Kategorie: 4.5 von 5

Brian Selfon | Nachtarbeiter

Brian Selfon | Nachtarbeiter

„Du kennst einen Menschen erst, wenn du deine Nase in seine Kohle gesteckt hast.“ (Auszug E-Book Pos. 46 von 4643)

New Yorks Szeneviertel Brooklyn ist Schauplatz von Brian Selfons Krimidebüt. Hier im Schmelztiegel zwischen der hippen Kunstszene und dem Untergrund hat sich Shecky Keenan ein florierendes Unternehmen aufgebaut, das sich mit Geldwäsche im großen Stil beschäftigt. Eine Dienstleistung, die er für alle möglichen Kunden, die ihr Schwarzgeld waschen möchten, das organisierte Verbrechen aber auch normale Brooklyner Ladenbesitzer, anbietet. Dabei hat er sich darauf spezialisiert die Gelder über mehrere Konten und Scheinfirmen in aller Welt zu transferieren.

Die perfekte kleine Gaunerfamilie
Sein ganzes Wissen hat er an seinen Neffen Henry Vek weitergegeben, der mit 10 Jahren als Vollweise dastand. Onkel Shecky gab ihm ein neues Zuhause und führte ihn ins Familiengeschäft ein. Seit mittlerweile 12 Jahren bringt er ihm alles über Durchlauf- und Offshore-Konten, variable und tilgungsfreie Darlehen bei. Das ausgeklügelte System funktioniert auch so reibungslos, weil es strenge Regeln gibt, dessen Grundprinzip eine strikte Arbeitsteilung und Henry für die Anwerbung und Koordination der Kuriere zuständig ist.

Kerasha Brown, die erst vor einem Monat dazu stieß, komplettiert die dreiköpfige Gaunerfamilie. Die 23-jährige geborene Kleptomanin und begabte Fassadenkletterin kommt nach 6 Jahren auf Bewährung aus dem Knast. Sie muss regelmäßig Termine bei dem Psychiater Dr. Andrew Xu wahrnehmen um ein psychologisches Gutachten zu erhalten, dass ihr die Freiheit sichert. Schon als Kind war Kerasha die Dealerin ihrer Mutter und inzwischen ist sie selbst drogensüchtig. Shecky ist der Bewährungsbetreuer für die Tochter seiner verstorbenen Cousine und wirft sich vor, sich nicht eher um Kerasha gekümmert zu haben. Für ihn sind die drei Außenseiter eine absolut perfekte Brooklyner Familie und er kümmert sich liebevoll um seine Schützlinge, gibt ihnen Halt und setzt auf ein klassisches Familienleben mit regelmäßigen gemeinsamen Mahlzeiten.

Der Geldwäscher und der Künstler
Auf einer Vernissage in Bushwick, dem neuesten Brooklyn-Treff für Künstler und Möchtegerns lernt Henry den jungen Künstler Emil Scott kennen. Scott ist ein angesagter Maler, dessen Bilder auf der Metropolitan Avenue und in jedem zweiten Coffeeshop hängen. Neben seiner Kunst verkauft der ewig klamme Emil auch Drogen. Die beiden freunden sich an und Henry mit einer gewalttätigen sowie einer künstlerischen Ader, liebt es mit Emil nächtelang zu fachsimpeln. Die Verbindung zu einem aufstrebenden Künstler bereichert sein Leben, deshalb setzt er Emil auch gegen den ausdrücklichen Rat seines Onkels als neuen Kurier für Bargeldtransporte ein. Er verrät ihm alle Codewörter, bringt ihm bei, wie man anonym telefoniert und selbstlöschende Nachrichten verschickt, zeigt ihm die versteckten Einwurfkästen und Unterschlüpfe mit den darin befindlichen Nottaschen bepackt mit Revolvern, falschem Geld und Pässen.

Am nächsten Tag soll Emil wieder eine Tüte Bargeld befördern, sein erstes Schwergewicht. Doch er kommt an der Abgabestelle, dem MoneyGram in der Jay Street, nie an, und als Henry ihn endlich findet, ist seine Leiche längst kalt. (Auszug E-Book Pos. 154 von 4643)

Als Emil nach einem Kurierauftrag mit einer Tasche voll Schwarzgeld verschwindet und später ermordet aufgefunden wird, geraten die drei erstmalig in Bedrängnis. „Red Dog“, der neue Großkunde, dem jetzt die 250.000 Dollar fehlen, ist hinter der Familie her. Außerdem fühlt sich Shecky immer mehr verfolgt, das Haus wird beobachtet, die Schwarzgeldkonten eingefroren und Transaktionen können nicht mehr getätigt werden. Endgültig aus den Fugen gerät das friedliche Familienleben, als Henrys durchgeknallte Freundin Lipz sich einschaltet, die angeblich die Verbindung zu „Red Dog“ hergestellt hatte. Sie verlangt vehement ihren Anteil und wendet sich damit auch direkt an das Oberhaupt Shecky und bedrängt ihn.

