Kategorie: Aktenzeichen

Malcolm Mackay | Der Killer hat das letzte Wort

Malcolm Mackay | Der Killer hat das letzte Wort

Frank MacLeod war bislang Auftragskiller Nr.1 in der Organisation des Glasgower Bosses Peter Jamieson. Doch Frank ist inzwischen 62 und musste sich vor kurzem einer Hüftoperation unterziehen. Zu seinem Comeback gibt ihm Jamieson einen vermeintlichen Routineauftrag: Er soll einen Verbindungsmann einer konkurrierenden Organisation ausschalten. Doch dieser Auftrag geht schief und bringt das ganze Gefüge der Organisation ins Wanken.

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David Lagercrantz | Verschwörung

David Lagercrantz | Verschwörung

Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist haben Millionen Leser begeistert. Weltweit erstürmte die Millennium-Trilogie die Bestsellerlisten und sprengte mit mehr als 80 Millionen verkauften Exemplaren alle Dimensionen. Ein Welterfolg, der seinesgleichen sucht. Nun geht die Geschichte weiter.

Um mit dem Ende zu beginnen: Leser sollten Verschwörung unbedingt vor dem letzten Satz zuklappen!

Darüber hinaus kann ich das Buch von David Lagercrantz aber uneingeschränkt empfehlen, auch wenn ein gewisser Jussi Adler-Olsen zum Boykott aufgerufen hat. Ein solches Verhalten gegenüber einem Kollegen halte ich übrigens für indiskutabel, außer vielleicht im aktuellen Fall Akif Pirinçci. Schon vor Veröffentlichung der Fortsetzung von Stieg Larssons Millenium-Trilogie wurde der Roman, genauer, die Tatsache, dass er überhaupt erscheinen sollte, im Netz vehement kritisiert. Warum aber schlägt dem Autor David Lagercrantz so viel Empörung, ja Hass entgegen? Von Grabschändung, Leichenfledderei, Ausbeutung ist da die Rede. Einem Verlag vorzuwerfen, er wolle mit einer Buchveröffentlichung Geld verdienen, ist absurd, und einem Autor dies vorzuhalten ebenso. Auch ein Adler-Olsen lebt von einer äußerst geschickten Marketing-Strategie. Und beliebte und erfolgreiche Figuren nach dem Tod ihres Autors weiter leben zu lassen ist auch nicht verwerflich und deshalb lange geübte Praxis. Wie viele großartige Sherlock-Holmes-Adaptionen wären uns entgangen, hätten die Epigonen Skrupel gehabt, das sicher schwere Erbe Arthur Conan Doyles anzutreten!

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Antonio Ortuño | Die Verbrannten

Antonio Ortuño | Die Verbrannten

Der Junge ist zu müde, um weiterzuschreien. Er klammert sich an Luna, drückt das Gesicht an sein Ohr, er hat Angst, dass jemand lauscht.
„Ich habe gehört, was dieser Hurensohn gesagt hat. Er hat gesagt, dass der Mann, sein Chef, ihm das befohlen hat. Ich hab’s gehört.“
Luna schaut ihn an. Der Junge wiederholt seine Geschichte. Schweigt, beginnt wieder von Neuem. […] Luna schlägt ihm mit dem Handrücken fest auf den Mund.
„Halt die Klappe, du Idiot. Du hast verdammtes Glück gehabt. Denn du hast das gerade dem einzigen Menschen in Santa Rita gesagt, der dich nicht töten wird. Aber du darfst es nie mehr wiederholen.“
Der Junge, die Augen weit aufgerissen, schwankend, an seinen Arm geklammert, nickt.
Am Morgen sagt er aus, dass er nichts von dem gesehen oder gehört hat, was er gesehen und gehört hat. (Auszug Seite 146)

In Santa Rita, einer kleinen Stadt im Süden Mexikos, wird ein Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft verübt. Es sterben vierzig Flüchtlinge. Irma alias Negra, arbeitet beim lokalen Büro der Nationalkommission für Migration. Sie nimmt sich der Überlebenden und der Angehörigen an. Sie soll vor allem beschwichtigen und Entschädigungen anbieten. Eine detaillierte Untersuchung des Ereignisses ist nicht wirklich vorgesehen. Niemand will in einem Klima der Angst als Zeuge auftreten. Doch die junge Überlebende Yein vertraut sich Irma an. Während Irma die Wahrheit ans Licht bringen will, sucht Yein nur eins: Vergeltung.

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Linda Castillo | Das Böse naht & Leise hallt der Tod

Linda Castillo | Das Böse naht & Leise hallt der Tod

Das Böse naht: Nur 48 Stunden hat Special Agent Sean Cutter, um eine verzweifelte Frau aufzuspüren. Allerdings will Mattie Logan nicht gefunden werden. Denn nicht nur Sean ist auf der Suche nach ihr, sondern auch der Jaguar – ein Terrorist, der es auf ihr Leben abgesehen hat.

Leise hallt der Tod: Ein Blick in Jessica Atwoods Gesicht und Special Agent Mike Madrid ist überzeugt, dass sie unschuldig ist. Aber warum ist sie zusammen mit einem Waisenkind auf der Flucht? Solange er nicht weiß, wovor sie davonläuft, kann er sie auch nicht beschützen. Doch genau das ist seine Aufgabe. Und das Böse kommt immer näher …

Um es kurz zu machen: in beiden Büchern beschreibt Autorin Linda Castillo, die ich mit Krimis aus dem Umfeld der Amischen kennengelernt habe, Fälle von jungen Frauen, die unschuldig in die Fänge der Justiz geraten sind und auf Ihrer Flucht von Special Agents zwar gestellt, aber nach einer actionreichen Jagd zum guten Schluss heldenhaft gerettet werden.

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David Simon | Homicide

David Simon | Homicide

Das Morddezernat ist die Oberliga, die ganz große Arena, die wahre Show. So war es schon immer. Als Kain seinen Bruder Abel um die Ecke brachte, glauben Sie bloß nicht, dass der Alte da oben ein paar uniformierte Grünschnäbel zu den Ermittlungen schickte. Verdammt, nein, er holte einen Detective. Und so wird es auch immer bleiben, denn das Morddezernat jeder großstädtischen Polizei ist seit Menschengedenken das natürliche Habitat einer ganz seltenen Spezies: das des denkenden Cop. (Auszug Seite 39-40)

Baltimore war Ende der 1980er eine der amerikanischen Großstädte mit der höchsten Mordrate. Im Jahr 1988 wurden 234 Morde aufgenommen. Autor David Simon begleitete ein Jahr lang die Detectives der Mordkommission. Er zeigt in seinem Buch die Normalität der Gewalt hart und ungeschönt, verzichtet dabei auf Erklärungsansätze. Stattdessen zeichnet er ein umfassendes Bild der Polizeiarbeit, die er in allen Facetten beschreibt. Die Polizisten werden am Tatort, bei der mühsamen Suche nach Zeuge, bei Verhören und Vernehmungen, in der Rechtsmedizin bis hin zur Gerichtsverhandlung beobachtet.

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