Kategorie: SoKo

Jörg Fauser | Der Schneemann

Jörg Fauser | Der Schneemann

„Ich könnte auf den Geschmack kommen. Vor allem bei dem Stoff, den ich gerade habe. Wirklich erstklassig. Erstaunlich, was man noch alles entdeckt.“
„Wie meinen Sie das?“
„Mit zwanzig bin ich auf den Geschmack von Sex gekommen, mit dreißig auf den von Whisky und jetzt auf den von Kokain. Wo wird das noch enden?“
„Ich würde sagen, es geht aufwärts. Darf ich mal probieren?“. (Auszug Seite 105)

Siegfried Blum ist ein Kleinkrimineller, ein Überlebenskünstler. Gerade ist er auf Malta und versucht, eine Sammlung dänischer Pornohefte zu verhökern. Ein möglicher Abnehmer wäre der italienische Mafioso Rossi. Da gerät er durch Zufall in den Besitz eines Gepäckaufbewahrungsscheins von Rossi. Blum verlässt Hals über Kopf Malta und löst am Münchener Hauptbahnhof einen Koffer voller Dosen mit Rasierschaum aus. Doch er findet schnell heraus, dass noch mehr in den Dosen steckt: 5 Pfund 96%iges Kokain, Sorte Peruvian Flake.

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Janis Otsiemi | Libreville

Janis Otsiemi | Libreville

In diesem Moment bereute Koumba bitterlich, dass Colonel Edmond Tchicot vor drei Jahren in Rente gegangen war. Eine solche Gelegenheit hätte er sich bestimmt nicht entgehen lassen. Colonel Lambert Essono hatte seine Qualitäten, in Sachen Menschenführung war er super, aber die Werte, die er predigte, galten in der gabunische Gesellschaft ‚kalakala‘ – schon lange – nicht mehr. Aufrichtig und redlich zu sein, sich verdient zu machen, und was es an moralischer Anstrengung noch alles gab: Alle Welt schiss drauf. Putzte sich mit der Nationalflagge den Arsch ab. Wie sollte man Ehrlichkeit in einem Land predigen, in dem die Höchsten des Staates sich die Taschen vollstopften? (Auszug Seite 188)

Libreville, Hauptstadt Gabuns, ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen: Der investigative Reporter Roger Missang wird im Regierungsviertel ermordet aufgefunden. Mit den Ermittlungen werden die beiden Beamten Louis Boukinda und Hervé Envame der Generaldirektion des Fahndungsdienstes betraut. Eine heikle Aufgabe, denn der Fundort der Leiche lässt einen politischen Hintergrund vermuten. Gleichzeitig sind zwei weitere Polizisten schwer im Stress: Pierre Koumba und Jacques Owoula, Polizisten der PJ, der Kripo, müssen den Raub eines Scheckhefts eines Ministers und die Fahrerflucht bei einem tödlichen Verkehrsunfall aufklären. Und wie es der Zufall will, werden sich die Wege der beiden Beamten-Duos im Laufe des Buches kreuzen.

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Wallace Stroby | Geld ist nicht genug

Wallace Stroby | Geld ist nicht genug

„Diese Kerle in Indiana. Sie waren hinter mir her wegen Geld, das vor langer Zeit versteckt worden ist. Sehr viel Geld. Sie haben gedacht, ich weiß, wo es ist.“
„Noch ein Grund, warum wir nicht hier sein sollten.“
„Nun, darum geht es…“
„Was?“
„Das Geld. Zu wissen, wo es ist“, sagte Benny.
„Was ist damit?“
„Ich denke, ich weiß es.“
(Auszug Seite 231-232)

Crissa Stone treibt sich im Süden der Staaten herum und knackt Geldautomaten, bis sich ihre zwei Partner gegenseitig abknallen. Zurück in New York wird sie beim Waschen der Beute auch noch übers Ohr gehauen. Wie praktisch, dass sich ein neuer Job anbahnt. Ein New Yorker Mafiaboss ist jüngst verstorben, ohne seinen Anteil an einem üppigen Raub auszugeben. Crissa lernt einen Insider kennen, der mit ihr das Geld aufstöbern will. Doch auch wenn die alten Mafiastrukturen nicht mehr existieren, können sich noch andere an das Geld erinnern.

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Donald Ray Pollock | Knockemstiff

Donald Ray Pollock | Knockemstiff

Ich zog mir die dünne Decke über den Kopf und steckte mir die Finger in den Mund. Eine süßer, salziger Geschmack biss mir in die aufgeplatzte Lippe und zog über meine Zunge. Es war das Blut des Jungen, das noch an meinen Händen klebte.
Während das Bett meiner Eltern im Nebenzimmer laut gegen die Dielen stampfte, leckte ich mir das Blut von den Knöcheln. Die geronnenen Stückchen lösten sich im Mund auf und verwandelten meine Spucke in Sirup. Nachdem ich alles Blut heruntergeschluckt hatte, leckte ich weiter an meinen Händen. Ich riss mit den Zähnen an der Haut. Ich wollte mehr. Ich wollte immer mehr. (Auszug Seiten 26-27)

Eine ländliche Gegend im südlichen Ohio. Dünn besiedelt, wenig Arbeitsplätze. Hier leben die Abgehängten, die Außenseiter. Lebenswege, die nicht von Hoffnung und Zuversicht geprägt werden, sondern von Resignation, Ausweglosigkeit, Verwahrlosung und Gewalt. 18 Kurzgeschichten werden in Knockemstiff zu einem Erzählband zusammengefasst, der von einem Ort der Düsternis und Depression berichtet.

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Tom Franklin | Die Gefürchteten

Tom Franklin | Die Gefürchteten

„Und wenn sie mich fragen?“
„Dann sagst du einfach, du weißt nichts über die Sache.“
„Ich kann nicht so gut lügen wie du.“
„Jetzt pass mal auf“, sagte William. „Der, auf den’s ankommt, muss dem Lügner die Lüge glauben. Dann ist es keine Lüge mehr. Dann ist es die Wahrheit. Für dich und mich ist Gottes Wahrheit von jetzt an, dass wir absolut nichts über den Mord an Arch Bedsole wissen. (Auszug Seite 88)

In einer ländlichen Gegend namens Mitcham Beat in Alabama im Jahre 1897 wird der aufstrebende und beliebte Ladenbesitzer und Lokalpolitiker Arch Bedsole mehr oder weniger zufällig bei einem Überfall erschossen. Sein Cousin Tooch schart einige Bekannte und Unzufriedene um sich, um dessen Tod zu rächen und um es den „Städtern“ der nächstgrößeren Kleinstadt Grove Hill mal so richtig zu zeigen. Und vielleicht auch, um ein paar Dollars einzusacken. So wird dann auch der Geheimbund „Hell-at-the-Breech“ gegründet, der fortan sein Unwesen treibt.

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