Geldwäsche, Drogenhandel und Menschenhandel
Der wendungsreiche Plot beginnt mit dem Kennenlernen Henrys und Emils während der Vernissage. Davon ausgehend erfahren wir immer wieder in Zeitsprüngen vor, während und nach der Tat von den Hintergründen, die zur Ermordung Emils führten. Ständig wechselt der Autor die Perspektive, erzählt aus Sicht von Henry, Shecky, Kerasha oder Emil und zeichnet ihre Abhängigkeiten und Abgründe auf. Dazu kommt noch eine weitere Perspektive. Die Polizistin Zera wurde als Kind aus Montenegro in die USA verschleppt, konnte aus der Zwangsprostitution fliehen und hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, als Sonderermittlerin gegen Menschenhandel vorzugehen.

Die nicht chronologisch aufgebaute Handlung und die Sprünge in der Zeit und in den Perspektiven machen „Nachtarbeiter“ zu einer anspruchsvollen Lektüre und keinesfalls etwas für zwischendurch. Man muss schon konzentriert dabei bleiben um die Hintergründe und die mannigfaltigen Verstrickungen der Figuren geordnet zu bekommen. Jeder der drei Protagonisten zieht sein eigenes Ding durch und kocht sein eigenes Süppchen. Sie sind in dieses Milieu hineingeboren, für sie ist es selbstverständlich ihren Lebensunterhalt mit krimineller Energie zu verdienen. Das verbindet sie innerhalb der Familie und sie halten zusammen, es bleibt aber immer ein Rest Misstrauen bestehen. Die liebevolle Charakterisierung der facettenreichen Figuren nimmt einen breiten Raum ein. Das hat mich von Anfang an für die Geschichte eingenommen, auch wenn es an einigen Stellen etwas sperrig zu lesen war. Dafür wird man belohnt mit einer literarischen Sprache, einem warmherzigen und oft humorvollen Erzählstil und einer für mich völlig unerwarteten Auflösung.

Der Autor
Brian Selfons detaillierter Blick auf die Schattenseiten Brooklyns und ihre ungewöhnlichen Bürger wirkt sehr realistisch. Es zahlt sich aus, dass der Autor, der fast 20 Jahre in der Strafjustiz, davon rund 15 Jahre bei New Yorker Strafverfolgungsbehörden gearbeitet hat, weiß wovon er schreibt. Als leitender Ermittlungsanalytiker war er für das Büro des Brooklyner Bezirksstaatsanwalts für die Bereiche Geldwäsche und Mord zuständig. Aktuell lebt er mit seiner Familie in Seattle, wo er als Ermittler für die öffentliche Verteidigung tätig ist. Sein Debüt wechselt mühelos zwischen den Genres, ist ein intelligent geplotterter Kriminalroman Noir, eine dramatische Familiengeschichte, hat mich blendend unterhalten und gefordert.

 

Foto & Rezension von Andy Ruhr.

Nachtarbeiter | Erschienen am 16.03.2022 bei Jumbo
ISBN 978-3 83374-425-9
368 Seiten | 22,- €
Originaltitel: The Nightworkers | Übersetzung aus dem Amerikanischen von Sabine Längsfeld
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Britta Habekost | Stadt der Mörder

Britta Habekost | Stadt der Mörder

Er schwamm hinter ihr wie ein Hai in blutigem Kielwasser. (Auszug Seite 9)

Wie man am Titel schon unschwer erkennen kann, zeigt Britta Habekost in ihrem historischen Kriminalroman Paris mal nicht als die Stadt der Liebe. Der Fokus liegt nicht auf verliebten Pärchen an der Seine, romantischen Blumenverkäufern und auch nicht auf Akkordeonspielern auf den Boulevards. Stattdessen ist die Handlung in den dunklen und schmuddeligen Ecken Paris angesiedelt. Einer Großstadt, die immer noch unter dem Einfluss des vor kurzem beendeten 1. Weltkriegs steht und in der die Zukunftsaussichten der meisten Pariser nicht besonders rosig sind. Bereits der Prolog führt uns auf die Fährte eines Serienmörders, der unter dem Einfluss von Drogen und hochprozentigem Alkohol sein nächstes Opfer verfolgt und dabei einen Einblick in seine kranke Gefühls- und Gedankenwelt gibt.

