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Hannes Nygard | Das einsame Haus

Hannes Nygard | Das einsame Haus

Auf Nordstrand, der idyllischen Halbinsel im Wattenmeer, wird ein brutaler Banküberfall verübt. Kommissar Christoph Johannes und eine Angestellte werden als Geiseln entführt. Eine dramatische Suche nach den Tätern beginnt, denn jede Minute rückt die Gefangenen dem Tod ein Stück näher. Kommt Große Jäger noch rechtzeitig?

Eines muss man dem Autor lassen: seine Liebe zu seiner Heimat lässt sich nicht verleugnen, die Beschreibung der Landschaften bringen sie dem Leser sehr nahe. Leider setzt sich die Faszination nicht bei der Handlung seines aktuellen Romans Das einsame Haus fort. Sie ist zwar spannend aufgebaut, nimmt mich als Leser aber nicht so richtig mit.

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Katharina Peters | Leuchtturmmord Bd. 5

Katharina Peters | Leuchtturmmord Bd. 5

„(…) Wer könnte einen Grund gehabt haben, sie derart zu hassen?“
„Niemand“ antwortete er prompt. „Der Hass ist mit dem Täter verknüpft, nicht mit Merle oder dem, was sie getan hat – so sehe ich das.“
Romys Augen weiteten sich – eine interessante Einschätzung.
„Sie war schön, klug und von bemerkenswerter Tiefe“ fuhr er leise fort. „Sie hat viel vom Leben gewollt, und viele haben etwas von ihr gewollt. (…)“ (Auszug Seite 292)

Eine Frauenleiche wird am Fuße des Leuchtturms Maltzien der Halbinsel Zudar gefunden. Brutal mit mehreren Messerstichen ermordet. Romy Beccare arbeitet im Kommissariat in Binz und leitet die Ermittlungen der toten Frau. Der Ehemann der jungen Mutter gerät dabei nur sehr kurz ins Visier. Schnell wird klar, dass der Hintergrund in der Vergangenheit liegen muss. Das Team um Romy findet heraus, dass Merle Zober früher bei der Bundeswehr gearbeitet hat und dort mit den beiden Kameraden Jakob Dorfner und Christoph Gärtner Streit hatte. Außerdem war Merle vor ihrem Abitur in einem Segelverein und mit fünf Vereinsmitgliedern in einer Clique. Weitere Recherchen bringen zutage, dass von den insgesamt 6 Cliquen-Mitgliedern jetzt nur noch einer lebt, nämlich Jurek Ohlhof. Die anderen vier sind durch Unfälle ums Leben gekommen.

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Fuminori Nakamura | Der Dieb

Fuminori Nakamura | Der Dieb

Er betreibt sein Metier in den belebten Straßen Tokios und den überfüllten Wagen der U-Bahn. Er stiehlt mit kunstvollen, fließenden Bewegungen. Er nimmt nur von den Reichen, Geld bedeutet ihm nichts. Er hat eine dunkle Vergangenheit, und diese holt ihn wieder ein. Die Beziehung zu einem kleinen Jungen, der ihn sich als Vaterfigur ausgesucht hat, macht ihn dabei verletzlich.

Fuminori Nakamura ist weit über die Landesgrenzen Japans hinaus ein erfolgreicher Autor. Sein im Diogenes Verlag veröffentlichter Roman Der Dieb ist der erste ins Deutsche übersetzte Roman des vielfach ausgezeichneten Autors.

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Robert Galbraith | Die Ernte des Bösen

Robert Galbraith | Die Ernte des Bösen

Es war ihm nicht gelungen, ihr Blut vollständig zu entfernen. (Erster Satz Seite 9)

Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass sich hinter dem Pseudonym des ehemaligen Soldaten Robert Galbraith die bestbezahlteste Autorin der Welt Joanne K. Rowling verbirgt. Und da ich bei Harry Potter immer ihre Phantasie und ihren Einfallsreichtum bewundert habe, war ich sehr neugierig auf den vorliegenden Krimi. Die Ernte des Bösen ist bereits der dritte Teil um den Privatdetektiv Cormoran Strike und seine Assistentin Robin Ellacott. Es wird ihr privatester Fall und fängt schön schaurig an. Robin bekommt in einem Paket ein abgeschnittenes Frauenbein zugeschickt. Dieses ist genau an der Stelle amputiert wie bei dem in Afghanistan verwundeten Strike.

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Clifford Jackman | Winter Family

Clifford Jackman | Winter Family

Early drückte den Schal auf Winters Nase und Mund. Winter war sofort alarmiert und versuchte, sich zu wehren.
„Und jetzt schaut zu“, sagte Sevenkiller. „Es ist wirklich eine Kleinigkeit.“
Ein Wasserstrahl ergoss sich auf Winters Nase und Mund. Sofort bäumte sein Körper sich auf. Es war ein Gefühl, das viel schlimmer war, als nicht atmen zu können. So etwas hatte er vorher noch nie erlebt. […]
Es war ziemlich eng. Es konnte so oder so ausgehen. Winter gab beinahe auf. Er weinte wie ein kleiner Junge, die Tränen liefen über seine Wangen, und er hatte Todesangst. Aber er war auf diesen Moment vorbereitet, auf den Schmerz und die Dunkelheit. Er war bereit. Das, was sie hier mit ihm veranstalteten, war wie eine Taufe für ihn. Sie verwandelten ihn nach und nach in den Mann, der er einmal sein sollte. (Auszug Seite 91 bis 92)

Georgia 1864, während des amerikanischen Bürgerkriegs: General Sherman befiehlt den berühmten „Marsch zum Meer“, der eine Spur der Verwüstung durch die Südstaaten zieht. Als Vorhut schickt er den gewalttätigen und skrupellosen Lieutenant Quentin Ross los, der ähnlich gesinnte Männer um sich schart. Unter ihnen ist auch der junge Augustine Winter, dessen Charisma Ross unterschätzt. Nachdem die Gruppe in Ungnade gefallen ist, bleiben sie nach Kriegsende zusammen und gehen weiter ihrem blutigen Handwerk nach. Neuer Anführer wird Winter und dementsprechend wird ihre Bande als „Winter Family“ in den nächsten Jahrzehnten im amerikanischen Westen berühmt-berüchtigt.

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