Kategorie: Thriller

Steve Hamilton | Der Mann aus dem Safe

Steve Hamilton | Der Mann aus dem Safe

An diesem Punkt schaltete ich ab. Sie zankten sich um ihre Anteile, während ich in Gedanken all das durchging, was schieflaufen konnte. Es hörte sich eigentlich ganz einfach an. Falls es stimmte, was der Ochse gesagt hatte, sollte wir es schaffen, innerhalb einer halben Stunde dort einzusteigen, die Diamanten aus dem Safe zu holen und wieder loszudüsen. Fünfundvierzig Minuten maximal. Das einzige Problem könnte darin bestehen, meinen Anteil an der Beute zu bekommen, aber ich sagte mir, was soll’s. Wenn ich nicht mitmache, kriege ich gar nichts. Dann war heute schon umsonst. Mache ich mit, habe ich wenigstens die Chance auf viel Kohle.
Wieder so eine unausgegorene Idee, ich weiß. Der falsche Denkansatz. Ich weiß! (Auszug Seite 49)

Michael ist siebzehn und ein gefragter Mann, denn er beherrscht ein seltenes Handwerk: Er ist ein äußerst versierter Safeknacker, der als entscheidender Mann für Raubzüge gerne eingekauft wird. In New York wird er allerdings von einer Truppe engagiert, vor dem ihm sein Mentor immer gewarnt hat: Plumpe, laute und großmäulige Amateure. Aber Michael braucht das Geld und lässt sich auf den Coup ein.

Read More Read More

Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt | Das Mädchen, das verstummte

Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt | Das Mädchen, das verstummte

„Außen fror sie. Nachdem sie etwas gegessen hatte, ging es ihr ein wenig besser, aber die Aprilnacht war kühl. (…)
Innen schienen die Leere und die Stille zu wachsen. Vielleicht war sie auch kleiner geworden. (…)
Außen war es anstrengend, im Dunkeln durch den Wald zu gehen. Mehrmals stolperte und stürzte sie.“ (Auszug Seite 98 und 99)

Eine Familie wird erschossen. In ihrem eigenen Haus, an einem ganz normalen Morgen. Mutter, Vater und die zwei Söhne. Die örtliche Polizei begibt sich auf die Suche nach dem Mörder, merkt aber schnell, dass der Fall zu groß ist. Der leitende Polizeibeamte Erik Flodin holt sich Hilfe von der Reichsmordkommission. Die Reichsmordkommission besteht aus Torkel Höglung, Billy Rosén, Vanja Ericsson und Sebastian Bergman. Sebastian unterstützt die Ermittlungen als Kriminalpsychologe.

Read More Read More

Bernhard Aichner | Totenfrau Bd. 1

Bernhard Aichner | Totenfrau Bd. 1

Vor fünf Minuten war noch alles gut, vor fünf Minuten war da noch Leben. Jetzt ist da nur noch der Tod. Ganz nah, mit Wucht hat er alles umgerissen, es niedergewalzt. Blum weiß, dass es kein Zurück mehr gibt. Dass er sie nie wieder berühren wird, dass seine Finger schweigen werden, seine Hände, sein Mund. Sie weiß es. (Auszug Seite 45)

An einem ganz normalen Morgen wachen Blum und Mark auf. Frühstück mit den beiden Töchtern. Alles ist wie immer. Mark fährt mit seinem Motorrad aus der Auffahrt, auf dem Weg zur Arbeit. Plötzlich kommt ein Lieferwagen, scheinbar aus dem Nichts, und überfährt Mark. Der Fahrer flüchtet. Alle sind geschockt. Blum, die eigentlich Brünhilde heißt, ihren Vornamen aber hasst und deshalb nur beim Nachnamen genannt werden will, die beiden Töchter, der frühpensionierte Vater von Mark und Reza, der Gehilfe von Blum. Alle wohnen zusammen in der Jugendstilvilla in Innsbruck und geben sich gegenseitig Halt in dieser schweren Situation.

