Kategorie: Gunnar Wolters

Giancarlo de Cataldo & Carlo Bonini | Suburra

Giancarlo de Cataldo & Carlo Bonini | Suburra

Es war nicht anders zu erwarten gewesen. Samurai wühlte mit beiden Händen in dem Abgrund, der sie verband. Aber er hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Marco massierte sich die Schläfe. […]
– Die Narbe erinnert mich bloß daran, was ich noch zu tun habe.
– Rache ist nicht immer ein edles Gefühl.
– Ich suche keine Rache, Samurai. Das Faschistengewäsch interessiert mich nicht mehr.
– Ach, mich auch nicht, das solltest du begriffen haben. Ich räche mich nicht. Ich nehme Veränderungen zur Kenntnis. Und wenn notwendig begünstige ich sie. Ich lenke das Schicksal, Marco. Ich kenne keinen Groll, weil ich dafür sorge, dass gar keiner entsteht. Das weißt du. Das war immer dein Problem, Marco. Du willst die Welt verändern. Aber die Welt verändert sich nicht. Sie will beherrscht werden. (Auszug Seiten 89-90)

Nach einem Erpressungsversuch bei dem Abgeordneten Malgradi wird der Gangster Spadino vom Mafioso Numero Otto brutal ermordet. Denn der korrupte Malgradi wird noch gebraucht: Die vereinigten Mafiaclans planen einen Riesendeal, ein gigantisches Bauvorhaben zwischen Rom und Ostia soll fette Gewinne in die Kassen spülen. Doch der Mord bringt das Gleichgewicht ins Wanken, eine blutige Fehde beginnt. Mafiaboss Samurai versucht die brüchige Allianz und das Projekt zu retten. Doch Carabiniere-Oberstleutnant Marco Malatesta wittert seine Chance, einen großen Schlag gegen die römische Mafia zu landen. Zudem verbindet ihn eine persönliche Vergangenheit mit Samurai.

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Denzel Meyrick | Tödliches Treibgut

Denzel Meyrick | Tödliches Treibgut

„Jetzt verstehe ich, was du damit gemeint hast, dass die alle alles wissen“, sagte Scott zu Daley. „Also so was, woher wusste sie von deiner Beförderung?“
„Weil Klatsch und Tratsch hier schneller die Runde machen als in der Polizei von Strathclyde. Es ist nur ein Jammer, dass sie den Mund halten über Dinge, die wirklich wichtig sind.“ Daley nippte an seinem Whisky und rollte ihn auf der Zunge, um das Aroma besser auszukosten.
„Kann man ihnen kaum verübeln“, sagte Scott mit einer Stimme, die wenig mehr war als ein Flüstern. „Wo dieser Arsch Macleod hier das Sagen hat. Da hätt‘ ich auch nicht viel Vertrauen in die Polizei.“ (Auszug Seite 193)

Am Strand des schottischen Ortes Kinloch wird eine Frauenleiche angespült. Der Glasgower Inspektor Daley wird ins weit entfernte Kinloch beordert. Doch die Ermittlungen laufen schwer an. Die Tote war für ihr ausschweifendes Leben berüchtigt und dennoch tut sich kein klares Motiv auf. Dann stellt sich heraus, dass auch eine Freundin der Toten und der Besitzer eines kleinen Nachtclubs vermisst werden.

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Monika Geier | Alles so hell da vorn

