Kategorie: Thriller

Tess Gerritsen | Blutzeuge

Tess Gerritsen | Blutzeuge

Im winterlich kalten Boston geht anscheinend ein Serienmörder um. Jane Rizzoli und Maura Isles stehen allerdings zunächst vor einem Rätsel, da die einzige Verbindung zwischen den beiden Toten deren Mageninhalt – Alkohol und Ketamin – ist, sowie die Tatsache. dass bei beiden die Todesursache nicht ohne weiteres ersichtlich ist. Allerdings hat der Mörder an jeder Leiche ein Zeichen hinterlassen. Bei Cassandra Coyle, der ersten Leiche, aufgefunden von ihrem Vater in ihrer Wohnung auf dem Bett, wurden die Augäpfel entfernt und ihr in ihre linke Hand gelegt. Die zweite Leiche, Timothy McDougal, wurde an Heiligabend im Bostoner Hafen aufgefunden, mit nacktem Oberkörper, der von drei Pfeilen durchbohrt wurde. Die Verstümmelungen wurde jeweils nach dem Tod vorgenommen.

Bei Cassandra Coyle lag zunächst ein Motiv im Zusammenhang mit ihrem Beruf (Drehbuchschreiberin und Produktionsleiterin von Horrorfilmen) nahe, der zweite Tote, ein Buchhalter, hatte allerdings keinen Kontakt mit Cassandra, es muss also ein anderes Motiv geben. Maura stößt dann jedoch auf etwas, das zunächst abwegig erscheint: die Verstümmelungen der Opfer weisen auf die Todesart der Märtyrer hin, deren Gedenktag auf den Geburtstag des jeweiligen Opfers fällt

Maura schob die Papiere zusammen. „Wir müssen etwas finden, was diese Opfer gemeinsam hatten. Etwas, was sie beide in Kontakt mit dem Mörder brachte.“ Sie legte die Tatortfotos von Timothy McDougal in eine Mappe und wollte gerade den Deckel zuklappen, als sie innehielt und das Foto anstarrte. Eine Erinnerung tauchte plötzlich auf, die Erinnerung an Sonnenlicht, das durch leuchtende Buntglasfenster fiel. „Was ist?“ fragte Jane. Maura gab keine Antwort. Sie nahm ein Foto von Cassandra Coyles Leiche aus der Mappe und legte es neben das von Timothy McDougal. Zwei verschiedene Opfer, das eine ein Mann, das andere eine Frau. Der Mann von mehreren Pfeilen durchbohrt, die Frau ihrer Augäpfel beraubt. „Ich kann nicht glauben, dass ich es nicht erkannt habe“, sagte sie. (Seite 141)

Maura liegt tatsächlich richtig, der komplette Zusammenhang erschließt sich allerdings erst so nach und nach im Verlauf der weiteren Ermittlungen, in denen auch eine weitere Person, Holly Devine, die beide Opfer aus ihrer Kindheit kennt, eine Rolle spielt. Bis Jane und Maura den Fall komplett gelöst haben, müssen sie allerdings des öfteren ihre Sichtweise des Falles an die neuesten Ermittlungsergebnisse anpassen. Die Auflösung kommt (auch für den Leser) überraschend daher.

Tess Gerritsen hat auch in diesem Buch wieder bewiesen, dass sie einen Plot lebendig gestalten kann, mit Gespür für psychologisch aufgebaute Spannung, angereichert mit medizinischen Details, die zur Handlung passen, ohne ausschweifend zu sein und auch immer mal mit einem Augenzwinkern bei den Schilderungen aus dem Privatleben von Jane Rizzoli. Erwähnenswert ist auch ihr in die Handlung eingebautes Statement gegen Vorverurteilungen bei Missbrauchsverdacht von Kindern. Was hier tatsächlich durch Fehldeutungen von Aussagen oder deren Herbeiführung durch Manipulation angerichtet werden kann, ist ja auch durch diverse Pressemitteilungen in den letzten Jahren bekannt geworden. Raffiniert auch die Sache mit dem Zusammenhang von Märtyrer-Toden mit den aufgefundenen Opfern, was der Autorin auch dazu dient, die beiden Ermittlerinnen zunächst in einem weiteren Fall in die Irre zu führen.