Er hatte einen grässlichen Nachgeschmack von Absinth in seinem Mund, und in seinen Adern breiteten sich die Wohltaten chemischer Engel aus. Er hatte genug Heroin intus, um ihr die ganze Nacht durch Paris zu folgen. Und genug, um auch andere Dinge zu tun, ohne die kleinste Kraftanstrengung, ohne Reue oder Bedauern. (Auszug Seite 10)

Die Romanhandlung beginnt an einem kalten Pariser Morgen Mitte Dezember 1924. Am Place du Panthéon wird in einem Jutesack die grausam entstellte Leiche eines jungen Mannes gefunden. Aufgrund eines Muttermals kann der verstümmelte Körper dann relativ schnell als der 16-jährige Sohn der adeligen Familie de Faucogney identifiziert werden. Clément Faucogney war vor einiger Zeit gemeinsam mit seinem Kindermädchen auf dem Weg zum Fechtunterricht verschwunden. Auch von der 26-jährigen Gouvernante fehlt seither jede Spur. Leiter der Mordermittlung ist Lieutenant Julien Vioric. Wie viele seiner Landsleute hat der Lieutenant den Krieg nur schwer traumatisiert überlebt. Nicht nur körperlich durch einen Granatsplitter in der Schulter verletzt, macht ihm das das Erlebte auf den Schlachtfeldern immer noch sehr zu schaffen. Der aktuelle Fall bringt ihn aufgrund seiner Grausamkeiten an die Grenze des für ihn Erträglichen. Der adelige Bengel ist aber nur das erste Opfer in einer Reihe monströser Taten. Als weitere Morde von einem scheinbar fanatischen und äußerst enthemmten Täter geschehen, bringt das die Préfecture gehörig unter Druck. Deren Polizeipräfekt, Edouard Vioric ist Juliens Bruder, der ihm schon immer das Leben schwer machte.

Eine Spur führt Vioric zu der jungen Lysanne Magloire. Die unbedarfte Frau aus der Provinz hat es völlig mittellos nach Paris verschlagen um nach ihrer vor 4 Jahren verschwundenen Schwester Isabelle zu suchen. Beide Frauen hatten während des Krieges als ausgebildete Krankenschwestern gearbeitet, Isabelle zerbrach fast an ihren Aufgaben im Lazarett und wurde kokainsüchtig. Nach dem Tod des Vaters und ihres besten Freundes hatte Lysanne ihr Dorf verlassen. Doch jetzt reicht ihr Geld nicht mehr, die Polizei nimmt sie bei ihrer Suche nicht ernst und Paris ist so gar nicht die verheißungsvolle, vibrierende Metropole voller Künstler, die sie sich ziemlich naiv vorgestellt hatte.

Die Gesänge des Maldoror

Lysanne lernt in einem Café den charismatischen Dichter Louis Aragon kennen, der sie bestärkt, ihr schriftstellerisches Talent auszuleben. Er bringt sie in den Kreis der Surrealisten, eine buntgemischte Gruppe von Menschen, die sich an verschiedenen Orten treffen, schreiben und spielen. Zu ihnen gehören Schriftsteller, Maler und bildende Künstler. Es sind Freigeister, Anarchisten, die die Werte des etablierten Bürgertums ablehnen und eine neue Sicht auf die Welt in teilweise ungewöhnlichen Aktionen verbreiten möchten sowie oft die Obrigkeiten mit großem Vergnügen bloßstellen.

Im Laufe der Ermittlungen verdichten sich für Vioric die Hinweise, dass der Täter aus den Reihen der Surrealisten kommen könnte. Denn der Serienmörder lässt sich scheinbar bei seinen Taten von den grausamen Szenen aus ihrem Manifest „Die Gesänge von Maldoror“ inspirieren. Lysanne begibt sich in große Gefahr, denn immer wieder führen Spuren zu ihrer Schwester, zu ihrer Vergangenheit und zu den Surrealisten, die sie faszinieren und in deren Umfeld sie sich immer häufiger aufhält.

Durch Britta Habekosts poetische Sprache und ihren bildgewaltigen Schreibstil wird man mühelos in das faszinierende wie abstoßende Geschehen hineingezogen. Das Flair der glamourösen Metropole an der Seine der Nachkriegszeit, besonders das Nebeneinander von künstlerischer Dekadenz und bitterer Armut wird sehr gut eingefangen in teilweise harten sowie drastischen Bildern. Die Pariser kämpfen nach dem 1. Weltkrieg noch mit vielen Traumata, es ist eine Stadt zwischen Gewalt und Vergnügungssucht. Einer dieser Menschen ist der schwermütige Julien Vioric, der sich immer wieder in Schuldgefühlen und Kriegserinnerungen verliert. Im Gegensatz zu seinem Bruder ist er verletzlich und kein hartgesottener Ermittler. Für mich ein absoluter Sympathieträger. Auch andere Charaktere werden sehr authentisch dargestellt und sind in ihrer Verlorenheit sehr spürbar. Es entsteht eine bedrückte Grundstimmung mit melancholischen Untertönen, in der die Autorin die düstere Atmosphäre der Großstadt mit einem vielschichtigen Krimiplot verwebt und das auch noch mit dem Geschehen der Surrealistenszene verknüpft.

