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George V. Higgins | Die Freunde von Eddie Coyle

George V. Higgins | Die Freunde von Eddie Coyle

Dem kleinkriminellen Waffenschieber Eddie »Fingers« Coyle droht der Bau, und Detective Dave Foley, sein Freund und Helfer bei der Polizei, stellt ihn vor eine schwierige Wahl: Die einzige Möglichkeit, dem Knast zu entgehen, ist, einen von seinen guten Kunden zu verpfeifen. Doch wer von den unzähligen Gangstern, die Eddie Coyle seine Freunde nennt, muss dran glauben?

Für Jimmy Scalisi, einen skrupellosen Mobster mit besten Verbindungen, hat Coyle die Knarren für eine Serie von brutalen Banküberfällen besorgt. Von Jackie Brown erwartet Coyle eine neue Lieferung, ein ganz großes Ding, Maschinenpistolen für ein paar politische sehr Engagierte. Und dann ist da noch Dillon, in dessen Bar Kontakte geknüpft und Geschäfte gemacht werden.

In Eddie Coyles Welt wäscht zwar eine Hand die andere, aber hier spielt jeder sein eigenes Spiel …

George V. Higgins‚ Gangster-Epos »Die Freunde von Eddie Coyle« wurde erstmals 1971 unter dem Originaltitel »The Friends of Eddie Coyle« veröffentlicht. Die deutschen Übersetzungen erschienen 1973 bei Hoffmann und Campe sowie 1989 bei Goldmann. Die Neuübersetzung von Dirk van Gunsteren wurde im Januar 2014 im Kunstmann Verlag veröffentlicht.

George V. Higgins, gestorben im November 1999, war Hochschullehrer, Staatsanwalt, eröffnete später seine eigene Anwaltskanzlei und vertrat unter anderem den Watergate-Verschwörer G. Gordon Liddy und den Black Panther Eldrigde Cleaver. Der »Balzac der Bostoner Unterwelt« schrieb mehr als zwanzig Romane.

»Die Freunde von Eddie Coyle« war George V. Higgins Debütroman, der dem Autor den Ruf des »Godfather der Gangster-Dialoge« (Süddeutsche Zeitung) und als »Balzac der Bostoner Unterwelt« eingetragen hat.

 

Schlägt man die erste Seite des 1971 erstmals im Original veröffentlichen Romans »Die Freunde von Eddie Coyle« auf und beginnt zu lesen, ist es, als ob man einen Film angeschaltet hätte. Und was für einen! Der Ruf der Geschichte eilt ihr voraus und der Leser wird nicht enttäuscht.

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Linwood Barclay | Nachts kommt der Tod

Linwood Barclay | Nachts kommt der Tod

Cal Weaver, ein Privatdetektiv, fährt in einer regne­rischen Nacht nach Hause. Auf einem Parkplatz klopft eine junge, nervös wirkende Frau an die Windschutzscheibe und bittet ihn, sie mitzunehmen. Cal hat Bedenken, fährt den Teenager aber zu einer Bar. Ein großer Fehler – denn am nächsten Morgen ist die Anhalterin verschwunden, ihre Freundin wird tot auf­gefunden. Und der Verdacht fällt auf Cal …

»Nachts kommt der Tod« führt uns in eine amerikanischen Kleinstadt, irgendwo zwischen New York und der kanadischen Grenze, in der die Polizei das Gesetz eher als Richtlinie sieht denn als Regelwerk und in der der Bürgermeister und der Polizeichef Machtkämpfe austragen.

Cal und Donna Weavers Sohn Scott ist vor zwei Monaten im Drogenrausch vom Dach des lokalen Möbelhauses gesprungen. Seitdem liegt ihre Welt in Trümmern und Cal versucht mit allen – teilweise nicht ganz lupenreinen – Mitteln, denjenigen aufzuspüren, der seinem Sohn den Stoff verkauft hat, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Cal will Claire, die junge Anhalterin, erst nicht mitnehmen, als sie ihn anspricht, aber als sie sagt, sie kannte Scott, verspricht er sich Informationen von ihr und lässt sie einsteigen.

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Louise Welsh | Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar

Louise Welsh | Verdacht ist ein unheimlicher Nachbar

Für Jane Logan ist Berlin ein Ort voller Versprechen. Sie ist schwanger und glücklich, endlich mit ihrer Freundin Petra zusammenzuziehen.

Alles ist neu; die Sprache, die Straßen, die Leute. Sie versucht, während ihre Partnerin arbeitet, sich einzuleben, die Gegend zu erkunden, die Nachbarn kennenzulernen.

Aber in diesem trüben Berliner Winter fühlt sie sich immer einsamer und eigenartig angezogen von dem verfallenen Hinterhaus, in dem nachts ein Licht flackert und manchmal ein Schatten über die Treppe huscht. Ist das Anna, die dreizehnjährige Tochter ihres Nachbarn?

Der Verdacht, dass mit dem jungen Mädchen etwas nicht stimmt, lässt Jane nicht mehr los. Wieso takelt sie sich so auf? Woher kommen die blauen Flecken in ihrem Gesicht? Warum streitet sie so heftig mit ihrem Vater, dass man es gar nicht überhören kann? Für Jane gibt es nur eine Erklärung und eine Reaktion: Das Mädchen muss beschützt werden, vor allem vor ihrem Vater.

