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Hansjörg Schneider | Silberkiesel

Hansjörg Schneider | Silberkiesel

Er merkte, dass ihn seine Gedanke anödeten. Aber er hatte keine anderen zur Verfügung, er musste die nehmen, die ihm einfielen, auch wenn sie reaktionär, ja hoffnungslos waren. Lieber ehrlich und reaktionär als verlogen und progressiv, dachte er, und jetzt musste er fast kotzen vor Wut über das, was er dachte. Wer war er denn? War er wirklich das allerletzte Häuflein Dreck auf Gottes Erdboden? (Auszug Seite 110 und 111)

Im September 2015 stieß ich im Programm des Diogenes-Verlags auf Hunkelers Geheimnis, den neunte Fall des Ermittlers Hunkeler von Autor Hansjörg Schneider, welchen ich bis dato noch nicht gelesen hatte. Da ich nun aber nicht den Einstieg beim neunten Band wagen wollte, habe ich Band 1 der Serie gelesen – Silberkiesel. Nachdem mir der österreichische Autor Friedrich Glauser und dessen Ermittler Wachtmeister Studer so gut gefallen hatten, hielt ich das für eine gute Idee. Und da war er schon, der Denkfehler: Glauser ist Österreicher, Schneider hingegen Schweizer. Das ist dann – so werden mir die Einheimischen bestimmt bestätigen – doch ein kleiner Unterschied. Aufgefallen ist mir dieser Fauxpas in der Auswahl aber erst nach der Lektüre.

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Sebastian Fitzek | Passagier 23

Sebastian Fitzek | Passagier 23

„177 Suizide?“ dachte sie laut, noch immer erstaunt über diese unglaublich hohe Zahl.
Daniel nickte. „Und das sind nur die, die wir nicht verheimlichen konnten. Glaub mir, die Dunkelziffer liegt höher. Viel höher.“
„Wie hoch?“
„Auf allen Kreuzfahrtschiffen, die derzeit die Weltmeere durchkreuzen, gehen nach unseren Schätzungen jedes Jahr im Schnitt dreiundzwanzig Personen über Bord.“
Passagier 23!
(Auszug Seite 71)

Martin Schwartz hat seine Frau und seinen 10-jährigen Sohn bei einer Kreuzfahrt auf der „Sultan oft the Sea“ verloren. Seine Frau hat den gemeinsamen Sohn mit einem Chloroform getränkten Waschlappen betäubt, ihn dann über Bord geworfen und ist ihm anschließend gefolgt. Erweiterter Suizid. Aber bei den Ermittlungen gab es Ungereimtheiten, die vertuscht wurden. Einige Jahre später erhält Martin Schwartz den Anruf von Gerlinde Debkowitz. Sie hat Beweise, dass es damals kein Selbstmord war. Also kehrt der 38-jährige auf das Schiff zurück und erhält von der Anruferin den Teddy seines Sohnes.

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Holger Karsten Schmidt | Auf kurze Distanz

Holger Karsten Schmidt | Auf kurze Distanz

Der Polizeibeamte Klaus Burck wird eines Tages während des Dienstes verhaftet. Doch schnell stellt sich heraus, dass diese nur fingiert war. Burck soll als verdeckter Ermittler im Wettmilieu arbeiten. Der serbische Goric-Clan kontrolliert das Wettgeschäft in Hamburg. Burck gewinnt mit neuer Identität das Vertrauen von Luka, dem Neffen von Clanchef Aco, und wird schließlich auch Teil des Clans. Doch gleichzeitig entsteht eine echte Freundschaft zwischen Klaus und Luka. Klaus gerät in arge Schwierigkeiten, mit der zunehmenden Vertrautheit nicht seine Tarnung in Gefahr zu bringen und sein Ermittlungsziel im Auge zu behalten.

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Ulf Miehe | Ich hab noch einen Toten in Berlin

Ulf Miehe | Ich hab noch einen Toten in Berlin

„Wenn der Coup wirklich so riesig ist“, sagte Gorski, „warum willst du ihn uns dann überhaupt erzählen? Warum machst du ihn zum Beispiel nicht einfach selber?“
Sparta nickte.
„Eine gute Frage. Ich kenn sie alle hier, und ich weiß keine Deutschen, die bei uns auf so was spezialisiert sind. Richtig organisiert sind hier nur die Perser. Die machen das Heroingeschäft. Da ballerts öfter mal.“ Er lachte. „Mit denen will ich nicht.“
„Aha“, sagte Gorski.
„Nix aha“, antwortete Sparta sofort, „Die verstehen meine Sprache, aber ich ihre nicht, capito? Ich müßte mir Fachleute aus dem Ausland holen. Das wären Vorkosten, um die hunderttausend Mark. Und dadurch würde das Risiko auch nicht kleiner. Mir ist das Ding einfach ein paar Nummern zu groß. Ich hab das nicht nötig, Meister. Aber für einen Film – wie gemacht.“ (Auszug Seite 38)

Der Drehbuchautor Benjamin und der Regisseur Gorski haben bereits erfolgreich zwei Filme fürs Fernsehen zusammen gedreht. Nun reisen sie ins geteilte Berlin, um dort einer Idee für einen neuen innovativen Kriminalfilm nachzugehen. Ihr Ansprechpartner ist Sparta, ein alter Bekannter Benjamins und eine Größe in der Berliner Unterwelt. Er erzählt den beiden von einem möglichen Coup für den Film: Zweimal im Monat wird der Sold der amerikanischen Soldaten eingeflogen und dann mit einem Transporter und zwei Jeeps als Begleitung zum Hauptquartier gebracht. Benjamin und Gorski beginnen mit der Recherche und je länger diese dauert, desto mehr haben beide das Gefühl, dass dieser Coup machbar ist – nicht nur im Film.

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Malcolm Mackay | Der Killer hat das letzte Wort

Malcolm Mackay | Der Killer hat das letzte Wort

Frank MacLeod war bislang Auftragskiller Nr.1 in der Organisation des Glasgower Bosses Peter Jamieson. Doch Frank ist inzwischen 62 und musste sich vor kurzem einer Hüftoperation unterziehen. Zu seinem Comeback gibt ihm Jamieson einen vermeintlichen Routineauftrag: Er soll einen Verbindungsmann einer konkurrierenden Organisation ausschalten. Doch dieser Auftrag geht schief und bringt das ganze Gefüge der Organisation ins Wanken.

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