Kategorie: 4.5 von 5

Christian Limmer | Saucool

Christian Limmer | Saucool

Hauptkommissar Lederer steckt ganz schön in der ­Patsche: Ausgerechnet nach Niedernussdorf wird er, der schönste Polizist Niederbayerns, strafversetzt – und das nicht nur zu seinem eigenen Leidwesen. Mit Schrecken erinnert man sich dort an seine unnachahmlichen Ermittlungsmethoden. Als dann ein »Zuagroaster« in Ganzkörperlatexbekleidung tot aufgefunden wird und Lederer sich zu verlieben droht, bekommt Dienststellenleiterin Gisela Wegmeyer alle Hände voll zu tun. Aus ist es mit der Idylle in Niederbayern. In Niedernussdorf ist der Teufel los!

Hauptkommissar Lederer wurde von Straubing in der Provinz nach Niedernussdorf versetzt. Das ist nicht nur für ihn unfassbar, noch schlimmer finden das die beiden Polizisten Erwin und Richie, die ihn noch in unguter Erinnerung von der letzten Zusammenarbeit haben. Besonders Richie lässt sich da so einiges einfallen, um den Konkurrenten wieder loszuwerden.

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Christophe Carlier | Der Mörder mit dem grünen Apfel

Christophe Carlier | Der Mörder mit dem grünen Apfel

Das Pariser Grandhotel Paradise ist eine Welt für sich. Craig, ein amerikanischer Literaturwissenschaftler, lernt dort an der Bar die schöne Italienerin Elena kennen – und einen protzenden Geschäftsmann aus Parma. Elena ist empört, wie sich ihr Landsmann mit seinen Liebschaften brüstet. Am nächsten Tag wird der Mann in seinem Zimmer tot aufgefunden. War es Mord? Im Hotel dreht sich nun alles um Wahrheit und Betrug, Liebe und Eifersucht. Jeder verdächtigt jeden.

Christophe Carliers erster veröffentlichter Roman »Der Mörder mit dem grünen Apfel« lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er – ebenso wie sein Protagonist Craig – Literaturprofessor ist.

Ein sehr wortgewaltiges Kriminalstück, welches Krimikenner Anspielungen verstehen lässt, ohne zu viel zu sagen. Denn überhaupt ist der Roman mit 160 Seiten sehr knapp gehalten. Aber es wird immerhin alles in sehr schön verpackten Worten gesagt. Dabei ist die Sprache nicht anmaßend, sondern erinnert an fast vergessene Wörter, präsentierte mir selten gebrauchte Wörter und ist dabei so ausdrucksstark, dass ich mich zwei Abende in einem wohlig bequemen Samtsessel in der Lobby des Grandhotels in Paris fand, wo ich das Geschehen beobachtete.

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Judith Arendt | Unschuldslamm

Judith Arendt | Unschuldslamm

Ruth Holländer kann sich nicht beklagen: Die Scheidung ist durch, der Sohn aus dem Haus, und die 16-jährige Tochter pubertiert fast nicht mehr. Auch Ruths französisches Bistro läuft erfreulich gut. Aber dann kommt ein Bescheid vom Amtsgericht: Zu ihrem Entsetzen wird Ruth zur Schöffin berufen. Sie muss in einem Mordfall beisitzen. Schon bald hegt sie Zweifel an der Schuld des Hauptangeklagten: Hat der junge Mann wirklich seine Schwester getötet? Ruth beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Und schon nach den ersten Fragen im Umfeld des vermeintlichen Mörders wird ihr klar, dass sie mitten im gefährlichsten Abenteuer ihres Lebens gelandet ist …

Ruth Holländer, Inhaberin eines Bistros in Berlin und neu berufen zur Schöffin, hat es in ihrem ersten Prozess laut Anklageschrift mit einem Ehrenmord zu tun. Angeklagt ist Aras Demizgül, ein junger Kurde; er wird verdächtigt, seine Schwester Derya wegen ihrer „westlichen Lebensart“ und weil sie einen deutschen Freund hatte, bestialisch ermordet zu haben.

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Dennis Lehane | The Drop – Bargeld

Dennis Lehane | The Drop – Bargeld

Ein Überfall auf eine zwielichtige Bar, die Beute: Mafiageld. Die Täter sind schnell gefasst, doch wer steckt wirklich hinter dieser selbstmörderischen Aktion? Ein übereifriger Polizist, ein aufgebrachter Mafiaboss, ein psychopathischer Gangster, und plötzlich sieht der stille Barkeeper Bob Saginowski ein Geheimnis ans Licht gezerrt, das er jahrzehntelang gehütet hat.

Dennis Lehanes neuester Roman, The Drop, spielt – wie könnte es anders besser sein – in Boston, genaugenommen hauptsächlich in Cousin Marvs Bar, die ihm zwar seit achteinhalb Jahren nicht mehr gehört, doch das wissen die wenigsten. Die Bostoner Tschetschenen-Mafia hat sich seiner Bar bemächtigt und nutzt diese nun – ebenso wie andere Bars – als Drop-Bar, was so viel bedeutet wie: Die Gesamteinnahmen an mafiösem Schwarzgeld werden in diesen Bars zwischendeponiert, um am selben Abend wieder abgeholt zu werden. Fast niemand weiß, wann welche Bar „The Drop“ sein wird.

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Angelika Felenda | Der eiserne Sommer

Angelika Felenda | Der eiserne Sommer

Juni 1914: Zwei Schüsse fallen in Sarajewo, und die Welt rückt an den Abgrund. Franz Ferdinand, der Thronfolger Österreich-Ungarns, ist tot. Zur gleichen Zeit steht Kommissär Reitmeyer in München vor einer schwierigen Entscheidung. Er hat es satt, die Marionette des Polizeipräsidenten zu sein. Die Leiche eines jungen Mannes führt ihn von den Arbeitervierteln bis in die Villen der Großbürger. Und in das berüchtigte Café Neptun, Vergnügungsort der Offiziere. Der Polizeipräsident drängt ihn, nicht noch tiefer zu schürfen, und gegen das Militär darf er per Gesetz nicht ermitteln. Da macht Reitmeyer eine ungeheuerliche Entdeckung, die nicht nur ihn selbst zum Abschuss freigibt, sondern die das ganze Land in den Untergang stürzen könnte.

Der erste Satz des Prologs des Debütromans saß, sprich: Ich habe mich derart vor Lachen angeschickert in die Geschichte geschubst gefühlt, dass ich sie in einem Durchmarsch lesen wollte.

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