Kategorie: Andy Ruhr

Rafik Schami | Die geheime Mission des Kardinals ♬

Rafik Schami | Die geheime Mission des Kardinals ♬

Im Jahr 2010 ist der Bürgerkrieg in Syrien noch nicht ausgebrochen, aber die politische Lage ist brenzlig und explosiv, man spürt, dass etwas in der Luft liegt. In dieser Zeit wird Kommissar Zakaria Barudi mit einem sehr brisanten Fall betraut. Die italienische Botschaft in Damaskus hat eine mehr als schaurige Lieferung erhalten: Ein riesiges Fass, in dem sich neben dem teurem Olivenöl auch noch die rätselhaft präparierte Leiche eines Kardinals aus dem Vatikan befindet. Dem Korpus wurden Silberstücke in die Augenhöhlen gesteckt und ein Basaltstein fachmännisch an Stelle seines Herzens eingepflanzt.

Barudis Nachforschungen werden nicht nur durch die allgegenwärtige Korruption erschwert, auch kann er niemandem trauen, selbst im Kommissariat nur seinem Kollegen Schukri. Seine Arbeit wird auch durch diverse Geheimdienste sabotiert, die alles versuchen, um den Vorfall zu vertuschen. Der unpolitische Barudi verzweifelt am System, denn sein Vorgesetzter verlangt, dass er diskret ermittelt. Die diplomatischen Beziehungen zu Italien dürfen auf keinen Fall belastet werden. Deshalb laden die syrischen Behörden einen Kommissar aus Rom ein, um die Ermittlungen zu begleiten. Natürlich soll Barudi den italienischen Kollegen, der lange gegen die Mafia kämpfte, im Auge behalten. Aber in Marco Mancini, einen bekennenden Atheisten und Kenner des Nahen Osten, findet Barudi einen Verbündeten, die beiden verstehen sich auf Anhieb und entdecken viele Gemeinsamkeiten, auch was die unterschiedlichen Kulturen angeht.

Wunderheiler und Scharlatane

Trotz verschlossener Kirchengemeinde finden die beiden Kommissare gemeinsam heraus, dass der hohe Würdenträger der römischen Kurie zu einer geheimen Mission geschickt worden war. Offiziell sollte er ein theologisches Gutachten zu Wunderheilern und Heiligen anfertigen. Im Speziellen ging es um das Wirken eines muslimischen, aber Jesus verehrenden Bergheiligen im Norden des Landes hinsichtlich seiner vielfach bezeugten Heilkräfte. Der Bergheilige in der Nähe von Aleppo kümmerte sich durch bloßes Handauflegen um verzweifelte Menschen. Es stellt sich heraus, dass mächtige Interessen im Vatikan sich für dessen Anerkennung als Heiliger stark machten. Als sich die beiden bezüglich ihrer Erkundigungen in den Norden des Landes begeben, geraten sie in die Hände bewaffneter Islamisten. Hier entsteht kurz eine dramatische Situation, dessen Spannungselement sich aber sehr schnell wieder auflöst.

Mit den beiden sympathischen Kommissaren hat Schami ein klassisches Ermittlerduo an den Start gestellt, aber die Figuren des syrischen sowie des italienischen Kommissars sind mir zu stereotyp gestaltet. Der korrekte Barudi steht nach 46 Jahren kurz vor der Pensionierung. Er gehört zur Minderheit der Christen in Syrien, ist Witwer und trauert sehr um seine verstorbene Frau Basma. Über einen Einzelgänger, der beharrlich und unbestechlich ermittelt, der nicht ruht, bevor er in seinem letzten Fall die wirklichen Hintergründe aufgeklärt hat, habe ich schon zu oft gelesen. Der melancholische Kommissar lernt dann im Hausflur seine Nachbarin kennen und verliebt sich, doch auch diese Liebelei war mir zu holzschnittartig und diese Geschichte wirkte unnötig. Verwunderlich auc,h dass, bei der allgemeinen Atmosphäre des Misstrauens auch innerhalb des Kollegiums, Barudi sofort auf den ersten Blick Vertrauen zu Mancini fand.

Ein meisterhafter Geschichtenerzähler

Der syrische Schriftsteller Rafik Schami, der seit über 50 Jahren in Deutschland lebt, ist bekannt für seinen opulenten, orientalisch-ausufernden Erzählstil. Er ist ein meisterhafter und auch sinnlicher Geschichtenerzähler. In Die geheime Mission des Kardinals zeigt er einen tiefen Einblick in die syrische Gesellschaft kurz vor Ausbruch der Revolte und thematisiert im Besonderen den Aberglauben und ihre geschäftstüchtigen Wunderheiler beziehungsweise Scharlatane. Er hat es sich aber meiner Meinung nach zu einfach gemacht, in dem er dem Leser beziehungsweise dem Hörer ein Bild des Syriens vor der herannahenden Katastrophe vorstellt und darüber einen Krimiplot spannt. Er verschwendet zu wenig Mühen an eine spannungsreiche Strukturierung der Handlung. Mir war es auf weite Strecken zu langweilig und auch zu altbacken. Es fehlen überraschende Wendungen oder zumindest originelle Ideen.

