Kategorie: Kurt Schäfer

A. D. Garrett | Schnittmuster

A. D. Garrett | Schnittmuster

In Manchester tauchen die Leichen mehrerer Drogensüchtiger auf. Junkies, an irgendeiner Designerdroge gestorben – nichts Besonderes. DI Kate Simms’ Vorgesetze geben den Fall gerne an ihre nicht sonderlich geschätzte Mitarbeiterin weiter.

Als aber eine Prominente am gleichen Stoff stirbt, werden die Medien aufmerksam. Dann wird eine weitere Frauenleiche gefunden: grausam zugerichtet, mit einem merkwürdigen Zickzackmuster auf dem Rücken.

Simms braucht dringend Hilfe in diesem bizarren Fall. Und es gibt nur einem Menschen, dem sie blind vertraut: Forensik-Professor Nick Fennimore. Simms und Fennimore ermitteln – und ahnen nicht, dass sie selbst längst am Abgrund stehen …

»Schnittmuster« ist die erste Zusammenarbeit der preisgekrönten Krimiautorin Margaret Murphy mit dem renommierten Forensik-Professor David Barclay (alias A. D. Garrett). Dessen Pendant findet sich im Roman mit Nick Fennimore, der an der Robert-Gordon-University in Aberdeen lehrt. Er hat sich nach Schottland zurückgezogen, seit er vor Jahren der Crime Faculty in London den Rücken gekehrt hat, wo er als forensischer Berater für die Polizei arbeitete. Fennimore musste gehen, weil er seinerzeit erhebliche Mittel aus dem Budget seiner Behörde für mehr oder weniger private Ermittlungen ausgegeben hatte. Seine Frau und seine Tochter waren verschwunden, wenig später wurde seine Frau tot aufgefunden, die Tochter blieb verschollen und Fennimore hatte alles darangesetzt, sie aufzuspüren und den Mörder seiner Frau zu fassen. Dabei wurde er von Kate Simms unterstütz, die ihm gegen alle Vorschriften Einblick in die laufenden Ermittlungen und Zugang zu Beweismitteln verschaffte. Das bedeutete für sie einen Karriereknick und einen Neuanfang bei der Greater Manchester Police, wo sie sich mittlerweile zum Chief Inspector heraufgedient hat.

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Oliver Welter & Michael Gantenberg | Lang sind die Schatten

Oliver Welter & Michael Gantenberg | Lang sind die Schatten

Schock beim Stock-Car-Rennen im schönen Sauerland: im hohen Bogen fliegt beim Finish eine Leiche aus dem Kofferraum des Siegerautos. Der Tote war im Autoclub Hesborn sehr beliebt. Aber wie Kommissarin Inka Luhmann bald herausfindet, war er auch bekannt als Bordellbesitzer und Zuhälter. Und deswegen schon verurteilt. Damaliger Ermittler: Inkas Mann, Hauptkommissar Hendrik Luhmann, aktuell in Elternzeit.

Auf Inkas Fragen antwortet ihr Mann ausweichend. Verschweigt er etwas? Was wissen seine alten Kollegen? Als ein weiterer Mord geschieht, muss sich Inka fragen, wem sie bei der Jagd nach dem Täter noch vertrauen kann …

Um es vorweg zu sagen:  Oliver Welter & Michael Gantenberg liefern hier mit ihrem erst zweiten gemeinsamen Roman Lang sind die Schatten ausgesprochen solide Krimikost, das heißt, eine eher biedere, konservative Arbeit, erstaunlich routiniert aber thematisch und inhaltlich ohne größere Überraschung und leider auch etwas unentschlossen zwischen Krimi und Familienroman schwankend. Dennoch macht es großen Spaß, die Geschichte zu lesen, die mit viel Witz erzählt wird und ausgesprochen unterhaltsam ist, wenn auch nicht übermäßig spannend. Kein Thriller also, aber dennoch wieder einmal ein Serientäter, der mit zunächst nicht ohne Weiteres miteinander in Verbindung zu bringenden Morden das Ermittlerteam um die schon aus dem Erstling des Autorenteams bekannte Kommissarin Inka Luhmann und ihr Team in Atem hält.

