Monat: September 2017

Abgehakt | September 2017

Abgehakt | September 2017

Oft fehlt uns die Zeit, alle guten Titel zu besprechen, die man aber doch gerne vorstellen mag. Oder aber es gelingt einem nicht, eine längere Rezension zu verfassen, weil das gelesene Werk einen etwas ratlos zurücklässt. So haben wir uns entschieden, neben den Aktennotizen eine weitere Kategorie einzuführen, und zwar

Abgehakt – Krimis kurz besprochen.

In regelmäßigen Abständen – planmäßig einmal im Quartal – stellen wir euch jeweils mehrere Titel in Form von Kurzrezensionen vor. Manche Titel haben einen  Empfehlungscharakter, andere sind Stoff für Diskussionen. Dazu laden wir ausdrücklich ein.

 

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Jürgen Flenker | Das Rattenorakel

Jürgen Flenker | Das Rattenorakel

„Ich habe das für euch noch einmal so hingelegt, wie wir es vorgefunden haben. Vielleicht könnt ihr euch einen Reim darauf machen.“
Wende und Rennert staksten zwischen dem Spielzeug hindurch auf die Schlafplätze zu und sahen sich an. Am Kopfende der Matratzen lag jeweils ein Plüschtier, aber es waren keine normalen Kuscheltiere, sondern zwei ziemlich echt wirkende Stoffratten. (Auszug Seite 26)

Polizeihauptkommissar Rigo Wende wird zu einem Fall gerufen, bei dem zwei Kinder entführt wurden. Einfach so am helllichten Tag aus der Wohnung. Statt ihner liegen im Kinderzimmer jetzt Stoffratten. Was hat es denn damit auf sich? Wende und sein Team befragen mögliche Zeugen und Verdächtige, finden aber keine Spur. Aber in den Bäuchen der Plüschtiere war eine Textpassage aus der Sage des Rattenfängers von Hameln. Dann verschwindet noch ein Kind spurlos, bis auf eine erneute Ratte und wieder ein Satz der Sage. Nach dem vierten entführten Kind ergibt sich dann endlich eine Fährte und die führt in die Schulzeit von Rigo Wende zurück.

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Kanae Minato | Geständnisse

Kanae Minato | Geständnisse

„Vielleicht habt ihr es in der Absicht mitgebracht, einen Klassenkameraden zu verletzen, aber wenn ihr sagt, ihr wollt euch damit nur vor Angriffen auf dem Schulweg schützen, können wir nichts dagegen tun. (…) Nur wenn euer Messer einen Zwischenfall auslöst oder benutzt wird, um jemanden zu verletzen, haben wir endlich das Recht es euch wegzunehmen – aber dann ist es zu spät, und natürlich wird man uns vorwerfen, dass wir nicht früher eingriffen haben (…).“ (Auszug Seite 35)

Yuko Moriguchi ist Lehrerin und hat kürzlich ihre kleine Tochter bei einem tragischen Unfall auf dem Schulgelände verloren. Jetzt hat sie ihre Arbeit gekündigt und an ihrem letzten Tag steht sie vor ihrer Klasse und „lässt die Bombe platzen“: Zwei Mitschüler sind am Tod ihrer Tochter Schuld. Die Beschuldigten bleiben nicht lange unerkannt und in dem Buch wird beschrieben, wie sich alle in deren Umfeld daraufhin verhalten.

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Candice Renoir | Staffel 3 ►

Candice Renoir | Staffel 3 ►

Mit ihren ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden, die sie eher in der Schule des Lebens als an der Polizeischule gelernt hat, versucht die erfinderische Hauptkommissarin an der Küste Südfrankreichs besonders knifflige Mordfälle zu lösen. Da kommt es schon mal vor, dass sich Candice als Kellnerin in eine Strandbar einschleust oder sich bei einem Gefängnisbesuch als Verlobte eines Inhaftierten ausgibt.

In zehn spannenden und außergewöhnlichen Fällen muss Candice Renoir, mit einem anfänglich stark dezimierten Team, Licht ins Dunkel bringen. Und ganz nebenbei den Spagat zwischen ihrem Beruf als Polizistin und ihrer Aufgabe als alleinerziehende Mutter gerecht werden… (Serieninfo)

Mit komischen Krimis, oder solchen, die nicht den Anspruch erheben, sehr ernsthaft zu sein, konnte ich bis Candice Renoir nicht sehr viel anfangen. Doch Staffel 1 und 2 haben mir sehr gut gefallen, was natürlich den tollen Charakteren geschuldet ist. Denn es gibt natürlich zu bearbeitende Kriminalfälle, doch trotz viel Ermittlungsarbeit steht der zwischenmenschliche Aspekt bei dieser Serie ganz vorn.

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Sven Heuchert | Dunkels Gesetz

Sven Heuchert | Dunkels Gesetz

Dunkel nickte. Er spürte ein Pochen in der Wunde, wie es im Fleisch arbeitete.
„Ich verbinde das noch“, sagte sie und tauchte den Lappen in der Schüssel aus und entrollte eine Mullbinde. Sie wickelte das Verbandszeug lose um ihre Faust und formte eine Kompresse. „Sie sollten die Gegend verlassen.“ Die Alte klebte zwei breite Streifen Fixierpflaster über die Mullbinde. „Das Land hat kein Gewissen. Wenn man den Menschen ihre Träume nimmt, dann haben sie auch kein Gewissen mehr.“ (Auszug Seite 155)

Richard Dunkel, ein ehemaliger Söldner, verschlägt es irgendwo ins entlegene Rheinland nahe der belgischen Grenze. Ein alter Kumpel verschafft ihm einen Job als Sicherheitsmann, der eine zur Zeit stillgelegte Blei- und Zinkgrube bewachen soll. Dort ist vor kurzem ein Junge tot aufgefunden worden, offiziell abgestürzt. Doch Dunkel merkt schnell, dass in der Ortschaft Altglück illegale Dinge vor sich gehen und kann nicht anders, als sich einzumischen.

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