Kategorie: Andy Ruhr

Gila Lustiger | Die Schuld der anderen

Gila Lustiger | Die Schuld der anderen

Nun war er wieder da. Unter Strom. Mitten im Geschehen. Das gnadenlose Raubtier Rappaport, das ungesehen den endlosen Flur entlangstreifte, flink Treppen hinunterhuschte und, die Gunst des Augenblicks nutzend, die Halle durchquerte, als alle gerade damit beschäftigt waren, eine Gruppe Jugendlicher in die Ausnüchterungszelle zu verfrachten. Die fünf Kids randalierten und wollten sich nicht bändigen lassen? Umso besser. (Auszug Seite 67)

Der brutale Mord an der jungen Prostituierten Emilie Thevenin vor fast 30 Jahren in Paris wurde nie aufgeklärt. Als man jetzt im Jahrhundertsommer mit Hilfe einer DNA-Analyse den vermeintlichen Täter überführt, kommen dem engagiertem Journalisten Marc Rappaport Zweifel an der Schuld des Verdächtigen. Nach Rücksprache mit seinem Chefredakteur fährt der ehrgeizige Reporter zwecks Recherche nach Charfeuil, die Kleinstadt, in der Emilie aufwuchs.

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Karin Slaughter | Cop Town

Karin Slaughter | Cop Town

Keine weiße Frau würde je mit einem schwarzen Mann fahren. Die weißen Männer wären nur zu gern mit schwarzen Frauen gefahren, aber Letztere waren nicht so dumm, zu einem Weißen ins Auto zu steigen. Und dass ein schwarzer Mann mit einem weißen fuhr, war völlig ausgeschlossen. Vielleicht war dies auch der Grund, warum Atlanta den Statistiken zufolge eine der gewalttätigsten, kriminellsten Städte Amerikas war. Soweit Maggie es beurteilen konnte, waren schwarze und weiße Beamte sich nur insofern einig, als sie unisono der Ansicht waren, dass Frauen nicht in Uniform gehörten.  (Auszug Pos. 972)

In Atlanta im Jahr 1974 werden kurz hintereinander mehrere Polizisten erschossen. Der von allen nur ‚Shooter‘ genannte Killer richtet seine Opfer mit gezielten Kopfschüssen hin. Zeitgleich beginnt die junge Kate Murphy hochmotiviert ihren Dienst bei der Atlanta Police. Sie stammt aus einer gutsituierten jüdischen Familie, aber nachdem ihr Ehemann in Vietnam verstarb, will sie endlich auf eigenen Füßen stehen. An ihrem ersten Tag wird sie Jimmy Lawson an die Seite gestellt, der grade seinen Partner durch den Copkiller verloren hat. Kate lernt seine resolute Schwester Maggie Lawson kennen, die schon länger bei der ‚Truppe‘ arbeitet. Obwohl die taffe Maggie aus einer klassischen Cop-Familie stammt, kämpft sie wie alle Frauen täglich gegen Ressentiments und Machogehabe ihrer sexistischen Kollegen.

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Kino: Erlösung nach Jussi Adler-Olsen

Kino: Erlösung nach Jussi Adler-Olsen

Auf dem Schreibtisch vom Sonderdezernat Q landet mal wieder ein alter Fall, in Form einer Flaschenpost. Diese enthält einen mit Blut geschriebenen Hilferuf eines vor Jahren entführten Jungen. Carl Mørck, sein syrisch-stämmiger Kollege Assad und die neue Kollegin Rose, die immer noch im Keller abgeschoben für die ‚toten Fälle‘ zuständig sind, nehmen die Sache ernst. Sie finden heraus, dass von den damals gekidnappten Brüdern nur einer wieder lebend auftauchte. Die Eltern des Jungen aber, Mitglieder einer christlichen Sekte, hatten ihn seltsamerweise gar nicht als vermisst gemeldet. Während das Sonderdezernat Q noch recherchiert, gehen Hinweise auf eine neue Kindesentführung in Jütland ein, wieder im Umfeld einer Sekte.

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Britta Bolt | Das Haus der verlorenen Seelen

Britta Bolt | Das Haus der verlorenen Seelen

Pieter Posthumus hatte noch nie so viel Blut gesehen.
„Mein Gott“, sagte jemand hinter ihm. Eine Hand in seinem Rücken schob ihn ins Zimmer.
„Du bist das doch gewöhnt“ „Normalerweise sehen wir die Leichen nicht“, sagte Posthumus.
„Nicht so.“ (Auszug Seite 9)

Nach dem gelungenem Debüt Das Büro der einsamen Toten geht nun die Reihe um Pieter Posthumus mit Das Haus der verlorenen Seelen weiter. Pieter, der als Beamter der Stadt Amsterdam für eine würdige Beerdigung von anonymen Leichen zuständig ist, wird diesmal zufällig Zeuge eines brutalen Gewaltverbrechens.

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Jo Nesbø | Der Sohn

Jo Nesbø | Der Sohn

„Ich glaube, sie kam aus Weißrussland. Minsk ist doch in Weißrussland, oder?“ Rover blickte kurz auf, aber der Junge auf dem Bett antwortete nicht. „Nestor hat sie immer Minsk genannt“, sage Rover.
„Und dann hat er gesagt, ich soll sie erschießen.“
Es war echt von Vorteil, sich jemandem mit einem derart ausgebombten Herzen anzuvertrauen. Da konnte man sicher sein, dass keine Namen und keine Details in Erinnerung blieben, es war irgendwie, wie mit sich selbst zu reden. Vermutlich gingen die Häftlinge des Staten deshalb zu ihm und nicht zum Pastor oder Psychologen. (Auszug Seite 8 und 9)

Sonny Lofthus sitzt bereits seit 12 Jahren im Hochsicherheitsgefängnis Staten in Oslo ein. Der vorbildliche Gefangene ist für seine Mithäftlinge in seiner ruhigen, sanftmütigen Art so was wie ein Beichtvater. Er geriet auf die schiefe Bahn, als sein heißgeliebter Vater Selbstmord verübte. Ab Lofthus, einst ein angesehener Polizist, gestand in einem Abschiedsbrief korrupt gewesen zu sein.

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