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Tim Herden | Harter Ort

Tim Herden | Harter Ort

„Damp lief zum Strand. Dort entdeckte er eine Menge Fußspuren. Sie führten nach Süden. Damp folgte ihnen. Die Steinmole bot ein wenig Schutz vor dem eisigen Wind. Durch den hochgeschlagenen Jackenkragen konnte er kaum etwas erkennen, sondern musste sich an den Fußspuren orientieren. Als er einige Hundert Meter gelaufen war, endete der Steinwall. Die Hiddenseer nannten den Strandabschnitt „Harter Ort“. Irgendwann in grauer Vorzeit war hier mal ein Schiff untergegangen.“ (Auszug Seite 265)

Von einem seltsamen Geräusch wird Malte Fittkau mitten in der Nacht wenige Tage nach dem Jahreswechsel geweckt. Ihm wird schnell klar, dass das alte Hotelschiff „Caprivi“ Schlagseite hat und kurz davor ist unterzugehen. Schnell alarmiert er die Feuerwehr, um das Schlimmste zu verhindern. Bei der Rettung des großen Dampfers entdecken die Helfer eine Leiche im Innenraum des Schiffes. Steifgefroren. Malte Fittkau informiert die Polizei und wenig später trifft der Inselpolizist Ole Damp ein. Es handelt sich bei dem Toten um Martin Dehn. Er war lange Zeit Biologielehrer auf der Insel und hat vor kurzem die alte Vogelwarte gekauft und zu dem noblen Hotel „Dornbusch“ umgebaut. Zuerst wird vermutet, dass der Tod ein Unfall war, aber nach eingehender Untersuchung finden die Kollegen der Pathologie auf Rügen Hinweise darauf, dass Dehn mit Chloroform betäubt wurde. Durch die hohe Dosis ist das Opfer nicht rechtzeitig vor dem Erfrieren aufgewacht. Also Mord.

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Wendy Walker | Nichts ist je vergessen

Wendy Walker | Nichts ist je vergessen

„Die Entstehung und Speicherung von Erinnerungen ist ein Thema, bei dem selbst die medizinischen Fachkreise noch lange nicht ausgelernt haben. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Studien zu diesem Thema durchgeführt, und so tauchen in regelmäßigen Abständen neue Forschungsergebnisse auf. Unser Gehirn verfügt über ein Langzeit- und Kurzzeitgedächtnis. Das Orten und Abrufen von Erinnerungen erfolgt aus Speicherorten, die Wissenschaftler inzwischen für unermesslich groß halten. Jahrzehntelang glaubten Neurowissenschaftler, Erinnerungen würden in den Synapsen gespeichert, die unsere Gehirnzellen miteinander verbinden, und nicht in den Gehirnzellen (oder Nervenzellen) selbst. Dies gilt inzwischen als widerlegt. Heute gehen die Forscher davon aus, dass es die Nervenzellen sind, die unsere Vergangenheit enthalten. Sie haben außerdem entdeckt, dass Erinnerungen nicht statisch sind. Im Gegenteil: sie verändern sich jedes Mal, wenn wir sie aus dem Archiv holen.“ (Auszug Seite 33)

Bei einer Party wird ein 15-jähriges Mädchen vergewaltigt. Die behandelnden Ärzte im Krankenhaus stimmen mit den Eltern des Mädchens ab, dass es einer Behandlung unterzogen wird, bei der alle Erinnerungen an diesen Vorfall ausgelöscht werden. Was nach einer perfekten Lösung klingt, ist es nicht. Jenny kann sich zwar an nichts mehr erinnern, aber genauso wenig kann sie ihre neuartigen Gefühle zuordnen. Nach einem Jahr ohne Besserung und einem knapp verfehlten Selbstmordversuch kommt Jenny in die Behandlung des Psychiaters Alan Forrester.

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Heinz Strunk | Der goldene Handschuh

Heinz Strunk | Der goldene Handschuh

Als ich im vergangenen Herbst die Vorankündigung für Der goldene Handschuh las, wusste ich sofort, dass dies ein Buch ist, an dem ich nicht vorbei komme. Fritz Honka, dessen Konterfei das Cover ziert, hat mich seit je her interessiert. Dabei kann ich das Warum im Fall Honka gar nicht so genau auf den Punkt bringen. Ich denke, es ist die gelungene Mischung der Wirklichkeiten des Falls, die eine Faszination ausmacht. Das Hamburger Milieu der 70er-Jahre und dazu eine verkrachte Existenz, von der Heinz Strunk zitierend sagte, „dass er auch noch das Pech hatte zum Mörder zu werden“.

Strunks schrecklicher Held heißt Fritz Honka – für in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmörder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Honka, ein Würstchen, wie es im Buche steht, geistig und körperlich gezeichnet durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt, nahm seine Opfer aus der Hamburger Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ mit.

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Britta Bolt | Das Haus der verlorenen Seelen

Britta Bolt | Das Haus der verlorenen Seelen

Pieter Posthumus hatte noch nie so viel Blut gesehen.
„Mein Gott“, sagte jemand hinter ihm. Eine Hand in seinem Rücken schob ihn ins Zimmer.
„Du bist das doch gewöhnt“ „Normalerweise sehen wir die Leichen nicht“, sagte Posthumus.
„Nicht so.“ (Auszug Seite 9)

Nach dem gelungenem Debüt Das Büro der einsamen Toten geht nun die Reihe um Pieter Posthumus mit Das Haus der verlorenen Seelen weiter. Pieter, der als Beamter der Stadt Amsterdam für eine würdige Beerdigung von anonymen Leichen zuständig ist, wird diesmal zufällig Zeuge eines brutalen Gewaltverbrechens.

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Sebastian Bergman | Tod in der Silbermine ►

Sebastian Bergman | Tod in der Silbermine ►

Im Ort Ludvika werden drei junge Frauen tot in einer Silbergrube aufgefunden. Es handelt sich offenbar um einen kollektiven Selbstmord, nach dem Besuch eines Rockkonzertes.

Doch der Kriminalpsychologe Sebastian Bergman teilt die Einschätzung seines Kollegen nicht. Er findet heraus, dass die drei zwar selbstmordgefährdet waren, aber eine vierte Person sie vergiftet haben muss.

Sebastian Bergman erfährt aus der Zeitung von einem Fall in Ludvika, bei dem drei Mädchen Tod in einer Mine gefunden wurden. Alles sieht nach Selbstmord aus, da sie durch einen Gift-Cocktail gestorben sind und in diese Richtung gehen auch die Ermittlungen der zuständigen Polizei. Eins der Mädchen war bei der gleichen Psychologin wegen Selbstmordgedanken in Behandlung, bei der auch Sebastian ist. Die Psychologin macht sich Vorwürfe, weil sie immer nur von Gedanken ausgegangen ist und es nicht für möglich gehalten hat, dass es tatsächlich passiert. Obwohl Sebastian nicht für den Fall zuständig ist, interessiert er sich dafür, auch aufgrund der Vorwürfe von seiner Psychologin. Er besorgt sich eigenmächtig Akteneinsicht und fährt zum Tatort.

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