Kategorie: Gunnar Wolters

Manfred Rebhandl | Der König der Schweine

Manfred Rebhandl | Der König der Schweine

Daran war ich natürlich selbst schuld. Ich wollte ja unbedingt einen Job haben, in dem ich mit Kerlen arbeiten konnte, denn ich mochte Kerle. Ich mochte richtige Kerle wie Johnny aus der Bingobongobar, oder welche, die tagsüber Straßen asphaltieren und nachts schwere Autos fuhren. Solche mit Haaren auf der Brust und keine Sackrasierer. Aber am Bau wollte man mich nicht haben und zum Asphaltieren hatte ich keine rechte Lust. Also blieb mir am Ende nur die Polizei, Abteilung Gewaltverbrechen inklusive Mord. Wie aber hatte ich jemals glauben können, dass mir das Spaß machen würde? (Auszug Seite 12)

In einem Wald bei Wien werden innerhalb kurzer Zeit die Leichen zweier Dunkelhäutiger gefunden. Offenbar ermordet, der Beginn einer Mordserie? Beide waren in einem Flüchtlingsheim untergebracht, in dem einige hemmungslose Gutmenschen ihr Unwesen treiben, wie selbstgemachte Suppen ausschenken und Fashion-Shows veranstalten. Kitty Muhr ist wenig begeistert, dass ihr dieser Fall zugeteilt wird und noch weniger gefällt ihr ihr neuer Partner Ali Khan Kurtalan, der das genaue Gegenteil ihres Männerbildes verkörpert.

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Matthew F. Jones | Ein einziger Schuss

Matthew F. Jones | Ein einziger Schuss

John sichert die Flinte und rennt auf das Distelfeld zu, aber bevor er dort ankommt, hält er an, weil er eine längliche Vertiefung auf dem von Kiefernnadeln bedeckten Boden bemerkt hat. Er kniet sich hin, berührt mit der Hand die Mitte der Kuhle und spürt die Wärme, die das entflohene Wild zurückgelassen hat. Sogar ein paar Fetzen von seinem Fell sind zu sehen. Johns Herz schlägt schneller, er atmet schwer. Er kann den Hirsch riechen. Den Adrenalinschub des Tiers, heftig und stechend wie sein eigener. (Seite 9)

John Moons Leben befindet sich auf Talfahrt. Er lebt in einem Trailer auf dem ehemaligen Land seiner Familie, seine Frau hat ihn mit dem kleinen Sohn verlassen. Sein Essen erwildert sich John regelmäßig in den Wäldern. Eines Tages schießt er einen Hirsch an und verfolgt das verwundete Tier über eine lange Strecke bis zu einem alten Steinbruch. Dort wird John von einem Geräusch überrascht. Er schießt. Doch statt des Hirschen hat er versehentlich eine junge Frau, eine Ausreißerin, erschossen. John steckt in einer absoluten Zwickmühle. Es war ein Unfall, aber würde man ihm glauben? Als John die Habseligkeiten der Toten begutachtet, findet er eine Kiste voller Geldscheine. Geld, das er verdammt gut gebrauchen kann, vielleicht kann er sogar seine Ehe retten. Er nimmt das Geld an sich, versteckt die Leiche und kehrt nach Hause zurück. John hofft, dass sich alles zum Guten wendet, doch insgeheim ahnt er, dass er die Büchse der Pandora geöffnet hat.

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Charles den Tex | Die Zelle

Charles den Tex | Die Zelle

Das ist nicht mein Leben, was immer die anderen auch behaupten mögen. Es ist, als sei ich ein Fluss und als habe mich in der Nacht irgendjemand umgeleitet. Als flösse ich plötzlich durch ein anderes Land, eine unbekannte Gegend. Irgendjemand fährt mit einem Auto herum, das nicht mir gehört, aber auf meinen Namen zugelassen ist. In Monster, um genau zu sein. Das ist ein Anschlag auf meine Integrität. In Monster. Da bin ich noch nie zuvor gewesen. Da habe ich gar nichts zu suchen. Andere vielleicht, ich nicht.
ICH KENNE MONSTER NICHT!
Ich solle Ruhe bewahren, hat mir meine Anwältin geraten. Aber es gelingt mir nicht. Wenn ich nicht ganz schnell beweisen kann, dass ich Opfer eines Verbrechens geworden bin und nicht Täter eines anderen, dessen mich die Polizei beschuldigt, habe ich den Schwarzen Peter und ich kann nicht gut Karten spielen (Auszug Seite 79)

