Monat: Oktober 2017

Didier Daeninckx | Bei Erinnerung Mord

Didier Daeninckx | Bei Erinnerung Mord

„[…] Ich erzähle Ihnen das alles, Inspecteur, obwohl es offiziell nie passiert ist. Keinerlei Beweise. Keinerlei Spuren dieser 48 Leichen: Die Gerichtsmedizin hat für jeden einzelnen Todesfall eine reale und plausible Ursache gefunden. Ab in die Versenkung der Geschichte. Und es ist für alle Welt besser , daß sie auch dort bleiben! Kommen Sie nicht auf die Idee, die wieder ans Licht zu zerren; die werden es wie Dracula machen und mit ihrem Blut zu neuem Leben erwachen.“ (Auszug Seite 94)

Der junge Historiker Bernard Thiraud aus Paris recherchiert im Stadtarchiv von Toulouse. Als er abends das Archiv verlässt, wird er auf dem Weg ins Hotel erschossen. Inspektor Cadin tut sich extrem schwer bei seinen Ermittlungen, da er zunächst kein Motiv erkennen kann. Doch dann findet er heraus, dass zwanzig Jahre zuvor auch der Vater des Opfers, der Geschichtslehrer Roger Thiraud, während der Demonstrationen gegen den Algerienkrieg erschossen wurde.

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Volker Kutscher | Goldstein ♬

Volker Kutscher | Goldstein ♬

Machtkampf in der Berliner Unterwelt

Volker Kutscher führt den Leser in diesem dritten Teil seiner Reihe um den Berliner Kriminalkommissar Gereon Rath ins Jahr 1931. Die Berliner Polizeibehörden werden vom FBI über den Besuch des jüdischen Gangsters Abraham Goldstein aus Brooklyn informiert und Rath bekommt die Aufgabe, diesen zu beschatten. Während Gereon sich auf seinem Observierungsposten im Hotel Excelsior langweilt, bewegt sich der titelgebende berüchtigte Verbrecher Goldstein frei und bewaffnet in der Stadt.

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Massimo Carlotto | Der Tourist

Massimo Carlotto | Der Tourist

So hätte die Sache nicht laufen dürfen. Die Male zuvor war es ganz anders gewesen. Die Auserwählten hatten sich gut benommen und keinen Widerstand geleistet, im Gegenteil, vor Entsetzen hatten sie sich ihm unterworfen, und das gefiel ihm besonders gut. […]
Sie öffnete die Augen. Ihr erster Impuls war, sich zu befreien, also rammte sie ihm die Knie in den Rücken, aber ihr Angreifer begann, sie zu würgen. Hasserfüllt starrte sie ihn an, so als hätte sie gar keine Angst, als wäre sie immer und in jedem Moment bereit, um ihr Leben zu kämpfen. Sie versuchte alles, um die Lage zu ihren Gunsten zu wenden, und plötzlich flüsterte sie etwas. Ihm war, als wiederholte sie mehrfach ein und dasselbe Wort, vielleicht einen Namen.
Da wurde dem Mann bewusst, dass er seine Auserwählte fürchtete, ihr gegenüber eine gewisse Befangenheit verspürte, und im Gegensatz zu den anderen Malen hatte er es eilig, sie zu töten. (Auszug Seiten 10-11)

Er ist ein Serienmörder mit perfekter Tarnung. Seine Opfer sucht er zufällig aus, vor allem nach der Exklusivität ihrer Handtasche. Bevorzugt mordet er in Großstädten mit viel Besucherandrang, daher sein Name: „Der Tourist“. Doch das Opfer, dass er sich in Venedig ausgesucht hat, ist anders als sonst und bringt ihn hinterher ganz schön in Bedrängnis. Allerdings nicht mit der Polizei.

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Elisabeth Hermann | Schattengrund

Elisabeth Hermann | Schattengrund

„So lange haben wir uns nicht mehr gesehen. Als Kind warst Du oft bei mir und hast mein Haus mit Lachen und Freude erfüllt. Es trägt zwar den Namen ‚Schattengrund‘, aber wenn Du da warst, schien die Sonne in allen Räumen. Nichts wäre schöner, als dieses Haus in Deine Hände zu legen.“ (Auszug Seite 18)

Nico traut ihren Ohren nicht: sie hat das Haus ihrer Tante Kiana im Harz geerbt. Sie bekommt es aber nur, wenn sie drei Rätsel löst, die mit einem alten Besen, einem Stein und einer halben Postkarte zu tun haben. Nicos Eltern halten das für einen schlechten Scherz und schlagen das Erbe stellvertretend für die noch nicht volljährige Tochter aus. So ganz kann sich Nico damit nicht abfinden und reist deshalb heimlich in den Harz um sich das Haus „Schattengrund“ anzusehen.

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Joakim Zander | Der Bruder Bd. 2

Joakim Zander | Der Bruder Bd. 2

„Also, wie lang dauert es, Fuchs?“ Er zuckt mit den Schultern. „Zehn Sekunden für den Tankdeckel, ein paar Minuten für die Tür, mehr nicht.“ „Und dann?“ „Alles easy, nur ein paar Minuten. Chill, Alter. I get this.“ Wir sehen uns an und können uns das Grinsen nicht verkneifen, können nicht verbergen, wie sehr wir uns darauf gefreut haben, auf den Frühling, auf das Ghettoleben. Also schwärmen wir aus in das gelbe Licht des Parkplatzes und schweben lautlos auf den Audi zu, nur auf die Rache konzentriert, auf das Chaos. (Auszug Seiten 44/45)

Triste schwedische Vorstadt gegen New Yorker Lifestyle

Die Geschwister Fadi und Yasmine Ajam leben mit ihren Eltern als afghanische Einwanderer in einem Stockholmer Vorort. Bergort ist eine triste und graue Trabantenstadt. Die Kinder sind sich meist selbst überlassen und haben eine enge Beziehung zueinander. Eines Tages flieht Yasmine aus diesem Ghetto und ihrem Leben als Migrantin. In New York arbeitet sie für eine PR-Agentur als Expertin für aktuelle Trends und lässt ihren geliebten kleinen Bruder zurück. Fadi verliert seinen letzten Halt und gerät in die Fänge von radikalen Islamisten.

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