Die beiden Kommissare sitzen ständig in Restaurants und essen nicht nur, nein, sie schwelgen in detailliert beschriebenem, levantinischem Essen und verfallen der Redseligkeit. Da werden Unmengen an Falafel, Hummus und Kibbeh vertilgt und alles mit Wein runtergespült oder zumindest Espresso mit Kardamom getrunken. Die Geschichten und Anekdoten waren mir zu altväterlich. Die beiden sind sich auch immer einig, so dass auch gar keine Reibung entsteht.

Geheime Gedanken im Tagebuch

Unterbrochen wird die Handlung immer wieder durch Tagebucheinträge. Barudi notiert hier seine geheimen Gedanken, weil er noch nicht mal seinen Kollegen, Vorgesetzten oder selbst seinem Hausarzt trauen kann. So entsteht sowas wie eine Lebensbilanz, in der er über Gott und die Welt und über die katastrophalen Zustände in Syrien, das Regime und seine Vergangenheit referiert. Hier ist der Autor auch richtig gut und die Zerrissenheit seiner Hauptfigur und auch das tragische, hoffnungslose Schicksal eines Landes wird deutlich.

Udo Schenk und Jürgen Tarrach lasen das Hörbuch ein und obwohl beide ihre Sache sehr gut machen, habe ich mich immer gefreut, wenn die Tagebucheintragungen von Jürgen Tarrach gelesen wurden. Ich fand es eine gute Idee, diesen Part durch eine andere Stimme vorzutragen.

Rafik Schami zeichnet detailreich ein farbenprächtiges Gesamtbild der Syrischen Gesellschaft vor dem Bürgerkrieg. Mir war es nur zu wenig Kriminalroman.

Rezension und Foto von Andy Ruhr.

Die geheime Mission des Kardinals | Das Hörbuch erschien am 22. Juli 2019 bei Steinbach Sprechende Bücher
ISBN 978-38697-4387-5
2 mp3 CDs | 14.90 Euro
Laufzeit der ungekürzten Lesung: ca. 860 Minuten
Sprecher: Udo Schenk und Jürgen Tarrach
Bibliographische Angaben & Hörprobe

Diese Rezension erscheint im Rahmen des .17special Ein langes Wochenende mit… Krimis aus Syrien und Israel.

Angelika Felenda | Wintergewitter Bd. 2

Angelika Felenda | Wintergewitter Bd. 2

Reitmeyers zweiter Fall

„War sie denn früher schon einmal hier?„, fragte Reitmeyer. Der Kellner zuckte die Achseln. „Kann sein. Mit so andere Flitscherln vielleicht. Die kommen manchmal vom Kolosseum rüber. Aber sicher bin ich mir nicht.“ „Wieso ‚Flitscherln‘?“ „Ja, vom Konvent der Unbefleckten Jungfrau war die nicht. So wie die ausgesehen und gesoffen hat.“ „Es kann sich nur um einen tragischen Unfall handeln, Herr Kommissär“, fiel der Wirt dem Kellner ins Wort und funkelte seinen Angestellten an. „Was wir natürlich sehr bedauern.“ (Auszug Seiten 32 und 33)

Wintergewitter ist der zweite Kriminalroman um den Münchner Kommissär Sebastian Reitmeyer. Der erste Teil Der eiserne Sommer spielte in 1914. Inzwischen sind sechs Jahre vergangen, der erste Weltkrieg ist vorbei und wie in ganz Deutschland leiden auch in München die Menschen unter einer katastrophalen Versorgungslage bei einer immer größer werdenden Inflation. Aufgrund des großen Nahrungs- und Wohnungsmangel blüht der Schwarzmarkt und aufgrund der hohen Beschaffungskriminalität hat die Polizei mehr als genug zu tun. Stichwort: „Diebesseuche“.

Tod im Schauspielermilieu

Allerdings boomt das Filmgeschäft und viele Frauen wittern ihre Chance und wollen auf die große Leinwand. So auch die junge Cäcilie Ortlieb, die jetzt im Roten Adler tot am Fuße der steilen Kellertreppe liegt. Sie ist aber nicht, wie zuerst vermutet, gestürzt und an einem Genickbruch verstorben. Laut Gerichtsmedizin wurde Cilly Ortlieb mit einer Überdosis Heroin oder Morphium vergiftet. Wenig später stirbt eine enge Freundin von Cilly unter ähnlichen Umständen. Beide arbeiteten in dubiosen Produktionen des Münchner Filmkonzerns Emelka. Kommissar Reitmeyers Ermittlungen führen ihn in illegale Spielclubs, Bars und Bordelle und bis in die höchsten Kreise. Auch ohne Unterstützung seiner Vorgesetzten, die alles tun, um einen Sündenbock zu installieren.

