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Hauke Lindemann | Die Akte Rollmops

Hauke Lindemann | Die Akte Rollmops

„Essen!“, platzte es aus der alten Frau heraus. „Ich wollte was zu essen machen. Mir selbst hatte ich schon ein Glas mit den Rollmöpsen aus dem Kellerhals geholt. Zwei davon mit einem Butterbrot, das reicht mir. Ich hatte zuletzt keinen großen Hunger, das ist mir doch alles ziemlich auf den Magen geschlagen. Aber ich muss ja auch an Walter denken, und der braucht dann doch etwas mehr. Das ist so gemein!“, rief sie und weinte wieder stärker. (Auszug Seite 124)

Malte Reese ist zu Besuch bei seinen Eltern und nach einem Festival nachts nicht wieder ins Elternhaus zurückgekehrt. Luise und Walter Reese haben am darauffolgenden Tag ein leeres und unbenutztes Bett vorgefunden. Sie machen sich große Sorgen um ihren einzigen Sohn und bitten Liane Maschmann um Hilfe. Liane kennt Familie Reese schon seit ihrer frühen Kindheit und hilft natürlich gern, weiß aber auch aus ihrer ehemaligen Polizeitätigkeit, dass man für einen erwachsenen Mann zwar eine Vermisstenanzeige aufgeben kann, diese aber mit unterster Priorität bearbeitet wird, wenn es keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen oder Ähnliches gibt. Und das ist der Fall bei Malte.

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Charles den Tex | Die Zelle

Charles den Tex | Die Zelle

Das ist nicht mein Leben, was immer die anderen auch behaupten mögen. Es ist, als sei ich ein Fluss und als habe mich in der Nacht irgendjemand umgeleitet. Als flösse ich plötzlich durch ein anderes Land, eine unbekannte Gegend. Irgendjemand fährt mit einem Auto herum, das nicht mir gehört, aber auf meinen Namen zugelassen ist. In Monster, um genau zu sein. Das ist ein Anschlag auf meine Integrität. In Monster. Da bin ich noch nie zuvor gewesen. Da habe ich gar nichts zu suchen. Andere vielleicht, ich nicht.
ICH KENNE MONSTER NICHT!
Ich solle Ruhe bewahren, hat mir meine Anwältin geraten. Aber es gelingt mir nicht. Wenn ich nicht ganz schnell beweisen kann, dass ich Opfer eines Verbrechens geworden bin und nicht Täter eines anderen, dessen mich die Polizei beschuldigt, habe ich den Schwarzen Peter und ich kann nicht gut Karten spielen (Auszug Seite 79)

Der Unternehmensberater Michael Bellicher ist auf einer Landstraße unterwegs, als vor ihm ein Wagen schwer verunglückt. Die beiden Insassen kommen ums Leben, Bellicher ruft die Einsatzkräfte. Doch als die Polizei eintrifft und seine Personalien kontrolliert werden, wird Bellicher vom Zeugen zum Beschuldigten. Denn er wird wegen Fahrerflucht bei einem anderen Unfall gesucht, der mit einem Wagen verursacht wurde, der auf seinen Namen zugelassen ist.

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Nina Malik | Schwarze Federn

Nina Malik | Schwarze Federn

Als Marlis Seelers aus einem Albtraum erwacht, muss sie feststellen, dass die Realität tausendmal schrecklicher ist. Ihr Haus wurde verwüstet und mit Teer beschmiert. Als sie den Wintergarten betritt, stockt ihr endgültig der Atem: In einem Nest aus Federn liegt dort ein totes Liebespaar. Während Chefermittler Simon Ackermann der Spur des plötzlich verschwundenen Ehemanns folgt, durchleuchtet seine junge Kollegin Franka Janhsen die scheinbar heile Welt der Familie Seelers. Dort stößt sie auf einen Strudel dunkler Geheimnisse, der sie unausweichlich anzieht. Denn Franka hat mit ihren eigenen Abgründen zu kämpfen …

Nach den Angaben im Buch handelt es sich bei Schwarze Federn um den Auftakt einer neuen Krimireihe mit den Hauptpersonen Franka Janhsen (kein Tippfehler, steht so im Buch) und Simon Ackermann, Kommissare in der Rerricker Mordkommission.

Die Handlung spielt in der „höheren“ Rerricker Gesellschaft, genauer gesagt in und um die Familie des wegen seiner Methoden durchaus umstrittenen Staatsanwaltes Albert Seelers. Dessen Frau Marlis findet, erwacht aus einem Albtraum und auf der Suche nach ihrem Mann, der das Schlafzimmer unbemerkt verlassen hat, im Treppenhaus an der Wand einen Teerstreifen vor, der sie bis in den Wintergarten der Villa leitet. Dort entdeckt sie etwas, dass den vorhergegangenen Albtraum noch um einiges übertrifft. In einem Nest aus Federn liegt ein totes Pärchen, ein sehr junger, fast engelsgleich aussehender Mann und eine Frau, deren Gesichtszüge sie zunächst auch für fast makellos hält, bis sie bemerkt, dass es sich um eine Maske handelt, darunter verbirgt sich allerdings ein Gesicht, dass kaum noch erkennbar ist.

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Gila Lustiger | Die Schuld der anderen

Gila Lustiger | Die Schuld der anderen

Nun war er wieder da. Unter Strom. Mitten im Geschehen. Das gnadenlose Raubtier Rappaport, das ungesehen den endlosen Flur entlangstreifte, flink Treppen hinunterhuschte und, die Gunst des Augenblicks nutzend, die Halle durchquerte, als alle gerade damit beschäftigt waren, eine Gruppe Jugendlicher in die Ausnüchterungszelle zu verfrachten. Die fünf Kids randalierten und wollten sich nicht bändigen lassen? Umso besser. (Auszug Seite 67)

Der brutale Mord an der jungen Prostituierten Emilie Thevenin vor fast 30 Jahren in Paris wurde nie aufgeklärt. Als man jetzt im Jahrhundertsommer mit Hilfe einer DNA-Analyse den vermeintlichen Täter überführt, kommen dem engagiertem Journalisten Marc Rappaport Zweifel an der Schuld des Verdächtigen. Nach Rücksprache mit seinem Chefredakteur fährt der ehrgeizige Reporter zwecks Recherche nach Charfeuil, die Kleinstadt, in der Emilie aufwuchs.

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Anita Terpstra | Anders

Anita Terpstra | Anders

„Wie ist es, wieder zurück zu sein?“ Linc war klar, wie einfältig seine Frage klang, doch ihm fiel nichts Besseres ein.
„Anders als ich es mir vorgestellt habe“, räumte Sander ein.
„Besser oder schlechter?“
Es ist, als würde jeder auf Zehenspitzen gehen.“
„Wir bemühen uns alle.“
„Das müsst ihr nicht. Ich bin nicht aus Zucker, sondern halte was aus. Zeigt sich eigentlich schon daran, dass ich die letzten Jahre überlebt habe.“ (Auszug Seite 224)

Bei einer Nachtwanderung im Wald eines Ferienlagers verschwindet der 11-Jährige Sander Meester spurlos. Sein Freund Maarten wird gefunden, tot und mit heruntergezogener Hose. Es war eine Vierergruppe: Sanders Schwester Iris, ihr Freund Christiaan und die beiden Jungen Sander und Maarten. Auf dem Weg zum Ferienlager haben sie sich aus den Augen verloren und den Weg zurück nicht mehr gefunden.

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