Mein Fazit: Einfallsreicher Plot, Spannung bis zum Schluss! Bücher von Tess Gerritsen sind schon etwas Besonderes und unbedingt empfehlenswert für Liebhaber von Thrillern.

Geboren wurde Tess Gerritsen 1953 in San Diego, Kalifornien, wo sie auch aufwuchs. Nach ihrem Medizinstudium (Examen 1979) arbeitete sie zunächst als Internistin in Honolulu, bevor sie mit dem Schreiben begann. Ihren Durchbruch hatte sie 1996 mit dem Thriller Kalte Herzen. Die Fernsehserie Rizzoli & Isles basiert auf ihren ab 2004 geschriebenen Romanen um die Kriminalbeamtin Jane Rizzole und die Gerichtsmedizinerin Maura Isles. Es wurden sieben Staffeln gedreht.

 

Rezension und Foto von Monika Röhrig.

Blutzeuge | Erschienen am 20. November 2017 bei Limes
ISBN 978-3-8090-2638-9
409 Seiten | 19.99 Euro
Bibliographische Angaben & Leseproben

21. März 2018

Ruth Ware | Woman in Cabin 10

Ruth Ware | Woman in Cabin 10

War ich in Sicherheit? Ich blickte zur Zimmertür. Ich war mir ziemlich sicher, dass niemand reinkommen konnte.
„Ich denke schon. Es war in der Nachbarkabine – in Nummer 10, Palmgren. Ich glaube, jemand wurde über Bord gestoßen.“ (Auszug Seiten 105-106)

Die Journalistin Lo bekommt die Gelegenheit, bei der Jungfernfahrt zu den norwegischen Fjorden des Kreuzfahrtschiffes Aurora teilzunehmen. Nachts bemerkt sie an Bord in ihrem Zimmer erst Geräusche in der Nachbarkabine, dann ein Platschen ins Wasser. Ist da jemand über die Reling gestoßen worden? Und wo ist jetzt die Frau von nebenan, die Lo am Vorabend noch gesehen hat? Keiner der Crew glaubt ihr, als sie sich auf die Suche begibt. Aber Lo ist doch nicht verrückt geworden und bildet sich alles nur ein. Oder doch?

Laura „Lo“ Blacklock ist 32 Jahre alt und lebt in London. Sie arbeitet schon seit mehreren Jahren für das Reisemagazin Velocity und soll nun in Vertretung für ihre Chefin über dieses Kreuzfahrtschiff berichten. Lo befindet sich in einer Beziehung mit Judah. Vor der Abreise kommt es zum Streit zwischen den beiden, weil Lo nicht in eine gemeinsame Wohnung ziehen möchte.

Wendungen und Meer

Für Woman in Cabin 10 von Ruth Ware wurde im Vorfeld ziemlich viel Werbung gemacht und ich muss gestehen, dass sie mein Interesse geweckt hat. Auf dem Buchrücken wird mit spannenden Wendungen gelockt und dann spielt die Handlung auch noch auf dem Meer und schon wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Die Geschichte ist in mehrere Teile untergliedert und war für mich ab der ersten Seite interessant und flüssig zu lesen. Selbst das „Vorgeplänkel“, bevor Lo überhaupt auf dem Schiff ist, ist packend. Besondere Spannung wird aufgebaut, indem nach jedem Teil eine E-Mail, ein Chat oder Zeitungsbericht gedruckt ist, der von den Tagen nach der Reise berichtet und sehr beunruhigend klingt.

Alkohol in rauen Mengen

Als die Protagonistin dann den ersten Abend an Deck verbringt, drängte sich mir der Gedanke auf, dass sie ein Alkoholproblem hat. Ab dieser Stelle fand ich Lo irgendwie etwas nervig. Auch als sie mit der Suche nach der verschwundenen Passagierin beginnt, wirkt sie eher hysterisch und ich persönlich kann mich mit ihr nicht sehr identifizieren. Trotzdem bleiben alle Handlungen plausibel und natürlich muss sie genau so sein, denn sonst hätte man Lo an Bord vielleicht geglaubt und es wäre zu keinem Spannungsbogen gekommen.