In einem zweiten Handlungsstrang sucht Gerti Blumfeld, eine junge Frau aus Berlin in München nach ihrer verschwundenen Schwester. Sie gibt vor, an einer Dissertation über Prostituierte zu schreiben um sich besser im einschlägigen Milieu umsehen zu können. Dabei kreuzen sich mehrmals die Wege des Kommissärs und Gerti. Da sie nicht weiß, ob sie ihm trauen kann, hält sie Informationen zurück. Als sie in den Besitz einer Mappe mit brisantem Inhalt kommt, begibt sie sich in Lebensgefahr.

Stimmiges Sittengemälde

Angelika Felender, die u.a. Geschichte studiert hat, zeigt uns hier ein stimmiges Bild der Gesellschaft um 1920. Geschichtliche Aspekte werden geschickt mit der Handlung verknüpft, die Thematik mit Kleinkriminellen, Neureichen und schlüpfrigen Filmproduktionen ist gelungen und so entsteht eine dichte und lebendige Atmosphäre. Die politische Situation spielt eine große Rolle und Felenda hat sich intensiv damit auseinandergesetzt. Die Bevölkerung leidet unter den hohen Auflagen der Siegermächte, die Rationierungen werden als ungerecht empfunden und es entsteht eine wütende, aufgeheizte Stimmung. Diese bildet den Nährboden für eine stark rechtspopulistische neue Politikrichtung und auf politischen Treffen begibt sich ein neuer Festredner in Stellung: Adolf Hitler. Die zunehmende Gewaltbereitschaft zeigt sich auch in rechten Gruppierungen wie zum Beispiel die Einwohnerwehr, in der ehemalige Soldaten Aufnahme finden, die jetzt neben der Polizei für Ordnung sorgen wollen und das Gesetz oft in die eigene Hand nehmen.

Dafür fehlte es der Kriminalgeschichte irgendwie an Zugkraft und die grundsolide Polizeiarbeit blieb oft im Ansatz stecken und führte zu nichts. Für mich gab es einige Ungereimtheiten, so zum Beispiel die ganze Passage, in der Gerti Unterschlupf bei Caroline, einer Jugendfreundin von Reitmeyer findet und die beiden sich da zufällig wieder sehen. Die Handlungsstränge waren teilweise verwirrend und aufgrund einer großen Anzahl an Figuren bedarf es einer großen Konzentration. Im letzten Viertel wird noch mal an der Spannungsschraube gedreht und die Auflösung am Schluss hat mich dann auch nicht richtig überzeugt.

Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, hätten an der einen oder anderen Stelle noch etwas Tiefe gebrauchen können. So ist Reitmeyer der sympathische, stets besonnene und korrekte Polizist. Der Fahrradfahrer versucht immer im Rahmen seiner Möglichkeiten für Gerechtigkeit zu sorgen. Auch an ihm ist der Fronteinsatz nicht spurlos vorbei gegangen. Er leidet unter Panikattacken, die er zu verbergen sucht. Das hätte man noch vertiefen können, es hätte ihm noch Ecken und Kanten verliehen.

Wie gehetzt lief Reitmeyer den Gang entlang und mit ein paar Sätzen die Treppe hinauf. Erst vor dem Haus wagte er, wieder tief durchzuatmen. Der faulig modrige Geruch in der Kellerwohnung, der Mief aus altem Bettzeug, Windeln und aufgewärmtem Kohl hatte ihm fast die Luft abgeschnürt. Am liebsten hätte er sich geschüttelt wie ein Hund nach einem Regenguss. So mussten diese Leute leben. Es war menschenunwürdig. Aber sie waren nicht die Einzigen. Es herrschte verheerende Wohnungsnot. (Seite 17)

Korbinian Rattler ist der pfiffige, etwas übereifrige Polizeischüler, der die älteren Kollegen mit unkonventionellen Ermittlungsmethoden nervt. Er leidet unter Lungenproblemen aufgrund von Gasverletzungen im Krieg. Die sprunghafte Gerti war für mich nicht richtig greifbar. Skrupellos spielt sie Reitmeyer gegen seinen besten Freund Sepp, einen Rechtsanwalt, aus.

Besonders informativ fand ich, einiges über den Sonderstatus Bayerns in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg zu erfahren, wie auch am Ende des Buches noch mal in den Anmerkungen der Autorin erklärt.

 

Rezension und Foto von Andy Ruhr.