So mischt sie sich ein, immer mehr, und völlig obsessiv, als sie erfährt, dass Annas Mutter unter mysteriösen Umständen verschwunden ist. Allein und verstört befürchtet Jane das Schlimmste, aber das Schlimmste kommt erst noch.

Mitten im eisigen Berliner Winter der Gegenwart beginnt für Jane ein neuer Lebensabschnitt. Hochschwanger zieht sie von London nach Berlin zu ihrer Lebensgefährtin Petra – und damit in eine komplett neue Welt. Petras Wohnung ist groß und nüchtern, das genaue Gegenteil zu ihrer gemütlichen Londoner Dachgeschosswohnung. Die Wohnung befindet sich in einem Mehrparteienhaus mit Blick auf den örtlichen Friedhof und die angeschlossene katholische Kirche.

Louise Welsh zeichnet mit diesem Wohnbezirk eine gespenstige Gegend, die als Wohnort für eine moderne Jungfamilie nicht schauriger sein könnte. Die wenigen Nachbarn scheinen Phantome und im Hinterhaus, auf welches Jane aus dem Kinderzimmer blickt, ereignen sich merkwürdige Dinge. Genau in dieses Zimmer zieht es sie immer wieder, in den ersten Tagen, in denen sie alleine in dieser fremden Wohnung, dieser fremden Stadt lebt, denn Petra musste überraschend zu einem Geschäftstermin nach Wien. Spärlicher Telefonkontakt ist in dieser Zeit die einzige Verbindung.

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Leonardo Padura | Ketzer

Leonardo Padura | Ketzer

Havanna – Hamburg – Amsterdam – London

Havanna, 27. Mai 1939: Die MS St. Louis fährt im Hafen ein. An Bord: 937 jüdische Flüchtlinge aus Deutschland. Daniel Kaminsky wartet an Land auf Eltern und Schwester. Doch die Einreise wird allen verweigert, das Schiff fährt zurück nach Europa.

Amsterdam, 1648: Elias, ein Schüler Rembrandts, wird vom mächtigen Rabbinerrat aufgrund seiner Malerleidenschaft aus der Stadt verstoßen. Der Meister selbst gibt ihm sein Porträt mit auf den Weg ins Exil.

London, 2007: Sensation auf dem Kunstmarkt: Ein bislang unbekanntes Christus-Porträt von Rembrandt taucht bei einer Auktion auf. Wer ist der Eigentümer? Mario Conde macht sich auf die Suche nach den Geheimnissen des Christusbildes und der Familie Kaminsky. Der Fall führt ihn durch die Jahrhunderte. Die Spur zieht sich um die halbe Welt.

Der karibische Inselstaat Kuba ist für vieles bekannt: Zigarren, Musik, hochprozentige Drinks und den bekannten Revolutionär Fidel Castro. Fernab dieser üblichen Klischees hat sich aber dort auch (insbesondere in den letzten Jahren) eine durchaus erwähnenswerte Literaturszene entwickelt, welcher leider außerhalb Kubas viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. Einer der wenigen Ausnahmen ist dabei der – 1955 in Havanna geborene – Journalist und Autor Leonardo Padura. Seine Werke wie zum Beispiel »Das Havanna-Quartett« oder auch »Der Nebel von gestern« wurden international verlegt und mit positiven Kritiken geradezu überhäuft. Er schildert in seinen Büchern ein wunderbar authentisches Bild von Kuba in Verbindung mit interessanten Charakteren. Seine Werke sind allesamt immer gut recherchiert. Padura ist Schriftsteller, aber dennoch kein Märchenerzählen. Dies betont er immer wieder.

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Gillian Flynn | Dark Places

Gillian Flynn | Dark Places

Sie war sieben, als die Schüsse fielen. Als sie in die kalte Nacht hinauslief und sich versteckte. Als ihre Mutter und ihre beiden Schwestern umgebracht wurden. Als ihre Zeugenaussage ihren Bruder hinter Gitter brachte.

Jetzt, 25 Jahre später, ist aus Libby Day eine verbitterte, einsame Frau geworden, deren Leben eigentlich keines mehr ist. Doch inzwischen gibt es Leute, die an der Schuld ihres Bruders zweifeln.

Libby muss noch einmal ihre Vergangenheit aufrollen: Was hat sie in jener verhängnisvollen Nacht wirklich gesehen? Ihre Erinnerungen bringen sie in Lebensgefahr – so wie damals.

Bei „Dark Places“ handelt es sich um den 3. Krimi der in Kanses City geborenen Autorin Gillian Flynn. Die ehemalige Filmkritikerin machte bereits 2007 und 2012 mit ihren Roman „Cry Baby“ sowie „Gone Girl“ in der Welt der Krimis international auf sich aufmerksam und wurde dabei unter anderem vom Horror-Altmeister Steven King für ihren außergewöhnlich düsteren Schreibstil in den höchsten Tönen gelobt.

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