Louise Welsh | Das Alphabet der Knochen
Meine Kerze brennt an beiden Enden;
Sie dauert nicht die ganze Nacht;
Doch sei’s gesagt all meinen Feinden, all meinen Freunden,
Ein schönes Licht sie macht!
„Archie verabscheute gereimte Gedichte, aber das hier beschreibt ihn perfekt: Ein zartes Licht, das zwar hell brennt, aber viel zu kurz.“ (Auszug Seite 99)

Murray Watson ist Professor für englische Literatur an der Universität in Glasgow und arbeitet gerade an einer Biografie des Dichters Archie Lunan. Bei seinen ersten Nachforschungen bekommt er nicht gerade viele Informationen zusammen. Durch einige Kontakte gelangt er an die Namen von drei Personen, die mit Lunan zu tun hatten oder ihn kannten. Aber auch das ist kein Glückstreffer, denn zwei sind tot und die letzte noch lebende Person, Christie, will nicht mit ihm reden. Christie und Archie waren ein Paar, bis er sich mit einem kleinen Boot auf hoher See das Leben genommen hat. Obwohl Christie nicht mit Murray reden möchte, reist er auf die Insel Lismore, der letzte Ort, an dem Lunan gelebt hat und wo Christie immer noch wohnt. Und kurz vor dem Aufgeben offenbart sich Murray dann doch noch, was an dem Abend vor Lunans Tod wirklich passiert ist…