Wintergewitter | Erschien am 29. Oktober 2016 im Suhrkamp Verlag
ISBN 978-3-5184-671-90
438 Seiten | 14.95 Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Auch bei uns: Andys Rezension zum 1. Band der Reihe Der eiserne Sommer

Tom Hillenbrand | Qube

Tom Hillenbrand | Qube

„Um sein organisches Encephalon gegen ein digitales auszutauschen, bräuchten wir einen Quantencomputer, in dem sein Brainscan bereits eingespielt ist und der …“ „Bekommen Sie.“ „Sportsfreund, Ihr Mandant hat eine Kugel im Kopf. Er kann keine vierundzwanzig Stunden warten, bis der Rechner präpariert…“ „Doktor, der bootfähige Qube mit Doyles digitaler Gehirnkopie wird gerade angeliefert.“ (Auszug Seite 12)

In Tom Hillenbrands neuem Thriller Qube geht es gleich dramatisch los. Wir befinden uns im Jahr 2091. Der Reporter Calvary Doyle wird mitten in London durch einen Kopfschuss schwer verletzt. Der prominente Journalist hatte zum Thema KI recherchiert und anscheinend etwas Spektakuläres herausgefunden. Er weiß aber nicht mehr was, denn bei dem Mordanschlag kommt er zwar mit dem Leben davon, sein Gehirn ist aber derart beschädigt, dass es bei der Not-OP durch einen künstlichen Computer ersetzt wird. Das hatte Doyle selbst vor einiger Zeit so festgelegt und dafür in weiser Voraussicht schon einen Back-Up erstellt. Unglücklicherweise wurden dabei aber die letzten Rechercheergebnisse nicht abgespeichert. Als auch noch seine Wohnung in die Luft fliegt, wird die Polizeibehörde UNANPAI aufmerksam und die Agentin Fran Bittner auf den Fall angesetzt.

UNANPAI ist eine Organisation zur Bekämpfung Künstlicher Intelligenz. Zweimal konnte bereits verhindert werden, dass die KI die Herrschaft über die Menschheit übernimmt und diese Ereignisse wurden als Turing-Zwischenfälle bekannt. Die Gefahr, dass eine weitere KI in einem Quantencomputer, einem sogenannten Qube, existiert und sich selbstständig macht, muss unbedingt verhindert werden! Agentin Bittner liefert sich einen Wettlauf mit der Zeit, um eine Katastrophe zu verhindern.

Der Traum von der Unsterblichkeit

Mehrere isolierte Handlungsstränge führen parallel durch den spannenden intelligenten Plot. Die geschlechtswandelnde Agentin Francesca oder auch manchmal Francesco Bittner ist bereits aus Hologrammatica bekannt, wo sie vor drei Jahren maßgeblich an der Abwendung einer Krisensituation mit der KI Æther beteiligt war.
Bittner ist ein Quant und wechselt in weibliche wie in männliche Gefäße. Ein anderer Handlungsstrang begleitet den skrupellosen Milliardär Clifford Torus, der von der Unsterblichkeit träumt und dem jedes Mittel recht ist, dieses Ziel zu erreichen. Eine ganz andere Dimension haben Computerspiele erreicht. In einem weiteren Erzählstrang kämpft die Profi-Spielerin Persia Peach, in der Szene besser bekannt als Colonel Crimson, bei einem Fantasygame in einer durch Hologramme täuschend echt simulierten Kampfspiel-Arena, einem sogenannten Ludorama. Mit der Welt der Gamer bringt Hillenbrand einen interessanten Aspekt hinein, auch wenn die Passagen des Spieles, die einen fesselnden Höhepunkt der Story darstellen, mich nicht so richtig überzeugen konnten.

Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz

Tom Hillenbrand spinnt hier die utopische Geschichte aus Hologrammatica mit gewohnt großem Einfallsreichtum und Phantasie weiter. Auch die großen philosophischen Themen der Menschheit werden wieder thematisiert. Es geht auch um den Zwiespalt zwischen Chancen und Risiken einer KI. Dank Hillenbrands großer Detailtiefe im Ausschmücken seiner Settings findet man sich in dieser total technisierten Zukunftsvision sehr gut zurecht. Ansonsten hilft auch noch ein Glossar am Ende des Thrillers mit den wichtigsten Begriffen. Klimakatastrophen haben der Erde arg zugesetzt und große Teile des Planeten sind unbewohnbar. Die Erdbevölkerung zieht sich in kühlere Regionen zurück und besiedelt sogar das All. Oder wie es in dem Thriller heißt: …all jene Städte in Südeuropa, Afrika oder Indien, in denen nur noch streunende Hunde lebten.‘

Das Holonet ist in der Lage, die unwirtlichen Landschaften und hässlichen Gebäude digital zu modifizieren. Menschen nutzen die Möglichkeit, auf diese Art ihr Aussehen zu verändern und wer genug Geld besitzt, kann kurzzeitig in optimierte Klonkörper wechseln. Spannung entsteht auch dadurch, dass man miträtselt, wie die unterschiedlichen Erzählebenen zusammengeführt werden und welche Figuren sich wie zusammentun.

