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Richard Fasten | Moin

Richard Fasten | Moin

Provinz-Polizist Boris Kröger hat es nicht leicht. Kaum geschieht im beschaulichen Altwarp am Oderhaff mal ein Mord, schon steht das Dorf Kopf! Von wegen Sonne, Strand und glasklare Beweisketten: In Altwarp herrscht Anarchie! Oma Machentut terrorisiert mit ihrem Rollator die Straßen, der einzige Fischer im Dorf stammt aus den Bergen Anatoliens, eine Krimi-Autorin sucht Inspiration und stachelt die Dorfbewohner auf. Dabei hat Boris mit dem Mord an seinem ehemaligen Schulkameraden genug zu tun. Hier an der Fast-Ostseeküste ist die Welt wirklich nicht mehr in Ordnung. Aber die stolzen »Hinterküstler« haben noch immer jedem Wetter getrotzt!

Na, das fängt ja gut an. Der Roman hat einen Ich-Erzähler, das habe ich nicht so gerne, und der spricht noch dazu natürlich im Präsens, das mag ich auch nicht.

Und dann soll das, was erzählt wird, auch noch witzig sein, denn „Moin“, man merkt es schon am Titel, ist ein Regionalkrimi, und die müssen aus unerfindlichen Gründen wohl immer witzig sein. Einen „Fastostsee-Küstenroman“ nennt Richard Fasten sein Buch, denn die Geschichte spielt in Altwarp, und der kleine, beschauliche und ebenso überschaubare Ort liegt am Stettiner Haff, bis zur „richtigen“ Ostseeküste vor Usedom sind es also noch ein paar Kilometer.

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Harald Gilbers | Germania

Harald Gilbers | Germania

In der zerbombten Reichshauptstadt macht ein Serienmörder Jagd auf Frauen und legt die verstümmelten Leichen vor Kriegerdenkmälern ab. Alle Opfer hatten eine Verbindung zur NSDAP. Doch laut einem Bekennerschreiben ist der Täter kein Regimegegner, sondern ein linientreuer Nazi.

Der jüdische Kommissar Richard Oppenheimer, einst erfolgreichster Ermittler der Kripo Berlin, wird von der Gestapo reaktiviert. Für Oppenheimer geht es nicht nur um das Überleben anderer, sondern nicht zuletzt um sein eigenes. Womöglich erst recht dann, wenn er den Fall lösen sollte. Fieberhaft sucht er einen Ausweg aus diesem gefährlichen Spiel.

Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, freier Theaterregisseur und jetzt Autor… der 1969 in Moers geborene Harald Gilbers hat viele Facetten. Letztere hat er sich jetzt ganz besonders zur Aufgabe gemacht und das anscheinend mit großem Erfolg. Sein Romandebüt mit dem Titel »Germania« wurde für den diesjährigen Friedrich-Glauser-Preis nominiert sowie von diversen Pressestimme hochgelobt . Letztendlich stellt sich nun für mich – dem geneigten Leser – die große Frage: „Hat er dies tatsächlich verdient?“ Nun ja….wir werden sehen.

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Michael Kibler | Opfergrube

Michael Kibler | Opfergrube

So hatte sich Hauptkommissar Steffen Horndeich seinen freien Tag am Badesee nicht vorgestellt! Direkt vor ihm hebt sich eine Leiche an die Wasseroberfläche. 

Horndeich und seine Kollegin Margot Hesgart gehen zunächst von einer Beziehungstat aus, doch dann zeigen sich Parallelen zu zwei früheren Mordfällen. Warum wurden den Opfern nach ihrem Tod Wunden zugefügt? Und kann es Zufall sein, dass alle drei zur selben Zeit in Darmstadt studiert haben?

Opfergrube war mein Einstieg in die Krimiserie von Michael Kibler und seinem Ermittlerduo Margot Hesgart – nur Margot genannt – und Steffen Horndeich – nur Horndeich genannt. Der Krimi ist ein flott geschriebener und leicht zu lesender Unterhaltungsroman, der mit guten Ideen aufwartet.

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Cornelia Read | Der Junge, den niemand sah

Cornelia Read | Der Junge, den niemand sah

New York, ein schwüler Nachmittag im September. Madeline Dare arbeitet als Freiwillige auf dem Prospect Cemetery, einem heruntergekommenen Friedhof in Queens. Es ist unerträglich heiß, und Maddie zieht die Gartenhandschuhe aus, um mit bloßen Händen weiter zu graben. Da schreckt sie angeekelt hoch: eine aufgedunsene tote Ratte! Im nächsten Moment entdeckt sie einen kleinen menschlichen Schädel. 

Die Polizei stellt fest, dass es sich um die Knochen des dreijährigen Teddy handelt, der vor Monaten als vermisst gemeldet wurde. Gewohnt, eigene Nachforschungen anzustellen, beginnt Maddie zu ermitteln …

Madeline Dare, 27 Jahre, beherrscht als Protagonistin in Cornelia Reads Roman »Der Junge, den niemand sah« die Geschehnisse, die wie die Fortsetzung einer obszönen Soap Opera auf den Leser einprasseln. Ihr Alltag, ihre bizarren Freundschaften und das verworrene Verhältnis zu ihrer globetrottenden Mutter werden nicht selten in derben Dialogen geschildert.

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Rose Gerdts | Morgengrauen

Rose Gerdts | Morgengrauen

Eine Frage der Schuld. Litauen 1941: Eine abgelegene Waldlichtung wird zum Schauplatz eines ungeheuerlichen Verbrechens. Über 70 Jahre später müssen zwei alte Männer in Amsterdam und München sterben. Besteht eine Verbindung zwischen den beiden Morden? Eine der Spuren führt nach Bremen. Nach dem brutalen Überfall auf einen ihrer Kollegen übernehmen die Mordermittler Frank Steenhoff und Navideh Petersen den Fall. Dabei stoßen sie auf ein grauenhaftes Geheimnis in den eigenen Reihen …

Rose Gerdts – ehemalige Polizei- und Gerichtsreporterin beim Bremen Weser-Kurier – veröffentlicht mit »Morgengrauen« einen weiteren Roman aus der Serie um das Ermittlerduo Steenhoff und Petersen.

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