Read More Read More

James Lee Burke | Glut und Asche

James Lee Burke | Glut und Asche

In den folgenden fünfzehn Minuten setzte Danny Boy Lorca alles daran, die Geräusche auszublenden, die aus dem Mund des Mannes mit dem Eisenring am Handgelenk kamen. Er versuchte, in sich zusammenzuschrumpfen, sich in seinem eigenen Körper zu verkriechen und seine Wahrnehmung abzuschotten, sodass kein Licht, kein Ton, kein Sinneseindruck, kein Detail der Außenwelt zu ihm vordringen konnten. […] Vielleicht würde er eines Tages die Angst vergessen, die in jenen fünfzehn Minuten einen anderen Menschen aus ihm gemacht hatte. Vielleicht würde er dann den Mann treffen, dem er nicht geholfen hatte, und vielleicht würde dieser ihm vergeben, auf dass auch er sich selbst vergeben könnte. Vielleicht würde er dann sogar vergessen, zu welchen Gräueltaten seine Mitmenschen fähig waren. (Auszug Seite 15)

Eine Wüstengegend in Südtexas, in der Nähe der Grenze zu Mexiko: Sheriff Hackberry Holland wird zu einem grausamen Mord gerufen. Der Indianer Danny Boy Lorca wurde zufällig Zeuge, wie ein Mexikaner zu Tode gefoltert wurde, um Hinweise auf den Aufenthaltsort eines Flüchtigen zu erhalten. Die Killer und auch der Sheriff verfolgen eine Spur zu „La Magdalena“, einer Asiatin, die illegale Einwanderer versorgt und als Heilige verehrt wird. Der Sheriff wird aber schnell wieder vom FBI zurückgepfiffen. Doch in seinem County lässt Hackberry Holland sich natürlich nichts vorschreiben. Er bleibt im Spiel und muss schnell feststellen, dass noch einige Akteure mehr mitmischen und auch ein alter totgeglaubter Bekannter wieder zurückkehrt.

Read More Read More

Ryan Gettis | In den Straßen die Wut

Ryan Gettis | In den Straßen die Wut

Die Nachrichten schalten zu einer Hubschrauberkamera, und der Himmel – Mann, der Himmel ist gar nicht mehr blau oder so halbgrau wie an den schlimmsten Smogtagen. Sieht aus wie nasser Zement. So dunkles Grau, dass es fast schwarz aussieht. Und scheißschwer.
Da wird mir klar, dass ich ein Kriegsgebiet sehe. In South Central Los Angeles. […]
Und diese ganzen Bilder sagen mir das Gleiche wie allen anderen Idioten in dieser Stadt, die je einen bösen Gedanken im Kopf hatten: Verdammt, jetzt ist dein Tag, Homie. Felicidades, du hast im Lotto gewonnen!
Geh raus und spiel verrückt, sagen die Bilder. Nimm dir, was du kriegen kannst, sagen sie. Wenn du böse und stark genug bist, dann komm raus und nimm es dir. Wie so Teufelsnacht am hellen Tag.
Denn die Welt, in der wir leben, ist total auf den Kopf gestellt. Unten ist oben. Oben ist unten. Schlecht ist gut. Und Marken haben nichts zu sagen. Denn heute gehört die Stadt nicht den Cops. Heute gehört sie uns. (Auszug Seite 108)

Ernesto Vera hat von seinem Chef an diesem Tag früher frei bekommen. Fünf Stunden ist das Gerichtsurteil her und schon gibt es Gerüchte über den Beginn der Unruhen. Ernesto beeilt sich auf dem Weg nach Hause, über den Boardwalk nach Lynchwood. Da hält ein Pick Up neben ihm. Ernesto gehört im Gegensatz zu seinem Bruder und seiner Schwester nicht zu den „Cholos“, der lokalen Gang, also erwartet er keine Probleme. Doch an diesem Tag ist nichts wie vorher, die üblichen Regeln sind außer Kraft, nicht bestellte Rechnungen werden beglichen.

Read More Read More