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Sven Koch | Dünentod

Sven Koch | Dünentod

Der zweite Fall für das ostfriesische Ermittlerduo Tjark Wolf und Femke Folkmer:

Ein Mann ohne Fingerabdrücke, ein Raum voller Leichen – die Polizei jagt einem Phantom nach, einem Wahnsinnigen, der ein Arsenal von Waffen und Sprengstoff an sich gebracht hat und ein Massaker plant. Bevor die Polizei den Gesuchten fassen kann, entführt er eine voll besetzte Nordseefähre, um sie in die Luft zu jagen. Ermittler Tjark Wolf schafft es in letzter Sekunde, an Bord zu gelangen. Ein perfides Spiel beginnt: Der Attentäter gibt Tjark eine Stunde Zeit, dann will er die Fähre in die Luft jagen…

Wie so oft in Kriminalromanen ist Rache das zentrale Motiv in »Dünentod« – ein Titel, der mit der Geschichte gar nichts zu tun hat und wohl nur auf den Umstand hinweisen soll, dass es sich hier um einen „Küsten-Krimi“ handelt. Genauer gesagt, um einen Roman, der in Friesland spielt, in Ostfriesland. Land und Leute werden ausgiebig geschildert, um die entsprechende raue aber herzliche Atmosphäre der Küste und ihrer Bewohner zu schaffen. Zumindest die Topografie wird akribisch genau bis in alle Einzelheiten beschrieben, wirkliche Friesen hingegen erleben wir eigentlich nur in ein paar wenigen Nebenfiguren, dann allerdings wie aus dem Bilderbuch. Im Übrigen sprechen die Personen zwar manchmal „nordisch“, sind aber eher beliebig.

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Donato Carrisi | Die Totenjägerin

Donato Carrisi | Die Totenjägerin

Nicht alle Vermissten sind Opfer. Manche verschwinden freiwillig, um fortan im Dunkeln zu operieren. Um Rache zu nehmen. Oder einem perfiden Plan zu folgen, der Tote um Tote fordert. Es gibt nur eine Frau, die den geheimen Plan hinter den Morden erkennt. Eine Polizistin, die ganz allein agiert, fest entschlossen, den Vermissten ihr grausames Geheimnis zu entreißen …

Donato Carrisi schließt mit »Die Totenjägerin«, seinem neuen Thriller, thematisch an seinen großen Erfolg »Der Todesflüsterer« an, und auch inhaltlich gibt es hin und wieder Verweise auf diese „Vorgeschichte“ zum aktuellen Fall, die seine Protagonistin Mila Vasquez vor Jahren traumatisierte und immer noch verfolgt. Sieben Jahre hat sie gebraucht, um mit den damaligen Ereignissen leben zu lernen, die ihr immer noch Albträume bereiten. Sie hat sich deshalb in die Abteilung für vermisste Personen versetzen lassen, den „Limbus“, wie die Abteilung im Keller eines Nebentraktes der Ermittlungsbehörde genannt wird. So heißt in der katholischen Theologie die Vorhölle, in der sich die Seelen aufhalten, die ohne eigenes Verschulden vom Himmel ausgeschlossen sind.

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Richard Fasten | Moin

Richard Fasten | Moin

Provinz-Polizist Boris Kröger hat es nicht leicht. Kaum geschieht im beschaulichen Altwarp am Oderhaff mal ein Mord, schon steht das Dorf Kopf! Von wegen Sonne, Strand und glasklare Beweisketten: In Altwarp herrscht Anarchie! Oma Machentut terrorisiert mit ihrem Rollator die Straßen, der einzige Fischer im Dorf stammt aus den Bergen Anatoliens, eine Krimi-Autorin sucht Inspiration und stachelt die Dorfbewohner auf. Dabei hat Boris mit dem Mord an seinem ehemaligen Schulkameraden genug zu tun. Hier an der Fast-Ostseeküste ist die Welt wirklich nicht mehr in Ordnung. Aber die stolzen »Hinterküstler« haben noch immer jedem Wetter getrotzt!

Na, das fängt ja gut an. Der Roman hat einen Ich-Erzähler, das habe ich nicht so gerne, und der spricht noch dazu natürlich im Präsens, das mag ich auch nicht.

Und dann soll das, was erzählt wird, auch noch witzig sein, denn „Moin“, man merkt es schon am Titel, ist ein Regionalkrimi, und die müssen aus unerfindlichen Gründen wohl immer witzig sein. Einen „Fastostsee-Küstenroman“ nennt Richard Fasten sein Buch, denn die Geschichte spielt in Altwarp, und der kleine, beschauliche und ebenso überschaubare Ort liegt am Stettiner Haff, bis zur „richtigen“ Ostseeküste vor Usedom sind es also noch ein paar Kilometer.

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