Die Surrealisten

Eine zentrale Rolle spielen die französischen Surrealisten rund um die real existierenden Personen Louis Aragon, André Breton, Robert Desnos u.a. die Habekost als Kunsthistorikerin gekonnt in Szene gesetzt hat, einschließlich einiger historisch belegter Aktionen und Aktivitäten der Gruppe. Fast nebenbei wird man mit ihrem Gedankengut vertraut gemacht und erfährt einige spannende Details über die Figuren. Spannend, düster und manchmal auch sehr amüsant, wenn die Surrealisten im Zuge der Mordermittlungen zum Verhör auf die Polizeistation gebeten werden und sich dabei unglaublich skurrile aber auch irgendwie philosophische Gespräche ergeben und die Polizisten lässig vorgeführt werden. Ganz raffiniert werden hier kunsthistorische Fakten und Fiktion zusammengeworfen. Dadurch ist „Stadt der Mörder“ ein besonderer Roman, der sich deutlich von den unzähligen historischen Kriminalromanen, die zurzeit den Markt überschwemmen, abhebt.

Ich kannte Surrealismus nur als Kunstbewegung und mir war nicht klar, dass der Surrealismus, wie in Britta Habekosts Nachwort zu lesen, in seinen Anfängen keine Kunst sein wollte, sondern eine Revolution des Denkens und der Art zu leben und sich als Lebenskunst gegen traditionelle Normen äußerte. Am Ende wird der Fall gut aufgelöst und auf die angekündigte Fortsetzung freue ich mich schon sehr.

 

Foto & Rezension von Andy Ruhr.

Stadt der Mörder | Erschienen am 27.09.2021 im Penguin Verlag
ISBN 978-3 3286 0195 1
464 Seiten | 20,- €
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Reingehört | Hörbücher-Kurzrezensionen ♬ März 2022

Reingehört | Hörbücher-Kurzrezensionen ♬ März 2022

Hörbuch-Kurzrezensionen Anfang März 2022

 

Henri Faber | Ausweglos ♬

Elias Blom von der Kripo Hamburg war vor einigen Jahren daran gescheitert, einen brutalen Serienmörder, in der Öffentlichkeit als Ringfinger-Mörder bekannt, zur Strecke zu bringen und wurde ins Einbruchdezernat versetzt. Doch er sieht eine neue Chance, sich zu rehabilitieren, als jetzt erneut eine Bluttat geschieht, die die Handschrift des Killers einschließlich abgetrennten Fingers trägt. Denn diesmal gibt es einen wichtigen Zeugen. Noah Klingberg hatte Wäsche auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses auf gehangen, als er mit einem Messer attackiert und gezwungen wurde, den Unbekannten zu seiner Frau Linda zu bringen. Noah sieht einen Ausweg und lotst den Angreifer in die Nachbarwohnung, zu der er einen Zweitschlüssel besitzt und in der er das Ehepaar Falk im Urlaub wähnt. Am anderen Morgen wacht er schwer verletzt neben der toten Nachbarin Emma Falk auf.

Henri Faber hat mit seinem Debüt einen fesselnden Thriller geschaffen, der mit relativ kurzen Kapiteln und wechselnden Perspektiven von Beginn an spannend ist und sich im weiteren Verlauf zu einem Verwirrspiel der verschiedenen Charaktere wandelt. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte sind die Figuren, die wir durch vier versierte Sprecher mit ihren Geheimnissen, Schwächen und Stärken kennenlernen. Besonders durch das Eintauchen in die Privatleben der Ehepaare Klingberg und Falk wird die Geschichte immer undurchsichtiger. Wir erfahren die Zusammenhänge aus der Sicht von Noah, einem erfolglosen Schriftsteller, der alles für seine Frau tun würde. Linda leidet aufgrund eines unerfüllten Kinderwunsches unter psychischen Problemen und dann ist da noch Elias Blom, der verbissene Kommissar, dessen Charakterisierung ich etwas blass fand. Zwischendurch nimmt uns auch immer wieder der Serienmörder mit in seine krude Gedankenwelt.

Der Autor schafft es gekonnt einen an der Nase herum zu führen und bietet eine Bandbreite an vermuteten Tatabläufen, falschen Geständnissen sowie ungeahnten Wendungen. Die Auflösung ist in keiner Weise vorhersehbar und birgt einen dramatischen wenn auch durch den Alleingang Bloms reichlich unrealistischen Showdown und ein abstruses Ende.

 

Ausweglos | Als Hörbuch am 20. August 2021 im Der Audio Verlag erschienen
ISBN 978-3-7424-2084-8
Ungekürzte Lesung | Sprecher: Simon Jäger, Vera Teltz, Philipp Schepmann und Uve Teschner
Laufzeit: 12 Stunden, 45 Minuten | 14,99 Euro
Weitere Angaben und Hörprobe
Die Printausgabe erschien bei dtv Verlagsgesellschaft.

