Kategorie: Psychothriller

Anita Terpstra | Anders

Anita Terpstra | Anders

„Wie ist es, wieder zurück zu sein?“ Linc war klar, wie einfältig seine Frage klang, doch ihm fiel nichts Besseres ein.
„Anders als ich es mir vorgestellt habe“, räumte Sander ein.
„Besser oder schlechter?“
Es ist, als würde jeder auf Zehenspitzen gehen.“
„Wir bemühen uns alle.“
„Das müsst ihr nicht. Ich bin nicht aus Zucker, sondern halte was aus. Zeigt sich eigentlich schon daran, dass ich die letzten Jahre überlebt habe.“ (Auszug Seite 224)

Bei einer Nachtwanderung im Wald eines Ferienlagers verschwindet der 11-Jährige Sander Meester spurlos. Sein Freund Maarten wird gefunden, tot und mit heruntergezogener Hose. Es war eine Vierergruppe: Sanders Schwester Iris, ihr Freund Christiaan und die beiden Jungen Sander und Maarten. Auf dem Weg zum Ferienlager haben sie sich aus den Augen verloren und den Weg zurück nicht mehr gefunden.

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Wendy Walker | Nichts ist je vergessen

Wendy Walker | Nichts ist je vergessen

„Die Entstehung und Speicherung von Erinnerungen ist ein Thema, bei dem selbst die medizinischen Fachkreise noch lange nicht ausgelernt haben. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Studien zu diesem Thema durchgeführt, und so tauchen in regelmäßigen Abständen neue Forschungsergebnisse auf. Unser Gehirn verfügt über ein Langzeit- und Kurzzeitgedächtnis. Das Orten und Abrufen von Erinnerungen erfolgt aus Speicherorten, die Wissenschaftler inzwischen für unermesslich groß halten. Jahrzehntelang glaubten Neurowissenschaftler, Erinnerungen würden in den Synapsen gespeichert, die unsere Gehirnzellen miteinander verbinden, und nicht in den Gehirnzellen (oder Nervenzellen) selbst. Dies gilt inzwischen als widerlegt. Heute gehen die Forscher davon aus, dass es die Nervenzellen sind, die unsere Vergangenheit enthalten. Sie haben außerdem entdeckt, dass Erinnerungen nicht statisch sind. Im Gegenteil: sie verändern sich jedes Mal, wenn wir sie aus dem Archiv holen.“ (Auszug Seite 33)

Bei einer Party wird ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt. Die behandelnden Ärzte im Krankenhaus stimmen mit den Eltern des Mädchens ab, dass es einer Behandlung unterzogen wird, bei der alle Erinnerungen an diesen Vorfall ausgelöscht werden. Was nach einer perfekten Lösung klingt, ist es nicht. Jenny kann sich zwar an nichts mehr erinnern, aber genauso wenig kann sie ihre neuartigen Gefühle zuordnen. Nach einem Jahr ohne Besserung und einem knapp verfehlten Selbstmordversuch kommt Jenny in die Behandlung des Psychiaters Alan Forrester.

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Melanie Raabe | Die Falle

Melanie Raabe | Die Falle

„Eine Falle bezeichnet eine Vorrichtung zum Einfangen oder Töten.
Eine Falle sollte zweierlei sein: sicher und simpel.“ (Seite 94)

Seit 12 Jahren hat die 38-jährige Bestseller-Autorin ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie wohnt dort mit ihrem Hund Bukowski, liest viel und schreibt jedes Jahr einen Roman. Als sie eines Tages in den Nachrichten einen Journalisten sieht, kommt der Schock zurück, den Linda Conrads vor ihrer Isolation erfahren hat. Ihre Schwester Anna wurde in deren Wohnung mit sieben Messerstichen ermordet. Als Linda sie tot findet, sieht sie dem Mörder vor seiner Flucht noch in die Augen. Und jetzt im Fernsehen wieder. Alle Ermittlungen verliefen damals erfolglos, der Täter wurde nie gefunden. 

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Arno Strobel | Die Flut

Arno Strobel | Die Flut

Zwei Pärchen machen Urlaub auf Amrum. In dieser Zeit geschehen grausame Morde. Ein Superintelligenter ist am Werk, um nicht nur den perfekten Mord, sondern die „perfekte Mordserie“ zu begehen. Er entführt Paare und vergräbt nachts bei Ebbe die Frau bis zum Hals im Sand. Den Mann bindet er an einen Pfahl in der Nähe fest, so dass er dabei zusehen muss, wenn seine Frau bei Flut langsam ertrinkt.
Die beschauliche Insel Amrum hat er sich ausgesucht, weil dort normalerweise nie etwas passiert und ihm die entsprechenden Schlagzeilen sicher sind. Das ist es, was er möchte. Die ganze Welt soll erfahren, wie clever er ist. Und es sieht so aus, als hätte er damit Erfolg …

Bisher habe ich von Arno Strobel noch nichts gelesen, allerdings wusste ich, dass ihm das Etikett „Bestseller-Autor“ anhaftet und auch, dass er eine ziemlich große Fangemeinde um sich versammelt. Warum das so ist, kann ich nach der Lektüre seines neuen Romans nicht recht nachvollziehen. Ich fand das Buch eher schwach, schnell und leicht zu lesen zwar, aber dies, weil man an der Oberfläche bleibt, niemals richtig eintaucht in die Geschichte, die keinen Sog entwickelt, überhaupt nicht fesselt, mit nur wenigen Passagen, in denen sich tatsächlich ein „Thrill“ einstellt, der große Spannungsbogen fehlt vollständig, der Wechsel zwischen Nervenkitzel und Entspannung bleibt aus, falsche Fährten Fehlanzeige, kurz, Die Flut plätschert so dahin.

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Sebastian Fitzek | Passagier 23

Sebastian Fitzek | Passagier 23

„177 Suizide?“ dachte sie laut, noch immer erstaunt über diese unglaublich hohe Zahl.
Daniel nickte. „Und das sind nur die, die wir nicht verheimlichen konnten. Glaub mir, die Dunkelziffer liegt höher. Viel höher.“
„Wie hoch?“
„Auf allen Kreuzfahrtschiffen, die derzeit die Weltmeere durchkreuzen, gehen nach unseren Schätzungen jedes Jahr im Schnitt dreiundzwanzig Personen über Bord.“
Passagier 23!
(Auszug Seite 71)

Martin Schwartz hat seine Frau und seinen 10-jährigen Sohn bei einer Kreuzfahrt auf der „Sultan oft the Sea“ verloren. Seine Frau hat den gemeinsamen Sohn mit einem Chloroform getränkten Waschlappen betäubt, ihn dann über Bord geworfen und ist ihm anschließend gefolgt. Erweiterter Suizid. Aber bei den Ermittlungen gab es Ungereimtheiten, die vertuscht wurden. Einige Jahre später erhält Martin Schwartz den Anruf von Gerlinde Debkowitz. Sie hat Beweise, dass es damals kein Selbstmord war. Also kehrt der 38-jährige auf das Schiff zurück und erhält von der Anruferin den Teddy seines Sohnes.

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