Kategorie: Regionalkrimi

Jörg Maurer | Der Tod greift nicht daneben

Jörg Maurer | Der Tod greift nicht daneben

Im idyllisch gelegenen Kurort fühlt sich Bertil Carlsson, ehemaliges Mitglied der Nobelpreisjury für Medizin, ganz zu Hause, ist seit Jahren im Trachten- und Heimatverein. Gerade hat er noch im Garten gearbeitet. Kurz danach macht seine Frau einen grausigen Fund – im großen Häcksler. War es ein Unfall? Oder doch Mord?
Kommissar Jennerwein und sein bewährtes Team forschen unter hartleibigen Brauchtumswächtern und neidischen Nobelpreiskandidaten. Da meldet die Gerichtsmedizin: im Puzzle der Leichenknochen fehlt eine Hand. Als Jennerwein nach ähnlichen Fällen sucht und ein gruseliges Forschungsprojekt entdeckt, zweifelt er, ob er diesen Fall in den Griff bekommen wird …

Eigentlich hatte ich niemals vor, ein Buch von Jörg Maurer zu lesen. Die Cover gleichen denen der üblichen verdächtigen Provinzkrimis zu sehr, als dass mir die Bücher gefallen könnten, dachte ich. Doch wie es der Zufall, an den ich nicht glaube, wollte, schlug ich den Einband der broschierten Ausgabe auf und las ein Zitat von Denis Scheck, mir bekannt aus der Reihe Druckfrisch, welche ich durch ihn schätze. In der Innenseite des Covers stand:

„Große deutsche Unterhaltungsliteratur – endlich!“ Denis Scheck, SWR

Die Gedanken kamen also, wie sie kommen mussten à la „Wenn Denis Scheck es für gut befindet, well, …“ und so weiter und so fort.

Vorweggenommen: Es hat sich gelohnt – wenigstens über weite Längen.

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Elisabeth Florin | Commissario Pavarotti küsst im Schlaf

Elisabeth Florin | Commissario Pavarotti küsst im Schlaf

Ein drückend heißer Sommer in Meran. Der Chefingenieur eines italienischen Kreuzfahrtschiffs wird in einer psychiatrischen Klinik ermordet. Bevor Commissario Pavarotti und die Deutsche Lissie den Täter jagen können, müssen sie dem Opfer auf die Spur kommen, denn der Mann lebte unter falschem Namen. Ein Verwirrspiel um Identitäten beginnt – bis sie schließlich den Keim des Bösen in der gemeinsamen Vergangenheit Italiens und Deutschlands entdecken . . .

»Commissario Pavarotti küsst im Schlaf« ist Elisabeth Florins zweiter Meran-Krimi, den sie dem strafversetzten korpulenten Italiener Luciano Pavarotti und der zierlichen Lissie von Spiegel, Kommunikationsprofi aus Frankfurt, auf die Leiber geschrieben hat. Denn so kontrastierend dieses Nicht-Pärchen optisch ist, so agiert es auch während der Ermittlungsarbeit in diesem durchaus komplexeren zweiten Fall.

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Klaus-Peter Wolf | Mord am Leuchtturm

Klaus-Peter Wolf | Mord am Leuchtturm

17 Krimi-Erzählungen – von der ostfriesischen Küste und aus dem Ruhrgebiet.

Die Geschichten handeln von durchtriebenen Kerlen und zwielichtigen Gestalten, von raffinierten Mordplänen und einem mörderischen Dinner mit Ann Kathrin Klaasen. Von einer Internet-Hexe, einem magischen Ort und einem mörderischen Klassentreffen. Aber Sie lesen auch, was es mit dem Nylonstrumpfmörder auf sich hat und wie es um die Seele eines roten Ford Sierra bestellt ist. Außerdem finden Sie im Buch ein Interview, das Holger Bloem, der Herausgeber des Ostfriesland-Magazins, mit dem Autor geführt hat. Die Leser von Klaus-Peter Wolf müssen den Sommer also auf keinen Fall ohne spannende Lektüre im Strandkorb verbringen.