Wertung: 3,0 von 5
Genre: Psychothriller

 

 

Agatha Christie | Tod auf dem Nil ♬

Im Kino läuft gerade die Neuverfilmung von „Tod auf dem Nil“ mit Kenneth Branagh. Das hat mich auf den Geschmack gebracht und ich habe mir den Klassiker sowie eines der bekanntesten Werke der britischen Autorin bei Audible als Hörbuch runtergeladen.

Während seines Urlaubes in Ägypten lernt der berühmte belgische Detektiv Hercule Poirot auf einem Nilkreuzfahrtschiff ein jung verheiratetes Paar kennen. Die bildschöne Millionenerbin Linnet Ridgeway und ihr Ehemann Simon Doyle können ihre Hochzeitsreise auf der „Karnak“ aber nicht wirklich genießen. Linnets beste Freundin Jacqueline de Bellefort, die vorher mit dem mittellosen Doyle verlobt war und die beiden miteinander bekannt gemacht hatte, verfolgt sie rachedurstig überall hin und macht ihnen die Flitterwochen zur Hölle. Heute würde man das Stalking nennen. Linnets Ermordung bringt schließlich die Krimihandlung ins Rollen. Da es nicht bei der einen Toten bleibt, ist der Spürsinn des klugen wie auch eitlen Detektivs mit dem imposanten Moustache gefragt und er steht vor der intellektuellen Herausforderung, den Tathergang penibel zu rekonstruieren. Als Poirot die anderen Passagiere des Nildampfers befragt und nach möglichen Mord-Motiven durchleuchtet (kleiner Spoiler: Sie haben fast alle eins) muss er mit Hilfe seiner genialen Kombinationsgabe die perfekten Alibis zerpflücken und den Mörder trotz vieler falscher Fährten nur aufgrund von Indizien entlarven.

Es handelt sich um einen klassischen Whodunit, dessen Handlung sich auch typisch für Christie in einem isolierten Raum vor exotischer Kulisse abspielt. Der wendungsreiche Krimi-Plot lebt von seinen pointierten Dialogen und einem bissigen Blick auf die damalige bessere Gesellschaft. Die vielen überspitzt dargestellten Charaktere werden mit viel Liebe zum Detail ins Bild gesetzt und dank eines auktorialen Erzählers erfahren wir alles über ihre Beweg- und Hintergründe. Dem Charme dieses fintenreichen Rätselkrimis, bei dem auch die Wirtschaftskrise und der Börsencrash eine Rolle spielen, konnte ich mich nicht entziehen. Die Lösung ist überraschend und immer wieder faszinierend, wie auf den ersten Blick unscheinbare Details im Rückblick eine wichtige Bedeutung erlangen.

 

Tod auf dem Nil | Erschienen am 16.11.2018 im Der Hörverlag
ISBN: 978-3-8445-3279-1
Ungekürzte Lesung | Sprecher: Martin Maria Schwarz
Laufzeit: 9 Stunden 42 Minuten | 7,95 Euro
Weitere Angaben & Hörprobe
Originaltitel: Death on the Nile (Übersetzt aus dem Englischen von Pieke Biermann)
Die aktuelle Printausgabe erschien im Atlantik Verlag.

Wertung: 4,5 von 5
Genre: Krimi

 

Agatha Christie | Mord im Orient-Express ♬

An einem kalten Wintertag steigt der Privatdetektiv Hercule Poirot in Istanbul in einen Luxuszug, der ihn nach London bringen soll. Der Orientexpress ist für die Jahreszeit überraschend voll besetzt, nur durch seine Beziehung zu dem ebenfalls mitreisenden Eisenbahn-Direktor Monsieur Bouc bekommt er noch ein freies Abteil. Nach einer unruhigen Nacht bleibt der Zug in einer Schneewehe stecken und im Nachbarabteil wird der amerikanische Geschäftsmann Samuel Edward Ratchett durch 12 Messerstiche erstochen aufgefunden. Zur Unbeweglichkeit verdammt sitzen der Detektiv und die Mitreisenden fest und Monsieur Bouc bittet den Meisterdetektiv den Fall aufzuklären. Das stellt Poirot vor einige Herausforderungen, hatte doch der mysteriöse Mr. Ratchett ihn am Tag davor im Speisewagen von Morddrohungen berichtet und um Schutz gebeten. Der Täter kann nur einer der Passagiere sein und es stellt sich heraus, dass nicht alle (Ratchett eingeschlossen) die sind, für die sie sich ausgeben.

