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Cormac McCarthy | Kein Land für alte Männer

Cormac McCarthy | Kein Land für alte Männer

Der Koffer war randvoll mit Hundertdollarnoten. Sie waren mit Banderolen, die den Aufdruck $10 000 trugen, zu kleinen Päckchen gebündelt. Er wusste nicht, wie viel es insgesamt war, hatte aber eine ziemlich gute Vorstellung davon. Er saß da, betrachtete das Geld, schloss dann den Deckel und verharrte mit gesenktem Kopf. Sein ganzes Leben lag da vor ihm. Tag für Tag, von morgens bis abends, bis zu seinem Tod. Alles konzentriert auf vierzig Pfund Papier in einem Aktenkoffer.
Er hob den Kopf und blickte hinaus auf die Bajada. Leichter Wind von Norden. Kühl. Sonnig. Ein Uhr nachmittags. Er betrachtete den Mann, der tot im Gras lag. Seine grauen Krokodillederstiefel, die mit Blut vollgesogen waren und schwarz wurden. Das Ende seines Lebens. Hier an dieser Stelle. Die fernen Berge im Süden. Der Wind im Gras. Die Stille. Er ließ die Schließe einrasten, schloss die Schnallen, stand auf, schulterte die Büchse, hob den Aktenkoffer und die Maschinenpistole auf, orientierte sich anhand seines Schattens und marschierte los. (Auszug Seiten 20-21)

Südwesttexas: Llewelyn Moss stößt bei der morgendlichen Antilopenjagd in der Wüste auf mehrere zerschossene Geländewagen und Leichen, offenbar ein missglückter Drogendeal. Er folgt einer Spur weiter in die Wüste, findet eine weitere Leiche – und einen Koffer mit 2,4 Millionen Dollar. Moss nimmt ihn an sich. In der Nacht kehrt er zurück, um seine Spuren zu verwischen. Ein Fehler, denn er wird erwartet. Er kann zwar fliehen, doch von nun an hat er einen gnadenlosen Verfolger – den psychopathischen Killer Anton Chigurh.

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Christoffer Carlsson | Der Lügner und sein Henker Bd. 3

Christoffer Carlsson | Der Lügner und sein Henker Bd. 3

Der Lügner und sein Henker, spannender Abschluss der Leo-Junker-Trilogie

Aber wer weiß, ob dies wirklich das Ende ist…

Christoffer Carlsson nimmt im dritten Teil seiner Romanserie um den charismatischen Polizisten Leo Junker einige alte Handlungsfäden wieder auf und verknüpft die losen Enden zu einem feinen Gespinst, in dessen Muster mehr und mehr von den Verbindungen und Bezügen einiger Personen und Geschehnisse zueinander erkennbar werden, bisher unvollendete Erzählstränge zu Ende geführt werden und vage und unbestimmte Gedanken der ersten beiden Bücher ihre Erklärung finden.

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Cornelia Leymann | Dumm Tüch

Cornelia Leymann | Dumm Tüch

„Eigentlich großartig, dass der Fall so schnell gelöst wird, denn die Kieler Polizei hat mit der Aufklärung von Mord und Totschlag recht wenig Erfahrung. Es kommt einfach zu selten vor. Dank der vielen Borowski-Tatörter denkst du vielleicht, dass Kiel ein saumäßig gefährliches Pflaster ist und alle naselang einer gemeuchelt wird, aber das stimmt nicht. Die Morde müssen sogar mit allen anderen Schwerverbrechen zusammengefasst werden, sonst wären sie in der Statistik tortenmäßig gar nicht zu erkennen.“ (Auszug Seite 100)