Die versprochenen Wendungen am Ende des Buches waren definitiv vorhanden und mehrmals hat sich in mir das erleichterte Gefühl breitgemacht, dass jetzt alles gut wird, bis das Ruder dann aber doch nochmal herumgerissen wurde. Diese Wendungen waren aber insgesamt nicht so schockierend oder nervenaufreibend, wie ich sie mir gewünscht hätte.

Im Großen und Ganzen ein kurzweiliger, recht unblutiger Thriller.

Ruth Ware wuchs in Südengland auf und lebte nach ihrem Studium eine Zeit lang in Paris. Sie hat als Kellnerin, Buchhändlerin, Englischlehrerin und Pressereferentin für einen großen Verlag gearbeitet und wohnt jetzt mit ihrer Familie in Nordlondon. Die Autorin hat bisher vier Bücher geschrieben, von denen zwei auch in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Ihr Debütroman war Im dunklen, dunklen Wald.

 

Rezension und Foto von Andrea Köster.

Woman in Cabin 10 | Erschienen am 27. Dezember 2017 bei dtv
ISBN 978-3-423-26178-4
384 Seiten | 15.90 Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Weiterlesen: Andys Rezension zu Ruth Wares Thriller Im dunklen, dunklen Wald.

15. März 2018

Stuart MacBride | Totenkalt

Stuart MacBride | Totenkalt

Ein schwarzer Plastik-Müllbeutel entfaltet sich knisternd und flattert einen Moment lang über ihm wie der Flügel einer riesigen Fledermaus. Dann wird er ihm mit einem Ruck über den Kopf gezogen. Das ratschende Geräusch von Paketklebeband zerreißt die Stille. Und jetzt endlich bringt er die Luft zum Schreien auf. (Auszug Seite 7)

Verbannung in die Provinz

Im zehnten Teil der Serie um den Ermittler Logan McRae ist dieser aus dem dreckigen, düsteren Aberdeen in die schottische Provinz verbannt worden. Er muss wieder in Uniform in einem kleinen, verschlafenen Nest seinen Dienst schieben. In dem Hafenstädtchen Banff wird in einem Waldgebiet eine übel zugerichtete Leiche gefunden. Nackt, gefesselt und vor dem Tod brutal misshandelt mit einer Plastiktüte über dem Kopf deutet alles auf ein Verbrechen im Gangstermilieu hin. Es ist aber nicht der seit einigen Tagen vermisste Martin Milne sondern sein Geschäftspartner. Parallelen zeigen sich zu einer ermordeten Studentin, die erschlagen im Wald aufgefunden worden war. Aus Aberdeen kommt eine Sonderermittlungsgruppe rund um DC Inspector Roberta Steel als Verstärkung. Und so trifft Sergeant Logan McRae wieder auf seine ehemalige Chefin.

Vielmehr kann man über den äußerst verflochtenen Plot gar nicht verraten. Dieser zerfällt in zahlreiche kleine Subplots, wobei der eigentliche Kriminalfall dabei in den Hintergrund rückt. Die im Klappentext erwähnte erschlagene Studentin kommt zum Beispiel erst wieder auf den letzten Seiten vor.

Private Schicksalsschläge

Das Hauptaugenmerk liegt auf Logan McRae, dem Protagonisten dieser Serie und seine privaten Dramen. Stuart MacBride entwickelt sehr viel Einfallsreichtum und lässt McRae körperlich wie seelisch einiges einstecken. Seine Freundin Samantha liegt seit fünf Jahren im Koma und die lebenserhaltenden Maschinen sollen jetzt abgeschaltet werden.

Um für die hohen Kosten ihrer Behandlung aufzukommen, hatte sich McRae mit dem Unterweltkönig Hamish Mowat eingelassen. Als dieser jetzt verstirbt und McRae als Hauptbegünstigter in dessen Testament aufgeführt wird, passt das dem potenziellen Nachfolger nicht. Der sadistische Reuben Kennedy trachtet McRae nach dem Leben, der auch noch damit beschäftigt ist, vor den Kollegen seine Beziehung zu den Kriminellen zu verschleiern.

