Kategorie: Klassiker

Eric Ambler | Die Maske des Dimitrios

Eric Ambler | Die Maske des Dimitrios

Aber es mußte Leute geben, die Dimitrios kannten, […] Leute, die diese Fragen würden beantworten können. Wenn man diese Leute fand und die Antworten bekam, würde man das Material für eine der ungewöhnlichsten Biographien haben.

Latimer stockte das Herz. Das zu versuchen wäre eine ganz absurde Vorstellung. Völlig idiotisch. Falls man es aber versuchte, würde man in Izmir anfangen und den Weg eines Menschen von dort aus weiterverfolgen müssen, wobei die Akte als grobe Orientierungshilfe dienen würde. […] Nicht daß ein Mensch, der bei klarem Verstand war, auf eine derart verrückte Jagd gehen würde – um Himmels willen, nein! Aber es war doch eine amüsante Vorstellung, und falls es in Istanbul etwas langweilig würde… (Auszug Seite 38-39)

Kriminalautor Charles Latimer befindet sich auf einer längeren Urlaubsreise. In Istanbul lernt er den Geheimdienst-Oberst Hakki kennen. Dieser ist ein Fan Latimers und versucht ihm ein eigenes Manuskript unterzujubeln. Um ihn weiter zu beeindrucken, nimmt Hakki Latimer mit auf seine Dienststelle und zeigt ihm dort die Akte „Dimitrios“. Ein Berufskrimineller, schon lange international von der Polizei gesucht. Dimitrios‘ Leiche wurde im Bosporos aufgefunden. Latimer darf sogar dessen Leichnam ansehen. Er ist zunehmend fasziniert von der Person des Dimitrios und beginnt aus literarischem Interesse eine Recherche. Doch was als spielerische Spurensuche beginnt, wird bald ein gefährliches Spiel.

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Friedrich Glauser | Matto regiert

Friedrich Glauser | Matto regiert

Unfall oder Mord? Wachtmeister Studer (alias Heinz Bühlmann) wird zur Heil- und Pflegeanstalt ins bernische Randlingen gerufen. Der Direktor ist spurlos verschwunden und Patient Pieterlen – ein Kindsmörder – ausgebrochen. Studer macht sich in seiner gewohnt ruhigen, leicht depressiven Art daran, Licht ins Dunkel dieses verzwickten Vorfalls zu bringen. Bei seinen Ermittlungen in der ‹Irrenanstalt› verwischen die Grenzen von Rationalität und Wahnsinn und ein gewisser ‹Matto› scheint bei allem seine Finger im Spiel zu haben…

Wachtmeister Studer von der Berner Kantonspolizei wird nach Randlingen in die örtliche Heil- und Pflegeanstalt gerufen, denn der Direktor der „Irrenanstalt“ ist verschwunden, gleichsam wie ein Patient. Im Auftrag des Anstaltspsychiaters Dr. Laduner soll Studer ermitteln. Was zunächst nach einem einfachen Fall aussieht, entpuppt sich im Verlauf der Handlung zu einem Weg auf den Grund der Menschheit, ein Weg hin zur Frage nach der Sinnhaftigkeit der menschlichen Bemühungen.

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Erich Kästner | Emil und die Detektive

Erich Kästner | Emil und die Detektive

Zum ersten Mal darf Emil allein nach Berlin fahren. Seine Großmutter und die Kusine Pony Hütchen erwarten ihn am Blumenstand im Bahnhof Friedrichstraße. Aber Emil kommt nicht, auch nicht mit dem nächsten Zug. Während die Großmutter und Pony Hütchen noch überlegen, was sie tun sollen, hat Emil sich schon in eine aufregende Verfolgungsjagd gestürzt. Quer durch die große fremde Stadt, immer hinter dem Dieb her, der ihm im Zug sein ganzes Geld gestohlen hat. Zum Glück bekommt Emil bald Unterstützung: von Gustav mit der Hupe und seinen Jungs.

Emil Tischbein ist aufgeregt! Zum ersten Mal darf der Zwölfjährige alleine vom überschaubaren Neustadt („Wir haben drei Plätze!“) zu seiner Oma und Kusine nach Berlin reisen. Berlin! Das ist für den Heranwachsenden wie eine Verheißung, eine andere Welt, die viel verspricht. Selbstbewusst und im besten Sonntagsanzug macht sich Emil im Zug auf den Weg, der immerhin mehr als vier Stunden beträgt. In der Holzklasse sucht er sich ein freies Plätzchen in einem bereits zum Teil besetzten Abteil und fühlt sich großartig! Aber auch etwas geplagt von der Angst, er könne die 140,- Mark der Mama, die zum Großteil für die Oma gedacht sind, verlieren, sodass er sich immer wieder an die Innenseite seiner Jacke fasst, um das leise Knistern des Kuverts zu hören.

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Dorothy L. Sayers | Lord Peter Wimsey-Reihe

Dorothy L. Sayers | Lord Peter Wimsey-Reihe

… und das waren die nachfolgenden Fälle des Lord Peter Wimsey, allesamt empfehlenswert:

Diskrete Zeugen (1926)

In »Diskrete Zeugen« muss Lord Peter seinen Bruder, den Herzog von Denver, vom Mordverdacht befreien. Schwierig wird das Ganze, da der Tote, gefunden auf dem Landsitz des Herzogs, der Bräutigam seiner Schwester ist. Da diese ein Geheimnis hütet (einen weiteren, von der Familie garantiert nicht akzeptierten Bräutigam, mit dem sie in der Nacht des Mordes durchbrennen wollte), behindert sie zunächst die Ermittlungen, um sich dann auch noch als Täterin zu outen. Lord Peter hat also alle Hände voll zu tun, um den wahren Täter zu überführen (auf den man als Leser erst sehr spät sozusagen mit der Nase draufgestoßen wird). Hierzu muss er noch das Abenteuer eines Fluges – man bedenke die Entstehungszeit des Romans – auf sich nehmen, um während der bereits laufenden Gerichtsverhandlung in letzter Minute die Lösung zu präsentieren. Sehr schön ist auch die Beschreibung der Personen, die zu dieser Verhandlung gegen ein Mitglied des Oberhauses berufen werden.

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Dorothy L. Sayers | Der Tote in der Badewanne

Dorothy L. Sayers | Der Tote in der Badewanne

Eine peinliche Überraschung für den biederen Mr. Tipps: Da liegt doch tatsächlich eines Morgens ein nackter Unbekannter in seiner Badewanne. Und nicht nur das, der Fremde ist auch noch tot. Lord Peter Wimsey interessiert sich natürlich sofort für den skurrilen Fall, zumal fast gleichzeitig ein dem Toten entfernt ähnlich sehender Börsenmakler spurlos verschwunden ist. Fehlt da ein Toter?

Mit Der Tote in der Badewanne, erschienen 1923, startet Dorothy L. Sayers Serie mit dem Hobby-Detektiv Lord Peter Wimsey. Dieser löst seine Fälle mit einer unnachahmlichen Kombinationsgabe und mit Hilfe seines Butlers Bunter, seinem ehemaligen Offiziersburschen, der einen Großteil der Arbeit übernimmt, die heutzutage von der Spurensicherung geleistet wird. Hierfür steht ihm – nach dem Stand der damaligen Technik – ein Equipment zur Verfügung, dass sich mit dem der Polizei durchaus messen kann. Teilweise wird er auch als Undercover-Agent eingesetzt, zum Beispiel wenn ein Dienstmädchen ausgehorcht werden soll.

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