Kategorie: Kurt Schäfer

Halbzeit 1.15 – Favoriten der Jungs

Halbzeit 1.15 – Favoriten der Jungs

Gunnars und Kurts Favoriten des 1. Halbjahres 2015

 

Ein Lesehalbjahr ist um und ich stelle fest, dass ich mit meiner Buchauswahl sehr zufrieden sein kann. Ich habe kaum schwache Bücher gelesen und an einen Totalausfall kann ich mich gar nicht erinnern. Andere Genres sind bei mir in diesem Halbjahr etwas kurz gekommen, da möchte ich vielleicht wieder mehr lesen (Ein Highlight war die erneute Lektüre von Huxleys „Schöne neue Welt“). Aber wir stellen hier ja schließlich Krimis vor und da gab es mehrere, die mir besonders gut gefallen haben. Eine ganz enge Auswahl zu treffen, war gar nicht so einfach. Ich habe mich schließlich für zwei Bücher entschieden:

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Hinter den Zeilen: Kurt

Hinter den Zeilen: Kurt

Ja, das Schreiben und das Lesen…

Ich habe schon gelesen, hat meine Mutter oft erzählt, bevor ich in die Volksschule kam (so hieß das damals noch). Reklametafeln für „Stifts Bier“, für Rama, Kaba oder Persil, diese „Texte“ versuchte ich zu entziffern, wenn wir in einem der schokoladenbraunen Dortmunder Busse daran vorbei fuhren. Im Übrigen musste meine Mama mir vorlesen, Märchen vor allen Dingen, so oft es eben ging.

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Linus Geschke | Die Lichtung

Linus Geschke | Die Lichtung

Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party-Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt …

Der Autor Linus Geschke ist freier Journalist, er schreibt Reportagen und Reiseberichte sowie sehr erfolgreich über Tauchsport. Jan Römer, der Protagonist seines Krimidebüts Die Lichtung ist so etwas wie sein Alter Ego: Reporter bei einem Kölner Magazin, zuständig für Reise und Sport. Als er für einen erkrankten Kollegen über einen ungeklärten Mordfall schreiben soll, eine schön menschliche Geschichte über sechs Seiten will sein Chef, erleidet Römer einen Schwächeanfall und kippt vom Stuhl.

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Christoffer Carlsson | Der Turm der toten Seelen Bd. 1

Christoffer Carlsson | Der Turm der toten Seelen Bd. 1

Leo Junker, Anfang 30, ist als Polizist vorübergehend vom Dienst suspendiert, nachdem er versehentlich einen Kollegen erschossen hat. Körperlich und psychisch angeschlagen, ist er voller Sorge um seine Zukunft. Als in seinem Wohnhaus ein Mord geschieht, beginnt Leo – unerlaubt – zu ermitteln. Denn ein Detail an der Ermordeten erinnert ihn auf erschreckende Weise an seine eigene gewalttätige Jugend und an das brutale Ende seiner ersten Liebe. Leo weiß, dass ihm jetzt nur einer weiterhelfen kann: John Grimberg, früher sein bester Freund, der später jedoch zu seinem abgrundtiefen Feind wurde und nur auf eine Gelegenheit wartet, sich an ihm zu rächen.

Christoffer Carlsson wird uns als der schwedische Krimi-Shootingstar angekündigt, der mit seiner Reihe um den jungen Polizisten Leo Junker vielleicht einen neuen Meilenstein im Genre gesetzt haben könnte wie zuletzt Stieg Larsson mit seiner „Millenium-Trilogie“. Kein Zweifel, der promovierte Kriminologe Carlsson mit bereits beachtlichem wissenschaftlichen Renommee ist auch ein höchst begabter Autor von „Schweden-Krimis“, aber der Vergleich mit Larsson ist nach meiner Meinung (noch) etwas zu weit hergeholt und bislang kann ihm der junge Autor nicht standhalten – aber offenbar nimmt seine literarische Karriere ja zumindest in seiner Heimat, wo er bereits mit dem Schwedischen Krimipreis ausgezeichnet wurde, einen ähnlich erfolgreichen Verlauf wie seine akademische Laufbahn.

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Xavier-Marie Bonnot | Die Melodie der Geister

Xavier-Marie Bonnot | Die Melodie der Geister

Der Marseiller Polizeikommandant Michel de Palma, auch »Baron« genannt, soll Licht in den Fall des Mordes an Dr. Delorme bringen, der tot an seinem Schreibtisch aufgefunden wurde, vor ihm aufgeschlagen Freuds Werk Totem und Tabu. 60 Jahre zuvor hat der Wissenschaftler in Neuguinea den Einheimischen Schädel und Totenmasken abgekauft. Warum fehlt in Delormes Villa einer dieser Schädel? Während die Ermittlungen laufen, kommt es zu weiteren Verbrechen an Ethnologen und Kunsthändlern. Hat Michel de Palma es mit einem manischen Mörder zu tun? Seine Untersuchungen führen den opernbegeisterten, unbeugsamen, unberechenbaren Ermittler in die Tiefen der Marseiller Unterwelt aber auch nach Neuguinea und in die internationale Kunsthandelszene.

Der Prolog entführt den Leser nach Neuguinea, in eine weit entfernte Welt, in eine lang zurückliegende Zeit, nämlich die dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts, als die Papua im Südpazifik vielfach noch nie einen Weißen zu Gesicht bekommen hatten. Diese machten sich gerade auf in jenes unbekannte Terrain, um die beunruhigenden und faszinierenden Sitten und Gebräuche der Ureinwohner zu erforschen, zu denen seinerzeit noch selbstverständlich die Kopfjagd und der Kannibalismus gehörten.

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