Ich habe zum ersten Mal die Geschwindigkeit des Hörbuchs etwas erhöht und dann bot der Krimiklassiker großes Unterhaltungspotential mit allem, wofür die Queen of Crime bewundert wird: Ein großes Figurenensemble unterschiedlicher Couleur, ein exotisches Setting, falsche Alibis, zahlreiche Verdächtige sowie die Suche nach dem Motiv. Durch den geschlossenen Raum erleben wir fast ein Kammerspiel mit einem Meisterdetektiv, dessen kleine, graue Zellen auf Hochtouren arbeiten. Dialoge, die nur so vor Schlagkraft und zynischem Wortwitz strotzen. Dazu sieht sich Poirot diesmal, dem ein tiefsitzendes Bedürfnis nach Halt und Ordnung innewohnt, mit Fragen der Moral und Ethik konfrontiert. Der Mordfall ist vertrackt, das ausgeklügelte Ende wirklich erstaunlich und hat nach all den Jahren nichts von seinem Charme verloren. Auch dieser Roman wurde von und mit Kenneth Branagh neu verfilmt.

 

Mord im Orientexpress | Erschienen am 12.05.2014 in Der Hörverlag
ISBN: 978-3-8445-1482-7
ungekürzte Lesung | Sprecher: Friedhelm Ptok
Laufzeit: 7 Stunden 28 Minuten | 6,95 Euro
Weitere Angaben & Hörprobe
Originaltitel: Murder on the Orient Express (aus dem Engischen übersetzt von Otto Bayer)
Die aktuelle Printausgabe erschien im Atlantik Verlag.

Wertung: 5 von 5
Genre: Krimi

 

Fotos und Rezensionen von Andy Ruhr.

Mechtild Borrmann | Wer das Schweigen bricht

Mechtild Borrmann | Wer das Schweigen bricht

Es war einfach eine Dummheit gewesen. Seine ganze Neugierde auf diese Therese Peters war eine sentimentale Albernheit, die er sich jetzt nicht mehr erklären konnte. Unkritisch hatte er es für einen glücklichen Zufall gehalten, auf eine Journalisti zu treffen, und jetzt konnte man sie nicht mehr aufhalten. Er fühlte sich wie ein Verräter. Was würde diese Frau noch alles zutage fördern? Er nahm einen Schluck von dem Cognac. (Auszug S.52)

Robert Lubisch durchforscht den Nachlass seines vor Kurzem verstorbenen Vaters Friedhelm und findet dort den SS-Ausweis eines gewissen Wilhelm Peters sowie das Foto einer jungen Frau. Lubischs Interesse ist geweckt, sein Vater war ein strenger Patriarch und das Verhältnis war eher getrübt. Gibt es ein ungewöhnliches Geheimnis im Leben des so strebsamen Friedhelm Lubisch, der in den Nachkriegsjahren ein Firmenimperium aufgebaut hat? Robert Lubisch folgt einer Spur ins niederrheinische Kranenburg und findet heraus, dass die Frau auf dem Bild Therese Pohl, später Therese Peters war. Im ehemaligen Wohnhaus von Therese wohnt inzwischen die Journalistin Rita Albers, die ein paar Nachforschungen anstellt. Vor Ort will niemand viel sagen, Therese Peters ist irgendwann 1950 aus Kranenburg verschwunden, kurz nachdem ihr Mann vermisst gemeldet wurde. Albers wittert eine spannende Story und kann sogar ermitteln, wo sich Therese heute aufhält. Therese Mende ist inzwischen Erbin eines Modeimperiums und will zu den damaligen Ereignissen eigentlich nichts mehr sagen. Kurz darauf wird Rita Albers erschlagen in ihrer Küche aufgefunden.

Nun ermittelt die Polizei im Mordfall Albers. Verdächtigt wird auch Robert Lubisch, der kurz zuvor mit Albers zusammengekommen war, um sie von weiteren Ermittlungen abzuhalten. Schnell wird klar, dass die Lösung in der Vergangenheit zu finden ist. Nach und nach ergibt sich eine Geschichte von sechs jungen Menschen, die im Sommer 1939 die Schule beenden und deren enge Freundschaft aufgrund verschiedener traumatischer Ereignisse nach und nach zerbricht. Diese Ereignisse von damals werfen einen Schatten bis in die heutige Zeit und Robert Lubisch wird sich wünschen, diese Büchse der Pandora niemals geöffnet zu haben.

„[…] Es gab im Winter 1944/45 keine Zeit für Trauer, und manchmal denke ich, dass das eine der Tragödien dieses Krieges war, vielleicht jedes Krieges ist. Wenn wir keine Zeit zum Trauern haben, verlieren wir eine Dimension unseres Menschseins.“ (Auszug S.195)

Mechtild Borrmann schreibt abwechselnd in den beiden Zeitebenen 1998 und 1939-1950. Dabei wechselt sie sowohl direkt in die Vergangenheit als auch über Erinnerungen der Personen, zumeist Therese Mende. Der Ton ist ruhig, das Tempo eher gemächlich. Die Autorin schreibt klar und stringent, mit wenig Ausschweifungen, doch nie nüchtern. Der Fokus liegt auf den Figuren und ihren Gefühlswelten. Die Erzählperspektive wechselt zwischen verschiedenen Personen. Nach und nach wird diese Tragödie enthüllt und entfaltet so noch präziser ihre erzählerische Kraft. Mit einer nicht erwarteten Wendung ganz zum Schluss wird der Leser nochmals überrascht.

