Kategorie: Nora

Hinter den Zeilen: Nora

Hinter den Zeilen: Nora

Früher. Lesen konnte ich schon sehr früh, was ich wohl auch dem glücklichen Umstand zu verdanken habe, dass ich lesende Eltern hatte. In jedem meiner Kinderzimmer gab es eine Leseecke, in die ich mich gern vergrub. Spätere Versuche, mir eine solche zu schaffen, sind bis jetzt leider gescheitert. Jedenfalls kam ich schon als kindliche Leserin mit dem Genre Krimi in Berührung – über die Jugendkrimiserie TKKG. Diese Bücher waren für mich Grusel und Spannung zugleich und boten mir das totale Abtauchen in Geschichten. Später las ich Agatha Christies Fälle des belgischen Detektivs Hercule Poirot, den ich heute noch sehr gerne mag, und noch etwas später las ich Romane von Stephen King.

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Martin Suter | Montecristo

Martin Suter | Montecristo

Als sein Intercity gewaltsam zum Stehen kommt, ahnt Jonas Brand noch nicht, in welches Abenteuer er gerade gerät. Die Weiterfahrt ist blockiert, draußen liegt ein Toter.

Brand schultert die Kamera, hält die beklemmende Situation fest und befragt die Mitreisenden. Er ist freischaffender Videojournalist, der allerdings von Höherem träumt: Er möchte Filme machen, und sein Projekt »Montecristo«, eine Geschichte über Verrat, Betrug und späte Rache, hat Blockbuster-Potenzial – wenn ihm nur jemand eine Chance geben würde.

Als er sich in Marina Ruiz verliebt und sie ihm seine Träume entlockt, rücken diese erneut in den Vordergrund. Knapp drei Monate später spielt ihm der Zufall wieder etwas Seltsames in die Hände: zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer – beide, wie man ihm bei der Bank verblüfft bestätigt, eindeutig echt.

Und dann wird Brands Wohnung durchwühlt und er selbst auf offener Straße zusammengeschlagen und beraubt. Jemand soll offenbar eine Ungereimtheit aus der Welt schaffen – und damit zugleich Zweifel an der Glaubwürdigkeit einiger staatstragender Persönlichkeiten.

„Ein Ruck ging durch den Zug.“ So beginnt Martin Suters aktueller Roman Montecristo. Und damit ist der Leser schon mittendrin im Getümmel des Bordrestaurants, von wo aus die Reisenden den Todessturz eines Passagiers miterleben. Unter ihnen ist Jonas Brand, Videojournalist, Anfang vierzig und bisher wenig ambitioniert, aus seiner einstmals vorübergehenden Tätigkeit als Videojournalist – und das auch noch für das Magazin Highlife – mehr zu machen. Nur ein Traum hält ihn gefangen: Montecristo – sein eigenes Filmprojekt, welches bisher jedoch keine Fürsprecher und Jonas somit keine Mittel zur Umsetzung fand.

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Jörg Maurer | Der Tod greift nicht daneben

Jörg Maurer | Der Tod greift nicht daneben

Im idyllisch gelegenen Kurort fühlt sich Bertil Carlsson, ehemaliges Mitglied der Nobelpreisjury für Medizin, ganz zu Hause, ist seit Jahren im Trachten- und Heimatverein. Gerade hat er noch im Garten gearbeitet. Kurz danach macht seine Frau einen grausigen Fund – im großen Häcksler. War es ein Unfall? Oder doch Mord?
Kommissar Jennerwein und sein bewährtes Team forschen unter hartleibigen Brauchtumswächtern und neidischen Nobelpreiskandidaten. Da meldet die Gerichtsmedizin: im Puzzle der Leichenknochen fehlt eine Hand. Als Jennerwein nach ähnlichen Fällen sucht und ein gruseliges Forschungsprojekt entdeckt, zweifelt er, ob er diesen Fall in den Griff bekommen wird …

Eigentlich hatte ich niemals vor, ein Buch von Jörg Maurer zu lesen. Die Cover gleichen denen der üblichen verdächtigen Provinzkrimis zu sehr, als dass mir die Bücher gefallen könnten, dachte ich. Doch wie es der Zufall, an den ich nicht glaube, wollte, schlug ich den Einband der broschierten Ausgabe auf und las ein Zitat von Denis Scheck, mir bekannt aus der Reihe Druckfrisch, welche ich durch ihn schätze. In der Innenseite des Covers stand:

„Große deutsche Unterhaltungsliteratur – endlich!“ Denis Scheck, SWR

Die Gedanken kamen also, wie sie kommen mussten à la „Wenn Denis Scheck es für gut befindet, well, …“ und so weiter und so fort.

Vorweggenommen: Es hat sich gelohnt – wenigstens über weite Längen.

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Sam Eastland | Sibirisch Rot

Sam Eastland | Sibirisch Rot

September 1939: Inspektor Pekkala bekommt von Stalin einen neuen, höchst unliebsamen Auftrag. Wieder soll er einen Mord aufklären. Doch es ist
kein gewöhnliches Verbrechen. Der Mord hat sich in dem gefürchteten sibirischen Straflager Borodok ereignet, wo Pekkala selbst zehn Jahre lang Zwangs­arbeit verrichten musste. Nun soll er, als Häftling getarnt, dorthin zurück. Ein Alptraum – doch ihm bleibt keine Wahl …

Sam Eastland führt den Leser in seinem dritten Kriminalroman einmal mehr nach Russland. Es ist 1939. Stalins Macht wird von deutschen Truppen bedroht, die nach Polen auch in Russland einwandern wollen. Dabei steht Russland kurz vor dem finanziellen Kollaps. Da kommt Stalin das Angebot eines Gulag-Häftlings gerade Recht: Dieser bietet im Tausch gegen seine Freiheit einen Geheimnisverrat an, welcher Stalin auf die Spur des von Oberst Kolchak einst versteckten Zarengoldes führen soll. Mit diesem Angebot unterschrieb er jedoch sein Todesurteil, so dass Stalin seinen besten Mann in den Kreml zitiert, um ihn mit den Mordermittlungen zu betrauen.

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Elisabeth Florin | Commissario Pavarotti küsst im Schlaf

Elisabeth Florin | Commissario Pavarotti küsst im Schlaf

Ein drückend heißer Sommer in Meran. Der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffs wird in einer psychiatrischen Klinik ermordet. Bevor Commissario Pavarotti und die Deutsche Lissie den Täter jagen können, müssen sie dem Opfer auf die Spur kommen, denn der Mann lebte unter falschem Namen. Ein Verwirrspiel um Identitäten beginnt – bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken . . .

»Commissario Pavarotti küsst im Schlaf« ist Elisabeth Florins zweiter Meran-Krimi, den sie dem strafversetzten korpulenten Italiener Luciano Pavarotti und der zierlichen Lissie von Spiegel, Kommunikationsprofi aus Frankfurt, auf die Leiber geschrieben hat. Denn so kontrastierend dieses Nicht-Pärchen optisch ist, so agiert es auch während der Ermittlungsarbeit in diesem durchaus komplexeren zweiten Fall.

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