zusammentraf.« Und von diesem Moment an, bis sich Joe Coughlin auf einem Schiff im Golf von Mexiko wiederfindet, die Füße in einem Zementblock, wird alles, was er tut, für Emma sein.

Dennis Lehane hat mit »In der Nacht« ein spannendes und absolut rundes Ganster-Epos geschrieben. Er erzählt die Geschichte von Joseph „Joe“ Coughlin, der als Kleinkrimineller im Boston der 1920er Jahre seine Karriere beginnt und sich im Verlauf eines Jahrzehnts zu einem der mächtigsten Gangster Amerikas entwickelt.

Die großen Themen dieses Romans sind das Amerika in der 1920er und 1930er Jahre; Die Zeit der Wirtschaftskrise / Depression, der Prohibition und des Alkoholschmuggels.

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Marco Malvaldi | Das Nest der Nachtigall

Marco Malvaldi | Das Nest der Nachtigall

Pellegrino Artusi, Feinschmecker und beleibter Starkoch, ist zu Gast auf einem toskanischen Schloss. Doch nicht als Kulinariker, sondern als Kriminalist ist er bald gefragt, denn der Haushofmeister des Anwesens wird vergiftet in der Küche aufgefunden.

Artusis ganzer Spürsinn ist gefragt, denn alle außer ihm halten das Zimmermädchen Agatina für die Mörderin …

Nach bisher drei Barista-Krimis hat Marco Malvaldi mit »Das Nest der Nachtigall« seinen ersten historischen Kriminalroman veröffentlicht.

Im Juni 1895 reist Pellegrino Artusi in die Toskana, um auf Schloss Roccapendente Baron Bonaiuti und dessen  illustre Adelsfamilie zu besuchen. Bereits im Vorfeld seiner Ankunft wird über die Motive spekuliert. Ist er tatsächlich ein berüchtigter Wuchrer, der mit dem Baron noch eine Rechnung offen hat?

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Lyndsay Faye | Der Teufel von New York

Lyndsay Faye | Der Teufel von New York

New York 1845. Die gerade gegründete Polizei der Stadt ist ein zusammengewürfelter Haufen von Schlägertypen und seltsamen Vögeln. Auch Timothy Wilde gehört dazu – gegen seinen Willen.

Bei einem Brand wurden seine Zukunftspläne zerstört, sodass er jetzt jede Arbeit annehmen muss, die sich bietet. Eines Tages läuft ihm ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme, bekleidet mit einem blutdurchtränkten Nachthemd. Sie will oder kann nicht sagen, wer sie ist. Da sie selbst körperlich unverletzt ist, muss das Blut von einer anderen Person stammen.

Kurz darauf findet Tim auf einem entlegenen Gelände neunzehn Kinderleichen. Es kursieren die wildesten Gerüchte, und die politische Situation ist bis zum Zerreißen angespannt …

Das gänzlich unterschiedliche Leben zweier ungleicher Brüder, eine tragische, unerfüllte Liebe, politische Wirren, soziale Konflikte und religiöse Auseinandersetzungen, das alles vor dem Hintergrund einer rasant wuchernden Stadt New York im Jahr des letzten großen Brandes 1845, der den gesamten Süden mit 300 Häusern völlig verwüstet. Die Probleme der unter unsäglichen Bedingungen lebenden Unterschicht werden mit jedem ankommenden Flüchtlingsschiff drängender, es brodelt im Schmelztiegel vieler Nationen, in dem die Landsmannschaften mit allen Mitteln um ihren Platz in der Gemeinschaft kämpfen. Die immer mehr um sich greifende allgegenwärtige Kriminalität , überall aufflammende fremdenfeindliche Ausschreitungen der Nativisten, die allgemeine Unsicherheit, die zur Gründung der Polizeitruppe NYPD führt… Zu viele Themen für ein Buch?

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