Qube ist ein unterhaltsamer Science-Thriller der Extraklasse und ein würdiger Nachfolger, kommt aber für mein Empfinden nicht ganz an die Genialität von Hologrammatica ran, den ich noch tiefgründiger fand. Vielleicht fehlte mir auch der Protagonist Galahad Singh aus Teil 1. Den Reiz machte für mich unter anderem auch die Diskrepanz zwischen dem altmodischen Detektiv mit seinem trockenem Humor und der voll technisierten Welt aus. Und ich will nicht zu viel verraten, aber möglicherweise taucht er in einem weiteren Band wieder auf. Die neuen Charaktere wie Fran Bittner sind interessant aber nicht so vielschichtig angelegt. Jedenfalls schreit das Ende nach einer weiteren Fortsetzung.

Auch wenn beide Teile unabhängig voneinander funktionieren, würde ich empfehlen, den Vorgänger zuerst zu lesen. Es ist einfach für den Lesefluss und -genuss förderlich, wenn man die vom Autor erschaffene, sehr komplexe Welt schon kennt. Auch weil in Qube das Hologrammatica-Universum nicht mehr groß beschrieben, sondern als bekannt vorausgesetzt wird. Genug Potenzial für weitere Bände wäre auf jeden Fall vorhanden.

Das psychedelische Cover springt ins Auge und ich finde es sehr gelungen. Es ist dem Thema des Buches und auch dem Vorgängerband angepasst.

 

Rezension und Foto von Andy Ruhr.

Qube | Erschienen am 13. Februar 2020 bei Kiepenheuer & Witsch
ISBN 978-3-462-05440-8
560 Seiten | 12.- Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Auch bei uns: Andys Rezension zu Hologrammatica von Tom Hillenbrand.

Joël Dicker | Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert ♬

Joël Dicker | Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert ♬

Der berühmte Schriftsteller Harry Quebert schrieb vor mehr als 30 Jahren einen Bestseller um eine skandalöse Liebe, lebt aber inzwischen zurückgezogen an der amerikanischen Ostküste in New Hampshire. Sein beschauliches Leben in dem kleinen Städtchen Aurora findet allerdings ein jähes Ende, als bei Gartenarbeiten auf seinem Grundstück die verwitterte Leiche eines jungen Mädchens gefunden wird, die als die seit 30 Jahren verschwundene Nola Kellergan identifiziert wird. Die damals erst 15-jährige Nola verschwand im Sommer 1975 unter mysteriösen Umständen. Offensichtlich auf der Flucht vor einem Verfolger tauchte sie verletzt und blutend im Haus einer älteren Witwe am Waldesrand auf. Die informierte Polizei fand bei ihrem Eintreffen die alte Frau erschossen auf, von Nola fehlte seither jede Spur.

Adieu allerliebste Nola

Bei der Leiche findet sich das Original-Manuskript von Queberts Bestseller „Der Ursprung des Übels.“ Die handschriftliche Widmung „Adieu allerliebste Nola“ lenkt den Verdacht verstärkt auf den 67-jährigen Autor. Er wird verhaftet und des Mordes an dem Teenager angeklagt, mit der er ein Verhältnis gehabt haben soll. Ihm droht die Todesstrafe.

Der einzige, der an Queberts Unschuld glaubt, ist sein ehemaliger Schüler Marcus Goldman. Quebert war sein Uniprofessor und half ihm, nicht nur das Handwerk des Schreibens zu erlernen, sondern entwickelte sich zum Mentor und guten Freund. Goldman lebt inzwischen in New York und nach einem sehr erfolgreichen Debütroman leidet er an einer Schreibblockade. Eigentlich wollte er sich in Harrys Villa zurückziehen, um neue Inspirationen zu finden. Er macht sich sofort auf den Weg nach Aurora und stellt eigene Nachforschungen an. Erst nur um Harry zu entlasten, doch aufgrund des massiven Drucks seines Verlegers beschließt er, die Dinge, die er ans Tageslicht bringt, in einem neuen Buch zu verarbeiten. Mit seinen Ermittlungen wirbelt er in dem kleinen Städtchen viel Staub auf, er wird bedroht und die zutage geförderten Wahrheiten wackeln auch an dem Sockel, auf den er Harry gestellt hatte. So entsteht Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert, der Roman im Roman.

Der raffiniert komponierte Plot besticht durch mehrere Erzählebenen, wobei Dicker mühelos die Kunst beherrscht, nie den Faden zu verlieren und man immer genau weiß, in welcher Zeitebene man sich befindet. Marcus Goldman führt als Ich-Erzähler durch das aktuelle Geschehen. Er erinnert sich an die Zeit, als Harry Quebert ihn, den talentierten aber faulen und von sich total überzeugten Studenten, unter seine Fittiche nahm. Dann gibt es Rückblenden in den Sommer von Nolas Verschwinden, der jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven geschildert wird. Daneben gibt es Rückblicke in die noch frühere Vergangenheit, um einzelne Figuren genauer zu beleuchten.

