Kategorie: Aktenzeichen

Tom Hillenbrand | Drohnenland

Tom Hillenbrand | Drohnenland

Unserem Mann werden keine größeren Straftaten zur Last gelegt, nur ein paar Ordnungswidrigkeiten und eine Beamtenbeleidigung. Allerdings hat Terry aufgrund der Datenkorona des Verdächtigen berechnet, dass dieser mit einer Wahrscheinlichkeit von über 75 Prozent weitere Delikte begangen hat, die niemandem aufgefallen sind. Noch ungünstiger ist Winterfuhrs prädiktives polizeiliches Führungszeugnis. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 91 Prozent wird er in den kommenden zehn Jahren eine schwere Straftat begehen oder an deren Vorbereitung beteiligt sein. Mit einer 85-prozentigen Wahrscheinlichkeit wird es sich dabei um ein politisch motiviertes Verbrechen handeln, kein Wunder bei seinem sozialen Umfeld. Winterfuhr ist einer dieser Systemfeinde, die überhaupt keine Ahnung haben, wie gut es ihnen in der Union geht. In totalitären Staaten wie Kanton oder Russland wäre er mit einer derart ungünstigen Prognose bereits in dauerhaftem Sicherheitsgewahrsam. Wir hingegen observieren ihn nur ein bisschen eingehender. (Auszug Seite 147)

In einem Europa in der Zukunft: Hauptkommissar Aart van der Westerhuizen von Europol begibt sich nur noch höchst selten an einen Tatort. Stattdessen wird alles von Drohnen digitalisiert, so dass er sich aus dem Büro heraus an den Ort des Geschehens spiegeln lassen kann. Doch diesmal muss er sich höchstpersönlich in den flandrischen Dauerregen begeben, denn auf einem Feld 30 km westlich von Brüssel liegt ein prominenter Toter. Vittorio Pazzi, MdEP, offensichtlich erschossen. Kurz vor einer wichtigen Abstimmung über eine neue EU-Verfassung ein unangenehmer Fall. Aber dank Totalüberwachung und eines nahezu allwissenden Fahndungsrechners ist relativ rasch ein Verdächtiger ermittelt. Doch Westerhuizen ahnt, dass da etwas zu glatt geht und gerät in eine politische Verschwörung.

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Jeffery Deaver | Blinder Feind

Jeffery Deaver | Blinder Feind

Noch vor wenigen Stunden ahnte die New Yorker Büroangestellte Gabriela McKenzie nicht, dass ihr Leben bald einem Alptraum gleichen würde. Doch jetzt ist ihr Chef verschwunden, und ein skrupelloser Gangster verlangt von ihr eine halbe Million Dollar und die Herausgabe der mysteriösen »Oktoberliste« – sonst stirbt ihre kleine Tochter. Helfen kann Gabriela nur der attraktive Daniel Reardon, der Erfahrung mit Entführungsfällen hat. Kurze Zeit später befinden sich die beiden auf der Flucht – und niemand weiß, wer am Ende mit dem Leben davonkommen wird …

Wenn man Jeffery Deavers bekanntesten Thriller Der Knochenjäger kennt und schätzt, sollte man sich seinen neuesten Thriller nicht entgehen lassen; für Blinder Feind hat er sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen:

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Linus Geschke | Die Lichtung

Linus Geschke | Die Lichtung

Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party-Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt …

Der Autor Linus Geschke ist freier Journalist, er schreibt Reportagen und Reiseberichte sowie sehr erfolgreich über Tauchsport. Jan Römer, der Protagonist seines Krimidebüts Die Lichtung ist so etwas wie sein Alter Ego: Reporter bei einem Kölner Magazin, zuständig für Reise und Sport. Als er für einen erkrankten Kollegen über einen ungeklärten Mordfall schreiben soll, eine schön menschliche Geschichte über sechs Seiten will sein Chef, erleidet Römer einen Schwächeanfall und kippt vom Stuhl.

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Patricia Highsmith | Der talentierte Mr. Ripley

Patricia Highsmith | Der talentierte Mr. Ripley

Hinter Sizilien lag Griechenland. Er wollte unbedingt nach Griechenland. Er wollte Griechenland als Dickie Greenleaf erleben., mit Dickies Geld, Dickies Kleidung, Dickies Auftreten Fremden gegenüber. Aber war es denkbar, dass er Griechenland nicht als Dickie Greenleaf erleben würde? Würde eine Sache nach der anderen geschehen und ihn daran hindern – Mord, Verdächtigungen, Leute? Er hatte nicht mit Vorbedacht gemordet; es war eine Notwendigkeit gewesen. Die Vorstellung, als Tom Ripley, amerikanischer Tourist, nach Griechenland zu reisen und über die Akropolis zu trotten, hatte keinerlei Reiz. Lieber fuhr er erst gar nicht hin. Tränen traten ihm in die Augen, als er am Glockenturm der Kathedrale hochschaute; dann wandte er sich ab und ging eine unbekannte Straße entlang. (Auszug Seite 249 bis 250)

Der mittellose und nicht gerade erfolgreiche Scheckbetrüger Tom Ripley wird in einer New Yorker Bar unvermittelt von Mr. Greenleaf angesprochen, dem Vater eines Bekannten. Greenleafs Sohn Dickie lebt sehr zum Verdruss seiner Eltern ein unbeschwertes Leben in Italien. Mr. Greenleaf hofft, dass Tom ihn zur Rückkehr nach Hause überreden kann. Tom übertreibt seinen möglichen Einfluss auf Dickie und lässt sich zu einer Reise nach Europa überreden. Dort angekommen hat er Mühe, Dickies Vertrauen zu gewinnen, doch schließlich werden beide dicke Kumpels und hauen Daddy Greenleafs Geld auf den Kopf. Doch als die Stimmung plötzlich kippt, droht Tom sein nun sorgenloses Leben zu verlieren und er trifft eine Entscheidung: Dickie muss sterben.

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Tim Parks | Der ehrgeizige Mr. Duckworth

Tim Parks | Der ehrgeizige Mr. Duckworth

Was Morris noch mehr faszinierte, war die Tatsache, dass er keinerlei tiefgreifende Veränderung an sich bemerkte. Sorgfältig hatte er sein Gewissen erforscht und nach einem Trauma gesucht. Aber das Ereignis hatte nichts hinterlassen. Keine geistige Lähmung oder Behinderung, ja nicht mal einen nachhaltigen Schrecken. Es funktionierte alles ganz ausgezeichnet. […]
Er hatte schließlich nicht töten wollen. Es hatte keinerlei Vorsatz gegeben, die Tat war völlig spontan gewesen. Dieser widerliche, geile Idiot hatte es gar nicht anders verdient, er hatte ihn ja förmlich dazu gezwungen, und Morris wollte verflucht sein, wenn er sich deswegen das Herz schwer machte. (Auszug Seite 179)

Morris Duckworth schlägt sich mehr schlecht als recht als Englischlehrer in Verona durch. Eigentlich unter seiner Würde, denn er ist auf jeden Fall zu Höherem geboren. Er will in der Gesellschaft höher kommen und am vielversprechendsten erscheint ihm seine Liaison zu seiner noch nicht ganz volljährigen Schülerin Massimina Trevisan. Doch deren Familie missbilligt die Verbindung. Als Massimina von zu Hause wegläuft, kommt Morris die Idee: Er entführt Massimina ohne ihr Wissen und erpresst Lösegeld. Eine aufregende Reise durch Italien beginnt.

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