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Johan Theorin | Inselgrab

Johan Theorin | Inselgrab

Ein verzweifeltes Klopfen weckt Gerlof Davidsson mitten in der Nacht. Der Junge, der atemlos vom Strand kommt, erzählt von einem Geisterschiff voller sterbender Seeleute und einem verrückten alten Mann mit einer Axt.

Auf Öland hat die Hauptsaison begonnen, und eigentlich sind die Sommergäste gekommen, um gemeinsam Mittsommer zu feiern. Doch einer von ihnen ist zurückgekehrt, um eine sehr alte Schuld zu begleichen. Einzig Gerlof ahnt, wer der Rückkehrer ist und an wem er sich rächen will. Er ist diesem Mann schon einmal in seiner Jugend begegnet, als sie beide auf dem Friedhof standen und plötzlich Klopflaute aus einem frischen Grab drangen …

»Inselgrab« von Johan Theorin ist der vierte und letzte Band der Öland-Reihe. Waren die drei Vorgänger schon gut, so ist dieses eine gelunge Krönung des Ganzen. Es ist direkt schade, dass diese Reihe zuende gehen soll.

Eine zentrale Rolle spielt auch hier wieder Gerlof Davidsson, den wir aus den vorangegangenen Bänden kennen. Ihm zur Seite steht der junge Jonas, der des nachts an seine Tür klopft und von ungeheuren Vorgängen berichtet und wie wir Gerlof kennen, muss er den Dingen natürlich auf den Grund gehen.

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Sharon Bolton | Unschuldig wie der Schnee

Sharon Bolton | Unschuldig wie der Schnee

In einer kühlen Novembernacht beobachtet DC Lacy Flint, wie in einem Park in ihrer Londoner Nachbarschaft ein junger Mann von fünf Maskierten angegriffen wird und bei lebendigem Leib verbrennt. Sie eilt ihm sofort zu Hilfe, doch es ist zu spät: das Opfer, Aamir Chowdbury, ein junger pakistanischstämmiger Assistenzarzt, erliegt noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen. Weil die Täter Masken trugen, kann Lacy sie nicht identifizieren.

Um die schnell ins Stocken geratenen Ermittlungen weiter voranzutreiben, muss Lacy zu unkonventionellen Methoden greifen, die ihr bald selbst zum Verhängnis zu werden drohen …

Es ist erstaunlich, wie Sharon Bolton mit »Unschuldig wie der Schnee« auf 80 Seiten eine so atmosphärisch dichte und spannende Kurzgeschichte schreiben kann, die mehr Inhalt und Tiefe aufweist als so mancher 400-Seiten-Roman.

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Aldo Cazzullo | Bitter im Abgang

Aldo Cazzullo | Bitter im Abgang

Moresco ist tot, ermordet. Es ist der Tag der Befreiung, der 25. April 2011. Vor mehr als 65 Jahren wurde Virginia am Ende des Kriegs qualvoll zu Tode gebracht. Und Alberto hat Moresco insgeheim immer eine Mitschuld am Tod seiner großen Liebe gegeben. Als Partisanen waren beide in sie verliebt, doch als sich Virginia schließlich für Alberto entscheidet, schickt Kommandant Moresco sie auf eine gefährliche Mission. Sie wird verhaftet und von den Deutschen und italienischen Faschisten gefoltert. Hatte Moresco wirklich alles getan, um sie zu retten?

Wie besessen stellte sich Alberto ein Leben lang diese Frage. Er wollte damals auch keinen Anteil, als Moresco im Namen der Partisanen dem Pfarrer die Hälfte des Kriegsschatzes abnahm, den die italienische Armee bei ihrem Rückzug in Alba zurückgelassen hatte. Und dann geschieht keine drei Tage nach dem ersten ein zweiter Mord, und zwar an dem Altfaschisten Vergnano, der vor langem am Tod Virginias beteiligt war. Alberto scheint der Täter zu sein. Doch die Dinge sind nicht ganz so, wie sie scheinen.

Das Wein- und Trüffelstädtchen Alba im Piemont ist der Schauplatz dieser (…) Geschichte. Knapp und ohne Belehrung wird das komplexe Geflecht der Beziehungen seiner Bewohner entworfen, das seit Jahrzehnten auf Lüge, Verrat und Bestechung, auf alten Verpflichtungen und politischer Zugehörigkeit, aber auch auf Freundschaft und Liebe fußt.

»Bitter im Abgang« – die Geschichte einer tiefen Liebe , eines Schatzes und nicht verstummen wollenden Rachegelüsten. All das ist Aldo Cazzullos erster Roman, der in Italien hoch gelobt wurde.

Der Autor erzählt auf kurzen 152 Seiten sehr akzentuiert und auf den Punkt gebracht die Lebensgeschichte von Alberto und Moresco beginnend mit dem Auffinden der Leiche des letzteren. Dabei ist die Erzählung in drei strikte Zeiten geteilt: das Kriegsende 1945, 1963 sowie die Gegenwart 2011. Diese drei wechseln kapitelweise und immer in der selben Reihenfolge.

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Ulrich Wickert | Das marokkanische Mädchen

Ulrich Wickert | Das marokkanische Mädchen

Ein malerischer Waldweg unweit von Paris: Hier wird eine marokkanische Familie erschossen in ihrem Auto aufgefunden. Rechter Terror? Fanatische Islamisten? Drogenhandel? Erst sechs Stunden nach der Tat entdeckt die Polizei Kalila, die sechsjährige Tochter, die das Massaker in einem Versteck überlebt hat. – Ein Fall für Jacques Ricou.

Durch Ulrich Wickerts fünften Fall seines Protagonisten, dem Untersuchungsrichter Jacques Ricou, ist mir folgendes bewusst geworden: 1. Ulrich Wickert ist ein toller Erzähler und 2. weiß ich gar nichts über die politischen Verbindungen von Frankreich und Marokko.  Doch trotz dieser Wissenslücke habe ich mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt.

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Cathi Unsworth | Opfer

Cathi Unsworth | Opfer

Die verschlafene Idylle eines Küstenstädtchens im Norden Englands wird von einem grausamen Ritualmord erschüttert. Am Tatort wird die blutüberströmte Corrine Woodrow aufgegriffen und bald darauf zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch war die junge Außenseiterin tatsächlich die Hohepriesterin eines Satanskults, wie es in der Boulevardpresse hieß? Zwanzig Jahre später rollt ein junger Privatdetektiv die Ermittlung wieder auf, denn neue Beweise belegen, dass sich alles auch ganz anders abgespielt haben könnte …

Opfer von Cathi Unsworth spielt auf zwei Ebenen. Zum einen bekommen wir Momentaufnahmen aus der Zeit „um den Mord und die Hexenjagd“ im Jahre 1983 zu sehen, zum anderen wird auf der Ebene 2003 der neu aufgerollte Fall gelöst.

Der ehemalige Polizist Sean Ward wird von der Anwältin Janice Mathers beauftragt, Nachforschungen über den Mord in dem Seebad Ernemouth anzustellen. Er wendet sich vor Ort an die Lokaljournalistin Franny Ryman und gemeinsam stolpern sie in ein Gespinst von Lügen, Betrug und Korruption, das anstatt sich zu lichten, immer Unglaublicheres zutage fördert.

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