Kategorie: Gunnar Wolters

Wallace Stroby | Kalter Schuss ins Herz

Wallace Stroby | Kalter Schuss ins Herz

Sie senkte das Handy, dachte an das, was Jimmy Peaches ihr gesagt hatte. Die ganze Sache eine Farce. […] Es machte sie wütend auf Stimmer, wütend auf sich selbst. Wayne wäre vorsichtiger gewesen, hätte selbst recherchiert, bevor er zusagte. Halt ein Auge offen für Problem, sagte er immer, und dann umgehe sie.
Zu spät dafür, dachte sie. Sie warf das Handy auf den Beifahrersitz. Du bist jetzt mittendrin. Und der einzige Weg heraus ist mittendurch. (Auszug Seite 231 bis 232)

Crissa Stone ist ein absoluter Profi in Sachen Raubüberfällen. Bei ihrem letzten Job ist deutlich weniger abgefallen als vorher gedacht und so lässt sie sich untypisch schnell zu einem weiteren Raubzug anheuern. In einem Hotel in Fort Lauderdale überfällt sie mit zwei Partnern eine illegale Pokerrunde. Alles scheint glatt zu gehen, doch kurz bevor sie abhauen können, verliert einer ihrer Kompagnons die Nerven und erschießt einen der Pokerspieler. Dessen Tod bringt einen gefährlichen Mann ins Spiel: Eddie der Heilige, der sich von nun an unerbittlich an Crissas Fersen heftet.

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Paul Colize | Back up

Paul Colize | Back up

Am Ende packte Pete Townshend seine Gitarre am Hals und hieb sie wie eine Axt auf den Boden. Dann nahmen sie sich die Verstärker vor. Das Ende war dermaßen brutal, dass ein Teil der Zuschauer in Panik geriet. Einige Zuschauer drängten zum Ausgang.
Ich verließ den Club wie narkotisiert, taub und groggy. Birkin sah aus, als würde er Geister sehen. Eine Textzeile, so unmenschlich sie auch war, ließ mich nicht mehr los.
Später habe ich die immer wieder halblaut vor mich hin gesummt, bis sie schließlich zu einem meiner Credos wurde.
I hope I die before I get old.
Ich hoffe, ich sterbe, bevor ich alt werde. (Auszug Seite 152)

Vor dem Brüsseler Gare du Midi wird ein Mann von einem Auto erfasst. Im Krankenhaus wird das Locked-In-Syndrom diagnostiziert. Der Mann hat keine Papiere bei sich, wird von niemandem vermisst. In einem Pflegeheim nimmt sich ein Physiotherapeut seiner an und versucht, dem Geheimnis von Patient „X Midi“ auf die Spur zu kommen. Dessen Geschichte führt zurück in die „Swinging Sixties“ und zum mysteriösen Tod der vier Mitglieder der Band „Pearl Harbor“ im März 1967.

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Deon Meyer | Icarus

Deon Meyer | Icarus

Cupido stand auf. Er hasste das Herumsitzen, er konnte so nicht nachdenken. Er verließ sein Büro und ging ziellos den Gang hinunter.
Verdammter Benna: Musste er ausgerechnet jetzt saufen, wo sein Partner ihn brauchte?
Er hatte nämlich das dringende Bedürfnis, mit Griessel über den Fall zu reden. Sie waren ein Team, das Yin und Yang der Valke, Batman und Robin. Cupido dachte manchmal, sie passten so gut zusammen, weil er der Tänzer war: leichtfüßig, Pappie, blitzartige geistige Fußarbeit, er war der Ermittlungskünstler, mit allem was dazu gehörte – er war kreativ, exzentrisch, manchmal ein bisschen empfindlich. Benna dagegen war der Philosoph, der Denker, der Methodische von ihnen. Und er stand mit beiden Beinen auf dem Boden, abgesehen natürlich von seinem Alkoholproblem, aber das lag nun mal daran, dass Benna zu viel nachdachte. Zu viel grübelte. In ihrem Job war das gefährlich. (Auszug Seite 67)

An einem Strand bei Kapstadt wird der prominente Internetunternehmer Ernst Richter ermordet aufgefunden. Seine Firma verschafft ihren Kunden passende, falsche Alibis. Dementsprechend umstritten war der Tote. Zudem lief das Unternehmen nicht besonders gut, er war in akuten Geldnöten. Das Ermittlungsteam der Valke hat somit ziemlich viele Leute mit Motiv, aber kaum Ansatzpunkte. Zudem gibt es ein weiteres Problem: Kaptein Bennie Griessel hat nach einem erschütternden Erlebnis sein Alkoholproblem nicht mehr im Griff.

