Kategorie: Gunnar Wolters

Eric Ambler | Doktor Frigo

Eric Ambler | Doktor Frigo

„Wenn du in einem Ölkonsortiums wärst, Ernesto, und vorhättest, Milliarden von Dollar in eine Kaffeerepublik zu investieren, würdest du die Regierung dann nicht genau unter die Lupe nehmen, bevor du dich entscheidest?“
„Vermutlich.“
„Und wenn du siehst, dass ein paar Grundbesitzer das Land mit Hilfe kleiner Gangster beherrschen, die sich als Miliz kostümieren, und dass die Inflationsrate bei achtzig Prozent liegt – was würdest du dann machen?“
„Die CIA bitten, eine neue Regierung einzusetzen, schätze ich.“ (Auszug Seite 75)

Die CIA spielt dann zwar nur eine Nebenrolle in dieser Geschichte, aber es finden sich andere Dienste, die nur allzu gerne übernehmen. Aber der Reihe nach: Ernesto Castillo ist Arzt auf einer französischen Antilleninsel. Seine Heimat ist ein fiktiver mittelamerikanischer Staat, der von einer Militärjunta regiert wird. Sein Vater war dort Oppositionsführer mit großen Aussichten auf den Präsidentenposten, bevor er vor zwölf Jahren bei einem Attentat ums Leben kam. Seitdem war Ernesto nicht mehr in der Heimat, hat Medizin studiert und hegt keinerlei politische Ambitionen. Doch nun soll er plötzlich als Leibarzt und Spitzel fungieren, denn ein ehemaliger Weggefährte seines Vaters ist auf die Insel gekommen, offenbar protegiert vom französischen Geheimdienst, und es werden Pläne geschmiedet, in der Heimat wieder die Macht zu übernehmen.

Read More Read More

Stefan Keller | Das Ende aller Geheimnisse

Stefan Keller | Das Ende aller Geheimnisse

„Wetten, dass die Neue bessere Ergebnisse mitbringt als wir?“, fragte Dennewitz, als Löwinger den Wagen die Abfahrt von der Brücke hinunterlenkte. […] Er grunzte anstelle einer Antwort.
„Die Kleine hat einen ziemlichen Lauf, findest du nicht?“, setzte Paul nach.
„Sie ist halt hartnäckig.“
„Ich glaube, unsere schwarze Perle hat nur eine Glückssträhne.“
„Du bist sauer, oder?“
„Quatsch!“ (Auszug Seiten 182-183)

Der ersten Tag im neuen Job: Kommissarin Heidi Kamemba hat direkt einen schweren Stand, denn obwohl sie selbst natürlich nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen will – als erste dunkelhäutige Kommissarin fällt sie natürlich überall auf. Die erste Leiche ist allerdings auch nicht fern und Heidi hat direkt einen interessanten Fall: Auf einem Waldweg wird eine verbrannte und nicht auf Anhieb identifizierbare Leiche aufgefunden. Als die Mordkommission schließlich die Identität klären kann und die Wohnung des Opfers aufsucht, ist diese komplett leer. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte – bis Heidi einen versteckten USB-Stick in der Wohnung aufstöbert.

Read More Read More

Adrian McKinty | Rain Dogs

Adrian McKinty | Rain Dogs

Ich hob das Laken und schaute sie mir an. Ihre dunklen Haare, das an der Seite eingeschlagene, rechts aber merkwürdig unberührte Gesicht. Die Arme lagen am Körper. Das linke Auge stand offen, nicht länger smaragdfarben, sondern blind und blutunterlaufen und durch das Mysterium des Todes verklärt. Eine Schneeflocke landete auf ihre Lippe, eine weitere in ihrem offenen Mund. Komisch, sie hatte sich nicht die Hände zum Schutz vors Gesicht gehalten. Selbst die entschlossensten Selbstmörder schützten normalerweise ihr Gesicht – rein instinktiv, dagegen konnte man nichts machen. Aber vielleicht war sie deswegen in der Nacht gesprungen. In der Dunkelheit hatte sie den Boden nicht näher kommen sehen.
Ja. Das wird es wohl gewesen sein. Es konnte ja nichts anderes als Selbstmord sein. (Auszug Seiten 99-100)

