Kategorie: .17 special

Robert Bryndza | Das Mädchen im Eis

Robert Bryndza | Das Mädchen im Eis

Das Handy verstummte, und ohrenbetäubende Stille trat ein. Dann sah er es. Direkt unter ihm befand sich das Gesicht einer jungen Frau. Ihre milchigen, leeren Augen starrten ihn direkt an. Eine dicke Strähne ihres dunklen Haars war im Eis festgefroren. Ein Fisch schwamm vorbei, seine Schwanzflosse berührte den Mund der Frau, der geöffnet war, als wollte sie etwas sagen. (Auszug Seite 19)

Die Leiche von Andrea Douglas-Brown wurde eingefroren im Eis gefunden. Sie ist die Tochter einer der mächtigsten Familien in London. Erika Foster leitet die Ermittlungen, aber ihr wird die Arbeit schwer gemacht, weil der Vater der Toten immer wieder seinen Einfluss spielen lässt. Als Erika eine heiße Spur verfolgt, die dem Ruf der Familie Douglas-Brown schaden könnte, wird sie suspendiert. Davon lässt sich Erika aber nicht aufhalten und recherchiert weiter, bis der Mörder sie ins Visier nimmt. Wer hatte solchen Hass auf Andrea, dass er sie umgebracht hat?

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Steffen Jacobsen | Der Passagier

Steffen Jacobsen | Der Passagier

Schwarze, zerklüftete Klippen türmten sich über der jungen Frau auf. (…) Sie lag auf dem Rücken in einem zerstörten Rettungsfloß, angespült in einer steinigen Bucht, die sich zur Barentssee öffnete. (…) Sie wusste, dass der nächste Sturm jedes Anzeichen menschlicher Existenz vernichten würde. (Auszug Prolog)

Kommissar Robin Hansen wird mit der Aufklärung eines Jagdunfalls beauftragt, bei welchem der 50-jährige Jacob Nellemann mit einem Pfeil direkt durchs Herz ums Leben kam. Im Zuge seiner Ermittlungen findet Hansen rasch heraus, dass Nellemann sich nach einer Havarie im Nordpolarmeer, welche ein Jahr zurückliegt, und bei welcher die berühmte Seglerin Anne Bjerre ihr Leben verlor, sehr verändert hat. Zudem bekommt er es mit dem einflussreichen Großreeder und Ölmagnaten Axel Nobel zu tun, welcher ebenfalls vor einem Jahr an Bord war und welcher nicht mit offenen Karten spielt.

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Leena Lehtolainen | Schüsse im Schnee

Leena Lehtolainen | Schüsse im Schnee

Tief im Wald liegt das verwunschene Anwesen Loberga Gård. Im Winter, wenn große Schneemassen fallen, ist das Herrenhaus gelegentlich von der Außenwelt abgeschnitten. Das Gerücht, es würde dort spuken, passt zu diesem Ort. Niemand wundert sich, als die zweiundneunzigjährige Besitzerin des Hauses, Lovisa Johnson, sich bedroht fühlt. Sie heuert Hilja Ilverskero als Bodyguard an, die ihre Berichte von angeblichen Anschlägen auf ihr Leben nicht ganz ernst nimmt. Doch als sie auf Loberga Gård eintrifft und der illustren Schar von Lovisas Erben begegnet, weiß sie, dass sie einen Job zu erledigen hat.

Schüsse im Schnee entführt ins tief winterliche Finnland, genauer gesagt in die Umgebung von Raaseport und schildert den neuesten – inzwischen vierten – Fall der Leibwächterin Hilja Ilveskero.

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Antonin Varenne | Die Treibjagd

Antonin Varenne | Die Treibjagd

Der Alte fuhr einen uralten verbeulten und schmutzigen Citroën C15. Er stieg aus und richtete sich langsam auf. Schon ein halbes Jahrhundert trug er diese kakibraune Kunststoffhose, wasserdichte Stiefel und dieselbe Arbeitsjacke. […] Dennoch wussten diejenigen, die ihn kannten, Bescheid: Paul Courbier war der schlauste und durchtriebenste Geschäftsmann der Region, vergleichbar nur mit dem alten Messenet. Die beiden Alten hatten die Hälfte der kleinen Höfe der Gegend aufgekauft. Paul Corbiers Wort, so hieß es, war nur in einem einzigen Fall von Wert: wenn er geschworen hatte, jemandem den Garaus zu machen. (Auszug Seite 85)

Eine kleine Stadt im Zentralmassiv: Zwei rivalisierende Familienclans kontrollieren das Gemeinwesen. Nur wenige sind nicht einer der beiden Seiten zuzuordnen, unter anderem der Revierjäger Rémi Parrot. Mit dem Verschwinden eines Umweltschützers und Freund Parrots kurz vor der jährlichen Treibjagd wird eine Kette an Ereignissen in Gang gesetzt, die den Ort bis in die Grundfesten erschüttern werden.

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Dominique Manotti | Das schwarze Korps

Dominique Manotti | Das schwarze Korps

„Kommen wir zur Sache. Sie wollten mich sprechen?“
„Aus mehreren Gründen. Zunächst, um Ihnen meine heutige Sicht der Dinge auseinanderzusetzen. Nach ’36 gehörte ich zu jenen, die sich, vor die Wahl gestellt zwischen Vierzigstundenwoche und Betriebsräten einerseits und dem Naziregime andererseits, für das Naziregime entschieden haben. Deshalb habe ich 1940 ganz selbstverständlich und, seien wir ehrlich, mit einem gewissen Vergnügen kollaboriert. Das deutsche Europa kam mir zupass. Aber ein Unternehmer darf kein Fanatiker sein. Er muss in erster Linie seine Firmen am Laufen halten. Mir ist seit langem klar, dass das Naziregime besiegt ist.“
„Fazit: Schluss mit den Abenteuern und Handstreichen. Schluss mit den Tricksereien. Sie haben ein Vermögen gemacht, das will jetzt verwaltet werden.“ (Auszug Seite 243)

Paris im Juni 1944: In der besetzten französischen Hauptstadt ist die Lage noch weitgehend ruhig. Das Besatzungsregime hält die Zügel noch fest in der Hand. SS und französische Hilfseinheiten terrorisieren und raffen Besitztümer zusammen, Kollaborateure verdienen sich eine goldene Nase. In den feinen Salons treffen sich die wichtigen Personen und beäugen sich, intrigieren oder verbünden sich. Denn mit der Landung der Alliierten in der Normandie ändert sich die Lage und man muss seine Schäfchen für die Zeit nach der Besatzung ins Trockene bringen.

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