Und dann ist da noch der Chef der Dienstaufsicht, Chief Superintendent Napier, der den Fall eines Kinderschänders untersucht und Logan um Hilfe bittet, indem er Roberta Steel ausspioniert. Zwischen Logan und seiner ehemaligen Chefin besteht so eine Art Hassliebe. Während die laute, derbe und unfassbar ordinäre Roberta mal wieder alles versucht, um den fähigen Ermittler auszunutzen, ist sie andrerseits auch diejenige, die ihm bei seiner Trauer um Samantha beisteht. Und schließlich hatte Logan durch Samenspende Roberta und ihrer Frau zu zwei Kindern verholfen.

Resümee

Totenkalt ist eine abgeschlossene Geschichte einer zehnteiligen Serie und der Schwerpunkt liegt auch hier wieder auf der überzeugenden Schilderung des Polizeialltags. Ein großes Figurenensemble tummelt sich durch die Handlung. Alle werden vom Autor mit vielen Eigenheiten überspitzt dargestellt. Neben der Überzeichnung seiner Charaktere setzt MacBride Vulgarität als Stilmittel ein. Steel putzt ihre Untergebenen ständig mit sexistischen Bemerkungen runter, die grundsätzlich im genitalen Bereich angesiedelt sind. Trotzdem wachsen einem die Figuren in ihrer individuellen Verrücktheit ans Herz.

Viele Bezüge zu vorangegangenen Teilen machen es dem Neueinsteiger nicht leicht, in die Story reinzufinden. Ich kannte die ersten beiden Bände und konnte mich allerdings an den Plot nicht mehr richtig erinnern, aber daran, dass das Wetter eine gewichtige Rolle spielte. Die Atmosphäre des nasskalten Wetters wird auch in diesem Band gut eingefangen.

Stuart MacBride glänzt in diesem Werk wieder mit vielen unkonventionellen und abgedrehten Wendungen. Ich mag auch den absurden und aberwitzigen Humor, muss aber auch gestehen, dass aufgrund der Vielzahl der Erzählebenen der Spannungsbogen fehlte und ich mich doch teilweise durch die fast 630 Seiten gequält habe.

 

Rezension und Foto von Andy Ruhr.

Totenkalt | Erschienen am 17. Juli 2017 im Goldmann Verlag
ISBN 978-3-442-48566-6
640 Seiten | 9,99 Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

14. Februar 2018

Brenda Novak | Ich töte dich

Brenda Novak | Ich töte dich

„Eigentlich hätte er gar nicht vorgehabt, sie umzubringen. Aber er benahm sich nicht so, als machte ihm das etwas aus, oder als bedeutete sie etwas anderes oder mehr für ihn als ihre Freundinnen. In Wahrheit wurde er immer glücklicher, je mehr Schmerz er ihr zufügte. Das Foltern hatte etwas in ihm ausgelöst, einen anderen Menschen aus ihm gemacht. Sie hätte nie gedacht, dass jemand so sein konnte.“ (Auszug Seite 8)

Evelyn Talbot hat in Hilltop, Alaska, ein Gefängnis gegründet, in dem sie Psychopathen erforscht. Diese Berufung entstand, weil sie als Jugendliche von ihrem damaligen Freund Jasper gefangen gehalten, vergewaltigt und fast umgebracht wurde. Noch immer steckt deshalb ein tiefes Trauma in ihr. Dann werden zwei Leichenteile gefunden und es scheint, als sei Jasper zurückgekehrt. Wird er sie nun endgültig töten?

Das Leben danach

Evelyn Talbot hat sich nach dem knappen Überleben auf ihr Studium der Psychologie konzentriert und einen sehr guten Abschluss in Harvard gemacht. Nachdem sie unter anderem in ihrer eigenen Praxis gearbeitet hat, ergab sich die Möglichkeit in Alaska, am Rande der Zivilisation, ein Gefängnis zu eröffnen, in dem nur die schlimmsten Psychopathen aufgenommen werden. Das Gefängnis Hanover House leitet sie gemeinsam mit Tim Fitzpatrick und Ziel der gemeinsamen Forschung ist es herauszufinden, wie Psychopathen ticken, wie man sie resozialisieren und Taten vielleicht sogar verhindern kann.

