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Horst Eckert | Wolfsspinne

Horst Eckert | Wolfsspinne

Ronny fuhr nicht schneller als achtzig Sachen und hielt sich strikt auf der rechten Spur, um keinen Unfall zu riskieren. Er war noch immer aufgewühlt. Eine Art Schüttelfrost und Übelkeit. Auch das Pfeifen im Ohr wollte nicht vergehen.
Schluss damit, sagte sich Ronny. Nie mehr Undercover. Gebt mir einen Schreibtischjob: Eingangspost sortieren, Stempel auf Aktenstücke drücken, Vorgänge abheften, irgend so etwas.
Nur eine letzte Sache gab es noch zu tun. Eine weitere Person war auszuschalten, und Ronny war sich bewusst, was vom Gelingen der Aktion Wolfsspinne abhing. Nicht bloß die Karriere einiger Beamter. Nicht nur seine eigene Freiheit. Es ging um weitaus Grundsätzlicheres. (Auszug Seite 162)

Hauptkommissar Vincent Veih ermittelt im Mordfall an einer Düsseldorfer Promiwirtin. Die Tote konsumierte und dealte in kleinem Rahmen mit Crystal Meth. Somit verfolgt die Mordkommission eine Spur ins Drogenmilieu. Dort hält sich auch der LKA-Undercover-Beamte Ronny Vogt auf. Er ist erst seit kurzem in Düsseldorf und war vorher für den Thüringer Verfassungsschutz in der Neonaziszene tätig. Dabei war er bei den Geschehnissen rund um den NSU näher dran als ihm lieb sein konnte. Und nun scheint ihn diese Vergangenheit in Düsseldorf wieder einzuholen.

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Dietmar Lykk | Totenufer

Dietmar Lykk | Totenufer

„Er war offen für jedes Gespräch, gleichzeitig verspürte man aber auch seine Verschlossenheit. Dieses Lächeln, das ich oft an ihm beobachtet habe, war nicht Ausdruck von Lebensfreude, sondern das war die Gewissheit, dass er ein Leid in sich trug, das niemals jemand ermessen, geschweige denn erahnen könnte. Da er nie etwas Fröhliches, Erheiterndes von sich gegeben hat, fühlte ich mich bestätigt. Er trug ein ganz persönliches Geheimnis, das er mit niemandem teilen konnte.“ (Auszug Seite 263, eine der Nachbarinnen über Bertold Stein)

Kriminalhauptkommissar a. D. Bertold Stein wird tot in seinem Auto am Stadtrand von Kiel gefunden. Offensichtlich mit einem spitzen Gegenstand ermordet. Für die Ermittlungen werden die Herren Malbek, Vehrs, Lüthje und Frau Herning eingeteilt. Zuerst wird die Wohnung des Toten und das ehemalige Arbeitsumfeld beleuchtet. In seiner Matratze findet die Spurensicherung ein Bündel mit Einzahlungsbelegen, die Eintragungen sind leider schlecht zu lesen. Außerdem hat Stein an zwei ungelösten Fällen gearbeitet. In beiden Fällen ging es um ein Haus in Krattenbek. Bei der ersten Anklage hatte man eine beachtliche Waffensammlung im Keller gefunden und als das Haus Jahre später abgerissen werden sollte, fand sich in dem Kriegskeller nebenan eine Leiche, die damals nicht identifiziert werden konnte.

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Donald Ray Pollock | Die himmlische Tafel

Donald Ray Pollock | Die himmlische Tafel

„Und was ist mit dir?“, fragte Cane. „Worauf freust du dich, wenn wir hier wegkommen?“
„Ich?“, fragte Chimney. „Ich werde die nächsten zehn, fünfzehn Jahre saufen, vögeln und rummachen, dann suche ich mir ein nettes Mädchen und werde sesshaft. Vielleicht noch ein paar Kinder“
„Zehn, fünfzehn Jahre?“
„Klar“, sagte Chimney. „Scheiße, ich bin doch erst siebzehn.“
„Tja, das stimmt.“
„Und du?“
Cane zögerte. Er war sicher, sein Bruder würde nicht begreifen, was er für ein lebenswertes Leben hielt, aber was machte das für einen Unterschied? Zum Teufel, sie konnten morgen alle tot sein, und ihre Träume mit ihnen. (Auszug Seite 185-186)

Die drei Brüder Cane, Cob und Chimney Jewett arbeiten mit ihrem Vater Pearl als Farmhelfer im Georgia des Jahres 1917. Die Familie lebt unter extrem harten Bedingungen, denn Pearl meint, sich durch Armut und Verzicht auf Erden einen Platz an der „himmlischen Tafel“ zu sichern. Abends liest Cane, der Älteste, der einzige, der von seiner verstorbenen Mutter noch das Lesen beigebracht bekommen hatte, seinen Brüdern aus einem Groschenroman vor, „Bloody Bill Bucket“. Als ihr Vater letztlich an den Entbehrungen stirbt, beschließen die Brüder, ihre neu gewonnene Freiheit zu nutzen – auf den Spuren des Bankräubers und Outlaws „Bloody Bill Bucket“.

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Death in Paradise | Staffel 4 ►

Death in Paradise | Staffel 4 ►

Seitdem der unbeholfene Detektiv Humphrey Goodman sich auf der sonnigen und idyllischen Insel Saint Marie niedergelassen hat, stößt er seine Kollegen vor den Kopf und beeindruckt sie zugleich mit seiner besonderen Art der Ermittlung. Von einer unheimlichen Messerstecherei während einer spiritistischen Sitzung bis hin zu dem mysteriösen Ertrinken der Braut auf ihrem Junggesellinnenabschied – alles ist dabei, um Humphreys brillantes Gespür für Verbrecher an seine Grenzen zu bringen. Er ist zwar genauso vergesslich, vom Pech verfolgt und tollpatschig wie immer, aber sein Instinkt, die Täter ausfindig zu machen, hat in keinster Weise nachgelassen. In der vierten Staffel wird Humphrey mit den Fällen konfrontiert, die irreführender und herausfordernder sind als je zuvor.

Ohne je etwas von Death in Paradise gehört oder mir einen Trailer angesehen zu haben, habe ich mich quer auf Staffel 4 der britsich-französischen Fernsehserie eingelassen. Das erste Auffällige war ganz klar die Titelmusik: ein zur Insel passendes fröhliches Thema, bei dem man an vieles denken mag, nicht jedoch an Mord. Doch wieso sollte eigentlich eine karibischen Insel von Kapitalverbrechen ausgenommen sein? Gedreht wurde übrigens auf  Guadeloupe.

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Andreas Hultberg | Der Tod vergisst nie

Andreas Hultberg | Der Tod vergisst nie

„Tick, tack, tick, tack, tick, tack – meine Zeit läuft ab. Ich habe keine Chance, den Lauf der Dinge aufzuhalten, denn ich bin längst auf meine ganz persönliche Zielgerade eingebogen. Aber bevor ich abtrete, gibt es noch etwas verdammt Wichtiges für mich zu erledigen. (Auszug Seite 286)

In einem Architekturbüro wurden drei Menschen erschossen. Kaltblütig und aus nächster Nähe. Bei den ermordeten Personen handelt es sich um Dr. Bock und zwei seiner Sekretärinnen. Die ersten Befragungen der Ermittler Lina Bredow und Christoph Zeller ergeben, dass Dr. Bock Affären mit vielen Frauen hatte und auch vor seinen Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen keinen Halt gemacht hat. Außerdem weiß er, wie seine Firma viele lukrative Aufträge erhält. Wenn nötig auch durch Erpressung und Korruption.

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