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Bernhard Aichner | Totenrausch Bd. 3

Bernhard Aichner | Totenrausch Bd. 3

(…) Du besorgst Pässe für mich und meine beiden Töchter und ich bringe jemanden für dich um. Hast du doch gesagt, oder? Ich töte jemanden für dich. Erinnerst du dich?
Ja, ich erinnere mich.
Ich habe dir eine Liste mitgebracht.
Was für eine Liste?
Weil ich ein guter Mensch bin, bekommst du eine zweite Chance. (…)
(Auszug Seite 160)

Blum ist auf der Flucht mit ihren beiden Töchtern. In ihrer Heimatstadt Innsbruck wird sie wegen mehrfachen Mordes gesucht. Erst versteckt sie sich in Dänemark, aber nach einigen Wochen muss Blum versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen und fährt nach Hamburg. Dort erfährt sie von Egon Schiele, ein Zuhälter, der ihr und ihren Kindern neue Pässe besorgen kann. Im Gegenzug für eine neue Identität verspricht Blum ihm, einen Menschen umzubringen. Die ersten Wochen in Hamburg verlaufen traumhaft: Schiele besorgt nicht nur neue Ausweise, sondern die kleine Familie darf auch in seinem reetgedeckten Haus in Blankenese wohnen, die Kinder gewöhnen sich in der Schule ein und Blum findet einen Job bei einem Bestatter. Ein neues Leben beginnt. Bis Schiele auf seine Gegenleistung besteht. Ab da läuft alles aus dem Ruder…

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Stefan Keller | Das Ende aller Geheimnisse

Stefan Keller | Das Ende aller Geheimnisse

„Wetten, dass die Neue bessere Ergebnisse mitbringt als wir?“, fragte Dennewitz, als Löwinger den Wagen die Abfahrt von der Brücke hinunterlenkte. […] Er grunzte anstelle einer Antwort.
„Die Kleine hat einen ziemlichen Lauf, findest du nicht?“, setzte Paul nach.
„Sie ist halt hartnäckig.“
„Ich glaube, unsere schwarze Perle hat nur eine Glückssträhne.“
„Du bist sauer, oder?“
„Quatsch!“ (Auszug Seiten 182-183)

Der ersten Tag im neuen Job: Kommissarin Heidi Kamemba hat direkt einen schweren Stand, denn obwohl sie selbst natürlich nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen will – als erste dunkelhäutige Kommissarin fällt sie natürlich überall auf. Die erste Leiche ist allerdings auch nicht fern und Heidi hat direkt einen interessanten Fall: Auf einem Waldweg wird eine verbrannte und nicht auf Anhieb identifizierbare Leiche aufgefunden. Als die Mordkommission schließlich die Identität klären kann und die Wohnung des Opfers aufsucht, ist diese komplett leer. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte – bis Heidi einen versteckten USB-Stick in der Wohnung aufstöbert.

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Agatha Christie | Das Geheimnis von Greenshore Garden ♬

Agatha Christie | Das Geheimnis von Greenshore Garden ♬

Die berühmte Kriminalschriftstellerin Ariadne Oliver soll auf einem Landsitz in Devon während eines Sommerfestes eine fiktive Mörderjagd inszenieren. Für ein beträchtliches Honorar hat Ariadne eine Schnitzeljagd mit falschen Indizien, Verdächtigen und Opfer arrangiert, doch ihr Bauchgefühl sagt ihr, „dass sie manipuliert und eingewickelt wurde.“ Aus Angst, dass tatsächlich etwas passieren wird, bittet Sie ihren guten Freund Hercule Poirot um Hilfe. Und der belgische Meisterdetektiv, auf Ariadnes Intuition vertrauend, ist auch viel zu neugierig und reist aus London an.

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Denise Mina | Die tote Stunde

Denise Mina | Die tote Stunde

Die hübsche Blondine stand in der Tür zum Wohnzimmer und lauschte. Sie hatte einen schlanken Hals und feine Gesichtszüge, die Spitzen ihrer kinnlangen Haare waren rosa von Blut. Als sie Paddy im Spiegel sah, strich sie sich mit ihren schlanken Fingern die Haare hinters Ohr und gab so den Blick auf ihren blutigen Kiefer frei. Ein dünner scharlachroter Streifen verlief von ihrem Mundwinkel zum Kinn und weiter über ihren Hals bis zum Schlüsselbein, wo er den großen Lady-Di-Spitzenkragen ihrer weißen Bluse tränkte. (Auszug Seite 14)

Denise Mina entführt den Leser in Die tote Stunde in das Glasgow der 80er Jahre. Die junge Nachwuchs-Reporterin Paddy Meehan arbeitet bei den Scottish Daily News in der unbeliebten Nachtschicht und muss mit ihrem geringen Einkommen auch noch Eltern und Geschwister ernähren. Mit ihrem Fahrer Billy hört sie den Polizeifunk ab, um den Ermittlern zu den Einsatzorten zu folgen und kleine Polizeimeldungen zu schreiben. In einer bitterkalten Februarnacht wird sie in einer wohlhabenden Gegend Zeugin eines Falles von häuslicher Gewalt. Obwohl sie noch einen kurzen Blick auf die blutende Frau erhaschen kann, lässt sie sich genau wie die Polizisten vor Ort von dem eleganten Mann an der Tür abwimmeln. Sie nimmt sogar den 50 Pfund Schein an, da sie das Geld gut gebrauchen kann. Als sie am anderen Morgen erfährt, dass die Frau totgeschlagen wurde, meldet sie sich von Schuldgefühlen getrieben samt Bestechungsgeld bei der Polizei. Da ihre Aussage dort aber kein gesteigertes Interesse findet, beschließt sie, den Fall selbst aufzuklären.

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Volker Kutscher | Der stumme Tod

Volker Kutscher | Der stumme Tod

März 1930: Der Tod einer Schauspielerin führt Gereon Rath in die Studios der Filmmetropole Berlin. Der junge Kommissar lernt die Schattenseiten des Glamours kennen und erlebt eine Branche im Umbruch. Der Tonfilm erobert die Leinwände, und dabei bleiben viele auf der Strecke: Produzenten, Kinobesitzer – und Stummfilmstars.

Volker Kutscher hat die 30er Jahre der Weimarer Republik als Hintergrund für seine Kriminalromane um den Kölner Kommissar Gereon Rath gewählt, den es nach Berlin verschlägt, jener Stadt, die für Kutscher eine mindestens ebenso spannende Kulisse abgibt wie die amerikanischen Metropolen, in denen die von ihm geliebten Gangstergeschichten Hammetts und Chandlers sich abspielen. Dabei verfolgt der Autor einen ehrgeizigen Plan, er will einen weiten Bogen schlagen, auch über die Weimarer Zeit hinaus bis ins Jahr 1936, wenn die Reichshauptstadt und Hitler-Deutschland Gastgeber der Olympischen Spiele sein werden, soll sein Ermittler in jedem Jahr ab 1929 (in dem sein Erstling Der nasse Fisch spielt) einen Fall in acht Romanen lösen(inzwischen hält Kutscher es für durchaus denkbar, dass es vielleicht noch weiter geht) und nebenbei die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen jener Epoche beobachten.

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