Seit Jasper hatte Evelyn keine Beziehung mehr und hat sich komplett auf ihre Arbeit konzentriert, teilweise nächtelang durchgearbeitet. Doch in Alaska begegnet sie Amarok, dem State Trooper von Hilltop, und fühlt sich zu ihm hingezogen. Evelyn ist sich aber nicht sicher, ob es klug ist, sich einer Liebe oder gar Beziehung hinzugeben, wo sie doch noch so von den Erlebnissen ihrer Jugend gezeichnet ist.

Dunkel und kalt

Ich töte dich von Brenda Novak hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und sehr spannend. Die Ermittlungen werden sehr erschwert, da es in Alaska zu dieser Zeit nie wirklich hell wird und es unermüdlich schneit, so dass man fast nur mit speziellen Räumfahrzeugen die Straßen passieren kann. Dass Amarok der alleinige Polizist für den Ort ist und es sich um seine erste Mordermittlung handelt, macht es nicht leichter.

Die sich anbahnende Liebesgeschichte des State Troopers und der Psychologin, bei der auch Erotik nicht fehlt, finde ich keineswegs störend. Beide bleiben dabei authentisch und es wird zu keiner Zeit kitschig. Manchmal wollte ich sogar etwas lieber wissen, wie es mit den beiden weitergeht, als zu erfahren, wie die Suche nach dem Mörder verläuft.

Mut

Ich finde die Protagonistin sehr mutig. Bei allen Handlungen bleibt sie glaubwürdig und gesteht sich auch ein, dass sie Angst hat. Sie verhält sich nicht waghalsig, aber viele Dinge hätte ich mich nicht getraut. Aber wenn man mit so einer Spezies Mensch arbeitet, braucht man wohl von Haus aus sehr viel Mut.

Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat eines verurteilten Mörders und Psychopathen. Das verdeutlicht einem nochmal, wie skrupellos allein die Denkweise dieser Menschen ist. Die Erklärungen zum Verhalten und deren Hintergründe, die in dem Buch beschrieben werden, fand ich ebenfalls sehr wissenswert.

Zum Ende hin hatte ich zweimal den Gedanken „Gott sein Dank, es wird alles gut“, bis das Ruder herumgerissen wurde und der Fall keineswegs gelöst und die Gefahr auch noch nicht zu Ende ist.

Brenda Novak wurde 1964 in Utah geboren. Mit 29 Jahren entdeckte sie das Schreiben für sich, vorher arbeitete sie als Kreditsachbearbeiterin bei einer Bank. 1999 wurde das erste Buch der Autorin veröffentlicht, ein historischer Liebesroman. Die Autorin schreibt außerdem romantische Spannungsromane und Mysteryromane. Nur einige wenige wurden auch ins Deutsche übersetzt. Brenda Novak und ihr Mann haben fünf Kinder und leben in Sacramento.

 

Rezension und Foto von Andrea Köster.

Ich töte dich | Erschienen am 4. Dezember 2017 im Aufbau Taschenbuch Verlag
ISBN 978-3-7466-3357-2
448 Seiten | 9,99 Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

10. Februar 2018

Andreas Pflüger | Niemals

Andreas Pflüger | Niemals

Tausend Lügen gäbe es, sie kennt sie alle: dass Layla ihr bloß sagen muss, wo Varga ist. Dass die Abteilung ihn jagt und zur Strecke bringt. Dass Varga der Prozess gemacht wird. Dass sie die Therapie beginnt und wieder ein neues Leben erfindet. Und noch eine Lüge und noch eine und noch eine.
Der Bushidō sagt: Rache ist das höchste Gericht.
Sie will die Hand auf Vargas Brust legen und fühlen, dass sein Herz nicht mehr schlägt. (Auszug Seite 252)

Die blinde Polizistin Jenny Aaron erhält das Angebot zu ihrer Spezialeinheit zurückzukehren, in der sie schon vor der Erblindung gearbeitet hat. Sie ist sich nicht sicher, ob sie das tun soll, denn sie hat erste Anzeichen für eine mögliche Genesung; sie kann hin und wieder Lichtveränderungen wahrnehmen. Doch dann erhält sie über einen Anwalt die Nachricht, dass ihr Erzfeind Ludger Holm ihr ein ungeheures Vermögen von zwei Milliarden Dollar bei einer Bank in Marrakesch hinterlassen hat. Doch natürlich hat die Sache einen Haken.

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