Arno Strobel | Die Flut
Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt.
Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …
Bisher habe ich von Arno Strobel noch nichts gelesen, allerdings wusste ich, dass ihm das Etikett „Bestseller-Autor“ anhaftet und auch, dass er eine ziemlich große Fangemeinde um sich versammelt. Warum das so ist, kann ich nach der Lektüre seines neuen Romans nicht recht nachvollziehen. Ich fand das Buch eher schwach, schnell und leicht zu lesen zwar, aber dies, weil man an der Oberfläche bleibt, niemals richtig eintaucht in die Geschichte, die keinen Sog entwickelt, überhaupt nicht fesselt, mit nur wenigen Passagen, in denen sich tatsächlich ein „Thrill“ einstellt, der große Spannungsbogen fehlt vollständig, der Wechsel zwischen Nervenkitzel und Entspannung bleibt aus, falsche Fährten Fehlanzeige, kurz, Die Flut plätschert so dahin.