Sean Duffy wird frühmorgens ins beste Hotel von Carrickfergus gerufen. Doch der vermeintliche Brieftaschen-Raub bei einer finnischen Investorendelegation entpuppt sich als dummer Scherz. Duffy, gerade frisch von seiner Freundin verlassen, hinterlässt noch seine Nummer bei der Journalistin Lily Bigelow, die die Delegation begleitet. Doch zu Duffys Bedauern meldet sie sich abends nicht bei ihm. Stattdessen wird Duffy am nächsten Morgen zum Carrickfergus Castle gerufen: Im nachts hermetisch abgeriegelten Burghof liegt die Leiche von Lily Bigelow.

Read More Read More

Christian von Ditfurth | Zwei Sekunden

Christian von Ditfurth | Zwei Sekunden

Die Terroristen waren vom Fach. Trotzdem würde es ihnen schwerfallen, Bierbauer zu töten. Niemand wusste, in welchem Hotel er übernachtete. Niemand wusste, welche Route sein Wagen fuhr. Keine Chance, den Job mit einer Bombe zu erledigen. Wenn er den gepanzerten Wagen verließ, dann in einer kurzfristig gesperrten Tiefgarage und umgeben von Personenschützern. Keine Chance für einen Schützen. So dämlich die Fahrzeugwechsel waren, so wirksam war der sonstige Schutz. Merkow sah es sofort, wenn er es mit Profis zu tun bekam. […]
Sie hatten sich rund ums Adlon aufgestellt. Waren nicht in den Wagen sitzen geblieben. Hatten Betriebsamkeit vorgetäuscht. Einer ging einkaufen, die andere bummelte zum Brandenburger Tor. Schließlich wollten sie das BKA nicht auf sich aufmerksam machen.
So war Bierbauer doppelt geschützt. Aber es nützte ihm nichts. (Auszug Seite 223-224)

Staatsbesuch in Berlin: Die Kanzlerin begrüßt den russischen Präsidenten am Flughafen. Die Fahrzeuge machen sich auf den Weg ins Stadtzentrum, als eine Detonation die Kolonne erschüttert. Einer der Wagen wird völlig zerstört, vier Menschen sterben. Der Wagen mit Kanzlerin und Präsident ist nur knapp davon gekommen. Helle Aufregung aller Orten, ein Taskforce wird gegründet. Außerdem erhält noch jemand den Auftrag zu ermitteln – der eigenwillige Hauptkommissar Eugen de Bodt.

Read More Read More

Ross Thomas | Porkchoppers

Ross Thomas | Porkchoppers

Kensington nickte. „Naja, das ist gut, ich meine, es ist gut, daß sie es wissen. Aber es gibt eine Sache an Ihnen, die mir gefällt, Al.“
Etheridge bewegte sich mittlerweile Richtung Tür. „Was?“
„Sie haben mir keinen Vortrag darüber gehalten, daß das Weiße Haus sich nicht in so etwas Mieses verwickeln lassen könnte, wie ich es Ihnen gerade erzählt habe.“
„Nein.“
„Wissen Sie, warum mir das gefällt?“
„Warum?“, sagte Etheridge, die Hand am Türknauf.
„Weil ich gerade ein verdammt gutes Frühstück zu mir genommen habe, und ich wollte nicht alles auf den Boden kotzen.“ (Auszug Seite 127)

Bei einer der größten amerikanischen Gewerkschaften stehen die Zeichen auf Wahlkampf. Der amtierende Präsident Donald Cubbin hat erstmals einen ernstzunehmenden Herausforderer, den Schatzmeister Sammy Hanks. Beide sammeln ihre Truppen und Ränkespieler hinter sich und rüsten sich für einen harten, erbarmungslosen Wahlkampf. Und irgendjemand hat einen Killer auf Cubbin angesetzt.

Read More Read More