Monat: März 2017

Martin Krist | Märchenwald

Martin Krist | Märchenwald

Mitten in der Nacht wird Max von seiner Mutter geweckt. »Seid still«, sagt sie weinend, als sie den Zehnjährigen und seine vier Jahre alte Schwester Ellie in einen Wandschrank sperrt. »Geht zu Opa …«, hören die Kinder sie noch flüstern, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Ellie weint. Um sie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald. Während Max und Ellie auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.

Handlungsort ist Berlin. Die eigentliche Story beginnt damit, dass der neunjährige Max von seiner Mutter geweckt und aus dem Bett gezerrt wird – augenscheinlich droht Gefahr. Sie bringt ihn mit seiner kleinen Schwester in einer Kammer hinter einem Regal in der Küche in Sicherheit. Damit die Kleine zumindest einigermaßen die Ruhe bewahrt, tut sie so, als ob alles nur ein Spiel wäre und erzählt ihnen von einer Höhle in einem Märchenwald, in der sie sicher sind und dass am Ende alles gut wird. Nachdem sie die Türe der Kammer verschlossen hat, hört Max nur noch: „Und geht zu Opa… auf… Fall“. Danach vernimmt Max nur noch ein Krachen und einen Schrei seiner Mutter, dann ist alles still.

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Adrian McKinty | Rain Dogs

Adrian McKinty | Rain Dogs

Ich hob das Laken und schaute sie mir an. Ihre dunklen Haare, das an der Seite eingeschlagene, rechts aber merkwürdig unberührte Gesicht. Die Arme lagen am Körper. Das linke Auge stand offen, nicht länger smaragdfarben, sondern blind und blutunterlaufen und durch das Mysterium des Todes verklärt. Eine Schneeflocke landete auf ihre Lippe, eine weitere in ihrem offenen Mund. Komisch, sie hatte sich nicht die Hände zum Schutz vors Gesicht gehalten. Selbst die entschlossensten Selbstmörder schützten normalerweise ihr Gesicht – rein instinktiv, dagegen konnte man nichts machen. Aber vielleicht war sie deswegen in der Nacht gesprungen. In der Dunkelheit hatte sie den Boden nicht näher kommen sehen.
Ja. Das wird es wohl gewesen sein. Es konnte ja nichts anderes als Selbstmord sein. (Auszug Seiten 99-100)

Sean Duffy wird frühmorgens ins beste Hotel von Carrickfergus gerufen. Doch der vermeintliche Brieftaschen-Raub bei einer finnischen Investorendelegation entpuppt sich als dummer Scherz. Duffy, gerade frisch von seiner Freundin verlassen, hinterlässt noch seine Nummer bei der Journalistin Lily Bigelow, die die Delegation begleitet. Doch zu Duffys Bedauern meldet sie sich abends nicht bei ihm. Stattdessen wird Duffy am nächsten Morgen zum Carrickfergus Castle gerufen: Im nachts hermetisch abgeriegelten Burghof liegt die Leiche von Lily Bigelow.

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Sophie Kendrick | Das Gesicht meines Mörders

Sophie Kendrick | Das Gesicht meines Mörders

„Ich will um Hilfe schreien, doch kaum öffne ich den Mund, kriecht die Dunkelheit hinein und erstickt jeden Laut. Ich muss würgen, kriege kaum noch Luft.
In dem Moment erblicke ich einen Schatten, der sich auf mich zubewegt, etwas Graues in all dem Schwarz. Es ist ein Mann.
Ich will die Arme nach ihm ausstrecken, aber sie sind genauso gelähmt, wie der Rest meines Körpers.
Der Schatten kommt näher, jetzt ist er über mir. Er hält etwas in der erhobenen Hand. Der Gegenstand schimmert unheildrohend. Und da begreife ich.
Er ist nicht mein Retter.
Er will mich umbringen.“
(Auszug Seite 112)

Clara Winter erwacht aus dem Koma und kann sich an nichts erinnern. Ihre komplette Vergangenheit ist ausgelöscht, nicht einmal ihren Namen kennt sie. In ihrem Haus wurde sie von einem Unbekannten niedergeschlagen und ist fast in dem Feuer gestorben, das der Einbrecher anschließend gelegt hat. Sie muss sich ausschließlich auf die Erzählungen ihres Ehemannes Roland verlassen. Nach dem ersten Schock beschließt Clara, sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit zu begeben, um so herauszufinden, wer sie ist und ihren Erinnerung so vielleicht etwas auf die Sprünge zu helfen.

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Agatha Christie | Das Geheimnis von Greenshore Garden ♬

Agatha Christie | Das Geheimnis von Greenshore Garden ♬

Die berühmte Kriminalschriftstellerin Ariadne Oliver soll auf einem Landsitz in Devon während eines Sommerfestes eine fiktive Mörderjagd inszenieren. Für ein beträchtliches Honorar hat Ariadne eine Schnitzeljagd mit falschen Indizien, Verdächtigen und Opfer arrangiert, doch ihr Bauchgefühl sagt ihr, „dass sie manipuliert und eingewickelt wurde.“ Aus Angst, dass tatsächlich etwas passieren wird, bittet Sie ihren guten Freund Hercule Poirot um Hilfe. Und der belgische Meisterdetektiv, auf Ariadnes Intuition vertrauend, ist auch viel zu neugierig und reist aus London an.

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Jürgen Seibold | Lindner und das schwarze Schaf

Jürgen Seibold | Lindner und das schwarze Schaf

„So wie es ausschaut“, begann Bruch nach einer weiteren Pause, „wurde der alte Meißner von Wölfen getötet.“
„Von – Wölfen?“
„Die Obduktion steht natürlich noch aus, und ich bin nicht gerade Experte für so einen Fall, aber der erste Eindruck geht in diese Richtung. Einer der beiden Hunde Meißners ist ebenfalls tot, und drei der Schafe.“
„Aber Wölfe? Hier bei uns?“ (Auszug Seite 12)

Der Sohn des Schäfers Ernst Meißner entdeckt seinen Vater tot inmitten seiner Schafherde. Außerdem sind zwei Schafe und einer seiner beiden Hunde getötet worden. Allen vieren wurde erst in die Kehle gebissen und dann der Bauchraum ausgeweidet. Diese Verletzungen deuten darauf hin, dass es der Angriff von Wölfen war. Die örtliche Polizei beginnt sofort zu ermitteln. Zur Unterstützung wird ihnen Stefan Lindner vom Landeskriminalamt geschickt. Bei der Obduktion fällt dann auf, dass an den Rippen merkwürdige Kerben sind, die nicht von einem Wolf stammen können. Bis auf dieses Detail gibt es keinen Zweifel an der Todesursache. Die Befragungen von möglichen Zeugen ergeben, dass Meißner nicht gerade beliebt in der Nachbarschaft war. Was ist in der Nacht passiert?

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