Schmonzette?

Als Pendler konsumiere ich Hörbücher immer auf meinem Arbeitsweg und da sind mir Stoffe zum Abschalten ganz lieb. Es muss nicht so kompliziert sein oder höhere Literatur. Und dafür war das Hörbuch genau das Richtige. Es ist ein Schmöker, aber im besten Sinne, der mich vortrefflich unterhalten hat. Ich weiß nicht wie oft ich vor Verwunderung den Kopf schüttelte, aber sehr häufig drehte ich auch noch eine Extra-Runde, weil ich unbedingt weiter hören wollte.

Joël Dicker jongliert souverän mit einer großen Erzählfreude mit den unterschiedlichen Handlungssträngen. Immer neue überraschende Wendungen und Begebenheiten machen einfach immens großen Spaß. Nichts ist wie es scheint und eine Verblüffung folgt auf die nächste. Es gelingt dem Autor, den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu führen und die Wahrheit erst nach und nach aufzudecken. Auch die Seitenhiebe auf die Vermarktungsstrategien des Literaturbetriebs fand ich sehr gelungen und die bigotte Kleinstadt-Atmosphäre sehr authentisch dargestellt.

Amour Fou

Aber an einigen Stellen war es mir zu kitschig, die schwülstigen Liebesschwüre zu floskelhaft und dadurch wirkte die Liebesgeschichte auch zu seelenlos. Manche Charaktere sind überzogen dargestellt, die Dialoge teilweise sehr gestelzt und besonders die Weisheiten, die Harry seinem Schützling einimpft banal und überflüssig. Und bin ich die Einzige, die sich an einer Liebesgeschichte zwischen einem 15-jährigen Teenager und einem mehr als doppelt so alten Mann stößt?

Dass der Ausgang bis zum Schluss offen bleibt, macht den großen Reiz aus. Obwohl es eine Vielzahl von permanenten Wendungen gibt, gelingt es dem Autor diese zum großen Vergnügen des Hörers stimmig aufzulösen.
Der Roman des Schweizer Autors wurde nach seinem Erscheinen 2013 auch in Deutschland sehr gehypt, nachdem er 2012 bereits die französischen Bestsellerlisten gestürmt und sämtliche Preise abgeräumt hatte. Aber erst nachdem die Geschichte als Miniserie mit dem amerikanischen Schauspieler Patrick Dempsey verfilmt wurde, hatte ich es wieder auf dem Schirm. Beim Hören des Hörbuchs hatte ich dann auch immer Dempsey vor Augen.

Torben Kessler trägt die Geschichte mit einer angenehmen Stimme vor und unterhält ganz wunderbar durch die 20 Stunden. Auch wenn er bei den einzelnen Charakteren die Stimme nur minimal variiert.

 

Rezension und Foto von Andy Ruhr.

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert | Die 2. Auflage erschien am 13. Oktober 2014 bei OSTERWOLDaudio
ISBN 978-3-8695-224-1
3 MP3-CDs | 14.99 Euro
Gesamtspielzeit: ca. 20 Stunden 21 Minuten
ungekürzte Lesung von Torben Kessler
Bibliographische Angaben & Hörprobe

Weiteres: Trailer zur Miniserie bei TVnow

Doppel-Rezension Georges Simenon: Chez Krull & Maigrets Jugendfreund

Doppel-Rezension Georges Simenon: Chez Krull & Maigrets Jugendfreund

Vor knapp zweieinhalb Jahren war es schon so etwas wie ein Paukenschlag in der Buchbranche. Nach mehr als vierzig Jahren verlor der Diogenes Verlag die Rechte an einem seiner absoluten Autorenzugpferde: Georges Simenon. Neuer Rechteinhaber wurde der neu gegründete Kampa Verlag, dessen Inhaber Daniel Kampa vorher bei Diogenes arbeitete und als großer Kenner des Autors gilt. Kampa hat sich die Mammutaufgabe gesetzt, das komplette Werk Simenons wieder herauszugeben, teilweise neu übersetzt, viele mit Nachworte prominenter Simenon-Fans versehen. Dazu bislang unübersetzte Frühwerke des Autors, Autobiografisches und einiges mehr. Seit dem zweiten Halbjahr 2018 wurde mit der Wiederauflage Simenons begonnen, parallel erscheint seit Anfang 2019 im Atlantik Verlag die Taschenbuch-Edition.

Georges Simenon braucht an sich natürlich keine große Einführung mehr. Der Belgier war während seiner Schaffenszeit ein äußerst produktiver Autor. Am bekanntesten sind natürlich seine 75 Kriminalromane mit Kommissar Maigret (plus ein unter Pseudonym veröffentlichter „Ur“-Maigret). Auf diese Krimis wurde Simenon lange Zeit von manchen Kritikern beschränkt, dabei ist das andere Werk des Autors – die sogenannten „Non-Maigrets“ – umso unfangreicher. Über 100 Romane, knapp 150 Erzählungen, mehrere hundert Kurzgeschichten sowie zahlreiche Essays, autobiografische Werke und anderes. Für dieses Rezensionsdoppel hat sich Gunnar einen Non-Maigret (oder „roman dur“, wie Simenon selbst meinte) und Andy sich einen Maigret ausgesucht.