Monika Geier | Alles so hell da vorn

„Frau Boll, ich verstehe Ihre Bedenken, das hier ist kein guter Ort“, begann Guhl.
„Das ist ein Kinderpuff!“, rief Bettina.
Guhl blinzelte.
„Ja“, sprach Bettina streitlustig, bevor Härtling ihre Anwesenheit, ihr Benehmen, ihre ganze Existenz herunterspielen konnte, das wollte er nämlich, stand ihm auf die Stirn geschrieben. „Gucken Sie sich die Mädchen doch an![…]“
„Diese Kinder sind alle erwachsen“, sagte Thot in einem überaus beschwichtigendem Tonfall, der eigentlich nur ironisch gemeint sein konnte. […]
Wenn Sie möchten, Frau Boll“, sprach Guhl im selben Ton weiter, „können Sie gerne mit den Mädchen sprechen. Versuchen Sie es einfach mal, wir wären Ihnen dankbar für alles, was Sie herausfinden.“ Damit wandte er sich abrupt von ihr ab und Härting zu, so dass sie nur noch seinen Rücken sah.
Sie war abserviert. Also drehte sie sich um und ging raus, hier drin war es sowieso zum Ersticken.
„…Frauen gehören einfach nicht mit in den Puff“, hörte sie Härtling von weitem. (Auszug Seiten 34-35)

Mitten in der Nacht wird Kommissarin Bettina Boll aus dem Bett geholt und fährt mit ihrem Chef an einen Tatort in einem Frankfurter Bordell. Dort wurde ihr Kollege Ackermann vor einer Prostituierten mit seiner Dienstwaffe erschossen. Allerdings war er wohl offensichtlich nicht im Dienst. Die junge Hure namens Manga hat anschließend noch einen Typen der Security erschossen, aber offenbar selbst die Polizei gerufen. Doch ihre Mission ist noch nicht zu Ende.

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Rex Stout | Es klingelte an der Tür

Rex Stout | Es klingelte an der Tür

„Über Wolfe wundere ich mich nicht. Bei seinem Ego gibt es nichts und niemanden, mit dem er sich nicht gegen Bezahlung anlagen würde. Aber ich staune über Sie. Sie wissen verdammt gut, dass man gegen das FBI nicht gewinnen kann. Nicht einmal das Weiße Haus. Und Sie wollen diese Leute piesacken. Sie legen es drauf an und werden bekommen, was Sie verdienen. Sie sind nicht mehr ganz bei Trost.“ (Auszug Seite 63)

Rachel Bruner, die Erbin eines Immobilien-Imperiums, kauft zehntausend Exemplare des Enthüllungsbuchs „Das unbekannte FBI“ und schickt sie an Entscheidungsträger im ganzen Land. Das FBI ist wenig begeistert und beschattet und hört sie seitdem ab. Das will sie sich allerdings nicht länger bieten lassen und kontaktiert den bekannten Privatdetektiv Nero Wolfe. Eigentlich ist der Fall aussichtslos, wie sollte Wolfe dem FBI Paroli bieten können?

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Friedrich Dürrenmatt | Das Versprechen (Es geschah am hellichten Tag ►)

Friedrich Dürrenmatt | Das Versprechen (Es geschah am hellichten Tag ►)

„Morgen abend dürfen Sie Ihr Gritli sehen“, versprach der Kommissär hilflos. „Das Kind wird dann aussehen, als ob es schliefe.“
Da begann plötzlich die Frau zu sprechen.
„Wer ist der Mörder?“, fragte sie mit einer Stimme, die so ruhig und sachlich war, daß Matthäi erschrak.
„Das werde ich schon herausfinden, Frau Moser.“
Die Frau schaute ihn nun an, drohend, gebietend. „Versprechen Sie das?“
„Ich verspreche es, Frau Moser“, sagte der Kommissär, auf einmal nur vom Wunsche bestimmt, den Ort zu verlassen.
„Bei Ihrer Seligkeit?“
Der Kommissär stutzte. „Bei meiner Seligkeit“, sagte er endlich. Was wollte er anders. (Auszug Seite 19)

Im Wald bei Mägendorf, einem kleinen Dorf in der Nähe von Zürich, wird die Leiche der kleinen Gritli Moser vom Hausierer von Gunten aufgefunden. Dieser ruft zwar die Polizei, gerät aber direkt selbst unter Verdacht, da er wegen eines Sittlichkeitsvergehens bereits vorbestraft ist. Von Gunten wird unter Druck gesetzt, gesteht schließlich und begeht kurz darauf in seiner Zelle Selbstmord. Somit scheint der Mörder gefunden.

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