Bereits nach der ersten Erzählung kann man »Mord am Leuchtturm« kaum noch aus der Hand legen. Man will einfach weiterlesen (für einen ganzen Urlaub würde es bei mir kaum ausreichen) und ist gespannt auf die nächste dieser kleinen, feinen, skurrilen und hinterlistigen Geschichten. Auch wenn man als Leser bereits eine Vermutung bezüglich des Ausgangs hat, liegt man in vielen Fällen doch daneben – und amüsiert sich.

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Oliver Welter & Michael Gantenberg | Lang sind die Schatten

Oliver Welter & Michael Gantenberg | Lang sind die Schatten

Schock beim Stock-Car-Rennen im schönen Sauerland: im hohen Bogen fliegt beim Finish eine Leiche aus dem Kofferraum des Siegerautos. Der Tote war im Autoclub Hesborn sehr beliebt. Aber wie Kommissarin Inka Luhmann bald herausfindet, war er auch bekannt als Bordellbesitzer und Zuhälter. Und deswegen schon verurteilt. Damaliger Ermittler: Inkas Mann, Hauptkommissar Hendrik Luhmann, aktuell in Elternzeit.

Auf Inkas Fragen antwortet ihr Mann ausweichend. Verschweigt er etwas? Was wissen seine alten Kollegen? Als ein weiterer Mord geschieht, muss sich Inka fragen, wem sie bei der Jagd nach dem Täter noch vertrauen kann …

Um es vorweg zu sagen:  Oliver Welter & Michael Gantenberg liefern hier mit ihrem erst zweiten gemeinsamen Roman Lang sind die Schatten ausgesprochen solide Krimikost, das heißt, eine eher biedere, konservative Arbeit, erstaunlich routiniert aber thematisch und inhaltlich ohne größere Überraschung und leider auch etwas unentschlossen zwischen Krimi und Familienroman schwankend. Dennoch macht es großen Spaß, die Geschichte zu lesen, die mit viel Witz erzählt wird und ausgesprochen unterhaltsam ist, wenn auch nicht übermäßig spannend. Kein Thriller also, aber dennoch wieder einmal ein Serientäter, der mit zunächst nicht ohne Weiteres miteinander in Verbindung zu bringenden Morden das Ermittlerteam um die schon aus dem Erstling des Autorenteams bekannte Kommissarin Inka Luhmann und ihr Team in Atem hält.

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Marco Malvaldi | Schlechte Karten für den Barista

Marco Malvaldi | Schlechte Karten für den Barista

Wenn Toskana, dann mit Barista Massimo und seinen vier Senioren!

Das Leben könnte so schön sein. Gerade hat Massimo seine Bar renoviert, es ist Sommer, und vom Meer weht eine leichte Brise. Wenn nur nicht Tiziana, seine Kellnerin, gekündigt hätte und kein Ersatz für sie in Sicht wäre. Und wenn nicht sein Großvater und seine drei alten Freunde den schönsten Platz unter der Ulme okkupiert hätten, um den ganzen Tag Karten zu spielen. Und es kommt noch schlimmer: Massimo stürzt über eine Wurzel und liegt im Krankenhaus, während die Alten mal wieder einen Mörder ins Visier nehmen – und nebenbei die Bar für ihn schmeißen.

Marco Malvaldis Rezept: Man nehme einen vierzigjährigen Barista mit eigener Bar, ein Rentnerquartett, ein Gerücht und jede Menge Sprachwitz.

Auch in seinem aktuellen Krimi »Schlechte Karten für den Barista« geht dieses Rezept voll auf! In gewohnt lakonischem Stil geschrieben, treffen wir erneut auf die üblichen Verdächtigen: Massimo, den Barbesitzer, Tiziana, seine Hilfskraft und Augenschmaus sowie auf das Unverzichtbare Quartett der Vieljährigen, bestehend aus seinem Großvater Ampelio und seinen drei Kumpanen Aldo, Cesare und Pilade.

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