Georges Simenon | Chez Krull

Eine Kleinstadt in Nordfrankreich, Ende des 1930er Jahre. Am Rande der Stadt liegt der Kanalhafen und dort steht der Laden der Krulls. Der Vater ist vor vielen Jahren eingewandert, besitzt aber längst die französische Staatsangehörigkeit, diente in der französischen Armee. Dennoch sind die Krulls Außenseiter in der Stadt. Ihr Laden, ein kleiner Kaufmannsladen mit Alkoholausschank, wird von den Einheimischen gemieden, durch die Kanalschiffer können sich die Krulls aber gerade so über Wasser halten.

Da betritt Hans Krull die Szene. Er ist ein Neffe des alten Krull und hat sich als Gast angekündigt. In Deutschland droht ihm angeblich das KZ. Während das Ehepaar Krull und die drei Kinder Joseph, Anna (beide schon erwachsen) und Elisabeth spießig, sehr zurückhaltend und angepasst sind, bloß nicht auffallen wollen, ist der junge Hans Krull aus ganz anderem Holz geschnitzt. Er ist selbstbewusst, laut, neugierig, ein Draufgänger, spricht gerne auch Deutsch in der Öffentlichkeit. Und Hans Krull ist ein Lügner, ein Schmarotzer, ein Tunichtgut, er streunt in der Gegend herum, lieht sich bei Freunden der Krulls unter einem falschen Vorwand Geld und verführt die jüngste Tochter Elisabeth.

Da geschieht ein Mord. Sidonie, die Tochter einer stadtbekannten Alkoholikerin, wird tot im Kanal aufgefunden. Der erste Verdacht fällt auf den Lebensgefährten der Mutter, doch er kann überraschenderweise ein Alibi aufweisen. Zusätzlich befeuert durch die Aufmerksamkeit, die Hans durch sein Verhalten in der Stadt auslöst, dreht sich die Stimmung nach und nach zu Lasten der Krulls.

Es gab da eine schreckliche, deprimierende Ungerechtigkeit, denn immer schon, so weit er zurückdenken konnte, hatte er alles richtig machen wollen, hatte er sich angestrengt, so zu sein, wie die anderen, besser zu sein als sie, in der Schule der beste Schüler zu sein, zu Hause ein braves Kind, seine Kleider sauber zu halten und seine niederen Instinkte zu unterdrücken.
Und jetzt stand er hier, als Angeklagter, vor diesem Hans, der in seinem Alter war, ihn spöttisch ansah, ihm überlegen war in seiner zynischen Gelassenheit. (Seiten 172 und 173)

Der Roman hat für mich zwei Ebenen. Ganz offensichtlich und auch anhand der Kurzbeschreibung herauszulesen, geht es hier um die Konflikte von Einheimischen und Zugereisten, um Fremdenfeindlichkeit. Wie Ressentiments gepflegt werden und zu wachsen beginnen, schildert Simenon sehr eindrücklich. Einzelne Wortführer stacheln an, ein Mob formiert sich, löst sich wieder auf und ist am anderen Tag wieder da. Man beginnt mit Rufen, macht mit Schmierereien weiter und steigert sich stetig in der Aggressivität. Das alles schildert Simenon weitgehend aus Sicht der machtlosen Krulls. Auch die Polizei, wenngleich um den Erhalt von Recht und Ordnung bemüht, kann sich letztlich dem Druck nicht entziehen.

Andererseits zeigt Simenon seine bekannten Stärken in der psychologischen Charakterisierung seiner Figuren. Die Familie der Krulls in ihrem vergeblichen Wunsch nach Akzeptanz. Es wird aber auch deutlich, dass sie eine echte Eingliederung selbst nicht vollständig betrieben haben. Sie haben sich aber inzwischen scheinbar damit abgefunden, eine seltsame Apathie macht sich breit. Am undurchsichtigsten ist der Vater Cornélius, der selten etwas sagt und den seine Familie auch möglichst aus allem heraushalten will. Und dann platzt dieser Vetter Hans in diese Szenerie – egoistisch, selbstsicher und unbekümmert. Hans hat ein feines Gespür für die inneren Konflikte der Krulls und befeuert diese. Er ist der Katalysator der Ereignisse, sowohl innerhalb der Familie als auch im Außenverhältnis.

Ein wirklich gelungener Roman, der mich auf beiden Ebenen überzeugen konnte. Simenon bringt neben der psychologischen Komponente auch noch eine gesellschaftspolitische Ebene hinein und das macht diesen Roman aus dem Jahr 1939 zeitlos relevant.