Mechtild Borrmann ist inzwischen Bestsellerautorin, 2011 war sie jedoch noch im Aufbau ihr schriftstellerischen Karriere. Sie hatte zuvor drei beachtete Kriminalromane veröffentlicht, der enorme spätere Erfolg war jedoch noch nicht absehbar. Im Februar 2011 erschien dann ihr dritter Roman im Bielefelder Pendragon Verlag. „Wer das Schweigen bricht“ war dann der endgültige Durchbruch der Autorin und für den Verlag ein Glücksgriff, eine 22.Auflage erreicht man so schnell nicht wieder. Der Roman war aber nicht nur bei den Leser:innen ein voller Erfolg, auch die Kritiker waren begeistert und vergaben für dieses Werk ein Jahr später den Deutschen Krimipreis.

Natürlich spielt die Geschichte im zweiten Weltkrieg und unter dem nationalsozialistischen Regime. Dies beeinflusst und sorgt für eine Katalyse der Ereignisse. Doch im Grunde genommen erzählt Borrmann eine ganz klassische Geschichte von Freundschaft, nicht erwiderter Liebe, Enttäuschung, Eifersucht, Hass und Schuld – und welche Tragweite persönliche, manchmal spontane Entscheidungen entfachen können, auch über Jahrzehnte hinweg. Und über das spätere Schweigen, dass die offenen Gräben zwar füllt, aber die Erinnerung nie ganz verdrängt. Das Ganze transportiert sie sehr geschickt in den beiden Zeitebenen mit glaubwürdigen Figuren, die diesen eher leisen, aber dadurch umso mächtigeren Roman tragen. „Wer das Schweigen bricht“ ist ein herausragender Kriminalroman, den man mehr als zehn Jahre nach Veröffentlichung schon als Klassiker des Genres verorten kann.

 

Foto & Rezension von Gunnar Wolters.

Wer das Schweigen bricht | Erschienen am 07. Februar 2011 im Pendragon Verlag
ISBN 978-3-86532-231-9
224 Seiten | 9,95 €
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Stuart Turton | Der Tod und das dunkle Meer

Stuart Turton | Der Tod und das dunkle Meer

Wenn ihre Vermutung richtig war, dann war der Aussätzige direkt aus dem Meer geradewegs den Schiffsrumpf hinauf bis zu ihrer Fensterluke gestiegen. (Auszug Seite 238)

Mitte des 17. Jahrhunderts sticht eine Flotte von 7 Schiffen der Vereinigten Niederländischen Ostindien-Kompanie von Batavia in See. Ankunftsziel ist nach 8 Monaten beschwerlicher Fahrt Amsterdam. Hauptschauplatz des Romans ist die Saardam, auf der Generalgouverneur Jan Haan mit großer Entourage reist: Leibwache, seine Ehefrau Sara Wessel, die gemeinsame Tochter und seine Geliebte sind mit an Bord. In Amsterdam soll Haan einer der „Siebzehn Herren“ werden, die das Direktorium der Ostindiengesellschaft bilden. Den Frachtraum füllen Schweine und Kühe, Weidenkörbe mit krächzenden Hühnern, Kisten mit Gewürzen, Seidenstoffen, darunter auch welche, deren Inhalt der Gouverneur sorgfältig geheim hält. Ebenfalls an Bord sind der berühmte Meisterdetektiv Samuel Pipps und sein Leibwächter und Freund, der Söldner Arent Hayes. Pipps hatte für Haan einen gestohlenen Schatz wieder gefunden, war aber danach in Ungnade gefallen und reist jetzt als Gefangener nach Amsterdam, wo ihm der Prozess gemacht werden soll.

Der alte Tom
Unmittelbar bevor die Saardam in See sticht, wird das Schiff von einem in blutige Lumpen gehüllten Aussätzigen verflucht, der nach seiner Prophezeiung in Flammen aufgeht und qualvoll verbrennt. Die Umstehenden können ihm nicht mehr helfen und nur noch feststellen, dass man der armen Kreatur die Zunge rausgeschnitten hatte. Trotz großer Verunsicherung auf Seiten der Passagiere tritt die Saardam ihre Reise an. Schon kurz nach dem Auslaufen geschehen unheimliche Dinge an Bord. Auf den Segeln wird ein bedrohliches Zeichen entdeckt. Das Auge mit Teufelsschwanz gilt als das Zeichen des „Alten Tom“ – eine Inkarnation des Teufels, der schon vor 30 Jahren in den Provinzen für großes Blutvergießen sorgte. Absonderliche Gewaltakte gipfeln in Morden und ein Flüstern weht durch das Schiff, das alle an Bord verführen möchte, ihren dunkelsten Wünschen nachzugeben. Es entsteht eine explosive Gemengelage aus verängstigten Passagieren, gesetzeslosen Matrosen und die von Haan als Leibwache mit an Bord genommenen kampferprobten Musketieren. Die Suche nach der Wahrheit wird zum Wettlauf mit der Zeit, denn der „Alte Tom“ bringt nach und nach das Schiff in seine Gewalt und der angekündigte Untergang scheint unabwendbar.

