Monat: Mai 2017

Graeme Macrae Burnet | Sein blutiges Projekt

Graeme Macrae Burnet | Sein blutiges Projekt

Wenn es das Schicksal wollte, dass Lachlan Broad durch meine Hand starb, dann würde es so geschehen. Erfolg und Ausgang meines Unternehmens lagen außerhalb meiner Kontrolle. So kam ich zu dem Schluss, wenn ich Lachlan Broad töten wollte, müsste ich zunächst einmal zu seinem Haus gehen. Außerdem brauchte ich eine Waffe, mit ich die Tat vollbringen konnte. Und was wäre dazu besser geeignet als die Feldhacke, die die Vorsehung mir in die Hand gegeben hatte? Als ich am oberen Teil des Feldes ankam, sah ich einen Spitzspaten, der an der Hauswand lehnte, und den nahm ich noch dazu. Dann machte ich mich auf den Weg zum anderen Ende des Dorfes. Ich redete mir ein, dass ich nicht vorhatte, Lachlan Broad zu ermorden, sondern lediglich herausfinden wollte, was passieren würde, wenn ich seinem Haus derart bewaffnet einen Besuch abstattete. (Auszug Seite 184-185)

Ein kleines, küstennahes schottisches Bauerndorf wird im August des Jahres 1869 Schauplatz eines dreifachen Mordes. Der Dorfvorsteher Lachlan Mackenzie, seine 15-jährige Tochter und sein dreijähriger Sohn werden in ihrem Haus brutal ermordet. Der Täter stellt sich selbst unmittelbar nach der Tat. Es ist der 17-jährige Nachbarssohn Roderick Macrae. Er wird inhaftiert und angeklagt. Doch sein Anwalt verfolgt eine Strategie: Er will Rodericks Unzurechnungsfähigkeit beweisen, um ihn vor dem Galgen zu bewahren.

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Wolfgang Kaes | Spur 24

Wolfgang Kaes | Spur 24

„Schuhe oder Sandalen oder Socken fand man allerdings keine. Aber sie trug Ohrschmuck. Einen schlichten Stecker mit Perle an einem Ohr und außerdem so ein Gehänge, sieben Zentimeter lang, sehr auffällig.“
„Was schließen Sie daraus?“
„Gar nichts. Ich bin kein Kriminalbeamter, Frau Rausch. Ich war immer nur Schutzpolizist. Aber ich mache mir so meine Gedanken. Über Spur 24.“
„Was ist Spur 24?“ (Auszug Seite 191)

Ellen Rausch bekommt zufällig eine amtliche Bekanntmachung auf ihren Tisch. In dieser Bekanntmachung wird die seit 16 Jahren vermisste Ursula Gersdorff aufgefordert, sich zu melden, denn sonst wird sie für tot erklärt. Ellen arbeitet erst seit kurzem für den lokalen „Eifel-Kurier“ in Lärchtal als Journalistin. Mehr aus der Not heraus ist sie nach 31 Jahren zurück in ihr Heimatdorf in Nordrhein-Westfalen gekommen und mit der Bekanntmachung beginnen die Recherchen für ihren ersten Artikel. Wie kann es sein, dass jemand 16 Jahre lang als verschollen gilt und es kein Lebenszeichen von ihm gibt? Und sich auch keiner darüber wundert, in einem Dorf, in dem jeder jeden kennt?

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Klaus-Peter Wolf | Ostfriesentod

Klaus-Peter Wolf | Ostfriesentod

Schlimmer hätte es nicht kommen können: Ann Kathrin Klaasens Twingo war geblitzt worden, aber zu einer Zeit und an einem Ort, an dem sie nicht gewesen sein konnte. Definitiv nicht gewesen war. Dann der noch größere Schock: Sie soll eine Frau erschossen haben. Mit ihrer eigenen Dienstwaffe. Die Beweise gegen Ann Kathrin sind erdrückend. Jemand hat sich ihrer Identität bemächtigt. Jemand verübt in ihrem Namen Straftaten. Jemand will sie vernichten.

Im neuesten – inzwischen elften – Fall muss Ann Kathrin Klaasen erkennen, dass es ihr kaum möglich ist, seine Unschuld an vermeintlichen Straftaten nachzuweisen, wenn der Gegner es nur raffiniert genug schafft, sie an den Pranger zu stellen.

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Steve Hamilton | Das zweite Leben des Nick Mason

Steve Hamilton | Das zweite Leben des Nick Mason

„In der Nacht da am Hafen“, sagte Cole, der immer noch vor ihm stand. „Wir wissen beide, was du da verloren hast. Deine Frau. Deine Tochter. Alles, was du hattest.“[…]
Ich muss das machen, dachte Mason. Ich muss die Chance ergreifen. Koste es, was es wolle.
„Aber hör mir genau zu, ehe du antwortest“, sagte Cole. „Es ist wichtig, dass du verstehst, was ich sage. Dieser ganze Quatsch von wegen niemand besitzt dich? Damit ist jetzt Schluss. Du legst dir eine neue Scheißdenkweise zu. Du machst den Vertrag mir mir, du bekommst zwanzig Jahre, die du nicht hier abzusitzen brauchst. Aber in diesen zwanzig Jahren… gehört dein Leben nicht mehr dir.“
Cole beugte sich zu Mason herunter, so dicht, dass seine Stimme ein tiefes Grollen in seinem Ohr war.
„In den nächsten zwanzig Jahren gehört dein Leben mir.“ (Auszug Seite 105)

Nick Mason war eigentlich raus aus dem Business. Früher hatte er Autos und Safes geknackt, doch er hatte eine Familie gegründet und sein kriminelles Leben hinter sich gelassen. Doch dann reizte ein letzter großer Coup mit den alten Kumpels. Der ging schief, ein Polizist starb. Nun sitzt Nick seit fünf Jahren ein, noch voraussichtlich 20 Jahre liegen vor ihm. Da bietet ihm der Mithäftling und heimlicher Herrscher über den Knast, Darius Cole, einen Deal an: Cole sorgt für Nicks Freilassung, dafür steht Nick ihm für die kommenden zwanzig Jahre zur Verfügung.

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