Johanna Hertling ist scheinbar spurlos verschwunden. Ganz untypisch hat sie sich seit über einer Woche bei ihren Söhnen nicht gemeldet und geht auch nicht ans Telefon. Nur ihr Sohn Patrick macht sich Sorgen und schickt seinen Vater bei Johanna zu Hause vorbei. Auch dort ist sie nicht. Hans-Herrmann engagiert daraufhin den Privatdetektiv Stefan Schmidt, er soll nach ihr suchen. Bei seiner Ermittlung entdeckt Stefan Schmidt unter anderem einen ungebetenen Gast auf Stöckelschuhen im Haus von Johanna, der ein Küchenmesser mitnimmt, und einen abgetrennten Finger in einem Paket. Als er gerade beginnt, dem Ganzen auf dem Grund zu gehen, taucht Johanna unversehrt wieder auf. Sie wollte nur mal gucken, ob sie überhaupt vermisst wird. Doch dann wird die neue Frau von Hans-Herrmann im heimischen Garten ermordet und die Suche nach dem Täter beginnt. Schon bald findet sich der Mörder, gesteht sogar und wird verhaftet. Aber ist das alles so richtig? Ist das nicht vielleicht etwas einfach?

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Ursula Poznanski & Arno Strobel | Anonym

Ursula Poznanski & Arno Strobel | Anonym

„Eigentlich ist er es ja gar nicht, der die Leute umbringt. Es sind diese perversen Typen zu Hause vor den Computern. Die bestimmen doch, wer sterben muss und wer weiterleben darf. Anonym und feige.“
„Aber sie töten niemanden. Das tut er.“
„Doch, sie töten. Wenn niemand von denen abstimmen würde, könnte es keinen Gewinner geben, also müsste Trajan auch niemanden umbringen.“ (Auszug Seite 329)

Durch mehrere anonyme Anrufer wird das Landeskriminalamt auf eine Leiche in einem Industriegebiet in Hamburg hingewiesen. Der Mord wurde in einem Forum des Darknet angekündigt. Schlimmer noch: die User konnten aus vier Kandidaten wählen, wer sterben soll. Die Vorschläge kommen sogar von ihnen selbst. Für die Ermittlung zuständig sind Daniel Buchholz und seine neue Partnerin Nina Salomon. Das Forum ist schnell ausfindig gemacht und schon bald wird es eine neue Abstimmung geben.

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Richard Birkefeld & Göran Hachmeister | Deutsche Meisterschaft

Richard Birkefeld & Göran Hachmeister | Deutsche Meisterschaft

„Ganz schönes Zigeunerlager hier. Ausländer überall. Ausländische Maschinen. Wer ist denn besser?“ Der Major steckte die leere Zigarettenspitze in seine Innentasche.
„Mal so, mal so. Hensch hat gerade auf einer Blackburne gewonnen.“
„So, so – ein Deutscher auf einer ausländischen Maschine, das grenzt ja an Verrat.“ Der Gesichtsausdruck des Majors blieb gleichmütig.
Falk zuckte die Achseln. „Wie du immer sagtest, nur das Beste setzt sich durch.“
„Dann müssen wir arbeiten. Wir müssen besser werden in allen Bereichen. Wir müssen alles beherrschen! Dürfen uns nicht abhängen lassen!“ Der Major ließ kurz seinen Blick über das Stadionrund schweifen. „Ein Krieg der Motoren. Das scheint ja alles sehr interessant zu sein.“ (Auszug Seite 125)

Das Rennen um die Deutsche Motorrad-Straßenmeisterschaft im Jahre 1926 ist im vollen Gange. Unter den aussichtsreichen Fahrern sind auch Arno Lamprecht und Falk von Dronte. Doch als in direktem Umfeld der Straßenrennen Leichen mit abgetrenntem Kopf gefunden werden und auch in einem Forst bei München eine kopflose Leiche auftaucht, geraten beide unter enormen Druck. Lamprecht wird wegen der Umstände des Todes seiner Frau vor einigen Jahren direkt von der Polizei verdächtigt und auch von Dronte wird durch den Leichenfund in München von seiner Vergangenheit eingeholt.

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