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Ulf Miehe | Ich hab noch einen Toten in Berlin

Ulf Miehe | Ich hab noch einen Toten in Berlin

„Wenn der Coup wirklich so riesig ist“, sagte Gorski, „warum willst du ihn uns dann überhaupt erzählen? Warum machst du ihn zum Beispiel nicht einfach selber?“
Sparta nickte.
„Eine gute Frage. Ich kenn sie alle hier, und ich weiß keine Deutschen, die bei uns auf so was spezialisiert sind. Richtig organisiert sind hier nur die Perser. Die machen das Heroingeschäft. Da ballerts öfter mal.“ Er lachte. „Mit denen will ich nicht.“
„Aha“, sagte Gorski.
„Nix aha“, antwortete Sparta sofort, „Die verstehen meine Sprache, aber ich ihre nicht, capito? Ich müßte mir Fachleute aus dem Ausland holen. Das wären Vorkosten, um die hunderttausend Mark. Und dadurch würde das Risiko auch nicht kleiner. Mir ist das Ding einfach ein paar Nummern zu groß. Ich hab das nicht nötig, Meister. Aber für einen Film – wie gemacht.“ (Auszug Seite 38)

Der Drehbuchautor Benjamin und der Regisseur Gorski haben bereits erfolgreich zwei Filme fürs Fernsehen zusammen gedreht. Nun reisen sie ins geteilte Berlin, um dort einer Idee für einen neuen innovativen Kriminalfilm nachzugehen. Ihr Ansprechpartner ist Sparta, ein alter Bekannter Benjamins und eine Größe in der Berliner Unterwelt. Er erzählt den beiden von einem möglichen Coup für den Film: Zweimal im Monat wird der Sold der amerikanischen Soldaten eingeflogen und dann mit einem Transporter und zwei Jeeps als Begleitung zum Hauptquartier gebracht. Benjamin und Gorski beginnen mit der Recherche und je länger diese dauert, desto mehr haben beide das Gefühl, dass dieser Coup machbar ist – nicht nur im Film.

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Eric Ambler | Die Maske des Dimitrios

Eric Ambler | Die Maske des Dimitrios

Aber es mußte Leute geben, die Dimitrios kannten, […] Leute, die diese Fragen würden beantworten können. Wenn man diese Leute fand und die Antworten bekam, würde man das Material für eine der ungewöhnlichsten Biographien haben.

Latimer stockte das Herz. Das zu versuchen wäre eine ganz absurde Vorstellung. Völlig idiotisch. Falls man es aber versuchte, würde man in Izmir anfangen und den Weg eines Menschen von dort aus weiterverfolgen müssen, wobei die Akte als grobe Orientierungshilfe dienen würde. […] Nicht daß ein Mensch, der bei klarem Verstand war, auf eine derart verrückte Jagd gehen würde – um Himmels willen, nein! Aber es war doch eine amüsante Vorstellung, und falls es in Istanbul etwas langweilig würde… (Auszug Seite 38-39)

Kriminalautor Charles Latimer befindet sich auf einer längeren Urlaubsreise. In Istanbul lernt er den Geheimdienst-Oberst Hakki kennen. Dieser ist ein Fan Latimers und versucht ihm ein eigenes Manuskript unterzujubeln. Um ihn weiter zu beeindrucken, nimmt Hakki Latimer mit auf seine Dienststelle und zeigt ihm dort die Akte „Dimitrios“. Ein Berufskrimineller, schon lange international von der Polizei gesucht. Dimitrios‘ Leiche wurde im Bosporos aufgefunden. Latimer darf sogar dessen Leichnam ansehen. Er ist zunehmend fasziniert von der Person des Dimitrios und beginnt aus literarischem Interesse eine Recherche. Doch was als spielerische Spurensuche beginnt, wird bald ein gefährliches Spiel.

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