Wolfgang Schorlau | Die schützende Hand
„Es ist der Hammer! Stell dir vor, es gab weder an der Pumpgun noch auf den Patronenhülsen Fingerabdrücke, weder von Mundlos noch von Böhnhardt. Das Ableben der beiden geschah spurenfrei. Dabei trug Mundlos keine Handschuhe. Wenn er geschossen hat, dann mit nackten Fingern. Du hast doch das Foto gesehen…“
Olga im Halbschlaf: „Bitte erzähl es mir morgen früh.“ […]
„Keine Spuren an der Waffe. Für wie blöd halten die uns eigentlich?“
Er streckte sich aus und nahm die schlafende Olga in den Arm.
„Wieso blöd?“, murmelte sie. „Sie kommen doch damit durch. Diese Leute kommen immer durch.“ (Auszug Seite 218)
Privatdetektiv Georg Dengler ist mal wieder knapp bei Kasse. Da bietet ihm ein mysteriöser Auftraggeber unerwartet einen lukrativen, aber scheinbar ziemlich einfachen Job an. Der Auftrag lautet: „Wer erschoss Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt?“ Dengler denkt zunächst, im NSU-Fall ist derart umfangreich ermittelt worden, da braucht man doch einfach nur die Ermittlungsergebnisse zusammenfassen. Doch Dengler merkt bald, irgendwas ist faul, irgendetwas passt nicht zusammen. Je tiefer er in die Ermittlungen einsteigt, umso mehr wird ihm klar, dass er einem Staatsverbrechen auf der Spur ist.