Steve Hamilton | Der Mann aus dem Safe
An diesem Punkt schaltete ich ab. Sie zankten sich um ihre Anteile, während ich in Gedanken all das durchging, was schieflaufen konnte. Es hörte sich eigentlich ganz einfach an. Falls es stimmte, was der Ochse gesagt hatte, sollte wir es schaffen, innerhalb einer halben Stunde dort einzusteigen, die Diamanten aus dem Safe zu holen und wieder loszudüsen. Fünfundvierzig Minuten maximal. Das einzige Problem könnte darin bestehen, meinen Anteil an der Beute zu bekommen, aber ich sagte mir, was soll’s. Wenn ich nicht mitmache, kriege ich gar nichts. Dann war heute schon umsonst. Mache ich mit, habe ich wenigstens die Chance auf viel Kohle.
Wieder so eine unausgegorene Idee, ich weiß. Der falsche Denkansatz. Ich weiß! (Auszug Seite 49)
Michael ist siebzehn und ein gefragter Mann, denn er beherrscht ein seltenes Handwerk: Er ist ein äußerst versierter Safeknacker, der als entscheidender Mann für Raubzüge gerne eingekauft wird. In New York wird er allerdings von einer Truppe engagiert, vor dem ihm sein Mentor immer gewarnt hat: Plumpe, laute und großmäulige Amateure. Aber Michael braucht das Geld und lässt sich auf den Coup ein.