Der Unternehmensberater Michael Bellicher ist auf einer Landstraße unterwegs, als vor ihm ein Wagen schwer verunglückt. Die beiden Insassen kommen ums Leben, Bellicher ruft die Einsatzkräfte. Doch als die Polizei eintrifft und seine Personalien kontrolliert werden, wird Bellicher vom Zeugen zum Beschuldigten. Denn er wird wegen Fahrerflucht bei einem anderen Unfall gesucht, der mit einem Wagen verursacht wurde, der auf seinen Namen zugelassen ist.

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Jef Geeraerts | Der Generalstaatsanwalt

Jef Geeraerts | Der Generalstaatsanwalt

„Vermutlich bist du auf dem Laufenden bezüglich des Problems mit dem Vater unseres Numerarier-Kandidaten Didier Savelkoul?“
„Bis ins kleinste Detail.“
„Hast du vielleicht einen Vorschlag für eine angemessene Lösung?“ […]
„Zuerst wird diese puta destabilisiert, und danach gibt es eine kleine Erpressung. Dieser Herr ist sehr verwundbar, weißt du…“
„Ist er korrupt?“
„In Belgien ist dieser Begriff, wie soll ich sagen, äh…. ziemlich dehnbar, aber doch, er ist korrupt. Auf mehr als einem Gebiet. […] (Auszug Seite 51)

Albert Savelkoul ist der Generalstaatsanwalt von Antwerpen. Er hat sich in seinem Posten eingerichtet, gehört zur Hautevolee, zu einem Netzwerk von Gefälligkeiten und Machtmissbrauch. Er besitzt ein Schwarzgeldkonto in Genf und eine Geliebte samt Reiterhof im Kempenland. Savelkoul ist quasi unantastbar. Doch auf einmal beginnt sich der Wind zu drehen: Ein Erpresser meldet sich und droht, sein Tête-à-Tête auffliegen zu lassen. Kampflos will Savelkoul sich nicht ergeben, sein Gegner ist aber mächtiger als gedacht.

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Janwillem van de Wetering | Eine Tote gibt Auskunft

Janwillem van de Wetering | Eine Tote gibt Auskunft

„Wenn sie Ihre Freundin war und auf Ihrem Hausboot wohnte, dann dürfen wir annehmen, dass sie auch für ihren Unterhalt aufkamen.“
„Ja“, sagte Drachtsma, „ich gab ihr jeden Monat Geld.“
„Wussten sie, dass sie andere Liebhaber hatte?“
„Ja. Es kümmerte mich wenig. Ich habe mich immer telefonisch mir ihr verabredet. Oft hat sie mich im Büro angerufen.“
„Ich hoffe, Sie nehmen es mir nicht übel, dass ich es sage, aber ihr Tod scheint Sie nicht sehr zu beeindrucken“, sagte der Commissaris.
Drachtsma gab keine Antwort.
„Finden Sie nicht schlimm, dass sie tot ist?“
„Ist ihr Tod nicht eine Tatsache?“, fragte Drachtsma. „Tatsachen, die man nicht ändern kann, muss man akzeptieren. Alles geht einmal zu Ende.“
Dem Commissaris verschlug es den Atem. Es dauerte eine halbe Minute, bis er die nächste Frage formulieren konnte. (Auszug Seite 78)

Auf einem Hausboot in Amsterdam wird eine junge Frau erdolcht aufgefunden. Maria von Buren wurde offenbar von einem reichen Industriellen ausgehalten. Doch nebenher empfing sie noch zwei weitere exklusive Liebhaber auf ihrem Boot: Einen belgischen Diplomaten und einen amerikanischen Offizier. Doch alle Männer haben Alibis. So begibt sich der Commissaris auf eine Reise in die Vergangenheit der Toten nach Curaçao, während seine beiden Mitarbeiter Grijpstra und de Gier eine Spur auf die Nordseeinsel Schiermonnikoog verfolgen.

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