Kategorie: Gunnar Wolters

Olen Steinhauer | Der Anruf

Olen Steinhauer | Der Anruf

Sie zieht die Arme zurück in den Schoß und senkt den Blick. „Möchtest du unsere Unterhaltung nicht mitschneiden?“
Ich schüttle den Kopf und tippe mir an die Schläfe. „Lieber nicht, falls Interpol später danach fragt. Vielleicht sagst du etwas, das du nicht an die große Glocke hängen willst.“
Ihr Gesicht drückt aus, dass sie meine Diskretion zu schätzen weiß. Dann erscheint ihre Hand erneut und schiebt sich nach vorn, um nach meiner zu fassen. „Du passt auf mich auf, nicht wahr?“
„Natürlich“, lüge ich. (Auszug Seite 68)

Wien 2006: Eine Gruppe islamischer Terroristen entführt eine Passagiermaschine. Sie fordern die Freilassung von Gleichgesinnten aus österreichischen und deutschen Gefängnissen. Es werden offizielle Verhandlungen geführt. Im Hintergrund mischt auch die CIA-Dependance in Wien mit, die Amerikaner haben sogar einen Mann im Flugzeug. Doch auf einmal endet die Geiselnahme in der Katastrophe: Alle Personen im Flugzeug kommen ums Leben. Einige Jahre später wird das Geschehen noch einmal CIA-intern aufgerollt. Was geschah damals in dieser Nacht? Und wer tätigte den ominösen Anruf aus den CIA-Räumlichkeiten, der das Fiasko auslöste?

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Richard Stark | Sein letzter Trumpf

Richard Stark | Sein letzter Trumpf

Parker ist gerade von einem Raubzug zurück, da meldet sich ein neuer Informant bei ihm. Hilliard Cathman, Ex-Beamter, unterbreitet Parker einen lukrativen Plan. Der Staat New York erlaubt den Betrieb eines Casinoschiffs auf dem Hudson River. Für die viermonatige Probezeit gilt an Bord: Keine Kreditkarten, nur Bares ist Wahres. So richtig traut Parker diesem Cathman nicht, doch die Beute reizt einfach zu sehr. Parker bereitet den Coup akribisch vor und sucht sich eine zuverlässige Truppe zusammen.

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James Lee Burke | Mississippi Jam Bd. 7

James Lee Burke | Mississippi Jam Bd. 7

Doch der Prediger hatte auf der Schotterstraße in der Nähe meines Hauses etwas zu mir gesagt, das mich nicht mehr losließ, das am Rande meines Bewusstseins lauerte wie ein kariöser Zahn, der dumpf pochte, während man schlief.
Was, wenn wir es statt mit einem konkreten Verbrechen tatsächlich mit Menschen oder Mächten zu tun hätten, die eine Situation herbeiführen wollten, die es erlauben würde, politische Kriminalität, Tyrannei maskiert als Recht und Ordnung, als Daseinsform zu etablieren?
War das so schwer vorstellbar? Alle dazu erforderlichen Voraussetzungen waren bereits vorhanden. (Auszug Seite 407)

In New Orleans treibt ein Killer in der Drogendealerszene sein Unwesen. Unglücklicherweise gerät Dave Robicheaux‘ Freund Batist ins Visier der Ermittler. Um die Kaution für Batist bezahlen zu können, lässt sich Dave Robicheaux vom Geschäftsmann Hippo Bimstine engagieren, um vor der Küste Louisianas ein im Zweiten Weltkrieg gesunkenes deutsches U-Boot zu finden. Doch das Nazi-U-Boot ruft noch weitere Gestalten auf den Plan. Der Psychopath Buchalter hegt großes Interesse und beginnt, Robicheaux‘ Familie zu terrorisieren.

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Dominique Manotti | Schwarzes Gold

Dominique Manotti | Schwarzes Gold

Daquin streckt die Beine aus, schließt die Augen. Zampa, das Erbe der Guérinis, Pieris Ermordung, Nizza, Casino im Palais de la Méditerranée. Kein Zufall. Aber welcher Zusammenhang? Er seufzt.
„Marseille ist eine furchterregende Stadt. Alle kenne sich, alle überwachen einander, nichts bleibt verborgen und nichts kommt ans Licht.“
„Ich sag’s mal anders: Es ist eine bemerkenswerte Stadt, was die Dichte des Geflechts ihrer sozialen Beziehungen angeht.“ (Auszug Seite 66)

Commissaire Duquin kommt gerade frisch im Kommissariat in Marseille zu seiner ersten richtigen Stelle an, als ihm der Mord am Reeder Pieri zugeteilt wird. Pieri wurde vor einem Casino in Nizza professionell hingerichtet. Der Tote war vorher eine Zeit lang auch für den ehemaligen Unterweltkönig Guérini tätig und ist nun Geschäftsführer der Somar, einer erfolgreichen Reederei. Die Tat riecht nach einer alten Abrechnung im Milieu und doch ist Duquin davon nicht überzeugt. Kurz darauf wird auch die Nummer Zwei bei Somar ermordet und in Istanbul stirbt der Kapitän eines Somar-Frachters auf merkwürdige Weise. Fünfzehn Tage haben Duquin und sein Team Zeit, eine Anklage auf die Beine zu stellen, sonst wird der Fall als Mord im Milieu zu den Akten gelegt.

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Eric Ambler | Bitte keine Rosen mehr

Eric Ambler | Bitte keine Rosen mehr

„Killen kann heutzutage sehr teuer sein, oder es kann billig sein. Alles hängt davon ab, was zurückbleibt und ob und wie unverfänglich sich die hinterlassene Schweinerei erklären läßt. Auf den Straßen oder gleich daneben, da sind die bequemsten Abladeplätze. Alles, was Sie dort zurücklassen müssen, ist entweder ein weiteres Mahnmal unserer vulgären Autorouten-Gesellschaft oder, falls sich in irgendeiner der Leichen Kugeln befinden, ein weiteres häßliches Nebenprodukt des von Gangstern beherrschten Monopolkapitalismus. Das heißt, solange Sie die Dinge für die Verkehrspolizei nicht erschweren, indem Sie Soziologen mit Steuerberatern mischen.“ (Auszug Seite 377)

Paul Firman ist leitender Manager und Minderheitseigner des Unternehmens Symposia, das seine Kunden in Sachen Steuervermeidung und -hinterziehung berät. Er gerät ins Visier des Soziologie-Professors Krom, der ihn für eine kriminelle Fallstudie benutzen will, ansonsten droht er mit Firmans Enttarnung. Firman lädt Krom und dessen Kollegen Henson und Connell in eine Villa an der Côte d’Azur ein, um bei umfangreichen Besprechungen auch mit Hilfe von Halbwahrheiten und Lügen seinen Ruf zu retten. Doch es gibt noch jemanden im Hintergrund, der mögliche Enthüllungen und Geständnisse auf keinen Fall riskieren möchte.

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