Georges Simenon | Maigrets Jugendfreund

In fünfunddreißig Jahren war er keinem einzigen Mitschüler aus dem Lycée Banville begegnet. Und dann musste es ausgerechnet Florentin sein! (Seite 221)

Der Titel Maigrets Jugendfreund ist ein wenig irreführend, denn eigentlich konnte Jules Maigret, Kommissar der Pariser Kriminalpolizei seinen früheren Mitschüler Léon Florentin nie so richtig leiden. Der einstige Klassenclown Florentin war bekannt für seine Faxen und nahm es mit der Wahrheit nicht so genau. So ist Maigret auch nicht erfreut, als der Bäckersohn ihn Mitte Juni 1968 am Quai des Orfèvres im 9. Arrondissement aufsucht und verzweifelt um Hilfe bittet. Und es ist eine ganz schön pikante Geschichte, die ihn in eine mehr als prekäre Lage gebracht hat: Seine Geliebte Joséphine „Josée“ Papet wurde in ihrer Wohnung erschossen, während er sich im Wandschrank versteckte. Die kleine, 20 Jahre jüngere Josée becircte die Männer mit ihrer sanften und charmanten Art und ließ sich neben ihm noch von vier weiteren Liebhabern aushalten. Diese wussten weder voneinander noch von Florentin und besuchten sie an unterschiedlichen Tagen. Wenn einer mal unangemeldet kam, musste Florentin sich schnell verstecken.

Maigret beginnt mit seiner geduldigen und souveränen Art den Tathergang zu rekonstruieren, die übrigen vier Galane zu ermitteln und auf ihre Motive sowie Alibis abzuklopfen. In Josées Wohnung wurden sämtliche Fingerabdrücke abgewischt und es fehlen alle Ersparnisse sowie sämtlicher Briefverkehr. Verdächtig macht sich auch die übergewichtige und stets mürrische Concierge Madame Blanc, die niemanden gesehen haben will. Aber der Hauptverdächtige ist und bleibt Léon Florentin, eine verkrachte Existenz, der in seinem Leben nichts hinbekommen hat und sich momentan erfolglos als Antiquitätenhändler verdingt. Der einstige Hallodri ist vorbestraft und wirkt inzwischen nur noch wie ein alternder Versager.

Wenn zum Ende dieser kleinen, aber feinen Geschichte der Pariser Kommissar alle Verdächtigen mit seinen Rechercheergebnissen konfrontiert und den Täter entlarvt, entsteht bei ihm kein Triumphgefühl. Maigret – immer mit Pfeife und gemächlicher Ruhe-  versucht eher, die Motivation für die Tat und auch den Verbrecher zu verstehen. Damit war Georges Simenon einer der ersten, bei dem in den Maigret-Romanen der Fokus weniger auf der Täterermittlung sondern eher auf den psychologischen Aspekten und den Hintergründen des menschlichen Verhaltens lag.

Maigret ist ein typischer Kleinbürger, dem das wohlhabende Bürgertum immer ein wenig suspekt ist. Seine Stärken sind sein Einfühlungsvermögen und seine Beharrlichkeit. Auch zeichnet ihn eine große Menschlichkeit aus. Den Fall löst er auch durch Intuition, seine Inspektoren spielen keine großen Rolle und werden charakterlich nicht vertieft. Mehr im Hintergrund agiert Madame Maigret, deren Aufgabe, ein behagliches Heim für ihren Ehemann zu schaffen und als ausgleichender Ruhepol zu fungieren, für die heutige Zeit natürlich etwas antiquiert wirkt.

Maigrets Jugendfreund ist der 69. von 75 Romanen sowie 28 Erzählungen mit dem berühmten Pfeifenraucher, die der belgische Autor in einen Zeitraum von über 40 Jahren geschrieben hat. Mich hat der Krimi, der in einfacher, nüchterner Sprache, amüsanten Dialogen und ohne viel Pathos erzählt wird, blendend unterhalten.

Chez Krull | Erstmals erschienen 1939
Die gelesene Taschenbuchausgabe erschien am 30. August 2019 im Atlantik Verlag
ISBN 978-3-92773-495-1
278 Seiten | 12.- Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Genre: Spannungsroman, Klassiker
Wertung: 4.0 von 5.0

Maigrets Jugendfreund | Erstmals erschienen 1968
Die gelesene Taschenbuchausgabe erschien am 4. Juli 2019 im Atlantik Verlag
ISBN 978-3-455-00776-3
224 Seiten | 12.- Euro
Bibliographische Angaben & Leseprobe

Genre: Krimi, Klassiker
Wertung: 3.5 von 5.0

Auch bei uns: Rezensionen zum Hörbuch Maigret: Die spannendsten Fälle ♬ sowie den Romanen Maigret und die junge Tote und Maigret und der gelbe Hund.