Der Bär und der Spatz
Arent Hayes wird mit Ermittlungen beauftragt, um den Dämon zu finden, der sich unter die Passagieren oder die Besatzung gemischt habe könnte. Dabei ist er ganz alleine auf sich gestellt, da Pipps in Ketten in ein dreckiges Loch geworfen wird. Es fällt ihm schwer, diese Rolle anzunehmen, denn mit seiner großen massigen Statur war er immer nur der Mann fürs Grobe und Pipps mit seinem detektivischen Scharfsinn galt als das Brain. Der Bär und der Spatz werden sie von allen genannt, denn Arent ist fast doppelt so groß wie der hochintelligente aber eitle Sammy. Für mich ist Arent Hayes auf jeden Fall die interessantere Figur. Kompetente Hilfe findet Hayes in der resoluten Sara Wessels, die an seiner Seite das Schiff und ihrer aller Leben retten will.

Dem Autor gelingt es mit wenigen Pinselstrichen prägnante Charaktere zu erschaffen, die ihre eigene Motivation und Geheimnisse haben. Man erhält auch Einblicke in ihre Vergangenheiten. Diese sind auch nötig, um die Auflösung zu verstehen, wenn sich im Finale alle Teilinformationen zu einem großen Ganzen fügen. Es gibt abergläubische und religiöse Passagiere, intrigante Adelige, verschlagene Seeleute, mit Jan Haan einen machtgierigen, frauenverachtenden Tyrannen und einige starke weibliche Charaktere.

Auch wenn auf dem Cover Kriminalroman steht, verspricht die optische Umschlaggestaltung mit dem Anker und Kompass auf grün-blauen Wellen genau das was man bekommt: Eine farbenfrohe Abenteuergeschichte, einen prall gefüllten Spannungsschmöker auf hoher See und durch den eingeschränkten Handlungsspielraum auch ein maritimes Kammerspiel. Schiffsreisen zur damaligen Zeit waren alles andere als komfortabel. Die vielen realistischen Details sorgen dafür, dass man die klaustrophobische Enge und Finsternis im Innern des Schiffes nachempfinden, die rauen Wellen spüren, die Seeluft und den Gestank riechen kann. Für den Leser ist diese Schifffahrt allerdings ein großes Vergnügen, ein großer Spaß, es hätte für mich noch düsterer sein können.

Es war eine ölige Dunkelheit, die mit einem Geruch nach Bilgenwasser, Sägemehl, Gewürzen und Fäulnis angefüllt war. Von der Decke tropfte Wasser auf die herumstehenden Kisten herab. Es kam ihr so vor, als würde jeder elende Gedanke, der den Menschen oben an Deck durch die Köpfe ging, durch das Schiff sickern und sich hier unten sammeln. (Auszug Seite 266)

Stuart Turton liebt es, jede Menge Seemannsgarn zu spinnen und obwohl er die geschichtlichen Ereignisse dieser Zeit gründlich recherchiert hat, fühlt er sich nicht der Historie verpflichtet. In seinem Roman stehen die Fiktion und nicht die historischen Fakten im Vordergrund. Zusätzlich zu einer Karte vom Schiff am Anfang des Buches gibt es auch ein Personenregister mit Namen und Rang der wichtigsten Personen ähnlich wie bei seinem Debüt-Roman. Und genau wie in „Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle“ versteht es der britische Autor, mit einem nie versiegenden Quell an Kreativität, aber auch mit einer großen Leichtigkeit verschiedene Genres zu verknüpfen sowie mit vielen unheimlichen Andeutungen Schrecken zu vermitteln. Ein fesselnder, historischer Kriminalroman und spannender Rätselkrimi mit einer guten Portion Witz. Und mit dem Auftauchen eines Geisterschiffes musste ich tatsächlich an „Fluch der Karibik“ denken.

 

Foto & Rezension von Andy Ruhr.

Der Tod und das dunkle Meer | Erschienen am 21. August 2021 bei Tropen
ISBN 978-3-608-50491-0
608 Seiten | 25.- Euro
Originaltitel: The Devil and the Dark Water (Übersetzung aus dem Englischen von Dorothee Merkel)
Bibliografische Angaben & Leseprobe

Weiterlesen: Andys Besprechung von Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle